Baumschädigung durch zu dünne Aufhängung?

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  • Da wäre mein Problem, dass es in «meinem» Wald fast ausschliesslich Buchen hat (geschätzt 90%).

    Die oben genannten "Regeln" sind für die Hardcore-Baumliebhaber. Selbstverständlich kann man (und frau) sich auch an Buchen aufhängen. Die halten das auch aus wenn gängiger Menschenverstand vorhanden sind.

    Förster erzählen viel wenn der Tag lang ist ;)

    Spaß beiseite. Ich kann mich zwar jetzt nicht speziell an Forschung erinnern die sowas untersucht hätte, allerdings mit etwas botanischem Wissen kann man da durchaus einen sog. "educated guess" machen. Vermutlich würde ich spontan eine ähnliche Aussage treffen wie der Kollege. Ich mach mich aber noch mal schlau.

    Ein bisschen Off-Topic: bei dauerhaften Umfangmessungen (bei Waldwachstumskundlichen Untersuchungen) kann das Quellen und Schwinden des lebenden Baumes gemessen werden.

  • oder gehe sonst zweimal um den Stamm

    Wenn mich meine seglerischen und mathe-/physikalischen Kenntnisse nicht im Stich lassen, hilft zwei mal den Gurt um den Baum wickeln nicht wirklich weiter (kann auch gerne als Frage verstanden werden)?!? Durch die Reibung des Gurtes auf der Rinde, wird nur ein relativ kleiner Teil des Gurtes dazu benutzt, um die Zugkräfte zu übertragen. Der Rest ist nicht belastet, daher auch keine Verdopplung der Fläche und damit Halbierung der Flächenpressung.

    Vielleicht sehe ich das ja auch falsch?

    Meditiere.... oder hänge in einer Hängematte ab...

  • Da liegst du bestimmt zum Teil richtig. Ich denke aber, dass sich der Druck bei einer eher glatten Rinde, wie sie bei einer Buche vorliegt, eben doch deutlich besser verteilt als bei einem Baum mit rauer Borke. Wenn sich der Druck bei einem zweimal um den Baum gelegten Gurtband nur schon ein kleines Stück über die Mitte der Rückseite des Stammes ausbreitet, wovon ich ausgehe, dann ist mir bereits eine Reduktion des Drucks gegenüber nur einer Umrundung gelungen: Ich habe dann bereits die Kontakfläche vergrössert.

    Ein Stück weit verstehe ich mich auch da als Teil der Natur: Es ist nicht möglich, keinen Einfluss auf meine Umwelt zu haben, sprich: Ich kann meinen Einfluss nicht auf Null reduzieren, sondern höchstens ein Stück weit reduzieren.

  • Ein Stück weit verstehe ich mich auch da als Teil der Natur: Es ist nicht möglich, keinen Einfluss auf meine Umwelt zu haben, sprich: Ich kann meinen Einfluss nicht auf Null reduzieren, sondern höchstens ein Stück weit reduzieren.

    Lieber Waldläufer,
    das ist auch völlig ok, weil nichts in der Natur nicht beeinflußt. Das ist ja genau das was z.B. Buddhisten oder auch viele Wissenschaftler ja immer wieder sagen: Alles hängt mit allem zusammen. Ich bin nicht solitär, sondern immer in Verbindung zu allem um mich herum. Dem kann ich nicht engehen. Das ist die Natur!

    Und auf der anderen Seite steht die Fähigkeit mit Belastungen umzugehen und nicht davon zu sehr belastet zu werden...

    darf man nur nicht übertreiben...

    Meditiere.... oder hänge in einer Hängematte ab...

  • Kleiner Off-Topic Beitrag, der mir heute während dem strömenden Regen eingefallen ist:

    Buchen sollten noch aus einem anderen Grund außer der relativ dünnen und "empfindlichen" Rinde gemieden werden.

    Die Kronen von Buchen sind so aufgebaut (Kronenarchitektur), dass ankommender Niederschlag, welcher von den Blättern "aufgefangen" wird, über die Äste an den Stamm weitergeleitet wird. Das nennt man Stammabfluss. Gerade die Buche beherrscht das wie keine zweite Baumart (in Europa).

    Baumgurte oder andere Aufhängungen leiten jetzt einen Teil davon in Richtung der Hängematte weiter. Und weil die Stammabflussmenge an Buchen beträchtlich ist, sollte man diesen Faktor in seine Baumauswahl mit einbeziehen, wenn bekannt ist, dass es regnen wird.

    Der "Sinn" dahinter sollte auf der Hand liegen: Der Niederschlag im Kronenraum wird dahin konzentriert wo die meisten Wurzeln sind und das Wasser aufnehmen können (unmittelbare Stammnähe). Damit muss die Buche nicht weit ausladende Wurzelwerke bilden um das Bodenwasser zu erschließen.

    Als "Gegenbeispiel" sind die meisten Nadelbäume zu nennen, bei denen aufgrund der Kronenarchitektur das Wasser nicht zum Stamm geleitet wird, sondern eher an den Ästen "nach Außen" transportiert wird.

    Das Konzept Nadelbaum ist evolutionär gesehen aber auch deutlich älter.

  • Buchen, Birken und Bergahorn eher meiden. Buche bildet überhaupt keine richtige Borke. Bergahorn und Birke erst im sehr hohen Alter.

    Ich bin ja gerade vom Inseltreffen zurück und dort fiel Furbrain und mir (als wir sein Setup betrachteten) auf, dass wir an der Birke, an der er sein Tarp (und natürlich auch die HM) aufgehängt hatte, schon eine kleine Rille an der Stelle der Rinde war, wo die Tarpabspannung darüber lief.

    So ein Tarp hat doch schon eine ganz schönen Zug, so dass ich inzwischen dazu übergegangen bin auch mein Tarp an Baumgurten zu befestigen. Zumndest bei Birken und Buchen ist das sicher sinnvoll.

  • So ein Tarp hat doch schon eine ganz schönen Zug, so dass ich inzwischen dazu übergegangen bin auch mein Tarp an Baumgurten zu befestigen.

    Seit ich die Spider Daisy Chain verwende, befestige ich das Tarp nicht mehr separat am Baum, sondern einige Schlaufen baumwärts direkt an der Chain.

  • Seit ich die Spider Daisy Chain verwende, befestige ich das Tarp nicht mehr separat am Baum, sondern einige Schlaufen baumwärts direkt an der Chain.

    Das ist natürlich auch eine gute Lösung. Aber bewegt sich das Tarp dann nicht bei jeder Bewegung der HM?

    Ich habe eigentlich immer die Aufhängungen von Tarp und HM auf unterschiedlicher Höhe am Baum befestigt: dann kann ich gut - je nach Wetter - das Tarp mal höher oder tiefer aufhängen.

  • Ich erinnere in diesem Zusammenhang wieder einmal an diesen Faden:

    Tarp an Baumgurten der HM befestigen

    Ich kann nur sagen: Die Befestigung direkt an der Hängemattenaufhängung funktioniert problemlos. Ich mache das inzwischen seit Jahren nur noch so. Und mit wenigen Handgriffen habe ich das System so umgebaut, dass ich das Tarp auch direkt am Stamm aufhängen könnte.

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