Nochmal (Kauf-)Beratung

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  • Hallo miteinander.

    Bevor ich mir noch weiter nen Wolf les frag ich jetzt einfach selber.

    Ich (m, 183cm, 81kg, Seiten-,Bauchschläfer) suche eine Nachfolgematte für meine Noname-China-Kinderarbeit-Billig-Matte.

    Anforderungen:

    Hauptsächlich auf mehrwöchigen Touren im Canadier (Gewicht also zweitrangig) in Lappland eingesetzt sollte sie aufgrund steter Präsenz der schwedischen Luftwaffe über ein Moskitonetz verfügen.

    Da ich nicht allzuviel Geraffel mitschleifen möchte und auch mal am Boden geschlafen werden muss, wäre ein Isomatteneinschubfach ein Traum (bisweilen lag die Isomatte lose in der Hängematte. Ein Graus.)

    Ich würde mir auch mal eine angenehmere Schlafposition wünschen (als nur steckensteif achsial), da ich eigentlich Bauch-und Seitenschläfer bin. Klappt nur nicht so in so ner Bonsai-Hängematte.

    Ich bin absoluter Neuling was die tiefgreifende Wissenschaft des Abhängens angeht, muss mich aber, den Umständen geschuldet, immer mehr damit befassen. Aber je mehr ich lese, desto größer wird die Qual der Wahl.

    Aus dem Kaufberatungsthread von Iso_the_Strange konnte ich entnehmen, dass die Warbonnet XLC wohl ganz nett sein soll. Oder die Chameleon.

    Ist halt schon ne ganz andere Preiskategorie wie die letzten 40€. (Soll im Falle fehlender Alternativen aber nicht daran scheitern. Nur schmerzen...). Auch finde ich da keine wirklichen deutsche Bezugsquellen.

    Ich bin auch MYOG oder günstig(erer) Kauf+MYOG-Update nicht abgeneigt (ich näh mir auch meine Rucksäcke selber), finde da aber zu wenig, bzw. eher zu viele und die falschen Infos.

    Hätte bitte jemand klare Ansagen und konkrete Vorschläge für Unentschlossene?

    :*

    • Offizieller Beitrag

    Es klingt, als ob die beste Hängematte für deine Anforderungen ein Crosshammock-Modell wäre. Gathered End Hängematten wie die Warbonnet XLC funktionieren nicht sonderlich gut mit Isomatten und sind für Bauchschläfer auch ziemlich ungeeignet. Abhängig von der genauen Haltung geht auf der Seite schlafen - aber in einer 90°-Hängematte geht es definitiv besser.

    Oder die Chameleon.

    Ist halt schon ne ganz andere Preiskategorie wie die letzten 40€. (Soll im Falle fehlender Alternativen aber nicht daran scheitern. Nur schmerzen...). Auch finde ich da keine wirklichen deutsche Bezugsquellen.

    Klickst du hier. Die Chameleon eignet sich aber auch nicht besser für die Isomattennutzung und das Bauchschlafen.

  • Es klingt, als ob die beste Hängematte für deine Anforderungen ein Crosshammock-Modell wäre. Gathered End Hängematten wie die Warbonnet XLC funktionieren nicht sonderlich gut mit Isomatten und sind für Bauchschläfer auch ziemlich ungeeignet. Abhängig von der genauen Haltung geht auf der Seite schlafen - aber in einer 90°-Hängematte geht es definitiv besser.

    Klickst du hier. Die Chameleon eignet sich aber auch nicht besser für die Isomattennutzung und das Bauchschlafen.

    Kam bischen falsch rüber: im normalen Bettchen bin ich reiner Bauch- und Seitenschläfer. Ich möchte nur ein kleinwenig bequemer und positionswechselnder liegen können als in meiner jetzigen 1,25m breiten Gurke.

    Die Crosshammock hatte ich auch schon mal im Fokus, schreckt mich aber noch des Preises und der hängemattenuntypischen Form etwas ab.

    Bisher bin ich eigentlich auch immer 3-4 Wochen in meiner jetzigen Matte durchgekommen. Richtige Gedanken , dass da noch mehr geht, mach ich mir erst, seit ich dieses Forum kenne...

    • Offizieller Beitrag

    OK, aber das Problem mit der Isomatte bleibt bestehen. Ich glaube jeder Gathered End Hängemattennutzer hier im Forum hat die Isomatten-Phase hinter sich. Langfristig steigen 99% auf einen Underquilt um. Isomatten sind einfach nicht für die Nutzung in der Hängematte konstruiert, sondern für Bodenschläfer. Es gibt Versuche Isomatten für Hängematten zu designen (z.B. Klymit Hammock V oder DD Inflatable Mat - XL) , die aber das Problem mit dem Verrutschen oder der Dampfsperre nicht lösen.

    Ansonsten sind die Warbonnet-Hängematten meiner Meinung nach die besten Hängematten überhaupt. Aber billiger als die Crosshammock ist die XLC auch nicht - abhängig von der Ausstattung, natürlich. Wenn du nicht so viel ausgeben willst, schau dir die Warbonnet Eldorado Hängematten an. Bis auf die fehlende Ablage (das "Shelf") sind die baugleich und kompatibel mit den XLC Hängematten. Das heisst sie liegen sich genauso bequem, und du kannst das gesamte XLC-Zubehör auch mit einer Eldorado verwenden, oder die Eldorado mit einem XLC-Netz bzw. Topcover zu einer XLC upgraden.

    Ob die Warbonnet Hängematten zu deinen Bedürfnissen passen kannst du nur herausfinden indem du sie ausprobierst. Die Treffen wurden dir ja glaube ich bereits nahe gelegt. Da könntest du sogar testweise in einer Warbonnet Hängematte schlafen.

  • Das mit der Dampfsperre und dem Verrutschen dachte ich mit einer faltbaren, "löchrigen" und schalenförmigen Evazotematte zu lösen. Sowas muss ich aber erst mal ausprobieren.

    Mich hat die letzten Stunden das DIY Fieber gepackt. Ich glaub, ich versuch mich mal darin. Dann kann ich ein wenig experimentieren, und wenn das bis Juni noch nicht gefruchtet hat, gehts an den Fertigkauf.

    Ich hatte hier im Forum mal von einem Studenten gelesen, der sich eine ganz nette Matte gezimmert hat. Der hatte sich irgendwoher einen ganz tollen Stoff (grün, nicht so nachgiebig, Ripstop wabenförmig) besorgt. Ich finde nur den Thread nicht mehr. Kann mir jemand einen solchen Stoff empfehlen?

    Im Grunde hab ich jetzt vor eine Hängematte ensprechender Größe (hab mal irgendwo Körpergröße mal 1,9 für die Länge und annähernd Körpergröße für die Breite=~348x180) zu machen, auf die aufgebaut werden kann. Auch habe ich gelesen, das whipping besser als Tunnelzug ist aufgrund der besseren Zugverteilung auf die gesamte Stoffbreite und weniger durchhängen in der Hüftgegend.

    Evtl ein aufzippbares Moskitonetz, mit Ridgeline als Firstpfette als optionales Folgeprojekt...

    Hätte jemand Tips, Erfahrungen, Links zu Threads, die alles eh schon ausdauernd erklären...?

    Danke schon mal zwischendrin

  • Ich kann den Stoff nur empfehlen, besonders wenn das Mattengewicht keine Rolle spielt (mein Gott, es geht ja auch nur um 200 Gramm mehr oder weniger...)! Er liegt sich hervorragend und viel flacher als dünnere Stoffe. Die ridgeline würde ich an deiner Stelle direkt in die Tat umsetzen, da man dann jedes mal den selben Hängewinkel hat. Das spart nicht nur Zeit beim Aufbauen, sondern ist, je nach typ, auch essenziell für dein Moskitonetz!

  • Ich kann den Stoff nur empfehlen, besonders wenn das Mattengewicht keine Rolle spielt (mein Gott, es geht ja auch nur um 200 Gramm mehr oder weniger...)! Er liegt sich hervorragend und viel flacher als dünnere Stoffe. Die ridgeline würde ich an deiner Stelle direkt in die Tat umsetzen, da man dann jedes mal den selben Hängewinkel hat. Das spart nicht nur Zeit beim Aufbauen, sondern ist, je nach typ, auch essenziell für dein Moskitonetz!

    Das Gewicht spielt im Canadier in der Tat keine Rolle (außer bei Umtragungen). Da ich eher in Richtung Expeditionshängematte möchte, muss sie robust werden. Den Stoff und Ridgeline hab ich bestellt.

    Sobald die Matte dann so hängt, wie sie hängen muss kommt ein randumlaufender Reisverschluss für ein ridglinegetragenes, abnehmbares Moskitonetz.

    Auch trage ich mich mit dem Gedanken eine Art zweite Ridgline, die über der eigentlichen hängt. Auf diese (so mein Gedanke) soll ein Tarp fest angebracht werden, das mittels Tarpsocke verstaut werden kann. So eine Art All-in-one-setup.

  • (...) da sie das nasse Tarp nicht zusammen mit der trockenen Hängematte verstauen wollen.

    Du könntest aber das Tarp einhängbar gestalten. Dazu müsstest du vermutlich auf starke Gummischnur zurückgreifen oder eine durchlaufende Ridgeline fürs Tarp verwenden, die samt Verbindungselement rund 100kg aushält. Dann könntest du – je nach Feuchtigkeit des Tarps – dieses mit der Hängematte zusammen einpacken oder es aushängen und separat versorgen.

  • Die meisten bevorzugen ein separates Tarp, da sie das nasse Tarp nicht zusammen mit der trockenen Hängematte verstauen wollen.

    Schlagfertiges Argument

    Du könntest aber das Tarp einhängbar gestalten. Dazu müsstest du vermutlich auf starke Gummischnur zurückgreifen oder eine durchlaufende Ridgeline fürs Tarp verwenden, die samt Verbindungselement rund 100kg aushält. Dann könntest du – je nach Feuchtigkeit des Tarps – dieses mit der Hängematte zusammen einpacken oder es aushängen und separat versorgen.

    Starke Gummischnur gefällt mir. Hält das Tarp immer auf Spannung.

    Das mit der "durchlaufenden" Ridgeline hab ich nicht so ganz verstanden...

  • Das mit der "durchlaufenden" Ridgeline hab ich nicht so ganz verstanden...

    Ist ganz einfach: Damit das Tarp sicher gespannt ist, muss es entweder mittels Gummischnur auf Spannung gehalten werden (mein Favorit) oder selber die Funktion der Ridgeline übernehmen (Ridgeline der Hängematte ist dann womöglich etwas lose). Im zweiten Fall solltest du eine durchlaufende Ridgeline haben, auf oder unter der du das Tarp mittels Prusikknoten befestigen kannst. Sonst besteht bei ungünstigem (zu flachem) Aufbau die Gefahr, dass dir die Spannung das Tarp zerreisst. – Ist es jetzt klarer geworden?

    • Offizieller Beitrag

    Natürlich hat Derek zum Thema etwas geschrieben. Persönlich finde ich es sinnvoller, das Tarp separat aufzuhängen. Nur ein Punkt: was machst du wenn es regnet? Wenn du zuerst die Hängematte aufhängen musst, ist sie nass bevor du das Tarp aufgespannt hast. Beim Abbau ist es das gleiche.

    • Offizieller Beitrag

    Sobald die Matte dann so hängt, wie sie hängen muss kommt ein randumlaufender Reisverschluss für ein ridglinegetragenes, abnehmbares Moskitonetz.

    Wenn du einen Reissverschluss findest, gib mir gerne Bescheid. Ich konnte nichts in der passenden Länge finden.

  • Im Idealfall würde ich die Hängematte genauso separat abhängbar machen wie das Tarp. Dann kann man alles zusammen verstauen, man kann aber auch drei separate Beutel / Snakeskins nutzen. Und dann – je nach Wetter – zuerst aufbauen, was zuerst aufgebaut werden muss.

    Man könnte auch zwei Snakeskins integrieren: Eine wasserdichte nur für die Hängematte und eine zweite (wasserdicht oder aus Netz, je nach persönlicher Vorliebe), die man über beides, das Tarp und die Hängematte drüber ziehen kann. Die Frage wäre höchstens: Wie wasserdicht ist ein wasserdichter Stoff in der Praxis? Wird da die Hängematte vielleicht doch feucht?

  • Wenn du einen Reissverschluss findest, gib mir gerne Bescheid. Ich konnte nichts in der passenden Länge finden.

    https://www.extremtextil.de/ykk-5vs-profil…-meterware.html

    Zum Beispiel. Gibt aber auch alle anderen Formen und Varianten...

    Ist ganz einfach: Damit das Tarp sicher gespannt ist, muss es entweder mittels Gummischnur auf Spannung gehalten werden (mein Favorit) oder selber die Funktion der Ridgeline übernehmen (Ridgeline der Hängematte ist dann womöglich etwas lose). Im zweiten Fall solltest du eine durchlaufende Ridgeline haben, auf oder unter der du das Tarp mittels Prusikknoten befestigen kannst. Sonst besteht bei ungünstigem (zu flachem) Aufbau die Gefahr, dass dir die Spannung das Tarp zerreisst. – Ist es jetzt klarer geworden?

    Ah, jetza. Danke

    Natürlich hat Derek zum Thema etwas geschrieben. Persönlich finde ich es sinnvoller, das Tarp separat aufzuhängen. Nur ein Punkt: was machst du wenn es regnet? Wenn du zuerst die Hängematte aufhängen musst, ist sie nass bevor du das Tarp aufgespannt hast. Beim Abbau ist es das gleiche.

    Stimmt. Verdammt! Stimmt sowas von...!

    Im Idealfall würde ich die Hängematte genauso separat abhängbar machen wie das Tarp. Dann kann man alles zusammen verstauen, man kann aber auch drei separate Beutel / Snakeskins nutzen. Und dann – je nach Wetter – zuerst aufbauen, was zuerst aufgebaut werden muss.

    Man könnte auch zwei Snakeskins integrieren: Eine wasserdichte nur für die Hängematte und eine zweite (wasserdicht oder aus Netz, je nach persönlicher Vorliebe), die man über beides, das Tarp und die Hängematte drüber ziehen kann. Die Frage wäre höchstens: Wie wasserdicht ist ein wasserdichter Stoff in der Praxis? Wird da die Hängematte vielleicht doch feucht?

    Der Gedankenfaden gefällt mir immer mehr. So eind Art vollmodulares System, das sowohl als Ganzes aber auch im Einzelnen Funktioniert...

    Danke, für die ganzen Inspirationen...

    • Offizieller Beitrag

    https://www.extremtextil.de/ykk-5vs-profil…-meterware.html


    Zum Beispiel. Gibt aber auch alle anderen Formen und Varianten...

    Ja, das ist Endlosreissverschluss. Aber den kannst du nicht komplett trennen. Man kann da was zusammen schustern, mit Zähne abschneiden - aber ich denke nicht, dass das dauerhaft hält. Ganz abgesehen von der Frickelei beim an- und abzippen.

    Warbonnet hat deshalb mittlerweile eine Lösung mit 4 maßgefertigten Reissverschlüssen (die gibt es leider nicht zu kaufen); Dutch produziert einen eigenen Reissverschluss, den er auch für seine eigenen Hängematten verwendet. Das Prinzip ist genial für Hängematten, aber er hakelt stark. Und du kannst ihn nicht rundum anbringen, sondern auf jeder Seite einen. Ist alles nicht so einfach wie man sich das vorstellt :(

    Im Übrigen reicht 3mm Reissverschluss. 5mm ist Overkill.

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