Tarpaufhängung, funktioniert einfach

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  • Hallo zusammen,

    ich hab seit einiger Zeit eine Konstruktion am Ende meienr Tarp-Ridgeline, die wunderbar einfach herzustellen ist und sehr gut funktioniert.

    Eine Glasperle aus'm Bastelladen auffädeln, Achterknoten ganz an's Ende der Leine, dann in etwa 10 cm Abstand vom Ende eine Schlaufe mittels Schmetterlingsknoten machen - fertig. Angewandt wird das Ganze folgendermaßen:

    Ende mit Perle um stehendes Ende schlagen, Perle durch Schlaufe fädeln - fertig.

    Hab's am Anfang mit Schlaufen probiert, die ich mit einem Überhandknoten gemacht hab - ganz klassisch. Das hat die Bruchlast der Leine auf geschätzt unter 50% gesenkt. Beim Schmetterlingsknoten konnte ich (ohne Messung) keine Schwächung wahrnehmen.

    In meinem Beispiel hab ich polyesterummanteltes UHMWPE genommen, aber ich denke, dass das auch Zing-It, Lash-It und Konsorten funktioniert. Der Schmetterlingsknoten ist definitiv unproblematisch, höchstens der Achterknoten, der als Stopper für die Perle dient, könnte eventuell durchrutschen. Ich glaube aber, dass das erst im nicht relevanten Kräfteberich passiert (Vermutung!).

  • Ich hab eine geteilte Ridgeline. An jedem Baum eine Leine, über den gezeigten Mechanismus befestigt, mit Nama Claw am losen Ende. Da kommt dann das Tarp dran, gleiches am anderen Baum. Verständlich?

    Wenn Du eine durchgehende Ridgeline hast, dann kannst Du am anderen Ende z.B. eine Wasp nehmen oder Knoten.

  • Tolle Idee! Es sind meist die einfachen Sachen, die toll funktionieren und praktisch sind.

    Mit Zing-It/Lash-It könnte man die Perle einfach fix mit einem Auge anspleissen, dann wäre die Gefahr des Abrutschens gebannt. Oder man verzichtet gleich ganz auf die Perle, spleisst am Ende ein Auge und hängt in dieses mittels Ankerstich einen Evo-Loop aus dem gleichen Material ein. Den «Knopf-Knoten» kann man dann einfach ums stehende Ende legen und dann durchs gespleisste Auge stecken, das dann anstelle des Schmetterlingsknotens als «Schlitz» dient.

    PS: Für gut zu knotende Leinen würde sich vielleicht auch der «doppelte Überhandknoten» als Stopperknoten eignen. Oder wenn die Bohrung in der Perle relativ gross ist vielleicht auch der «Ashley-Stopperknoten».

  • Ist ähnlich wie bei der Hängematten-Aufhängung. Auch dort kann man das Gurtband jedesmal durch die Schlaufe fädeln oder aber man hat einen Karabiner, Dutch Clip, Soft-Shackle, Evo-Loop, Grapler's Hitch, etc., um die Verbindung lösen und wieder einhängen zu können.

    Beim Tarp kann man zudem dank einer solchen Vorrichtung die Leine immer am Tarp lassen, wenn man das möchte. Ich habe zum Beispiel die Leine fix am Tarp, wo sie in einem Line-Lock steckt. Da könnte ich die Leine gar nicht durch die Öse fädeln oder müsste sie bei jedem Aufbau frisch in den Line-Lock am Tarp einfädeln.

    • Offizieller Beitrag

    Manche Dinge lassen sich eben nur schwer beschreiben, aber ganz einfach in fünf Sekunden zeigen. Nun, da der Groschen gefallen ist, kann ich mir das Drehen des 5-Sekunden-Videos sparen, dessen Herstellung (Vorbereitung, Filmen, Schnitt, Hochladen etc.) dann auch schon wieder mehrere Stunden dauern kann. Verrückte Welt!

  • Manche Dinge lassen sich eben nur schwer beschreiben, aber ganz einfach in fünf Sekunden zeigen. Nun, da der Groschen gefallen ist, kann ich mir das Drehen des 5-Sekunden-Videos sparen, dessen Herstellung (Vorbereitung, Filmen, Schnitt, Hochladen etc.) dann auch schon wieder mehrere Stunden dauern kann. Verrückte Welt!

    Genau aus diesem Grund habe ich bisher nur »One-Shot-Videos« gedreht: Kamera an, machen, Kamera stoppen. Kein Kommentar, kein Schnitt...

    • Offizieller Beitrag

    Hmm, ich hätte gerne ein Foto von der ganzen Tarp-Aufhänung (eine Seite), damit ich mir es besser vorstellen kann... Danke!

    Was du auf der Tarpseite benutzt ist doch deine Wahl. Die Idee bezieht sich ja nur auf die Baumseite. Auf der Tarpseite kannst du z.B. Prusiks, Nama Claws, Stingerz, Fleaz, Figure 9s oder sonstige Knoten bzw. Hardware verwenden, die es dir erlaubt das Tarp zu spannen.

    • Offizieller Beitrag

    Wegen des etwas einfacheren Handlings würde ich statt der Perle wohl eher einen T-Stopper verwenden. Allerdings finde ich Lash-It / Zing-It Evo Loops noch besser, und habe deshalb an jeder Tarp Leine einen angeschlauft. Seit ich sie habe, sind sie ständig im Einsatz.

  • Ja, die Evo-Loops hatte ich auch lange im Einsatz, sowohl an der HM als auch am Tarp. Die vorgestellte Lösung ist dem sehr ähnlich, nimmt sich nicht viel.

    Anstatt der Perle kann man auch ein kurzes Stück von einem 2-3 mm Buchenzweig nehmen und das mittels Schlaufe und Ankerstich festmachen. Dann kann man die Kunstruktion in nullkommanix im Feld reparieren. Geht aber natürlich auch mit einem Loop mit Stöckchen, das man dann wie einen Evoloop festmacht. Dauert vielleicht einen Tick länger, aber kommt auf's Gleiche raus...

  • Und kannst du auch bitte ein Foto einstellen, wie ich mir ein Evo Loop an einer Tarp-Leine vorstellen soll

    Das kannst du dir so vorstellen:

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    Statt dem Gurtband nimmst du einfach eine Tarpleine. Und wenn die bereits eine Schlaufe hat, kannst du vermutlich den doppelten Ankerstich weglassen und den Knopf stattdessen durch die Schlaufe im Leinenende stecken.

  • Ähem, vergesst die Perle. Braucht's ja gar nicht, mir ist gerade eingefallen, dass es ja auch den Diamantknoten mit einem Strang gibt (ABoK 545). Der ist optimal in diesem Fall. Wer Angst hat, dass der Knubbel durchrutscht, der kann beim Knoten auch noch einen zweiten Durchlauf machen, dann ist der schön dick.

  • Ist wirklich eine tolle Idee und funktioniert auch gut mit dem «Ashley-Stopperknoten». Eigentlich dachte ich zuerst an den, um die Perle zu fixieren. Tatsächlich ist der aber gross genug, dass er selbst als «Perle» fungieren kann.

    Ich glaube zwar nicht, dass dieses System schneller ist, als einen Ewenken-Knoten (Siberian Hitch) zu knoten, aber man spart einiges an Leine!

    Nochmals danke für die simple Idee, auf die ich selbst nie gekommen wäre. :)

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