Winterliche Erstverhängung

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  • Gestern war es soweit, der erste Winterhang.

    Mit draußen waren:

    • Selbstgenähte Matte 335x150cm
    • Hennessy Hex Rainfly 70D Polyester
    • Cumulus Selva 450 Underquilt
    • Mountain Equipment 750 Classic

    Was ein Berg an Daunen, wenn man den ME 750 als Quilt benutzt:S

    Leider mit 1,5kg auch ziemlich schwer. Ich vermute aber an die Geräumigkeit an den Schultern und den Kuschelfaktor kommt kein 700g Quilt ran.

    Zum Nähen eines UQP kam ich noch nicht, deshalb habe ich meine Jacke um das Fußende des Quilts gelegt.

    Schultern und Bobbes waren immer leicht Kühl, das obwohl es 8° C hatte. Für einen UQ mit -6 °C Komfort sehr ernüchternd.

    Hatte mich eigentlich drauf gefreut auch mal im Schnee zu hängen, das wird mit dem Setup wohl nichts.

    In einer Kammer unterm Bobbes war aber auch kaum Daune, vielleicht muss ich die erst dahin schütteln?

    Etwas nervig, immer wenn das Fußende vom Schalfsack mal über die Hängematte gefluppt ist, hats den Quilt runtergedrückt, der hat sich dann zur anderen Seite verdünnisiert.

    Beim Kopfkissen genauso. Da fehlt irgendwie Länge/Überstand einfach so ne Art Schlaf-Leitplanke.

    Das Tarp hat mich beim Einpacken gefordert. Das Riesenteil ohne Bodenkontakt zu falten braucht echt Geduld.

    Einfach in den Packsack knuddeln, ist bei 70D Poly-PU irgendwie nicht und auch beim falten darf man keine Luft einschließen, sonst Weißglut.

    Da hätte ich gerne eins das sich leichter händeln lässt und die gleiche Abdeckung bietet.

    Hervorragend war der morgendliche Kaffee in der Hängematte, dafür schlepp ich gern die sperrige Aeropress mit.


  • Da hätte ich gerne eins das sich leichter händeln lässt und die gleiche Abdeckung bietet.

    Ich fürchte alle 12ft tarps sind 12ft lang ;) Wie ich es mache und vielleicht hilfreich: Wenn ich ein 12ft Hextarp abhänge, lasse ich eine Seite noch an der Ridgeline, nehme den gegenüberliegenden Abspannpunkt mit einer Hand und greife mit der andere die Mitte der Ridgelineoberkante des Tarps und klappe es um zum noch fixen Abspannpunkt. So lässt es sich relative einfach in der Mitte halbieren und zusammenfalten und von da ist es dann relativ easy das noch paar mal zu falten bis es in Packsackbreite ist um es dann einfach einzurollen/falten. Setzt natürlich leider eine gewisse Mindestlänge der Arme voraus :D

  • Ich finde auch eine Snakeskin ideal. Ich klappe beide Hälften des Tarps (über die Ridgeline) übereinander und ziehe dann die Snakeskin drüber, was flott und problemlos geht. Wenn die nicht zu eng ist, kannst du die "Wurst" hinterher trotzdem gut in den Packsack kriegen: Ein paar Mal falten und dann "reinkruschteln"....

  • Ich finde auch eine Snakeskin ideal. Ich klappe beide Hälften des Tarps (über die Ridgeline) übereinander und ziehe dann die Snakeskin drüber, was flott und problemlos geht. Wenn die nicht zu eng ist, kannst du die "Wurst" hinterher trotzdem gut in den Packsack kriegen: Ein paar Mal falten und dann "reinkruschteln"....

    Aus was ist dein Tarp?

    • Offizieller Beitrag

    Spielt das denn eine Rolle?

    Tom Hennessy schreibt: „The 70 D poly hex fly requires an additional pair of snakeskins because the hex fly is bulkier than the standard rainflies.“ Du kannst es also mit Snakeskins verwenden.

  • Spielt das denn eine Rolle?

    Tom Hennessy schreibt: „The 70 D poly hex fly requires an additional pair of snakeskins because the hex fly is bulkier than the standard rainflies.“ Du kannst es also mit Snakeskins verwenden.

    Ja. Das 70D Poly PU passt auch ohne Snake skin drüber schon nicht in seinen Packsack wenn man versucht es zu Stopfen.

    Deshalb die Frage, was das stopfende Volk an Tarpmaterial verwendet.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn ich jetzt antworte, daß die Hänger verschiedene Tarpmaterialien und -größen in Snakeskins verpacken, hilft Dir das sicher nicht weiter.

    Im Forum wurde schon die Frage Ganzes Setup in EINER SnakeSkin? diskutiert. Es funktioniert, die „Wurst“ ist jedoch meist etwas sperrig. Je enger die Snakeskins sind, also je mehr der Inhalt hineingepresst werden muss, desto sperriger. Ich habe mir letzten Sommer eine Hülle für die Blackbird XLC und den Wooki genäht und bin zufrieden damit. Der Knackpunkt liegt im ausreichend groß dimensionierten Durchmesser. Nun kann ich Hängematte und Underquilt sehr bequem vom Baum abnehmen und in den Rucksack stopfen. Das ist mir die paar Gramm Mehrgewicht wert.

    Wenn es also bei HM+UQ funktioniert, dann klappt es mit Sicherheit auch bei Deinem Tarp.

  • Es gibt Hersteller, die "sehr passgenaue" Packsäcke produzieren, also Packsäcke, in die man das Produkt nur mit grosser Mühe wieder rein bekommt. In einem solchen Fall kann man sich diese Mühe machen oder sich überlegen, einen etwas grösseren Packbeutel mit mehr Spiel zu nähen.

    Ein prall gefüllter Packbeutel hat meiner Meinung nach zwei Nachteile:

    • Er nimmt im Rucksack deutlich mehr Platz ein, weil zwischen mehreren prallen Packsäcken unweigerlich Luftlöcher entstehen.
    • Das stark zusammengepresste Material kann unter Umständen mit der Zeit leiden.

    PS: Mein Tarp habe ich mir aus dem Xenon Sil 1.1 366cm (12') lang genäht. Ich kann der ganzen Tarplänge locker entlangfahren, wenn sich die Spitzen von Daumen und Mittelfinger berühren. Ich meine mich zu erinnern, dass das sogar mit der Spitze des Zeigefingers funktioniert. Für die Snakeskin habe ich dann noch etwas mehr Spiel gelassen als beim Test mit der Hand.

  • Ich habe das Superfly von Warbonnet mit einem, wie ich finde, sehr rutschigem Stoff. Aber das scheint mir nicht das Entscheidende zu sein, sondern dass 1. die Snakeskin nicht zu eng und 2. der Packbeutel nicht zu klein ist - dann funktioniert das wunderbar.

  • Ob man eine Schlangenhaut fürs Tarp mag, ist bestimmt Geschmackssache. Bei meinem Hex-Tarp, welches ich immer gleich aufbaue, finde ich sie wirklich praktisch. Bei meinem Sommer-Tarp für die Hängematte und fürs Schlafen am Boden nutze ich keine, da ich dieses Tarp immer wieder anders aufbaue.

    Ausreichend grosse Packbeutel sind aber in beiden Fällen einfach eine Erleichterung des Outdoor-Alltags.

    • Offizieller Beitrag

    Es macht natürlich schon einen Unterschied ob man ein Tarp mit PU-Beschichtung hat, oder mit Silikon-Beschichtung. Silikon ist extrem rutschig, PU haftet. Dazu kommt die Stoffdicke: 70D vs. 20D bzw. 30D. Ein Tarp aus 70D entspricht fast 2 Tarps aus 20D. Wenn der Packsack dann auch noch mit PU beschichtet ist, kann das Einpacken etwas mühsam werden. Mit der Snakeskin lässt sich das Tarp zwar besser händeln, braucht aber eingepackt mehr Platz. Wenn du einen Silnylon Packsack herum liegen hast, probier den mal aus. Dann klebt das Tarp nur noch an sich selbst und nicht mehr am Packsack.

    Wenn mein Tarp Morgens nicht quatschenass ist, falte und rolle ich es. Zuerst lege ich Firstspitze auf Firstspitze und halbiere es wie eine Tischdecke bis die Länge etwas kürzer als die Länge des Packsacks ist. Dann rolle ich den so entstandenen Streifen auf. Das ist platzsparender als das Tarp in den Packsack zu stopfen. Wenn das Tarp richtig nass ist, und es schnell gehen muss, stopfe ich es aber einfach mit der Firstspitze anfangend in den Sack.

  • Als ich noch keine Schlangenhaut hatte, habe ich meine Hängematten-Tarps auch so gefaltet wie von grobinger und Hammock Fairy beschrieben. Das ist eine einfache Möglichkeit, die sehr wenig Platz benötigt und nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt.

    Bei meinem oben erwähnten Sommer-Tarp gehe ich manchmal auch heute noch ähnlich vor: Ich falte den First der Länge nach ein paarmal zusammen, wie von den anderen beschrieben, stopfe dann aber das Tarp mit dieser Faltung voran in den Packbeutel. Das ist ein Kompromiss, der etwas weniger Zeit benötigt, aber trotzdem platzsparender ist, als wenn man das Tarp ausschliesslich stopfen würde.

  • Ich hab gestern einen geräumigeren Packsack genäht.

    Aus schönem, rutschiflutschi SilNylon in wunderschönem Orange.

    Jetzt lässt sich das Tarp super stopfen und ist vom Packmaß fast größer als mein Underquilt;(

    Solange ich das Tarp nutze bleibts dann halt wie vorgeschlagen beim Falten, das Packmaß von 70D PU gestopft ist nicht akzeptabel.

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