Evo Loops (by Jeff Myers)

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  • Ausprobiert habe ich letzte Nacht die bisher nicht erwähnten Evo-Loops mit dem Überhandknoten à la »Improved Soft Shackle«. Dieser Loop ist 25cm lang, gefertig aus 110cm Amsteel 1/8". Für den «Dogbone» habe ich auf beiden Seiten 12cm und 15,5cm abgemessen und dann die Enden 2,5cm ausgedünnt:



    Der Nachteil dieser etwas mehr Material verschlingenden Version ist, dass die beiden Evo-Loops ziemlich genau gleich viel wiegen

    wie ein Paar Dutch Clips (auf dem Tisch liegend). :huh:


    Hat jedenfalls beim Praxistest letzte Nacht gut funktioniert!

  • Das hab ich seit fast 2 Jahren so in Benutzung und bin äußerst zufrieden. Gewichtsmäßig nimmt sich's nix (wie Du ja shcon geschrieben hast), dafür ist es DIY und deutlich einfacher vom Handling her. Der Loop lässt sich (im Gegensatz zu den Clips) mit einer Hand öffnen und (mit etwas Übung) auch schließen.

  • Man kann einen simplen Evo-Loop auch aus einem nicht spleissbaren (oder schlecht spleissbaren) Material machen, wenn man den Ashley-Stopper-Knoten verwendet:


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    © Quelle


    Hier ein Beispiel aus Paracord Typ 1:



    Zur Herstellung des Knotens muss man die beiden Enden der Bucht parallel führen und den Stopper-Knoten aus zwei Strängen knoten. Beim Stecken des Knotens muss man einfach darauf achten, dass die beiden Kordeln immer schön parallel verlaufen.


    Allerdings ist so eine Konstruktion sicher nicht geeignet, um daran zu hängen. Davon würde ich dringend abraten, selbst wenn man eine wesentlich reissfestere Kordel verwendet. Ich weiss einfach nicht, ob der Knoten bei hoher Last abrutschen und sich dann öffnen könnte.


    Ich nutze diesen Evo-Loop aktuell an meinem Polyesterband (Hängematten-Aufhängung), um mein leichtes Tarp nach oben abzuspannen:


      


    Das klappt ganz gut!

  • Was mir auch noch aufgefallen ist, dass alleine der erste Schritt schon sehr von dem verwendeten Seiltyp abhängig ist. Nimmt mann nämlich einfach irgendwas (bei Paracord viel es mir besonders auf) kann es sein, dass sich der Knoten ganz anders zuzieht und ich komplett den Überblick verloren habe. Gerade beim Erlernen ist das nicht wirklich hilfreich - später kann mann dass bestimmt umgehen.

    Heute habe ich versucht, einen Button-Knot aus dem Paracord Typ 1 zu knoten. Das ist mir überhaupt nicht gelungen. Es hat mir einfach den ganzen Knoten quasi umgestülpt, als ich die losen Enden durch die Mitte nach unten gezogen habe. Vermutlich müsste man da noch sorgfältiger als mit AmSteel den Knoten in ganz kleinen Schritten immer mehr festziehen. Das hat bei mir nicht geklappt, weil ich die Kordelenden mit relativ viel Kraft nach unten ziehen musste, um die Enden durchzubekommen; dabei hatte ich dann so viel Schwung, dass es den Knoten schon so weit umgestülpt hat, dass er nicht mehr zu retten war.


    Ich denke, ich bleibe bei AmSteel und Zing-It/Lash-It.

  • Ich bin gerade am Üben mit Mauererschnur (2mm PP Schnur aus dem Baumarkt). Die kann man super spleissen. Und jetzt habe ich nach der Anleitung von Tac einen Evo-Loop (ohne kleine Öse) gemacht. Davon werde ich mir noch mehr machen, um alles mögliche Material und Tarp zu befestigen! Dafür reicht die Stärke gut aus! Waage habe ich gerade keine da, aber morgen wiege ich mal!



  • Ein Diamantknoten ist nicht wirklich schwieriger und auch nicht langsamer geknotet. Nur kann man da auch daran hängen....


    Quelle

  • Warum verkompliziert-vereinfachen? Ein Diamantknoten ist ...

    Weil ich den nicht kannte und weil es beim Paracord 1 eh nicht möglich ist, daran zu hängen. Fürs Tarp reicht der Ashley-Stopper-Knoten gut. Danke für deine Ergänzung.


    Was machst du mit der Schlaufe, die am Schluss übrig bleibt? Oder kann man die auch weglassen?

  • Die Schlaufe ist das Loop.

    Ach so, ich dachte, es verhält sich umgekehrt. Vielleicht muss ich den Diamantknoten doch mal noch lernen. Nachdem ich erfahren habe, dass sowohl der »Improved Soft Shackle« als auch der »Button Knot Soft Shackle« deutlich stärker sind, dachte ich, ich könne mich um den drücken. ;)

  • Der Buttonknot ist nur stärker weil die Enden zurückgespleißt werden und sich somit der Radius der hinter dem Knoten liegenden Schlaufe größer ist (die reißt in der Regel und ist der 'Weakspot'. Die Knoten selbst schenken sich glaube ich nicht viel... Außer das ein Diamantknoten 3x so schnell geknotet ist. Sowohl lern- als auch herstellungsmäßig.

  • Ich glaube, dass der schwache Punkt beim »Improved Soft Shackle« als auch beim »Button Knot Soft Shackle« die Nase ist, nicht der Knoten. Zumindest ist das der Teil, der auf den Fotos, die ich bisher gesehen habe, gerissen ist.


    Herstellung des Diamantknoten müsste ich wohl wirklich mal ausprobieren. Ich hatte mit den beiden anderen bisher keine Probleme.

  • So, hier meine Evo-Schäkel aus 3 mm Dyneema. Ich habe ungefähr 85 cm Seil verwendet, und die Markierungen für die Augspleiße waren 15 und 20 cm (Ich glaube das nächste Mal mache ich sie noch ein Stück enger, also ca. 15 und 19 cm). Dann nach Tac's Anleitung einen Überhandknoten und zusammenziehen!



    Tolle Teile! Vielleicht mache ich mir noch ein paar längere, aus rotem 3 mm Dyneema, da habe ich noch was rumliegen!

    ;)

  • Ich habe sogar nur 3,5cm fürs Auge genommen bei 1/8"-AmSteel (ca. 3mm Durchmesser). Das hat gereicht, um alles gut durchziehen zu können.


    Der recht enge Radius schwächt das Konstrukt zwar ein wenig, ich gehe aber davon aus, dass der Loop immer noch mehr aushält als das Gurtband. Bei zu grossen Augen besteht umgekehrt die Gefahr, dass der Knoten im dümmsten Fall durchrutschen könnte. Das soll gemäss Jeff Myers beim Improved-Soft-Shackle-Evo-Loop schon vorgekommen sein.

  • Hier noch der Vergleich zwischen Diamantknoten und dem Button-Knot:


    Button-Knot oben, Diamantknoten unten; die Enden beim Button-Knot sind nicht eingespleisst.


    Es zeigt sich, dass der Button-Knot etwas grösser ist.


    Mir gefällt der Button-Knot, gerade aufgrund der Grösse, besser. Ich habe den auch schneller verstanden und werde wohl bei dem bleiben. Das Einspleissen der Enden gefällt mir auch besser, da ich damit auf der sicheren Seite bin und das Resultat einfach viel sauberer ist. Aber dss ist natürlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.

  • Waldläufer70

    Der Button-Knot sieht wirklich größer aus.

    Dafür hast du aber 4x Seilquerschnitte genau unter dem Knoten.

    Beim Diamant-Knoten sind es nur 2x Seilquerschnitte unterhalb des Knotens.


    In Punkto Sicherheit vor Rausrutschen schenken die beiden Knoten sich nichts, schätze ich.


    Dafür hält der geschlossene Ring mit einem Button-Knot mehr Belastung aus,

    weil das Dyneema-Seil unterhalb des Knotens weniger eng gebogen wird.



    Wenn man einen größeren Knoten möchte. Es gibt ja noch die Affenfaust (3 oder 4-fach gewickelt). Die ist riesig!

    Hat auch noch keiner versucht.

  • In Punkto Sicherheit vor Rausrutschen schenken die beiden Knoten sich nichts, schätze ich.

    Wie schon weiter oben ausgeführt:

    • Soft-Shackle mit Diamantknoten: 136% respektive 144% der Leinenstärke
    • Soft-Shackle mit Button-Knot*: 219% der Leinenstärke
    • Soft-Shackle mit »Big-Overhand«: 223% der Leinenstärke

    Hier nachzulesen.


    * Ist womöglich nicht exakt der gleiche Button-Knot.


    Das Rausrutschen ist bei der im ersten Post gezeigten Methode bei keinem der Knoten die Gefahr, da der Knoten unter Zug sicher gehalten wird. Bei der Nutzung an einem Oval-Ring ist die »Big-Overhand«- Methode vermutlich etwas sicherer, zumindest fürs Gefühl, das sich aber immer täuschen kann.


    PS: Die Soft-Shackle mit dem Diamantknoten reissen immer beim Knoten, die anderen an der «Nase» am gegenüberliegenden Ende.

  • Diejenigen, die mit der Erklärung des Button-Knots durch Jeff Myers Mühe haben, finden vielleicht diese Erklärung einfacher:


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    Hinweis: Hier wird der Knoten im Uhrzeigersinn gemacht (wenn man von oben draufschaut). Jeff Myers zeigt ihn in seinen Anleitungen gegen den Uhrzeigersinn.

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