Wasserfilter / Wasseraufbereitung / Trinkwasser

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  • Ich filtere kein Wasser. Ich habe zwar noch einen Sawyer Mini Filter rumliegen, aber seit einmal Frost drangekommen ist, bin ich mir nicht mehr sicher, ob der überhaupt was bringt. In Afrika hatte ich mal einen richtig teuren Katadyn Filter mit, bis mir beim wohl zu starken Pumpen die Keramikkartusche abbrach. Seitdem koche ich das Wasser ab, wenn es mir nötig scheint. Viele Weltreisende (Heike Pirngruber, Florian Schmale) machen das genauso.

  • Abkochen ist für mich die Backuplösung, wenn nichts anderes mehr geht.

    Wo ich unterwegs bin, darf man nicht immer Feuer machen (Waldbrandgefahr) und zusätzlicher Brennstoff nur zum Abkochen wäre mir zu schwer.

    Aber wenn man genug Brennstoff hat und/oder offenes Feuer machen kann, ist das sicher einer der einfachsten, sichersten und besten Lösungen.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

  • Hier noch mal ein ganz interessantes Video von Hendrik Morkel zum BeeFree

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  • Nach allem, was ich bisher gelesen habe, entfernt weder der BeeFree noch der Sawyer Viren aus dem Wasser. Ich vermute stark, dass meine Darmprobleme auf dem Soonwaldsteig auf einen Novovirus zurückzuführen waren, der sich in den Quellen des Reiches "Aldi Süd" breit gemacht hat.

  • Um Viren sicher aus dem Wasser filtern zu können, braucht es eine maximale Porengrösse von nur 0.02 Mikron. Das schafft von denen, die ich kenne, nur der MSR Guardian. Sawyer und Katadyn BeFree haben 0.1 Mikron, was aber eigentlich bis vor kurzem auch schon sehr fortschrittlich war.

  • Was ich mich schon ein paarmal gefragt habe, gerade wenn ich im Jura unterwegs war:

    Da es sich um ein Kalkgebirge handelt, findet man kaum Oberflächenwasser. Und die meisten Brunnen in den Dörfern führen kein Trinkwasser. Die sind meist mit «Eau non potable» (kein Trinkwasser)* angeschrieben und das sollte man in der Schweiz ernst nehmen, weil hier sonst jeder Brunnen Trinkwasser ausspuckt. Der Hinweis «Eau non potable» muss zwar nicht zwingend heissen, dass das Wasser nicht bekömmlich ist. Es kann bedeuten, dass es von den Behörden kontrolliert und in der Folge nicht freigegeben worden ist. Es könnte aber auch bedeuten, dass keine Kontrollen gemacht werden und die Gemeinde deshalb kein Risiko eingehen will und deshalb das Schild anbringt.

    * An manchen Brunnen ist auch noch ein Schild mit dem Hinweis, nicht im Brunnen zu schwimmen und dass die Gemeinde im Falle eines Unfalles keine Verantwortung übernehme. ;)

    Jetzt meine Frage: Wie weiss ich, aus welchen Gründen das Wasser kein Trinkwasser ist?

    • nicht kontrolliert und deshalb nicht freigegeben? (möglicherweise problemlos trinkbar)
    • (nicht) kontrolliert und möglicherweise mit Bakterien oder Protozoen verunreinigt? (ein Filter, Chlor oder Abkochen würden Abhilfe schaffen)
    • (nicht) kontrolliert und womöglich mit Stoffen aus der Landwirtschaft kontaminiert (Dünger, Pflanzenschutzmittel, etc.)? (da nützen weder Filter, Chlor, noch Abkochen)

    Ich habe solches Wasser auch schon gefiltert und getrunken (und anscheinend Glück gehabt). Aber inzwischen bedeutet dieser Hinweis für mich, dass ich bei solchen Brunnen besser verzichte. Irgendwelche Probleme will ich lieber nicht haben.

    Was meint ihr dazu?

    Die Trinkwasserproblematik ist eigentlich das einzige, was ich im Jura bisweilen etwas schwierig finde, weil man immer etwas in Sorge ist, wann und wo man wieder an sicheres Trinkwasser kommt.

    PS: Natürlich kann man im Notfall auch irgendwo klingeln, falls man nicht gerade in der Pampa ist, wo es keine Höfe mehr gibt. Aber ich möchte mir das Klingeln ja nicht zur Gewohnheit machen, um an Trinkwasser zu kommen.

  • Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass du das Wasser im Jura problemlos trinken kannst. Ich habe in den Alpen, bei Wanderungen um Mittenwald, immer das Wasser aus den Bächen und zum Teil auch aus den Seen zum Trinken genommen und noch nie Probleme gehabt. Womit sollen solche, doch recht natürlichen Bäche, zumal in dieser Höhe, denn verunreinigt sein?

    (Vorallem mit was, was mit Wasserfiltern entfernt werden könnte?)

  • Einen gewissen Grad an "Verunreinigung" des Wassers kann jeder Magen ab.

    Wasser ist eben DER Lebensraum aus dem wir alle ja irgendwann mal entstanden sind.
    Wasser ist die Grundlage jeden Lebens.
    Daher die aufwändige Suche nach Wasser auf dem Mars und nach Exoplaneten mit Wasser.

    Das städtische Leitungswasser, bei uns in Deutschland in Trinkwasserqualität, hat auch seine Grenzwerte.

    Es ist mit Sicherheit nicht rein. Aber erfüllt die gesetzlichen Grenzwerte für Trinkwasser.

    ZUSÄTZLICH kann man noch diese Brita Wasserfilter oder fest eingebaute Filter in die Spüle verwenden.

    Kenne ich aus Spanien so. Getrunken wird das Wasser aus dem kleinen Wasserhahn. Da ist auch wenig Druck drauf da ein Filter dran hängt.

    Ich denke schon, dass wir aus Quellen problemlos trinken können.

    Außer ein paar Ausnahmen wo das Wasser aus Altbergbau, Bergbau Wasserhaltung stammt. Sollte dann aber dran stehen.

    Und man eventuell schon geschwächt ist und Keime nicht einfach so verträgt.

    Bäche sind da ein Thema, da das Wasser hier bereits schon viele Kilometer fließt, oder steht.

    Das Leben, ob Gut oder Böse, hat sich hier schon breit gemacht.

    Kann man trinken, ist aber dann ein Cocktail mit lebenden Beilagen.

    Sieht man nicht mit bloßem Auge.

    Flüsse mit viel Oberflächenwasser erfordern wohl den größten Aufwand an Trinkwasserherstellung.

    Das sollte aber jedem erwachsenen Menschen klar sein.

    Früher hängten wir unsere 35mm Farbfilme in den Rhein um sie zu entwickeln.

    Seit Sandoz wurde allen klar, der Rhein kann nur noch sauberer werden.

    Heute wird auf Höhe der BASF wieder geangelt und den Fang auch gegessen.

    Was ich aber sagen wollte.

    Es verändert sich gerade die Wassersituation gemeinsam mit der Durchschnittstemperatur der Erde.

    Da fehlen nur 1-2 Grad Durchschnittstemperatur Wasser mehr, um bisher überlebensunfähige Keime oder Getier gedeihen zu lassen.

    Am Bodensee hatten wir erst ein Fall von Kolibaktieren. Viele Menschen sind erkrankt.

    Der Bodensee ist unser größtes Trinkwasserreservoir und Bodenseewasser wird über Leitungen in viele süddeutsche Städte geleitet wo es mit eigenem Wasser gemischt wird.

    An der Ostsee ist eine Frau schlimm erkrankt durch Bakterien, die es bisher da nicht gab.

    1-2 Grad sind ja nur der Durchschnitt. Um eine Anhebung desser zu erreichen, muss es ja schon deutlich wärmer sein.

    Im Garten hab ich einen neuen Brunnen. Der reicht bis 10m in die Tiefe ins erste Grundwasser. Das ist das Regenwasser durch den Sandboden gefiltert. Unser Trinkwasser hier kommt entweder aus Quellen im Odenwald oder Tiefbrunnen welche Grundwasser 2 anzapfen. Das ist durch eine Lehmschicht vom Grundwasser 1 getrennt und deutlich reiner und auch älter.

    Jetzt hab ich irre viel Kalk im Brunnenwasser.
    Aus Versehen das Auto damit bespritzt vom Rasensprenger ergibt echt fiese Kalkflecken.

    Kalk erhöht nun leider auch den PH Wert des Bodens.

    So habe ich einen alkalischen Boden bekommen mit PH Wert 7-8.

    Ideal für den Weissklee welcher sich derart breit macht und dabei das Gras komplett verdängte.

    Klee wächst schneller und nimmt dem Gras durch seine Blätter auch das Licht weg.

    Mit dem Rasenmäher drüber ist problematisch, das er richtig verstopft und aus geht.

    Ein Benziner mit 199cm²! :o

    Alles kacke. Kalk aus dem Wasser zu bringen funktioniert effektiv nur mit dem Salztablettensystem wie man es von Zuhause her kennt.

    Der induktive Scheiss ist nur die Leut verarscht.

    Da das aber zu teuer ist für einen Garten, wird jetzt mit Hornmehl der PH Wert gesenkt und parallel Rasensamen ausgebracht.

    Nur was ein neuer Brunnen, anderes, kalkiges Wasser so anrichtet...

  • Ich könnte mir auch gut vorstellen, dass du das Wasser im Jura problemlos trinken kannst

    Das Problem ist ja. Es gibt dort oben kaum Oberflächenwasser. Ich weiss schlicht nicht, woher der Brunnen gespeist wird, welchen Weg das Wasser bereits gegangen ist. Deshalb zögere ich etwas, mich weiterhin an diesen Brunnen zu bedienen. Zumindest ungefiltert. Und chemische Inhaltsstoffe holt der Filter nicht raus.

    In den Alpen trinke ich in der Regel auch direkt aus den Bächen, wenn oberhalb keine Kuhweiden sind. In den meisten Fällen ist das problemlos. In den Alpen gibt es auch reichlich Oberflächenwasser, da das Gestein dort kaum Wasser durchlässt (Granit, Gneis, etc., also alles Urgestein). Im Jura hingegen frisst sich das Wasser in Verbindung mit der Kohlensäure durch das Gestein. Der Jurakalk ist quasi durchlöchert wie ein Schwamm. Das Oberflächenwasser versickert fast alles praktisch direkt im Untergrund; es bleibt nur an der Oberfläche, was die Humusschicht zurückhalten kann.

  • Meine Wasser-Philosophie:

    Kein Wasser aus Flüssen

    - Chemikalien, Schwermetalle und Arzneimittel

    Kein Wasser aus Quellen oder Bächen unterhalb von Landwirtschaftlich genutzten Flächen oder Industrie

    - Düngemittel, Chemikalien, Nitrat, Nitrit, Coli-Bakterien, Viren, Protozoen

    Gegen Chemikalien, Medikamente und Schwermetalle hilft KEIN Filter (auch nicht Aktiv Kohle), kein Abkochen, NIX !!! Finger weg !!!


    Bei allen anderen Quellen in der Natur: Filtern+Chlor oder Abkochen

    Damit hast Du sauberes Trinkwasser.

    Die Wahrscheinlichkeit das Du in diesem Wasser dann gelöstes Uran, Chemikalien oder sonstige Rückstände in relevanten Dosen hast, halte ich für so verschwindend gering, dass ich mir da keinerlei Gedanken drüber mache. Da ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du in Deinem Mineralwasser schlimmeres drin hast, wesentlich höher.

    99,99% der Probleme durch unsauberes Trinkwasser kommen von Mikroorganismen.

    Die bekommt man mit Filter + Chlor oder Abkochen sehr einfach in den Griff.

    Wenn man die ganz oben genannten Fälle durch Voraufklärung des Wandergebietes ausschließen kann, fährt man damit sehr gut.


    Zu den Schildern "Kein Trinkwasser":

    In der Pfalz und im Schwarzwald sind diese Schilder aus rechtlichen Gründen angebracht.

    Solange die Wasserqualität nicht regelmäßig geprüft wird, muss so ein Schild dran.

    Diese Brunnen haben trotzdem fast immer Trinkwasserqualität.

    Wer sich unsicher ist -> Filter+Chlor oder Abkochen - > fertig

    Ich persönlich lasse die Finger von umpump Brunnen mit geschlossenem Wasserkreislauf. Aber nur weil's eklig ist. Im Dorf gibt's meist einen Friedhof mit Leitungswasser.

    Dass die Pfälzer die Schilder an die Brunnen kleben, damit die Badenser mehr Weinschorle auf den Hütten trinken, ist ein übles Gerücht, dass von rechts rheinischen Propagandabehörden böswillig gestreut wird ;)

    P.S.

    Warum ich so auf dem Chlor herumreite:

    In den letzten 40 Jahren, in denen ich Wasser aus zweifelhaften Quellen trinke, hatte ich genau einmal Dünnpfiff (1 Woche lang) trotz Filter. Seit Chlor kein einziges mal mehr. Seitdem es das Antichlor gibt, fällt auch das Problem mit dem Geschmack weg.

    Wer grundsätzlich Angst vor der bösen Chemikalie Chlor hat, sollte sich eher Gedanken um Dihydrogenmonoxid im Trinkwasser machen. Das Teufelszeug wird gerne als Kühlmittel in Atomkraftwerken genutzt und ist in hohen Dosen toxisch.

    P.S.S.

    Im Pfälzer Wald kenne ich die meisten Brunnen seit 40 Jahren und trinke daraus ohne Bedenken. Dies tun auch alle Wanderer und Mountainbiker die zu tausenden seit Äonen durch meinen Wald tapern. Mir ist noch NIE eine Geschichte zu Ohren gekommen, dass jemals jemand Probleme nach dem Genuss von Qullwasser in der Pfalz Probleme bekommen hat. Und ich höre viele Geschichten auf den Trekkingplätzen und Hütten, auf denen ich quasi zu Hause bin.

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    Hesmon

  • Im Juli Heft von Stiftung Warentest war gerade wieder ein Test von Leitungswasser und die oben angesprochenen Arzneimittelrückstände finden sich nur in großen Städten, auch Nitrat ist kein Thema mehr. Ich habe die Hefte abonniert und den Artikel gerade gelesen.

    Die von Mittagsfrost angesprochene Uranbelastung kann je nach Region vorhanden sein, aber ich denke, da macht es die Menge: wer von uns ein Wochenende oder eine Woche in so einer Region unterwegs ist, wird kaum in den gesundheitsgefährdenden Bereich kommen.

  • Ich habe da noch etwas gefunden, was für die Schweiz relevant ist:

    BRUNNEN - Darf ich von öffentlichen Brunnen trinken?

    "In der Schweiz wird grundsätzlich angenommen, dass ein öffentlich zugänglicher Brunnen Trinkwasser führt, das ohne Bedenken konsumiert werden kann." Diese Aussage findet man in einer rechtlichen Stellungnahme zuhanden der Lebensmittelkontrolle Solothurn aus dem Jahr 2005. Der Eigentümer – meist die Gemeinde – hat dafür zu sorgen, dass der Brunnen Trinkwasser führt, oder er muss zwingend ein Schild mit der Aufschrift „kein Trinkwasser“ anbringen. Der Brunnenmeister einer Gemeinde prüft stichprobenartig die Qualität der öffentlich zugänglichen Brunnen.

    Quelle

    Das würde bedeuten, dass das Schild «Kein Trinkwasser / Eau non potable / Acqua non potabile» zwei Gründe haben kann:

    • keine regelmässige Kontrolle (Wasser nicht freigegeben)
    • Grund zur Beanstandung (tatsächlich kein Trinkwasser)

    Hier noch weiterführende Informationen als ePaper.

    Hier eine Karte mit Brunnen (und anderen Quellen), die Trinkwasser führen:

    http://wasserqualitaet.svgw.ch/index.php?id=1093

    Die Karte sollte weltweit funktionieren. Die Zuverlässigkeit hängt u.a. von den Einträgen auf OpenStreetMap (OSM) ab: drinking_water

  • sehr nützliche Karte. Sowas habe ich für Deutschland schon öfters vergeblich gesucht. In den OSM-Karten sind Brunnen, Quellen und Wasserstellen eingezeichnet, allerdings sehr klein. Die Suche danach ist sehr mühsam.

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