Flachliege-Hängematte

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    Mittlerweile habe ich eine zweite Nacht in der Ninox verbracht. Diesmal habe ich aufgepasst, dass ich mit dem Kopf weiter vom Rand entfernt gelegen habe. Die Nackenschmerzen blieben aus, aber dafür hat sich die Liegefläche unebener angefühlt. Vermutlich lag ich in der ersten Nacht mit dem Torso im V und nicht über der mittleren Erhebung vom W.

    Nach meinem Urlaub werde ich nochmal ein paar Nächte in der Ninox verbringen, um ein faires Urteil zu fällen. Für den Moment habe ich den Test ausgesetzt, weil ich Erholung und guten Schlaf dringend nötig habe, und die Ninox einfach zuviel Aufmerksamkeit erfordert. Bisher ist das einzige, was mir wirklich gut gefällt der Stoff. Meine Vermutung ist, dass die Ninox ohne den ganzen Hokuspokus eine bessere Hängematte gewesen wäre.

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    Fagorian - das hängt komplett davon ab, wie breit der Stoff ist (denn in dem hochgezogenen Bereich kann man nicht mehr wirklich liegen), und wie hoch du die Wände haben willst. Du müsstest also ausprobieren, was dir am besten gefällt. Wenn ich mich richtig erinnere, waren meine Kurven am Ende nicht mehr tiefer als 2cm.

  • Im Grunde reicht es aus meiner Sicht, die Ränder wieder in die Waagrechte zu bringen, damit sie dann in der Praxis wieder etwas «nach oben» gehen und einen Abschluss bilden. Eine Hängematte aus einem vollständig rechtwinkligen Stoff geht ja über die gesamte Breite in Richtung Kopf und Füsse immer etwas nach oben.

    Ich selber habe allerdings noch keine Kurven gemacht, bei denen ich das in die Praxis umgesetzt hätte. Meine Kurven waren alle so gestaltet, dass der Stoff bis zum äussersten Rand leicht konkav geformt war. Das hat auch den Vorteil, dass die Hängematte dann nicht nur für Menschen meiner Körpergrösse passen, sondern grundsätzlich für alle, vorausgesetzt, die jeweilige Person mag natürlich den vorgegebenen Kurvenschnitt.

    Auch meine für mich angenehmsten Kurven waren bei einer 150cm breiten Hängematte maximal 2cm tief. Bei extrabreiten Stoffen kann man einiges tiefer gehen, ohne dass der 150cm breite Streifen in der Mitte der Hängematte deswegen tiefer als 2cm wird.

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    Entweder die Single Layer Ninox hat ein anderes Design, oder Derek hat keine Ahnung von geformten Hängematten. Ich wüsste nicht, was die hochgezogenen Seiten und den Wulst in der Mitte verursachen sollte außer ein W-Schnitt.

    Ich bin zwar aus dem Urlaub zurück, hatte aber noch nicht den Nerv in der Ninox zu schlafen. Ich glaube auch nicht, dass sich mein Urteil nach weiteren Nächten ändern wird. Mein Eindruck ist, dass die Entwicklung zu früh abgebrochen wurde. Jedenfalls waren meine letzten beiden DIY W-Hängematten deutlich bequemer. Trotzdem waren sie nicht besser als meine besten rechteckigen Hängematten, weshalb ich letztendlich nicht mehr weiter gebastelt habe.

    Fagorian - welche Erkenntnisse erhoffst du dir? Auch ohne weitere Testnächte kann ich dir mit absoluter Sicherheit sagen, dass die tollen Behauptungen von Sierra Madre Research Werbe-Bla-Bla sind. Man liegt in der Ninox keinesfalls flacher als in rechteckig geschnittenen Hängematten. Zu dieser Erkenntnis scheinen auch andere Ninox-Käufer gelangt zu sein. Jedenfalls haben wohl viele Kickstarter-Unterstützer die Ninox zurück geschickt. Hätte ich nicht die hohen internationalen Versandkosten und den Zoll bezahlt, hätte ich sie vermutlich auch zurück gegeben. So wandert sie wohl in mein Kuriositätenkabinett.

  • Ich kann mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen, dass man eine Hängematte mit einer Kurve vorstellt, die Kurve im Video zeigt und dann einfach eine Hängematte aus einem rechteckigen Stück Stoff verkauft. Das wäre ja eine echte Mogelpackung – mal ganz unabhängig von der Frage, was die Kurve vom Liegegefühl her bringt.

    Hammock Fairy s Beschreibung des Liegegefühlt passt jedenfalls sehr gut zur gezeigten Kurve. Vielleicht ist die Single-Layer-Version so dehnbar, dass sich die Kurve etwas relativiert und nicht mehr so eindeutig spürbar ist.

    Falls der Stoff eine Art Ripstop-Muster hat, müsste man die Kurve eigentlich recht gut erkennen können, zumal sie ja ziemlich ausgeprägt zu sein scheint (gemäss Video).

  • Es gibt "Erfindungen", die sind so überflüssig, wie ein Kropf.

    Vor allem, wenn man durchaus gute Produkte im Angebot eines Herstellers sieht, ist man geneigt, diese positive Meinung auf alle Produkte zu übertragen. Selektive Betrachtung ist da besser.

    Gibt es auch in anderen Bereichen: So fertigt ein Handwerksbetrieb im Pott "im Allgemeinen" tolles Zubehör für Paddler, aber einzelne Produkte sind einfach "ein Griff ins Klo".

    "Flach liegen" kann man leicht ausprobieren: Man braucht nur eine stramm aufgeblasene Isomatte in die Hängematte legen und schon liegt man ziemlich flach. Wenn's gefällt, kann man ja überlegen, wie man das als praktikablen Dauerzustand umsetzt.

    In meinem Schlafsack-Hängematten-Hybrid habe ich ein "Einschubfach" für die Isomatte. Wenn ich sie ganz stramm aufblase, dehnt sie die Konstruktion auch in der Breite (ich nehme eine 60er Isomatte), das fühlt sich bequemer an, aber so flach, wie es dann wird, mag ich es nicht.

    Durch mehr oder weniger Luft kann ich das Ganze aber leicht zu meinem Optimum justieren. Dieses Optimum ist dann irgendwie "etwas flach". Ich mag es, mit dem Kopf höher und insgesamt etwas gebeugt zu liegen.

    Konstruktionsbedingt kann ich meine Tagesklamotten unter das Kopfende des Schlafsacks legen, wo sie auch nicht verrutschen und so habe ich ein großes, dickes Kopfkissen. Ich liege dann ähnlich, wie man sich auf einer Couch vor dem Fernseher ausstrecken würde, mit einem dicken Kissen im Nacken, damit man noch was sehen kann.

    "Fernsehen" ist in der Natur ja immer dabei - aber es ist genau wie daheim: Spätestens nach einer Viertelstunde bin ich trotz schönstem Programm eingeschlafen ... :)

    • Offizieller Beitrag

    Eine 90° Hängematte funktioniert nach demselben Prinzip wie die Ninox. Nur werden Teile des Stoffes mit Schnüren ersetzt, und für den optimalen Liegekomfort ist eine Isomatte notwendig um den Hügel in der Mitte zu vermeiden. Bei einem 45° Design hat man die Wahl: man kann die Kurven so extrem machen, dass eine Liegeposition wie in der 90° Hängematte möglich wird. Dann braucht man aber auch ein stabilisierendes Element, also eine Isomatte. Die Exped Ergo war so geschnitten. Oder man gestaltet die Kurven weniger extrem, so dass eine Art Hybrid von normaler Gathered End und 90° Hängematte entsteht, der im Idealfall eine flachere Liegeposition ermöglicht als eine normale Gathered End, aber noch keine Isomatte benötigt. Das ist aber eine Gratwanderung die bei der Ninox nicht gelungen ist.

    Evtl. liegt sich die Single Layer Ninox besser. Wenn die Designer von Anfang an mit einem dünnen und dehnbaren Stoff experimentiert haben, haben sie die Kurve an diese Dehnung angepasst. In dem Fall hätten sie die Form noch einmal testen müssen, bevor sie eine wenig(er) dehnbare Double Layer anbieten. Das verstärkt aber nur meinen Eindruck, dass das Design einfach noch nicht marktreif war, als sie angefangen haben es zu vermarkten.

    Diesen Eindruck habe ich im Übrigen von allen Sierra Madre Research Produkten die ich bisher gekauft habe. Sie haben interessante Ideen, nehmen sich aber nicht die Zeit, daraus ein wirklich gutes Produkt zu entwickeln. Stattdessen werfen sie die Betaversion mit vollmundigen Versprechungen auf den Markt und versuchen möglichst viel Geld zu machen. Bei der Ninox haben sie es definitiv geschafft, großes Interesse - um nicht "Hype" zu sagen - zu erzeugen. Vermutlich ist ihre Zielgruppe Einsteiger und unerfahrene Hänger, die einfach keinen Vergleich haben. Da geht es wohl häufiger um das Image, als um die Hängematte. Siehe ENO & Co. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ninox sich bei erfahreneren Hängern durchsetzen wird.

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