Eine kleine Tour durch Frankreich / Italien

  • 1 mal im Jahr fahre ich eine längere Tour mit dem Moped, grundsätzlich planlos - der Weg ist das Ziel. In der Regel finde ich einfach einen ruhigen Platz, was im Wald oder in den Bergen selten ein Problem ist.


    Als Anfangspunkt hatte ich mir Verdun ausgedacht, und ausnahmsweise habe ich dieses mal versucht, einen Platz vorweg per Google Streetview zu finden. Ja, und ausnahmsweise hat mir das voll was gebracht ||


    Version Streetview screen11.png


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    Die Kommentare auf dem "Picnic"-Schild entsprachen genau meiner Meinung : "C'est nul sans les arbres ..." (auf Deutsch : Ohne Bäume ist es doof...)


    Wir sind dann den Weg hinter der Schranke noch bis zum Waldrand gefahren, den man im Hintergrund sieht. Und da war es dann viel schöner


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    Ja, das Tarp hängt ziemlich schief - ich bin da wegen der Länge noch in der Lernphase.


    Nach einer Runde durch Luxemburg, Belgien, Eifel und zurück dann die nächste Nacht auf dem Camping municipal de St Quirin. Dieser Camping hat mich sehr positiv beeindruckt, weil er mit 3 Euro pro Person für die Nutzung der Sanitäranlagen sehr günstig und ansonsten überhaupt nicht reglementiert ist. Es gab daher keine Probleme, passende Bäume zu finden. In der Nacht hat uns jedoch ein Unwetter erreicht und es hat kräftig gestürmt und geregnet.


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    Der Nordosten Frankreichs ist erstaunlich - wenn man von den schnellen Routes Nationales abweicht und über die Departementales oder sogar Communales fährt, dann kommt man durch Dörfer oder Weiler, in denen man sich 40 Jahre zurückversetzt fühlt. Sogar die Ortsschilder sind noch die alten und Geschwindigkeit auf die alten 45 km/h beschränkt :)


    Von da ging es dann weiter Richtung Süden. Die nächste Nacht haben wir dann zuhause verbracht, weil es genau auf dem Weg lag und campen in der Nähe von zuhause bei Regen dann doch zu blöd war. Die darauf folgende Nacht waren wir dann am See von Serre-Ponçon, in der Nähe von Gap. Am morgen waren wir leider etwas spät losgefahren, daher war es schon 19:30 bei der Ankunft. Es sollte ein tolerierter Campplatz am See sein, wir haben ihn aber nicht rechtzeitig gefunden und sind daher auf dem Camping Municipal von Savines-le-Lac gelandet. Diesmal 21 Euro, dafür kein Tisch zum Kochen am Hängeplatz =O


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    In der Nacht hat ein Fuchs auf dem Campingplatz sein Unwesen getrieben. Ich habe ihn unter der Hängematte stöbern und dann plötzlich wegpreschen gehört. Am Morgen habe ich dann eine meiner Gummischlappen ca 30 Meter von der Matte zerkaut wiedergefunden ;(


    Am nächsten Tag haben wir dann kurz nach der Abfahrt über eine andere Strasse den Platz gefunden, denn wir am Abend gesucht haben. Tja, Pech gehabt.


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    Die nächste Nacht war die Suche nach einem geeigneten Platz dann schon etwas komplizierter. Wir waren nach dem Parc National du Mercantour überraschend früh in Italien angekommen. Die Italiener wohnen deutlich verstreuter als die Franzosen und selbst in den Bergen ist es manchmal schwierig, im gewünschten Abstand zu Häusern einen guten Platz zu finden. Wir hatten die Suche schon fast aufgegeben und wollten den nächsten Campingplatz finden, als wir dann bei San Romolo doch ein ruhiges und geeignetes Plätzchen gefunden haben. Naja ruhig ? Erst bellten ewig lange Hunde, die wohl unsere Witterung aufgenommen haben, dann war der Wald sehr lebhaft, inkl. Wildschweine - die Bäume dort sind hauptsächlich Kastanienbäume.


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    Die Gegend um Imperia ist wunderschön


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    Brücke aus römischer Zeit


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    Brücke aus napoleonischer Zeit


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  • Schöne Tour! Bin selber gerade drei Wochen durch Norditalien gekurvt - allerdings mit 'nem kleinen Camper. Das Hängematten-Setup war dabei. Aber egal, wo wir eingecheckt haben, die Baumdichte auf den uns zugewiesenen Plätzen war gegen null. Die wenigen Bäume, die nicht für die Stellplätze entfernt wurden, standen einfach zu weit auseinander. Vermutlich, um den fetten Glampern genug Raum zum Rangieren zu geben X(


    Nur ein Platz in der Toscana hatte einen fast schon mystisch wirkenden Steineichen-Bestand, die aber so alt und hohl waren, dass ich mich nicht getraut habe die Hängematte dort dran zu hängen ;(


  • Wenn ich mit Leuten reise, die es nicht so mit freiem Campen ausserhalb von kommerziellen Strukturen haben, geht es eben "leider" schon mal häufiger auf Campingplätze. In der Alpenregion hatte ich bisher keine Probleme mit Bäumen - solange ich auf dem Platz relativ frei meinen Hängeort wählen darf. Sogar in Kroatien schaffte ich es, 2 Olivenbäume zu finden, die passend standen.


    Ich merke aber, dass es bei der RidgeRunner etwas komplizierter ist, da ich dort wirklich mindestens 5 - 6 Schritte Abstand brauche.

  • Schon mal probiert, die Bäume ins Seildreieck der Abspannung zu integrieren?

    Also <o[=]o> statt o<[=]>o.

    Das „o“ ist der Baum und „[=]“ die Brückenhängematte. :)

    Ja, aber leider reicht mein Jahresurlaub nicht aus abzuwarten, bis der Baum durch das Dreieck auf brauchbare Höhe gewachsen ist 8o




    Scherz beiseite, dafür müsste man die beiden Stränge , welche von den Rohren kommen im Apex trennen und jeweils mit Karabinern versehen, die dann jeweils in eine Schlaufe meiner Daisy-Chain eingehakt werden. Vielleicht wäre die Lösung hier jeweils ein Whoopie an jeder Ecke.

    Winter is coming - es gibt bald genug Zeit zum basteln.

  • Nur ein Platz in der Toscana hatte einen fast schon mystisch wirkenden Steineichen-Bestand, die aber so alt und hohl waren, dass ich mich nicht getraut habe die Hängematte dort dran zu hängen ;(

    Diese Eichen sehen doch aber sehr gut aus! Erinnere dich mal wie du beim Sägen viel dünnerer Eichenäste am Havelhöhenweg geschwitzt hast. Die Eichen an denen ich dort immer hänge, sind ähnlich stark wie auf deinem Platz in der Toskana.

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