Eure Nähmaschinen

  • Singer war eine US Marke.

    Pfaff Industrial gibts weiterhin mit Niederlassung in Lorsch. CSL Pfaff.

    Automotive Nähroboter etc.

    Eine Werksführung war für mich wie ein Besuch im Maschinenraum der USS Enterprise.

  • Hi, meine Maschine ist wohl nix besonderes aber ich berichte einfach mal.


    Mit welcher Nähmaschine näht ihr derzeit?

    Ich Nähe mit einer HUSQVARNA VIKING Emerald 116. Vom Namen und der Gestaltung ist sie wohl offensichtlich für den 0815 Hausgebrauch konzipiert. Habe mich damals im Nähmaschinen Fachgeschäft ausführlich beraten lassen und die Fachfrau hat mir versprochen dass diese Maschine mit Leichtigkeit auch dicke Stoffe, sogar Leder und Gurtbänder näht. Also habe ich zugeschlagen.


    Wie lange näht ihr schon mit der aktuellen Maschine?


    Die Maschine habe ich seit ca. 3 Jahren. Bisher hat Sie mich auch nie im „Stich“ gelassen.


    Mit welchen Nähmaschinen habt ihr davor genäht?


    Mit einer geliehenen Singer, Model weiß ich leider nicht mehr, eher untere Preisklasse.


    Welche guten und schlechten Erfahrungen habt ihr mit den jeweiligen Maschinen gemacht?


    Also, die geliehene Singer war wohl ziemlich im Eimer. Irgend etwas war verstellt oder kaputt. Ich hatte damals meine ersten Packsäcke damit genäht und nach jedem dritten Stich hatte sich der Faden total verwurschtelt (jeder kennt das). Total nervig. Meine Husqvarna hat bisher noch nie zicken gemacht. Selbst als ich meinen UL-Rucksack genäht habe hat sie alles fleißig mitgemacht. Da musste sie schon viel Gurtband, teilweise dreifach nähen. War tatsächlich vom Abstand zwischen Fuß und Tisch knapp, also gerade so noch drin, aber ging. näht dicke Stoffe wie Cordura, TPU beschichtet, Jeans Kunstleder bis hin zum leichten 22gr/qm Stöfflein alles brav mit.


    Soweit von mir. Beste Grüße.




  • Habe jetzt mal durchgezählt, bisheriges Ergebnis:

    • Bernina 1
    • Elna 1
    • Husqvarna 2
    • Janome 1
    • Pfaff 3
    • Privileg 2
    • Riccar 1
    • Victoria 1
    • Wertarbeit 1

    Schön, dass noch einige "Oldies" hier ihren Dienst tun. :)


    Zu korrigieren wäre vermutlich die Riccar von wiedemeier , denn wenn die Maschine so aussieht, ist es eine Husqvarna Optima. Sie sieht exakt so aus, wie meine Maschine, nur andersfarbiges Kunststoffgehäuse und ein dickerer Wählknopf. (  wiedemeier: hast du die Bedienungsanleitung? Bei mir steht nämlich ausdrücklich: NICHT ÖLEN! Also tu's nicht, damit das gute Stück noch lange hält.)


    Apropos BDA ... die Schweden hielten sich damals bereits geschlechterneutral und sprechen den/die neue Besitzer/in einfach per "Du" an, wie es in Schweden üblich ist (nur die Königsfamilie wird gesietzt):

    Quote

    Für Dich und Deine neue Husqvarna

    wurde dieser Leitfaden ausgearbeitet. ...


    Also 3x Pfaff und 3x Husqvarna - das reicht jeweils für einen Club. :)

  • Zu korrigieren wäre vermutlich die Riccar von wiedemeier , denn wenn die Maschine so aussieht, ist es eine Husqvarna Optima.

    Ja, exakt die ist das. Da ja auch Made in Schweden drunter steht hatte ich mir das mit Husqvarna schon gedacht! Vielen Dank für den Hinweis mit dem Öl, das steht in der Riccar Anleitung nicht drin!


    Gruß

    Thomas

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • wiedemeier : Im Netzt habe ich nur eine holländische Anleitung meiner Optima 190 und eine englische Anleitung der 190e gefunden. Die 190e scheint die überarbeitete Version zu sein, denn dort ist die Rückwärtstaste ergonomisch besser nahe der Nadel angebracht - da werde ich schon ein wenig neidisch ...

    Die englische BDA ist auch etwas ausführlicher.

    Du kannst ja mal mit deiner Anleitung vergleichen.


    Auf S.35 heißt es unter "Care of the machine" im ersten Absatz "It need not, however, be lubricated."

  • Man kann also gggaaannzzz lllaaanngggsssaaamm nähen. Das ist schön wenn man selber nicht der Schnellste ist :-)

    Ja, ich hatte bisher meine Maschine auch auf "1/2" gestellt.

    Nun habe ich zwischendurch, quasi "als Auflockerungsübung" :), mal eine neue Jogginghose in Angriff genommen und dabei mutig auf volles Tempo geschaltet. Bin sehr angenehm überrascht, denn durch das Tempo werden einige Stiche (z.B. zur Randversäuberung) schöner ausgeführt.


    Aber: Plötzlich hat man einen Bremsweg =O, wenn man aus voller Fahrt stoppt. Logisch - aber doch eine Überraschung. :)


    Also: Hier mein Tipp! :D

  • Was für ein Schätzchen!

    Die ist ja klasse!

    Mit Kurbel habe ich die noch nicht gesehen.

    Auf jeden Fall Wert zu erhalten.

    Die rechte Hand fehlt halt wenn man rutschige Stoffe unter der Maschine durchschieben will.

    Da ist Fußantrieb praktischer, haste die Hände frei.

    Aber auf jeden Fall viel Spaß mit diesem seltenen Stück!

  • Hallo,


    also ich hab eine Bernina 1030, die ich mal gebraucht gekauft habe.

    Mittlerweile einiges an Zubehör dazu erworben, den Sieb-Kondensator für die Elektronik musste ich mal tauschen.

    Ansonsten näht sie gut, aber bis jetzt noch nichts Hängematten-spezifisches.

    Zuletzt halt ne ganze Menge Gesichtshängematten (Masken).


    Ausserdem noch eine Adler-Dürkopp 219, ist eine Industrienähmaschine die nur Geradstich kann.

    Habe ich von Drehstrom mit Kupplungsmotor auf einen Servomotor mit 230V umgebaut.

    Sensor für Nadelstopp oben/unten ist auch dran.

    Bin aber für Vollgas mit der Maschine nicht geübt genug. Aber durch den Servomotor kann ich die Drehzahl fast beliebig einstellen.


    Gruss, Max

  • ....hier mein "allrounder" und Design-Klassiker (Pfaff 260/automatik/mit solidem, externen Motor).....muss sich jetzt noch für die filigranen Stoffe "beweisen"....!




         

  • Oh wie schön! Da kommt man richtig ins Träumen!


    Ich selber habe meine Erfahrungen mit Maschinennähen wie folgt gemacht:


    Die allererste war wohl eine Vorkriegs-Singer mit Fussantrieb von meiner Oma. Ich durfte manchmal treten! Mit 5 Jahren war das wirklich ein tolles Vergnügen, den Umlenkschwung so zu dosieren, dass sie abwechselnd vorwärts und rückwärts lief!!!

    Irgendwann bekam ich dann Schelte und durfte nicht mehr alleine ran. Aber die gibts glaube ich auch nicht mehr. So eine hätte ich jetzt gern!


    Die zweite war eine DDR-Koffer-Veritas meiner Mutter, Anfang der Achziger hatte sie sich eine zusammengespart. Selber nähen können half damals über so manchen Versorungsengpass hinweg. Sogar Bluejeans konnte man mit der!!! :)


    Damals war ich noch minderjährig. Ich habe sie einmal eigenmächtig rausgeholt, aufgebaut und mit den eingelegten Fäden solange rumprobiert, bis alles komplett verheddert und festgefahren war. Gab das Ärger!!! Später habe ich mit ihr dann paar einfache Gamaschen genäht - naja, meine Mutter hat sie dann für mich zu Ende gebracht.


    Dann habe ich - mittlerweile erwachsen und in Finnland wohnhaft - eine Bootsplane (mit Fenster-PVC) für ein altes SoFa-Glasfaserboot gebraucht, und weil so eine Plane in Einzelanfertigung unsäglich teuer gewesen wäre, habe ich letztlich die Schwiegermutter um ihre Maschine gebeten. Ich glaube es war ne Husqvarna. Hat auch soweit geklappt - alles mit Geradstich, 0,5mm Markisenstoff wars wohl.


    Dann hatte ich meiner Tochter (!) zu Weihnachten 2016 eine Singer Tradition 2250 geschenkt. Und mir alles, was ich bisher für meine HMn, das Tarp, diverses Gedöns und den Daunenquilt brauchte, auf dieser Maschine angeeignet. Ein Grossteil des Wissens stammt natürlich aus diesem Forum. :thumbup:


    Mittlerweile habe ich mit den gewonnen Fertigkeiten auch das Lebensende meiner ca. 30 Jahre alten VauDe-Daunenjacke um geschätzte weitere 10 Jahre hinausgeschoben.


    Meine Erfahrungen mit der wohl recht einfachen Singer Tradition sind aber vor allem:

    Alles was schief ging, lag eher an meiner Unwissenheit. Die Maschine macht (bisher) einfach nur, was man ihr sagt. Etwas langsamer nähen können wäre toll. Der Absenkhebel liegt blöd - man braucht ne dritte Hand oder muss das aufwändig ausgerichtete Stoffstück loslassen, wobei es wieder verrutscht - v.a. wenn man kurze Schlaufen anheften will. Der Oberfaden läuft, je nach Fadenqualität manchmal etwas ruckelig von der Rolle. Aber alles Dinge, die auch die Fingerfertigkeit fördern, und letztlich kein Projekt verhindert haben.


    Ich habe auch noch nichts warten oder verstellen müssen, noch nicht mal die Fadenspannung (was aber wieder meiner Unkenntnis geschuldet ist). Natürlich habe ich schon die eine oder andere Mikrotex-Nadel in die ewigen Jagdgründe geschickt, und viele Fadenknäuel in meinen Werken verewigt. Aber sogar die fette Thermomatte und ein halbes Tarp habe ich irgendwie rechts neben der Nadel vorbei geführt bekommen.


    Wie gut eine "gute" sein kann, weiss ich einfach nicht. Wenn die Singer mal den Geist aufgibt, werde ich sicher nicht wirklich traurig sein und sofort in eine neue, bessere investieren, und mich natürlich gut beraten lassen. Denn das Nähen (und Reparieren) ist mittlerweile fast zu einem Lifestyle geworden. Gewissermaßen freue ich mich schon darauf!


    Wozu braucht man übrigens Displays? Ich kenne nur Wählräder. (???)


    Aber kann man mit 100€ (oder weniger) in das Nähhobby einsteigen? Absolut! Trau dich, auch die Großen machen Fehler!8o


    LG Jörg

  • Da es ja immer wieder Liebhaber von oldtimer-Nähmaschinen hier gibt und damit natürlich auch deren Altersgebrechen oder andere Störungen auftreten, hänge ich hier mal meinen neuesten Fund an:


    Große Betriebsanleitung / technisches Handbuch - stramme 89 Seiten lang ....läßt eigentlich keine Wünsche mehr offen:



    Pfaff 260 / 360 (automatik)


    P.S.: da ich mit meiner Pfaff bisher noch niemals so dünne Stoffe (Tarpstoff) genäht habe war ich sehr skeptisch, ob sie das überhaupt packt. Daher ersteinmal mit einem Druckluftkompressor alle Fadenreste hinausgeblasen......was soll ich sagen: Hammer....transportiert und näht - das ist ein Traum .....und das satte Schnurren dieses Nähpanzers ist dabei auch noch Balsam für meine Ohren....!!






  • Hallo,

    ich besitze eine Singer 634 G, sie ist auch meine erste Nähschiene. Bis jetzt habe ich eher Klamotten repariert oder kleine, nützliche Dinge genäht. Ich hab leider keine Referenzen, aber bis jetzt bin ich recht zufrieden mit der Singer. Mich würde interessieren ob es hier Menschen gibt welche sich mit dieser Maschine auskennen und mir etwas zu ihrer Qualität sagen können oder auch Erfahrungen mit ihr gesammelt haben. Ich jage gerade der Idee hinterher ein Underquilt selbst zu nähen und frage mich ob etwas dagegen sprechen würde diese Maschine dafür zu benutzen ?


    lg Leo

  • Es liegt nicht am Werkzeug, sondern am Gesellen. :P

    Ich nähe mein Zeug mit einer 0815 Victoria-Nähmaschine und die schiefen Nähte haben eindeutig nichts mit der Qualität der Nähmaschine zu tun.

    Also ran an den Speck bzw. Underquilt!

    Omnia vincit lectulus pensilis.

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