Flachliege-Hängematte

  • Anscheinend gibt es von Sierra Mountain eine neue Flachliege-Hängematte, die Ninox. Die hat nämlich ( Waldläufer70 wird es interessieren) nicht nur einen Kurvenschnitt, sondern sogar ein doppelten Kurvenschnitt! Das wäre mal echt interessant auszuprobieren! Trotz des leichten Stoffes würde ich mal gerne drinliegen... Siehe Video auf der Seite!

  • Naja, die Beschwerden auf Hammockforums waren bisher meiner Meinung nach eher oberflächlich. Ja, die Ninox hätte schon Anfang April verschickt werden sollen - ich hatte gehofft, sie zu den Treffen mitbringen zu können - aber es war halt eine Kickstarter-Kampagne. Es wäre erstaunlich gewesen, wenn sie den Termin eingehalten hätten.


    Und die Meckerei über das Gewicht geht für mich auch am Thema vorbei. Die Frage ist doch: liegt man in der Hängematte tatsächlich flacher und besser als in einer normalen Gathered End Hängematte? Nach meinen Erfahrungen mit anderen Hängematten dieser Art erwarte ich keine Wunder. Aber ich lasse mich gerne positiv überraschen.

  • Sieht so aus, als ob man ziemlich "tief" liegt, bzw. die Ridgeline ziemlich kurz ist.

    Dann noch 3 inches mehr Stoff in der Länge. Breiter scheint Sie auch zu sein.

    Hmmmm - ich bin mal gespannt auf die Tests. Könnte interessant sein.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...


    Hesmon

  • Ich denke für eine Brückenhängematte fehlen die Spreizstäbe. Zudem müssten für eine Brückenhängematte, die ganz aus Stoff ist, die Ränder kürzer sein als die Mitte. In einer Brückenhängematte liegt man in der Regel auch gerade, also nicht diagonal.


    Ich denke, dass hier eher das Prinzip angewendet wird, das auch ich bei dehnbareren Stoffen nutze: Die Mitte ist kürzer als der Rand. Die zweite Kurve konnte ich noch nicht so richtig nachvollziehen, habe das Video aber auch erst einmal angeschaut.

  • Die zweite Kurve bringt die Ränder höher

    Dann ist die also auch ins Kopf- und Fussende eingearbeitet? Falls ja, dann wäre das meiner Meinung nach keine zweite Kurve, sondern einfach eine Kurve, die einer Welle gleicht mit dem Ansatz einer zweiten Welle links und rechts für die verkürzten Ränder. Oder anders ausgedrückt eine Kurve, die der Cosinuskurve von etwa -220° bis +220° gleicht, natürlich viel flacher als im folgenden Bild:


  • In der Mathematik kann eine Kurve ein "Wellental" und einen "Berg" haben. Deshalb braucht man nicht von zwei Kurven zu sprechen. Aber klar, ich sehe da ein "Kamel", also zwei "Kurven". ;)


    Ansonsten stimmt dein Bild grob mit meinem oben überein. Es steht einfach Kopf. In meinem Fall ginge der Hängemattenstoff von der Kurve nach oben. Ich stelle meine Kurven immer so dar.


    Nachtrag: Ich hatte das Video wie gesagt nur einmal angeschaut und habe immer nach der zweiten Kurve gesucht, weil ich bei meinen Kurven immer im mathematischen Sinn (Geometrie eingeschlossen) von Kurven geredet habe. Deshalb ging ich bei den beiden "Höckern" gar nicht von zwei Kurven aus, sondern einfach von einer etwas komplexeren Kurve, die ich aber beim ersten Schauen auf die Schnelle ohnehin nicht richtig wahrgenommen hatte. Bei mir blieb die Frage: Wo ist denn nun die zweite Kurve? – Das Ganze zeigt schön, wie Missverständnisse entstehen können: Einer kommt von der mathematischen Kurvendiskussion her, andere sehen zwei "Wellenbewegungen" und damit zwei Kurven. Beides sind sinnvolle Zugänge zum Thema. Und schon redet man aneinander vorbei.

  • Wenn man von der Stirnseite auf eine Hängematte blickt und den Stoff auf seine ganze Breite auffächert, ergibt sich ja grob dieses Bild:


    Aus der Kurve aus dem Video (Danke an TreeGirl) ergibt sich – wenn ich das richtig verstanden habe – bei der fertigen Hängematte das folgende Bild:


    Diese Kurve ...


    ... ergibt diese Situation, wenn man von der Stirnseite auf die fertige Hängematte blickt:



    Der Rand wird relativ hoch! – Ich habe mich dann gefragt, weshalb der Rand so hoch sein muss. Könnte man den nicht weniger nach oben ziehen? – Ich vermute, es hängt mit dem symmetrischen Mückennetz zusammen, das für alle vier Liegerichtungen passen muss. Mit dem höheren Rand wird dieses vermutlich – dort, wo Kopf und Füsse liegen – weniger stark nach unten gezogen, schränkt also die Liegemöglichkeiten weniger ein respektive wird weniger asymmetrisch verspannt.


    PS: Fagorian, magst du vielleicht mal noch die «Hängematte» im Titel korrigieren?

  • Ich habe gerade die erste Nacht in der Ninox verbracht und bin nicht übermäßig beeindruckt. Liegt sie sich flacher als normale GE Hängematten? Wenn, dann nur in Teilen. Ich hatte etwas weniger Fersendruck, und je nach Liegeposition keine große Calf Ridge. Auf der Seite konnte ich genauso gut schlafen wie in der Heavyweight DL XLC/Eldorado/Traveler XL - nämlich nicht besonders gut. Auf dem Bauch liegen konnte ich gar nicht (ich bin aber auch kein Bauchschläfer).


    Stattdessen hat der stark hochgezogene Rand dafür gesorgt, dass ich um 5 Uhr mit Nackenschmerzen aufgewacht bin. Vielleicht habe ich aber auch nur noch nicht die richtige Liegeposition gefunden. Ich werde es nochmal testen, denn bis auf die Kopfposition war sie ähnlich bequem wie meine Warbonnet.


    Eine kleine aber wichtige Anmerkung: ich habe eine doppellagige Ninox, weil mir von vorneherein klar war, dass ich mit einer einlagigen 20D Hängematte nicht klar komme.

  • Ich habe gerade die erste Nacht in der Ninox verbracht und bin nicht übermäßig beeindruckt. Liegt sie sich flacher als normale GE Hängematten? Wenn, dann nur in Teilen. Ich hatte etwas weniger Fersendruck, und je nach Liegeposition keine große Calf Ridge. Auf der Seite konnte ich genauso gut schlafen wie in der Heavyweight DL XLC/Eldorado/Traveler XL - nämlich nicht besonders gut. Auf dem Bauch liegen konnte ich gar nicht (ich bin aber auch kein Bauchschläfer).


    Stattdessen hat der stark hochgezogene Rand dafür gesorgt, dass ich um 5 Uhr mit Nackenschmerzen aufgewacht bin. Vielleicht habe ich aber auch nur noch nicht die richtige Liegeposition gefunden. Ich werde es nochmal testen, denn bis auf die Kopfposition war sie ähnlich bequem wie meine Warbonnet.


    Eine kleine aber wichtige Anmerkung: ich habe eine doppellagige Ninox, weil mir von vorneherein klar war, dass ich mit einer einlagigen 20D Hängematte nicht klar komme.

    Wärst du denn bereit das gathered end einmal zu öffnen und den Tunnelzug zu präsentieren?

  • Wärst du denn bereit das gathered end einmal zu öffnen und den Tunnelzug zu präsentieren?

    Nein, denn dann müsste ich die eingenähte Gurtschlaufe zerschneiden. Die Kurve ist meiner Meinung nach ohnehin nicht besonders gut gewählt. Auch die Ninox ändert meine Meinung nicht: wenn man den richtigen Stoff verwendet, sind geformte Enden unnötig. Ich habe über 20 Prototypen mit verschieden geformten Enden gebaut, und ich habe kommerzielle Hängematten mit geformten Enden gekauft (Hammock Bliss Sky Tent, Pak-It-Lite ReconMN, Simply Light Designs Streamliner, Sierra Madre Research Ninox) und getestet - und keine ist einfach zu nutzen oder bequemer als diverse normale Gathered End Hängematten.

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