Rucksack - Erfahrung

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Hallo zusammen,

    schonmal danke für eure Infos :). Zu der UL Fraktion gehöre ich wohl nicht.
    Meist nehme ich mir zwar das Reduzieren vor, aber meist wird daraus nichts (außer bei mir selbst, ohne aktives Wollen ;-)).
    Bei den Radtouren und Motorradtouren bin ich meist bei etwa 25kg. Beim Wandern wohl etwas darunter (wohl an die 15kg ohne HM).

    Das mit dem Anprobieren wäre wohl die beste Idee, nur etwas schwierig, weil ich nur selten unter der Woche Zeit zum Einkaufen finde bzw. im Lande bin. Aber vielleicht passt es mal. Ganz. auseinanderfallen tut mein alter Hofer - Rucksack eh noch nicht. Viel Volumen ist mir wichtig, weil ich auf Dienstreisen auch die Bergschuhe gerne darin unterbringe. Das zusammen dann in den großen Reisekoffer.

    Beste Grüße, aktuell aus Wonneberg,
    Franz

  • Ich spare das meiste Gewicht, indem ich barfuß oder mit ganz leichten Sandalen gehe und weil ich kein Kochgeschirr mitnehme. Da ich weder Kaffee noch Tee trinke, kann ich mir das komplett sparen. Mir reicht "kaltes" Essen auch völlig aus und im Winter, wo ich es vielleicht bräuchte, bin ich nicht so lange unterwegs. (Bei einem Tagesausflug mit 15 - 20 km Entfernung brauche ich kein warmes Essen.)

  • Ich würde vielleicht noch gerne zwei "Mängelpunkte" an die UL-Philosophie dranhängen wollen und die wären das Vernachlässigen der Reisedauer und des Reiseortes. Bin ich nur ein paar Tage unterwegs, dann benötige ich natürlich viel weniger Dinge, als wenn ich länger reise, weil ich bspw. eine Rasur vorher besonders gründlich mache und dann mit für mich erträglichem Bartwuchs zurückkomme. Folglich brauche ich keinen Rasierer oder ähnlich Dinge. Oder nehmen wir das Thema Stove, wo ich vielleicht mit einem leichten Gasbrenner von wenigen Gramm UL reise, aber an meinem Zielort überhaupt keine Kartuschen verfügbar sind, so dass ich vielleicht auf "teuere" (vom Gewicht her) Multifueler umsteigen muss. All diese Aspekte finden in der reinen UL Lehre keine Berücksichtigung, es gelten nur die Gewichtsgrenzen. Mit den schon genannten Punkten kann ich daher solcherlei Bewegungen leider nur ablehnen. Ich würde mir aber sehr gerne eine, wie könnte man sie nennen, ALAW (As Light as Wise - So leicht wie es Sinn macht) Bewegung wünschen - das wäre toll!

    Dennoch ist es ein Segen, dass die Entwicklungen und Gedanken in der UL Szene immer weiter vorangetrieben werden. Deswegen freue ich mich auch immer, wenn jemand hier von seinem Gewicht berichtet oder Einsparungen an seiner Ausrüstung vorgenommen hat. Missionarisch habe ich sowas hier nie empfunden, sondern immer als Bereicherung.
    Um das Thread-Thema mit der UL-Diskussion zu verbinden: ich liebe bspw. die MYOG Artikel im deutschen ULT-Forum, wo die Leute ihre Rucksäcke selbst machen und dann, bezogen auf ihr persönliches Zielgewicht, ihren ganz eigenen Rucksack selbst schneidern. Wäre hier irgendwo Staub - ich würde mich da direkt reinwerfen vor lauter Hochachtung. :)

  • Ich laufe mit einem Osprey Atmos AG65 durch die Gegend. Der wiegt ca. 2,2Kg. Das Volumen habe ich nie vollständig ausgereizt, außer ich bin mit Leuten unterwegs, die keinen Wanderrucksack haben und ich nehme denen was ab. Habe den entgegen aller Vernunft einfach online bestellt, passt mir super, gut bequem. Werde aber wohl irgendwann mal einen neuen anschaffen, einfach weil schwer ;) Der hat auf jeden Fall auch Taschen am Hüftgurt.


    Um einfach mal meine anderen großen 3 zu nennen:

    Hängematte:
    Warbonnet Blackbird XLC - 1 lb. 10 oz. - ca. 740 g

    Tarp:
    Warbonnet Minifly - 11.75 oz - ca. 340 g (+ Heringe / Schnüre, weiß gerade das genaue Gewicht nicht)

    Underquilt:
    Warbonnet Yeti 40°F (Frühling bis Herbst) - 9.48 oz - ca, 270 g
    Warbonnet Wooki 0°F (Winter) - 25 oz. - ca. 700 g

    Topquilt:
    Cumulus Taiga 250 (Frühling bis Herbst) - 490 g
    Cumulus Taiga 480 (Winter) - 730 g


    Gesamt (Sommer):4 Kg
    Gesamt (Winter): 4,7 Kg
    Jeweils MIT Rucksack und ohne Heringe / Schnüre (Ca. 150g? Ich wiege die bei Gelegenheit)

    Gruß vom Captain, YARRR!

  • Ich würde vielleicht noch gerne zwei "Mängelpunkte" an die UL-Philosophie dranhängen wollen und die wären das Vernachlässigen der Reisedauer und des Reiseortes. Bin ich nur ein paar Tage unterwegs, dann benötige ich natürlich viel weniger Dinge, als wenn ich länger reise...

    Ich sehe deinen Punkt. Meine Beobachtung bei mir selber ist: Am meisten Gepäck (mal abgesehen vom Proviant, je nach Unternehmung) habe ich eigentlich bei einer Dauer von drei bis fünf Tagen dabei. Denn da sage ich mir: Für die kurze Dauer lohnt es sich nicht, unterwegs Wäsche zu waschen. Folglich nehme ich da manchmal Wäsche für jeden Tag mit. Auch sonst sage ich mir da oft: Ach, wegen der paar Tage überlege ich mir jetzt nicht lange, was ich wirklich brauche. Und schon habe ich noch ein paar Dinge mehr in den Rucksack gepackt. Bin ich länger unterwegs, dann nehme ich nur Wäsche für zwei Tage mit und wasche / spüle die halt regelmässig irgendwo aus. Und natürlich überlege ich mir dann sehr genau, was ich wirklich brauche. Alles Überflüssige bleibt zuhause. Mehr Gepäck wird es dann bei längeren Unternehmungen erst wieder, wenn ich verschiedene Gebiete (Flachland und Gebirge) durchwandere oder so lange unterwegs bin, dass ich verschiedene Jahreszeiten erlebe. Dann muss ich die Kleidung und auch ein paar andere Dinge entsprechend anpassen und habe entsprechend mehr Ausrüstung dabei.

    Ansonsten verhält es sich natürlich genau so, wie du es beschrieben hast.

  • Ohne jemanden noch igendeine Weisheit aufdrängeln zu wollen, will ich noch von einem Aspekt anmerken, der für mich persönlich wichtig ist:

    UL bei der Ausrüstung ist für mich nur ein Teil einer Lebensphilosophie, die man vielleicht mit "Reduzierung auf das Wesentliche " beschreiben könnte. Eigentlich trifft das auf alle Lebensbereiche zu, dass Überflüssiges nur belastet (guckt mal z.B. in euren Keller oder ins email-Postfach). Ich finde es schon wichtig, sich immer wieder zu fragen, ob man das wirklich braucht und sich nicht (natürlich einfacher) nach mainstream oder Werbung zu richten.

  • Hallo zusammen,

    nun endlich hab ich mich für einen neuen Rucksack entschieden, nachdem ich den meines Vaters bei der letzten Wanderung testen konnte. Die Hauptgründe dafür waren:
    - Fächer in den Hüftgurten
    - Robustes Traggestell
    - leichter als mein aktueller Rucksack

    Nachteile:
    - keinen Regenschutz
    - wirkt etwas kleiner als mein aktueller, ist aber wohl trotzdem groß genug ;) ...hoffentlich

    Freu mich schon auf das Testen - mal schaun, ob er bis Freitag eintrifft, denn dann bin ich dienstlich ggf. 2 Wochen in Bernin (F) und da sollte die HM und der Rucksack fürs Wochenende schon mit :).

    Modell: Tashev Kentaurus 80+15
    Ich hoff, da passt die Wander- und HM Ausrüstung rein, selbst wenn ich mal upgrade auf Underquilt und ordentlich lange HM.

    Beste Grüße
    Franz

    • Offizieller Beitrag

    Kein Regenschutz ist in meinen Augen kein Nachteil, weil der mitgelieferte Regenschutz meist schwerer ist als mir lieb ist. Da gibt es bessere und/oder leichtere Produkte die man nachrüsten kann. Ich hab mir z.B. die Luxus-UL-Version von ZPacks gegönnt :)

  • 80+15 Liter würde bei mir sehr weit reichen. Mein grösster Rucksack fasst rund 60 Liter und da habe ich bisher immer alles rein bekommen, was mit musste: auch bei fünf Tagen Proviant, der auch noch mitwollte.

    Ich überlege gerade... Ich glaube, ich habe keinen Rucksack mit eingebautem Regenschutz. In letzer Zeit habe ich nie ein Rucksack-Cover genutzt, sondern immer alles Wichtige im Rucksack wasserdicht (für meinen Anspruch genügend) verpackt und bei starkem Regen den Poncho übergezogen. Damit bin ich zwar noch nicht zu 100% glücklich, aber der Rucksack ist immer trocken geblieben... ausser wenn ich zu faul war, den Poncho anzuziehen.

  • Sehe ich absolut genauso:friends:

    Ich auch! :)

    «Nimm so wenig mit wie möglich... und so viel wie nötig.» wäre meine Maxime, mal abgesehen vom Gewicht der Ausrüstung. - Gelingt mir aber nur, wenn ich mich etwas länger auf eine Reise vorbereite oder sonst für die spezifische Wanderung bereits auf Erfahrungen zurückgreifen kann (sprich: Packliste vorhanden).

  • Ich habe mir damals mit Absicht einen 40+8l Rucksack gekauft, den ich für Touren bis 4 Tage nutze. Die Größe zwingt einen aber sich zu reduzieren und seinen Komfortbereich ein wenig zu verlassen. Dadurch, jedenfalls ist das meine Erfahrung, lässt man sich mehr auf die Natur ein und ist manches Mal gefordert etwas zu improvisieren, was die Zeit draußen versüßt.

    Ich glaube bei 80+ l würde mir nichts mehr einfallen, was ich noch mitnehmen aoll

  • Mit einem Poncho hab ich auch schon überlegt, aber da bin ich noch am Überlegen.
    Einerseits soll er notfalls über 95l Rucksack drübergehen (80+15), andererseits habe ich eh gute Regenbekleidung, die schon 2 Tage bei nassem Wetter während Radfahrens dicht gehalten hat und die Sachen im Rucksack kann ich ja dann, wie ich so lese, wohl auch in Müllsäcken o.ä. wasserdicht verpacken :).

    Beste Grüße aus Espoo,
    Franz

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!