Erste HM selber Nähen für den Lulatsch

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
    • Offizieller Beitrag

    In Hexon Wide 1.7 (70D). Habe ich sie nicht gefunden.

    Das ist die WIDE NETLESS HEXON 1.7. Die Standardlänge ist 11'. 12' ist wie Waldläufer70 schon schrieb eine Sonderbestellung.

  • Exakt. Es ist wie TreeGirl sagt: Man kann bei DutchWare (und vielen anderen Herstellern) auf Wunsch das eine oder andere modifizieren lassen. Da ich mir schon viele 11'-Hängematten und vor allem längere selber genäht habe, wollte ich mal eine 12'-Hängematte ausprobieren. Da TreeGirl den Stoff im letzten Jahr mal sehr gelobt hatte, habe ich mir im Dezember die Hängematte bestellt. Damals ging das mit Bestellungen aus den USA (in die Schweiz) auch noch echt flott und so war sie trotz Feiertagen am 31. Dezember da.

  • Von 11' habe ich mich schon lange verabschiedet. Meine beiden ersten Hängematten habe ich 11' lang gemacht, also 335cm effektive Länge. Dann habe ich gemerkt, dass mehr Länge für mich auch mehr Komfort bedeutet. Ich konnte zwar auch in meiner 284cm langen ENO DoubleNest schlafen und nicht mal zu schlecht, bekam darin aber manchmal Knieschmerzen, weil da die Knie schon extrem überstreckt werden.

    Die Mehrheit meiner Hängematten sind zwischen 340cm und 350cm lang. Das ist für mich ein guter Kompromiss zwischen Gewicht und zusätzlichem Komfort. Aber selbst in diesen Hängematten werden meine Knie noch zu stark überdehnt, weshalb die alle auf die eine oder andere Art mit einer Kurve im Tunnelzug / Whipping ausgestattet sind: Dieses erhöht Becken und Gesäss und lässt Kopf und v.a. Beine etwas mehr nach unten sinken. Das sind aber immer mehr oder weniger aufwändige Anpassungen, die für jeden neuen Stoff wieder einiges an Experimentierarbeit bedingen.

    Inzwischen habe ich gemerkt, dass ich mit 70D-Stoffen ab einer Länge, die in etwa meiner doppelten Körpergrösse entspricht, das Gefühl überdehnter Knie nicht mehr habe. Die Hängematte aus Hexon W 1.7 ist so eine.

    Ich weiss nicht, wie gross du bist. Aus meiner Sicht steht der Zugewinn in Relation zur Körpergrösse (nicht unbedingt linear). Nehmen wir an, dass du kleiner bist als ich (184cm), dann erlebst du bei einer Längenzugabe, bei der ich noch einen Komfortgewinn spüre, womöglich bereits keinen mehr.

    TreeGirl hat noch einige Hängematten mehr genäht als ich und verfügt über ihren Umstieg vom Bett auf die Hängematte und ihren Shop über einiges an zusätzlicher Erfahrung, so dass sie dir dazu bestimmt mehr sagen kann.

  • Mit 182cm, und etwas lädierten Knien habe ich mich bereits durch deinen Text in der 12" Matte wohlgefühlt. :)

    Im Moment sieht's bei mir so aus:

    Auf dem Segelboot, schlafe ich meine Siesta in einer 300cm Matte. Das geht, ist aber nicht wirklich bequem.

    Zu Hause, nehme ich die mexikanische Netzhängematte. Im Komfort unschlagbar.

    Die neue 12" Matte geht dann mit zum Segeln.

    Die Anfrage bei Dutch bzgl. 12", Preis und möglichem Auslieferungsdatum ist raus.

    Bin auf die Antwort gespannt.

    • Offizieller Beitrag

    Aber selbst in diesen Hängematten werden meine Knie noch zu stark überdehnt

    Ich kann mich nicht erinnern, ob ich schon mal gefragt habe - aber hast du es mal mit einem Kissen bzw. einem Packsack mit ein paar Klamotten versucht? Da GE Hängematten alle gebogen sind, hat glaube ich jeder mehr oder weniger große Probleme mit überstreckten Knien und überlasteten Fersen. Ich habe schon seit Jahren ein altes, unterfülltes Federkissen unter den Knien, und vermisse es mittlerweile selbst im Bett oder in der Brückenhängematte. Unterwegs muss es weniger komfortabel gehen, aber ich habe immer ein paar Kleinigkeiten im Rucksack, die ich Nachts nicht brauche und als Füllung für mein Kniekissen mißbrauchen kann.

  • Ich kann mich nicht erinnern, ob ich schon mal gefragt habe - aber hast du es mal mit einem Kissen bzw. einem Packsack mit ein paar Klamotten versucht? Da GE Hängematten alle gebogen sind, hat glaube ich jeder mehr oder weniger große Probleme mit überstreckten Knien und überlasteten Fersen. Ich habe schon seit Jahren ein altes, unterfülltes Federkissen unter den Knien, und vermisse es mittlerweile selbst im Bett oder in der Brückenhängematte. Unterwegs muss es weniger komfortabel gehen, aber ich habe immer ein paar Kleinigkeiten im Rucksack, die ich Nachts nicht brauche und als Füllung für mein Kniekissen mißbrauchen kann.

    Du hast recht: In meiner ENO habe ich mir meistens ein Kissen unter die Knie gelegt. Dort wäre es ohne Kissen aber auch wirklich fast gar nicht gegangen. Irgendwie habe ich das in den längeren Hängematten wieder aus den Augen verloren.

    Ich würde jetzt nie extra dafür ein zweites Kissen mitnehmen, aber mit einem Packsack (ein paar Kleider sind immer übrig) könnte ich es wirklich mal versuchen. Bei meiner zweiten Brücken-Hängematte habe ich dieses Problem zum Glück überhaupt nicht, weil dort eine Fehlüberlegung zu einem wunderbaren Hügel unter den Knien geführt hat, so dass die Beine in dieser Hängematte nahezu perfekt lagern. Bei der ersten aus Hexon 2.4 allerdings spüre ich die überstreckten Knie leider auch sehr stark. Auch dort könnte ich mal ausprobieren, ob ein Kleiderbeutel Abhilfe schaffen könnte. Ich drehe mich halt oft von einer Seite auf die andere. Da dürfte ich dann jedesmal aufwachen und wieder nach dem Kissen suchen.

    Danke für den Tipp / die Erinnerung ans Kissen.

  • Alles easy. Dafür ist es doch da :)

    Sonntag Nachmittag eine gute Zeit um die Einkaufsliste fertig zu machen:

    - 4m Hexon Wide 1.7

    - Eine Rolle passendes Garn von Gütermann (Mara 100)

    - 4m Amsteel Blue für 4 Dogbones (dann kann ich die whoopies an beiden HM unabhängig nutzen ohne gleich ein zweites Paar zu machen

    Was für eine Schnur nutzt ihr für das WBW? Normales paracord? Wie stark?

    Das Mara 100 zum säumen und für den Tunnelzug der ja dann gar nicht belastet wird passt?

    Brauche ich sonst noch was um mein Projekt zu starten? Stecknadeln, wonderclips oder ähnliches kann ich ja ab Montag wieder im Einzelhandel kaufen.

  • Was für eine Schnur nutzt ihr für das WBW? Normales paracord? Wie stark?

    Ich habe bei meinen wenigen Versuchen das Paracord Typ 1 verwendet, allenfalls entseelt. Einfach, weil ich das da hatte.

    53293-ab41f256-jpg

    Im Grunde funktioniert jede Schnur, die sich gut knoten lässt. Da gibt es bestimmt noch bessere (und billigere) Schnur.

    Ich habe dafür einen einfachen Takling-Knoten verwendet.

    PS: Schritt 1 kann man hier vergessen. Das Bild stammt aus einem anderen Faden...

    • Offizieller Beitrag

    Was für eine Schnur nutzt ihr für das WBW? Normales paracord? Wie stark?

    Ich habe bei allen meinen Hängematten bisher 550 Paracord genommen, so wie Waldläufer70 Ich persönlich habe schnell das Gefühl bekommen, dass es sich entseelt besser knoten lässt und diesen dann auch hält.

  • Es ist wohl höchste Zeit, dass ich mir einen eigenen Stoff herstellen lasse

    Ich wäre sofort dabei! Wir haben ja schon darüber geredet. Vielleicht ändern sich ja mal die Vorzeichen, sodass das doch eine realistische Perspektive ist. Die Einfuhr aus den USA wird auch immer nerviger. Neuerdings weigert sich Dutch, Pakete von mehr als 500$ mit USPS nach D zu versenden. Naja, ein anderes Thema...

  • Die Lösung mit dem Paracord finde ich auch gut, lässt sich super dehnen und verknoten.

    Wie Waldläufer70 geschrieben hat, kann man aber nehmen was da ist.


    Alternative:

    Dyneema-Leine geht auch, wenn Du davon was übrig hast und dir nichts anderes kaufen möchtest.

    Vorteil:

    Dyneema hat beim Takeling bzw. Whipping einen großen Vorteil.

    Das Takeling hält bombenfest, da verrutscht auch nichts mehr, ähnlich einer Rohrschelle.

    da keinerlei Seildehnung (1-2%).

    Nachteil:

    - Die Dyneema-Leine muss extrem gespannt werden beim Takeln und

    - Beim Abbrennen der Enden muss man höllisch aufpassen, dass die Hängematte nicht auch angebrannt wird.

    Hier im Bild sieht man eine Möglichkeit wie 3mm-Dyneema mit Körpergewicht gespannt werden kann.

    Beispiel:

    Konstriktor- bzw. Würgeknoten

    Vorbereitung zum Spannen:

    Spannen:


    Fertig gespannt und Enden verschmolzen:


    Ich weiß nicht wer dafür Verwendung haben könnte bei DIY-Hängematten,

    aber vielleicht konnte ich trotzdem helfen.

  • Was du meinst ist ein Einschlag-Umschlag. (Ein Rollsaum ist etwas völlig anderes und wird im Bekleidungssektor für ganz leichte Stoff, v.a. bei Damenmode, verwendet. Könntest du natürlich auch ausprobieren...)

    An den Seiten reicht eine Naht. Ich würde sie mit einer Stichlänge von etwa 3mm machen. Einen elastischen Stich habe ich noch nirgends gesehen, wurde hier im Forum aber auch schon diskutiert. Ich weiss nicht, ob er etwas bringt, da drei Lagen Stoff ohnehin weniger dehnbar sind als die eine Lage der Hängematte selbst. Du könntest es aber – wenn es dir optisch nicht widerspricht und du gerne experimentierst – ja mal ausprobieren.

    Für den Tunnelzug würde ich drei bis vier Nähte in etwa 3mm bis 5mm Abstand machen. Dort dann mit kürzerer Stichlänge, da jeder Stich zur Stabilität beiträgt: Ich nutze in der Regel 2.5mm.

    Viel Spass beim Nähen! – Die meisten Geschäfte im Bereich DIY scheinen zurzeit übrigens unglaublich viel zu tun zu haben!

  • Wenn ich einen Warbonnetwhip vorhabe, brauche ich keine 3 bis 4 Nähte und nur einen schmalen Tunnelzug richtig? Wie breit sollte der in etwa sein?

    Richtig, da reicht eine Naht und die kannst du mit der gleichen Stichlänge nähen wie die Ränder, also letztlich mit der Stichlänge, die dir optisch gefällt.

    Endlich gefunden: Für die Breite des Saums für das Warbonnet-Whipping schaust du hier.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!