warbonnet, welcher Stoff?

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  • Hallo Leute, habe mich hier Mal angemeldet, weil ich nicht ganz durchblicke, welche Art von Stoff am besten für mich geeignet ist. Dass kann man so wohl nicht pauschal beantworten, aber vllt könnt ihr mir helfen, dass ich mehr über die Eigenschaften der verschiedenen Stoffe verstehe.

    Ich will mir eine warbonnet blackbird xlc holen und ein thunderfly tarp. Jetzt weiß ich aber nicht welchen Stoff? Da gibt's zb single layer 70d, oder 40d dreamtex Nylon, oder Double layer 70d, oder Double layer 40/20 oder so. Nun, was ich bis jetzt weiß ist da ein Unterschied in der dähnung, wobei ich selber nicht weiß, was für mich gemütlicher ist. Ich tendiere aber eher zu weniger Dehnung. Was mir wichtig ist, ist die Haltbarkeit, will was stabiles, was ich lange nutzen kann. Also am besten Double layer 70 d ? Obwohl ich vom System kein Einschubfach für Isomatte brauche.

    Mit dem tarp sieht es genauso aus da gibt's verschiedene Stoffe zb silpoly oder silnylon ?

    Hoffe ihr könnt mir paar Tips geben

    Grüße gjen

    • Offizieller Beitrag

    Das ganze einmal im richtigen Forum...

    Grundsätzlich gilt: Je stärker der Stoff (Dicke) und je fester gewebt, (Dernier-Zahl) desto weniger dehnbar und desto schwerer wird die Hängematte. Wenn dir das Gewicht egal ist, ist 70d doppellagig deine Wahl. Sonst musst du eben einen sinnvollen Kompromiss finden.

    Für meine Alltags-Hängematte zu Hause bleibe ich bei 70D doppellagig, fürs Wandern wäre mir das zu schwer. 40D einlagig tut's auch.

    Silpoly oder Silnylon macht nach meiner Erfahrung weniger Unterschied als das Tarpdesign - das wäre mir am deiner Stelle erstmal relativ egal.

    PS: Wir freuen uns immer über eine kurze Vorstellung im entsprechenden Forenbereich.

  • ich habe eine Warbonnet in Double 70D und es ist für mich die mit Abstand bequemste Hängematte weil ich nicht so gut auf nachgiebigeren, elastischeren Hängematten liegen kann. Es ist wie DL1JPH schon schrieb ein Abwägen zwischen Gewicht und Bequemlichkeit.

    Aber es gibt auch Leute die eine stretchigere HM bequemer finden.

    Am besten probierst du das mal aus.

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

    • Offizieller Beitrag

    Von der Langlebigkeit her sollte es bei keinem der Stoffe Probleme geben - sofern dein Gewicht unter der angegebenen Kapazität liegt und du die Hängematte vor Beschädigungen und übermäßiger UV-Strahlung schützt. Selbst ein 70D Nylon ist immer noch ein leichter Stoff, der nicht durch die Büsche geschleift werden sollte.

    Bleibt die Frage der Dehnung. Welcher Stoff für dich am bequemsten ist, müsstest du selbst ausprobieren. Demnächst sind zwei Hängemattentreffen, auf denen du alle Kombinationen testen könntest. Oder du kommst zum Probeliegen nach Deggendorf. Alternativ vermiete ich auch Warbonnet-Hängematten.

    Die Dehnbarkeit würde ich folgendermaßen einordnen:

    Heavyweight Double Layer - 2 x 70D = sehr wenig dehnbar, fast hart

    Heavyweight Double Layer - 2 x 40D = etwas dehnbarer, weniger hart

    Lightweight Double Layer - 20D / 40D = dehnbar, eher weich

    Single Layer - 70D = dehnbarer, weich

    Single Layer - 40D = am dehnbarsten, weich

    Nach meinem Gefühl dehnt sich das 40D Dream-Tex nicht so stark wie andere 40D-Stoffe. Normalerweise bekomme ich in 40D nach 3-4 Stunden Rückenschmerzen. Das war beim Dream-Tex überraschenderweise nicht der Fall. Mein Favorit wäre sie aber trotzdem nicht.

    • Offizieller Beitrag

    Mit dem tarp sieht es genauso aus da gibt's verschiedene Stoffe zb silpoly oder silnylon ?

    Silpoly dehnt sich zwar weniger als Silnylon - ABER das wird zum Teil von der Stoffstärke ausgeglichen. Deshalb sind die 20D Silpoly-Tarps leichter als die 30D Silnylon-Tarps. Silnylon ist auf jeden Fall robuster - zum einen weil es aus dickerem Garn ist, zum anderen weil Nylon stärker als Polyester ist. Und die leichte Dehnung federt Belastungsspitzen besser ab. Allerdings habe ich seit Einführung des Silpolys keine Berichte von durch Überlastung gerissenen Tarps gelesen. Insofern ist es wohl hauptsächlich eine Geschmacksfrage.

  • Was man bei der Frage Polyester oder Nylon noch ergänzen könnte – ich glaube, es wurde noch nicht genannt: Nylon dehnt sich recht deutlich, wenn es nass wird. Entweder muss man da recht kräftig spannen oder ein Stück feste Gummischnur einbauen, welches die Dehnung ein Stück weit ausgleicht. Polyester dehnt sich nicht, wenn es feucht oder nass wird. Das ist aus meiner Sicht ein Vorteil.

    • Offizieller Beitrag

    Ich verwende seit fast 10 Jahren Silnylon Tarps von Warbonnet und hatte noch nie das Problem, dass sich der nasse Stoff exzessiv gedehnt hätte. Nach einer Nacht Regen hängt das Tarp zwar nicht mehr so straff wie direkt nach dem Aufbau, aber keinesfalls so schlaff, dass es mich jemals gestört hätte.

  • Erstmal vielen Dank für die hilfreichen beiträge, da bin ich der Auswahl schon näher. Ich denke es wird eine Double layer 70 d, wenn ich dass richtig sehe sind dass nur 300-350g mehr, im Vergleich zur single layer 70d.

    Demnächst sind zwei Hängemattentreffen, auf denen du alle Kombinationen testen könntest. Oder du kommst zum Probeliegen nach Deggendorf.

    Da muss ich Mal gleich nachschauen hier, wo die sind, vllt sind die ja nicht allzu weit weg von mir. (Nrw/NDS). Probeliegen? Voll nett, aber deggendorf ist mir ein bisschen zu weit :)

    Nun zum tarp, wie sieht es da mit einsaugverhalten vom Stoff aus. Saugt sich einer von beiden, silpoly oder silnylon mehr mit Wasser voll, als der andere? Was habt ihr da für Erfahrungen? Will dass so trocken wie möglich in den Rucksack packen, beim Wandern.

    Beste Grüße gjen

    • Offizieller Beitrag

    Nun zum tarp, wie sieht es da mit einsaugverhalten vom Stoff aus. Saugt sich einer von beiden, silpoly oder silnylon mehr mit Wasser voll, als der andere? Was habt ihr da für Erfahrungen? Will dass so trocken wie möglich in den Rucksack packen, beim Wandern.

    Dazu gab es vor einiger Zeit einen Bericht auf HammockForums. In der Theorie nimmt Nylon Wasser auf, während Polyester und DCF es abstoßen. In der Praxis ist aber dummerweise die Oberflächenspannung wohl entscheidender. Ich habe es nicht getestet, aber ich denke der Unterschied zwischen einem nassen 20D Silpoly Tarp und einem nassen 30D Silnylon Tarp dürfte marginal sein.

    • Offizieller Beitrag

    Ich denke es wird eine Double layer 70 d, wenn ich dass richtig sehe sind dass nur 300-350g mehr, im Vergleich zur single layer 70d.

    Ganz ehrlich, wenn 300-350g mehr bei der Hängematte nicht entscheidend sind, brauchst du dir bei der Tarpstoffwahl auch keine Gedanken machen ^^

    • Offizieller Beitrag

    Meine Erfahrung ist, daß Nylon schon etwas Wasser aufnimmt, während es an Polyester abperlt.

    Dafür ist Nylon aber haltbarer, geschmeidiger, stoffartiger, während Polyester steifer, sperriger, plastiktütenähnlicher ist und mehr knistert.

    Trocken bleibt man unter beiden. :)

    • Offizieller Beitrag

    gjen Anbei das neueste Videos eines amerikanischen Hängematten-Mythos mit Herz. Hilft vielleicht beim Finden einer Entscheidung:

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  • Hi, danke nochmal für die Hilfe. Habe mich jetzt quer durchs Forum gelesen und mir sind wieder ein paar Fragen aufgekommen.

    Zuerstmal scheint die Hängemattenlänge sehr wichtig zu sein. Oft habe ich von 3,60m gelesen, die für meine Körpergröße gut sein soll.(1,90). Warbonnet gibt an dass die blackbird xlc für Leute bis 1,98cm geeignet sind. Aber die hm ist nur 3,30. Dass verunsichert mich wieder ein bisschen...

    Große leute hier, die die bbxlc nutzen?

    Und wie ist eigentlich das Packmaße bei so Sachen wie der bbxlc, Thunderfly tarp, wooki. Bekommt Mann dass vom Packmaße her in ein 50 Liter Rucksack, Mit Verpflegung für 3-4 Tage?

    Und an die leute, die einen wooki nutzen, nutzt ihr noch ein protector? Oder kann ich den auch ruhig ohne nutzen? Wegen Daune und Feuchtigkeit, kann ja schon Mal sein dass bei starkem wind, der Regen drauf kommt.

    Beste Grüße gjen

    • Offizieller Beitrag

    Zur Länge hat jeder seine eigene Meinung. Letztendlich hilft da nur ausprobieren. Warbonnet Hängematten sind vergleichsweise kurz, weil sie durch das Whipping an nutzbarer Länge verlieren. Andererseits sind sie breiter als die meisten anderen Hängematten, haben eine längere Ridgeline und ein besseres Netzdesign (z.B. Footbox), was die fehlende Länge etwas ausgleicht. Mit 190cm bist du aber auf jeden Fall an der oberen Grenze - wobei ich auch 200cm große Nutzer kenne, die auf Warbonnet schwören.

    Vom Packmaß her kann ich nur sagen, dass ich eine reguläre Blackbird, ein Superfly, einen 0° Wooki und einen 20° Schlafsack in das Schlafsackfach meines 35 + 10 Liter Rucksacks packe. Je nachdem was du sonst noch an Ausrüstung mitnehmen willst, wird es mit einem 50 Liter Rucksack knapp - aber ich hatte in den USA sogar noch einen mittelgroßen Bärenkanister mit dabei. Mit guter Packtechnik geht das alles.

    Einen UQP brauchst du nicht zwingend, wenn du normal vorsichtig bist. Ich verwende zur Sicherheit einen UQP, aber in erster Linie geht es mir um den zusätzlichen Windschutz.

    • Offizieller Beitrag

    Und wie ist eigentlich das Packmaße bei so Sachen wie der bbxlc, Thunderfly tarp, wooki. Bekommt Mann dass vom Packmaße her in ein 50 Liter Rucksack, Mit Verpflegung für 3-4 Tage?

    Ich habe letztes Jahr im März BB XLC, Wooki, Superfly, GoLite Quilt, NeoAir Lite (falls mal die Bäume fehlen), Wechselunterwäsche, 3 l Wasser, Essen für 1 Woche, Koch- und Waschzeug, Erste-Hilfe-und Reparatur-Kit, Sandalen (für abends) und den Regenponcho in den GoLite Jam (50 Liter) verpackt.

  • Zuerstmal scheint die Hängemattenlänge sehr wichtig zu sein. Oft habe ich von 3,60m gelesen, die für meine Körpergröße gut sein soll.(1,90).

    Für die 1.9, die du zitierst, bin wohl ich verantwortlich. Ich bin auf diese Zahl gestossen, als ich mir Gedanken über sinnvolle Hängematten-Grössen gemacht habe und feststellen musste, dass die meisten Hängematten auf dem europäischen Markt viel zu kurz sind, aber dennoch mit klangvollen XL- und XXL-Angaben beworben werden. Die Situation hat sich inzwischen bereits ein Stück weit verbessert, nicht zuletzt durch den Shop von «Hammock Fairy». Man bekommt jetzt auch in Europa längere Hängematten und muss diese nicht mehr in den USA bestellen.

    Für mich passt der Faktor 1.9 insofern recht gut, als ich in Hängematten dieser Länge selber sehr angenehm liege. Bei festeren Stoffen spüre ich sogar bis zum Faktor 2.0 einen Komfortgewinn. Einige andere Foristen haben sich zumindest positiv über den angewandten Maßstab geäussert.

    Man darf eine solche Verallgemeinerung aber nie zu eng sehen. Da spielen noch weitere Faktoren mit rein: Wie verhält sich der Stoff? Bei welchem Hängewinkel ist für einen eine Hängematte am bequemsten? Möchte man möglichst viel Gewicht sparen oder auch unterwegs beim Wandern den bestmöglichen Komfort haben? – Im Grunde steht das alles so schon im damaligen Post. Insofern bin ich immer wieder erstaunt, wie viele den Faktor 1.9 quasi als Gesetz lesen. Es ist ein Anhaltspunkt, der einen davor bewahren kann, eine viel zu kurze Hängematte zu kaufen. Mehr nicht. – Schlussendlich hilft nur probeliegen.

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