Baumschädigung durch zu dünne Aufhängung?

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  • Also prinzipiell gibt es im Gartenbau mehr als eine Möglichkeit einer Pflanze Stress zu vermitteln um deren Wachstum zu steigern.


    Das reicht vom Abschneiden des Spitzentriebs (2 neue Haupttriebe + stärkere Seitentriebe) über umbiegen oder quetschen der Triebe bis hin zum kompletten entlauben einer Pflanze. Die wohl zärtlichste Variante ist das streicheln des Bestandes, die Thigmomorphogenese.

    Solange keine offene Wunde als Pforte für Pilze, Insekten oder sonstige Parasiten dient können Pflanzen sehr viel ab und werden (wenn nicht zu viel gestresst) mit jedem Stressfaktor stärker. In der Natur wären das Wind, Wetter, Lebewesen und andere Mitstreiter um den begehrten Platz.

    Einmal editiert, zuletzt von RoyalHang (15. September 2019 um 16:04)

  • Glaube nicht das es eine Eiche ist. Die wächst nicht so schnell das die Schlinge in 10 Jahren schon so tief geht.

    Ich tippe nun trotzdem mal auf Stieleiche.

    Warum komme ich auf meinen Tipp? Zum einen scheint mir die Beschaffenheit der Borke gut zu passen, zum anderen lese ich in einem forstwissenschaftlichen Buch (Seite 21) gerade nochmals einen Abschnitt über die Stieleiche:

    Der Forstingenieur Christian Küchli hält dort fest, dass das langsame Wachstum der Stieleiche ein Mythos sei. Die Stieleiche – an einem guten Standort unter der schützenden Hand des Försters begünstigt – wachse der Buche davon, erreiche in 50 Jahren zwanzig Höhenmeter und werde in 140 Jahren zu einem 60 Zentimeter dicken Baum. Allerdings bilde die Stieleiche unter solch «günstigen» Bedingungen ungewohnt dicke Jahrringe aus.

    @Bernd Odenwald, kennst du denn die Antwort? Kannst sie ja so wie hier einfügen, damit man sie nicht zu leicht findet. ;)

  • Bei solchen Einschnürungen die wieder Überwallen

    ( so heißt der Fachbegriff) ist sehr oft die Standsicherheit nicht mehr

    gewährleistet. weil eine Art "Sollbruchstelle" entsteht.

    Da der Nährstofftransport definitiv im Kambium an dieser Stelle

    geschädigt ist, findet das Wachstum wesentlich langsamer statt.

    Und ein kranker Baum kann sich auch nicht mehr so ohne weiteres

    gegen Angriffe wehren. Siehe Fichtensterben und Borkenkäfer.

    Gruss

    Konrad

  • Ich glaube auch, dass hier eine Linde auf eine Stieleiche aufgepfropft wurde.

    Frage: Kann man Bäume der Ordnung der Malvenartigen (z.B. Linde) auf Bäume der Ordnung der Buchenartigen (z.B. Eiche) aufpfropfen? Ich weiss es nicht, ging bis anhin aber immer davon aus, dass die Bäume wenigstens der gleichen Ordnung wenn nicht sogar der gleichen Familie angehören müssen, damit das funktioniert.

    Wer kennt die Antwort?

    Auf die Schnelle finde ich bei Wikipedia nur gerade den folgenden Satz: «Je enger die Verwandtschaft zwischen Unterlage und Edelreis ist, umso wahrscheinlicher ist das Zusammenwachsen der Veredelungspartner.»

  • Den Bahnwärter würde gerne die Weiche wieder in Richtung des ursprünglichen Themas stellen und legt den Hebel für Weiche A1 jetzt um.

  • Wäre der Bahnwärter denn geneigt, noch die Frage nach dem Baum zu beantworten, die er selber in den Raum gestellt hat?

    Wie wäre es, den Faden umzubenennen in Schädigung von Bäumen durch den Menschen? Jegliche Übertragung auf zu dünne Aufhängungen ist doch reines Vermuten und deshalb rein spekulativ.

  • Ich frage bei der Quelle der Fotos gerne nach.

    Eine Pappel mag ich ausschließen. Das ist so ziemlich der schlechteste Baum für verlässliche Verbindungen.

    Einen Grund um den Beitrag umzubenennen sehe ich jetzt noch nicht.

    Wenn wir weiter beim Thema bleiben.

  • Das weiß ich leider nicht - ich kann dir nur empfehlen, deine Hängeplätze so auszuwählen, dass du von der Überprüfung solcher Vorschriften verschont bleibst. Nimm dann Gurte von einem Zoll, such dir Bäume, die mindesten 20 cm dick sind und du kannst nichts falsch machen.

  • Wisst ihr in welchen Parks oder Staaten in Übersee die 2inch (5,08cm) breiten Gurte vorgeschrieben sind?


    Gibt es sowas auch hier in Europa oder sonstwo auf der Welt?

    Auf diese Frage bekommst Du im englischsprachigen Forum, wo Du Dich ja auch angemeldet hast, sicher eine bessere Antwort.

    Also nicht dass Seitenschläfers Antwort nicht gut sei. Nein.

    Die auf hammockforums wissen genau in welchen State Parks welche Regeln gelten.

    Solche Parks haben wir hier ja nicht.

    So ein Nationalpark Hochschwarzwald dient ja nicht zu Erholung sondern dem Umwelt und Artenschutz.

    Zwar gibt es da auch Trekking Camps mit Regeln die besagen, dass man entweder die Holzplatformen oder die ausgewiesenen Stellen nutzen soll. Hängemattenplätze spärlich.

    In der Eifel auf deren Plätze darf man NUR die Platform nutzen und darf garnix anderes.

    Mit 1 Inch Baumgurt biste zumindest hier gut beraten.

    Sollte irgendwo die 2 Inch Regel gelten, ist so ein Gurt auch schnell vom Scrapyard besorgt.

  • Ich benütze in der Regel Campingplätze in Frankreich und da hat noch nie jemand nach der Art der Aufhängung gefragt: also ob Schnur oder Gurt, geschweige denn, welche Breite von Gurtband.

    Die waren alle immer sehr hilfsbereit und entspannt diesbezüglich. Also habe ich einfach meine üblichen Gurte mit 2,5 cm verwendet.

  • Zum Thema Umwallung:

    Mein Elternhaus ist bei einem Sturm in den 90ern nur knapp von einer es überragenden Kiefer verschont worden. Der Stamm hatte an der Bruchstelle einen Durchmesser von 40-45cm, jedoch konnte man sehen, dass das gebrochene Stück nur ca. Handgelenksbreite hatte.

    Von außen sah man in den ganzen Jahren nichts, die Borke ist am oberen und unteren Teilstück quasi rechtwinkling zur Schnürstelle gewachsen:

    Es war eine Schnürung mit Paketschnur, die waren damals aus Baumwolle und hatten ein blaues Kunststoffteil zum Fixieren (scheint das einzige zu sein, was Google nicht findet). Das mit dem Lösen nach dem Anwachsen war offenbar in Vergessenheit geraten.

    Einmal editiert, zuletzt von Freihaenger (15. Januar 2020 um 20:12)

  • Kannst du das nochmal genauer erläutern? Was ist da passiert? Welchen Durchmesser hatte die Schnur? Wie lange war sie am Baum befestigt? Wie verhalten sich die 40-45 cm zur Handgelenksbreite? Gibt es davon Bilder? So wie es jetzt dasteht, klingt es eher wie eine Bildzeitungsnachricht aus der Rubrik Vermischtes: "Baumwollschnur bringt beinahe Haus zum Einsturz".

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