Hallo Leute, bin mir gerade unsicher, ob das Thema von mir hier richtig ist?
Ok, plane eine solo Tour quasi vor meiner Haustür und zwar den Neandertalsteig. Diesmal ohne Zelt wie sonst, sondern mit Hängematte. Ich plane das mit leichtem Gepäck angepasst an den Herbst, 6,8 Kg inkl. Rucksack - Verpflegung wie Wasser & Nahrung vorne im Beutel. Ich habe vor das ziemlich streng durch zu marschieren (max. 5 Tage, eher 4) und hatte bis vor einem Jahr auch schon auf meiner Hausrunde mit 25 Km 3x die Woche trainiert - musste aber aufhören, weil mir eine Eigenbedarfskündigung unserer Wohnung dazwischen funkte. Denke aber das ich immer noch fit genug bin, habe es gottseidank nicht ganz abreißen lassen - 25 Km, packe noch locker weg als alter Mann der ich bin ![]()
Da die Strecke ja sehr Urban liegt und ich nicht genau weiß wo ich abends zwecks Biwak lande, möchte ich gerne von euch wissen, ob jemand die gegangen ist und weiß, ob es möglich ist unbemerkt hier und da zu biwakieren? Bei YT gibt es einige Filme über den Steig. Da musste z.Bsp. einer im Stadtwald zelten, nachdem er kilometerweit an einer stark befahrenen Straße entlang latschte und nur noch pennen wollte. Genau so was wollte ich vermeiden, weil ja auch mit HM etwas schwieriger zu bewerkstelligen ist. Na ja, lange Rede - kurzer Sinn, schreibt doch einfach alles rein was mir nützen könnte.
Tour Neandertalsteig
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Walkinged -
25. Oktober 2019 um 19:28 -
Geschlossen
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Die Route kenne ich nun gar nicht, kann dir also nicht sagen, wo du campen kannst.
Wenn ich meine Routen zu Fuss plane schaue ich aber gerne mal auf Google Satelitenansicht, wo bewaldete Flächen sind.
Wenn du streng wandern willst musst du natürlich auch deinen Zeitplan einhalten, das lässt dir wenig Spielraum mit dem Übernachtungsplatz. Ansonsten gilt wie immer, Aufbau nach Sonnenuntergang, Abbau vor Sonnenaufgang - das mindert die Chancen vertrieben zu werden.
Die Bäume kannst du dir natürlich vorher aussuchen, schon die Gurte anbringen und das Tarp an einer Seite befestigen - dann geht's hinterher schneller. Wenn es regnet - dann ist es egal, dann spann ruhig das Tarp schon auf zum drunter kochen.
Hoffe das hilft dir.
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Die Route kenne ich nun gar nicht, kann dir also nicht sagen, wo du campen kannst.
"Quelle: https://www.neanderlandsteig.de
Der neanderland STEIG verbindet auf rund 240 Kilometern die Naturschönheiten und Sehenswürdigkeiten des neanderlands und reiht sich in die bedeutenden kulturtouristischen Wanderwege Deutschlands ein."
Du hast das schon richtig erfasst. Wenn es eine reine Waldstrecke wäre, würde ich erst gar nicht fragen und es genau so machen wie du es schreibst:"Ansonsten gilt wie immer, Aufbau nach Sonnenuntergang, Abbau vor Sonnenaufgang - das mindert die Chancen vertrieben zu werden."
Werde mir die Strecke Zuhause einfach via Google Satelitenansicht genau ansehen und einprägen und einige Backups mit einpflegen, falls vorher die Luft ausgeht. Sehe schon die Schlagzeilen "erschöpfter Wanderer irrt auf A3 bei Hilden rum"
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Schön zu sehen, dass es immer noch viele tolle Wege gibt, die man noch gar nicht kennt!
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Sehe schon die Schlagzeilen "erschöpfter Wanderer irrt auf A3 bei Hilden rum"

Nimm einen feuchten Lappen mit.
Dann kannst Du Dich immer noch damit herausreden, Du hättest den Auftrag, die Katzenaugen der Leitpfosten zu polieren.

Spass bei Seite. Du willst die 240 km in vier Tagen wandern? Bedenke, dass die Tage nun immer kürzer werden. Ich kenne die von Dir genannte Gegend leider nicht, aber meine Erfahrungen mit Mehrtageswanderungen hat mich gelehrt, dass die Frage der Übernachtungsmöglichkeiten meist der schwierigste Punkt bei solchen Unternehmungen ist. Die speziellen Anforderungen einer Hängematte an den Übernachtungsort machen das Ganze nicht einfacher. Mit einem Zelt könnte man bei Bedarf und viel gutem Willen des Eigentümers zur Not auch noch im Vorgarten eines Reihenhäuschen übernachten, aber mit einer Hängematte wird das fast unmöglich.
Evtl. musst Du dann deshalb von der Originalroute abweichen und einige Umwege in Kauf nehmen. Das würde dann bedeuten, dass die Tagesetappen noch länger werden.
P. S. Vielleicht wäre es jetzt ein guter Moment mal darüber nachzudenken, ob man nicht so etwas wie "Hammock Surfing" ins Leben rufen sollte. So manch eine/r hat sich zu Hause ein Plätzchen geschaffen um mal so richtig abzuhängen. Da könnte sich doch auch mal ein Gast hinhängen.
Ich drücke Dir auf jeden Fall schonmal die Daumen.
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Die speziellen Anforderungen einer Hängematte an den Übernachtungsort machen das Ganze nicht einfacher.
Wo eine Hängematte ist, ist auch Weg😉
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Wo eine Hängematte ist, ist auch Weg😉
Ok danke, dachte bisher immer "Wo ein Weg ist, lässt sich auch ne Matte hängen"

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, aber meine Erfahrungen mit Mehrtageswanderungen hat mich gelehrt, dass die Frage der Übernachtungsmöglichkeiten meist der schwierigste Punkt bei solchen Unternehmungen ist. Die speziellen Anforderungen einer Hängematte an den Übernachtungsort machen das Ganze nicht einfacher. Mit einem Zelt könnte man bei Bedarf und viel gutem Willen des Eigentümers zur Not auch noch im Vorgarten eines Reihenhäuschen übernachten, aber mit einer Hängematte wird das fast unmöglich.
Ich drücke Dir auf jeden Fall schonmal die Daumen.
...besten Dank, du hast es auf den Punkt gebracht. Der Neandertalsteig soll landschaftlich sehr schön sein, mit sehr vielen Waldpassagen - doch letzendlich bleibt er ein urbaner Steig. Und man weiß nicht genau wo man rauskommt zum biwakieren?!
Ich hab das Zelt schon wieder rausgeholt und werde es wohl damit machen. Irgendeine Ecke fürn kleines Zelt findet sich immer. -
- Offizieller Beitrag
Irgendeine Ecke fürn kleines Zelt findet sich immer.
Irgendwie scheint Deine Rechtschreibprüfung Deine Aussage völlig durcheinandergebracht zu haben. Du wolltest doch sicher schreiben: Irgend ein Baumpaar für die Hängematte findet sich immer.
Tss, diese Rechtschreibprüfprogramme!

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Ich kenne diesen Steig und den zu erwartenden Baumbestand nicht.
Hier im Schweizer Mittelland (hier leben rund zwei Drittel der Bevölkerung auf etwa 30% der Landesfläche, der Rest ist deutlich gebirgiger) finde ich leichter zwei passende Bäume als einen Platz fürs Zelt. Naja, etwas vorsuchtiger ausgedückt: mindestens so leicht.
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Schau auch mal in das Landesforstgesetz NRW (§3). Im Gesetz zum Schutz der Natur in Nordrhein-Westfalen (Landesnaturschutzgesetz – LNatSchG NRW) habe ich überhaupt keine Regelung gefunden, die einem Wanderer das Schlafen im der Natur erlauben würde - allerdings fand ich (außer im Forstgesetz) auch kein Verbot. Daher auch mein Rat: spät aufbauen, früh abbauen und gut tarnen.
Schau in die Karten, wo Naturschutzgebiete sind; da wird's ggf. richtig teuer. Ansonsten kann ein netter Förster auch schon mal ein Auge zudrücken.
Für den neanderland STEIG gibt es auch eine eigene App. Ansonsten kann ich dir als Karte die App "Mapy.cz" sehr empfehlen, wie schon hier im Forum gepostet. Einmal die Karte NRW herunterladen und du hast eine sehr gute Offline-Wanderkarte.
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Im Grunde gilt doch immer noch: was nicht ausdrücklich verboten ist, ist erlaubt - oder ?
Und wenn's verboten ist, gilt : wo kein Kläger da kein Richter
Manche übertreiben es mit der Angst entdeckt zu werden. Ich glaube, im amerikanischen Forum gibt es einen, der ein Jahr lang in London in diversen Parkanlagen mit der Hängematte geschlafen hat.
Eine Hängematte ist eher unauffällig. Sie wird erst offensichtlich zum Lagerplatz, wenn das Tarp darüber gespannt ist. Und selbst dann sehen viele darin kein gleichwertiges Camping.
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Hm, eigentlich suchte ich Antworten von Leuten die den Steig schon mal gegangen sind. Mittlerweile sind ja viele Antworten mit sehr allgemeinem
Ratschlägen eingegangen. Ich glaube deshalb und weil ich auch wieder auf Tour gehe, den Thread deshalb nicht pflegen kann, kann der Admin das hier zu machen! Vielen Dank für die Antworten Ed -
Ich würde den Faden offen lassen. Dann kannst du, @Walkinged, nach deiner Tour hier ein paar Bilder posten und deine Eindrücke zur Hängemattentauglichkeit posten. Einer ist immer der Erste.
Ich habe das bei zwei Fernwanderwegen Schottlands so gemacht: Mit dem Zelt durchgewandert und mir immer die Frage gestellt: «Könnte man diesen Weg auch mit der Hängematte wandern?» (siehe Great Glen Way / East Highland Way)
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