1 mal im Jahr fahre ich eine längere Tour mit dem Moped, grundsätzlich planlos - der Weg ist das Ziel. In der Regel finde ich einfach einen ruhigen Platz, was im Wald oder in den Bergen selten ein Problem ist.
Als Anfangspunkt hatte ich mir Verdun ausgedacht, und ausnahmsweise habe ich dieses mal versucht, einen Platz vorweg per Google Streetview zu finden. Ja, und ausnahmsweise hat mir das voll was gebracht ![]()
Die Kommentare auf dem "Picnic"-Schild entsprachen genau meiner Meinung : "C'est nul sans les arbres ..." (auf Deutsch : Ohne Bäume ist es doof...)
Wir sind dann den Weg hinter der Schranke noch bis zum Waldrand gefahren, den man im Hintergrund sieht. Und da war es dann viel schöner
Ja, das Tarp hängt ziemlich schief - ich bin da wegen der Länge noch in der Lernphase.
Nach einer Runde durch Luxemburg, Belgien, Eifel und zurück dann die nächste Nacht auf dem Camping municipal de St Quirin. Dieser Camping hat mich sehr positiv beeindruckt, weil er mit 3 Euro pro Person für die Nutzung der Sanitäranlagen sehr günstig und ansonsten überhaupt nicht reglementiert ist. Es gab daher keine Probleme, passende Bäume zu finden. In der Nacht hat uns jedoch ein Unwetter erreicht und es hat kräftig gestürmt und geregnet.
Der Nordosten Frankreichs ist erstaunlich - wenn man von den schnellen Routes Nationales abweicht und über die Departementales oder sogar Communales fährt, dann kommt man durch Dörfer oder Weiler, in denen man sich 40 Jahre zurückversetzt fühlt. Sogar die Ortsschilder sind noch die alten und Geschwindigkeit auf die alten 45 km/h beschränkt ![]()
Von da ging es dann weiter Richtung Süden. Die nächste Nacht haben wir dann zuhause verbracht, weil es genau auf dem Weg lag und campen in der Nähe von zuhause bei Regen dann doch zu blöd war. Die darauf folgende Nacht waren wir dann am See von Serre-Ponçon, in der Nähe von Gap. Am morgen waren wir leider etwas spät losgefahren, daher war es schon 19:30 bei der Ankunft. Es sollte ein tolerierter Campplatz am See sein, wir haben ihn aber nicht rechtzeitig gefunden und sind daher auf dem Camping Municipal von Savines-le-Lac gelandet. Diesmal 21 Euro, dafür kein Tisch zum Kochen am Hängeplatz ![]()
In der Nacht hat ein Fuchs auf dem Campingplatz sein Unwesen getrieben. Ich habe ihn unter der Hängematte stöbern und dann plötzlich wegpreschen gehört. Am Morgen habe ich dann eine meiner Gummischlappen ca 30 Meter von der Matte zerkaut wiedergefunden ![]()
Am nächsten Tag haben wir dann kurz nach der Abfahrt über eine andere Strasse den Platz gefunden, denn wir am Abend gesucht haben. Tja, Pech gehabt.
Die nächste Nacht war die Suche nach einem geeigneten Platz dann schon etwas komplizierter. Wir waren nach dem Parc National du Mercantour überraschend früh in Italien angekommen. Die Italiener wohnen deutlich verstreuter als die Franzosen und selbst in den Bergen ist es manchmal schwierig, im gewünschten Abstand zu Häusern einen guten Platz zu finden. Wir hatten die Suche schon fast aufgegeben und wollten den nächsten Campingplatz finden, als wir dann bei San Romolo doch ein ruhiges und geeignetes Plätzchen gefunden haben. Naja ruhig ? Erst bellten ewig lange Hunde, die wohl unsere Witterung aufgenommen haben, dann war der Wald sehr lebhaft, inkl. Wildschweine - die Bäume dort sind hauptsächlich Kastanienbäume.
Die Gegend um Imperia ist wunderschön
Brücke aus römischer Zeit
Brücke aus napoleonischer Zeit