Neuling sucht Isolation

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  • Hi alle,

    da das mein erster Post ist mache ich nen kurzen Schlenker und erzähle kurz was über mich.

    Mit Campen bin ich aufgewachsen, das Zelt war ein jahrelanger Begleiter. Vor 3 Jahren bin ich dazu übergegangen, wann immer möglich, auf ein Zelt zu verzichten.

    Mit Hängematten habe ich schon immer liebäugelt, diese Saison ist es endlich soweit.

    In den letzten Wochen habe ich mich ordentlich in die Thematik eingelesen, aber ohne praktische Erfahrung bleibt natürlich einiges unklar.

    Mein Setup steht soweit, eine TTTM Double samt Zubehör ist angeschafft. Tarp und Moskitonetz sind ebenfalls vorhanden.

    Nur beim Underquilt gestaltet sich die Sache nicht so ganz einfach. Die Preise für Qualität und Komfort sind nicht ohne, jedoch frage ich mich, ob die Goldrandlösungen für mich nicht sowieso etwas overkill sind.

    Unter 10°C plane ich nicht ohne Zelt rauszugehen. In den Bergen geht es eventuell mal auf 7°C runter, aber tiefer wird es bei mir sicher nicht. Generell wird mir nicht schnell kalt, dieses Jahr habe ich bei 5°C im Zelt und Sommerschlafsack relativ gut geschlafen. Trotz allem ist es klar, dass ich in der HM Isolation von unten brauche.

    Ich dachte mir, für den Anfang reicht eventuell eine Low-Budget DIY Lösung, die mich durch meine erste Saison bringen kann.

    Sowas:

    in Verbindung mit diesem Konzept:

    http://leiavoia.net/pages/hammock/levquilt.html

    Mir gefällt das Konzept mit mehreren flexiblen Leinen welches man (in der Theorie) perfekt auf die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

    Denkt ihr, damit komme ich bei den Temperaturen zurecht? Gibt es ein Material was dem vorzuziehen wäre? Wie sieht es mit den Maßen in Kombination mit einer TTTM Double aus? Alles Unsinn und doch 250 Euro in die Hand nehmen?

    Was meint ihr?

    MfG Draufhänger

    • Offizieller Beitrag

    Die "Goldrandlösung" :) ist nicht notwendig, aber wenn dir das Schlafen in der Hängematte gefällt, wirst du früher oder später ohnehin dort landen. Die Frage ist lediglich, wie viele Ersatzlösungen du vorher ausprobierst. Auf Hammockforums wird immer mal wieder gefragt, "wenn du mit deinem aktuellen Wissen noch einmal von vorne anfangen müsstest, was würdest du anders machen?" und die häufigste Antwort ist "ich würde mir gleich einen ordentlichen Underquilt kaufen." Aber fast jeder Einsteiger versucht erst mal eine günstigere Lösung zu finden. Bei mir hat es 3 Monate, 2 Ersatzlösungen und 1 Radtour gedauert :)

    Eine brauchbare Einsteigerlösung wären im Übrigen auch die in Europa erhältlichen synthetischen Underquilts:

    Diese Underquilts sind erprobt (siehe diverse Threads im Forum) und funktionieren für Leute die nicht allzu kalt schlafen bis um die 0°C.

    Natürlich kannst du dir auch aus dem Deckenschlafsack einen Underquilt basteln. Aber 1,75kg sind eine Ansage. Und 170cm Breite sind etwas mehr als du brauchst. Wenn du diesen Weg gehst, poste doch bitte deine Erfahrungen!

  • Ich kann dir den Snugpak empfehlen, den ich regelmäßig in Gebrauch habe, obwohl ich auch 2 Wookis habe. Er ist unkompliziert, nicht teuer und die Maße gefallen mir auch gut. Ich mag keine schmalen UQ`s. Es ensteht eine sehr angenehme Wärme. Mit der Befestigung muß man eben ein bißchen rumprobieren...

  • Danke für eure schnellen Antworten ;)

    D Auf Hammockforums wird immer mal wieder gefragt, "wenn du mit deinem aktuellen Wissen noch einmal von vorne anfangen müsstest, was würdest du anders machen?" und die häufigste Antwort ist "ich würde mir gleich einen ordentlichen Underquilt kaufen." Aber fast jeder Einsteiger versucht erst mal eine günstigere Lösung zu finden.

    Das habe ich mir fast gedacht ;)

    Von den drei würde mir der snugpak am Besten zusagen, aufgrund der Breite.

    Hier wären es 53 Dollar + 16 Dollar Shipping + 15 Dollar Einfuhr,Gebühr usw = 84 Dollar bzw 68 Euro. Klingt gut.

    Unter den 15 Dollar Einfuhrabgaben schreibt Ebay:

    Zitat

    Dieser Betrag enthält die anfallenden Zollgebühren, Steuern, Provisionen und sonstigen Gebühren. Es gelten bestimmte Ausnahmen. Weitere Informationen finden Sie in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen- für das Programm zum weltweiten Versand.

    Schlägt der Zoll nochmal irgendeine Gebühr oder Steuer drauf, oder ist das dann der definitive Endpreis?

    • Offizieller Beitrag

    Schau mal auf der Zollseite nach, da wird es schön erklärt. Bis 22 € Warenwert+Transportkosten zahlst Du gar nichts. Zwischen 22 und 150 € fällt nur 19 bzw. 7% Einfuhrumsatzsteuer und ggf. Verbrauchssteuer an. Über 150 € wird dann auch noch Zoll fällig.

  • Ja, mir war nur nicht klar wie das in Verbindung mit ebay funktioniert.
    Jetzt weiß ich Bescheid. Kauft man einen Artikel über das Global shipping Programm, zahlt man alles direkt beim Kauf, der Versender leitet das Geld über das Transportunternehmen an den Zoll weiter.

    In der Praxis kann es dabei zu Problemen kommen, es kann sein, dass man ersteinmal alles doppelt zahlen muss, und sich im Nachhinein den Teil vom Spediteur zurück holen kann.

    Alles nicht so ganz optimal.

    Aaaaaaber:

    Ich hab jetzt bei einem deutschen Händler ein snugpak underblanket für 50 Euro gefunden. Da schlag ich zu.

    Danke nochmals für eure Anregungen.

    • Offizieller Beitrag

    Warum willst du importieren? Die Snugpak Underblanket wird doch auch in Deutschland verkauft - z.B. hier, hier, hier - und das sind nur die Google-Treffer auf der ersten Seite...

    Du kannst natürlich auch auf eBay kaufen; persönlich habe ich mit dem Global Shipping Programm noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber es dauert halt länger und falls etwas nicht passt kann es mühsam werden. Der Zoll sollte in diesem Fall bereits enthalten sein.

  • Gestern Abend dachte ich noch man würde bei Import etwas sparen, aber da ich heute den snugpak für 50 Euro im deutschen Handel gefunden habe erübrigt sich das.

    Etwas verwunderlich, dass 2 Händler den für 50, die restlichen für 100 verkaufen ;D

    Aber 50 ist ein super Preis, die DIY Variante wäre kaum günstiger, und die clews kann ich bei Bedarf immer noch dran machen.

    Es war auf jeden Fall die beste Entscheidung erstmal euch zu fragen :thumbup:

  • Ich habe ein Snugpak Set - Underquilt und Topquilt, die zusammen mit einer Temperatur von -12°C angegeben waren.

    Das stimmt schonmal nicht - vielleicht als Extremwert, aber der ist für mich nicht so interessant.

    Ich habe mal, Ende letzten Sommers, auf dem Weg von 10°C zu 5°C in Unterwäsche und leichtem Fleece genug gefroren, daß ich mir die Hose wieder anziehen mußte. Dann ging's.

    Ansonsten ist das kein so schlechtes System, wenn mir auch besonders das Topquilt ein bißchen dünn vorkommt. Aber im Sommer - kein Problem. Vorsichtshalber und gemütlichkeitshalber vielleicht bis 10°C runter. Robust scheint es mir auch zu sein, und als Kunstfaserdings sicher auch nicht so feuchtigkeitsempfindlich.

    Mein Problem damit ist aber, daß es relativ schwer ist und ein relativ großes Packmaß hat. Relativ dazu, was man damit machen will. Zum Campen, Treffen und dergleichen ist das in Ordnung. Zum Kanufahren auch (Feuchtigkeit!). Vielleicht (!) noch für Fahrrad- oder Motorradtouren. Zum Wandern eher nicht, und das ist es, was ich eigentlich gern machen würde.

    Ich für meinen Teil werde in Bälde machen, was Treegirl weiter oben schon erwähnt hat - ich werde mir etwas anderes - leichter,kleiner und wärmer - kaufen und das Snugpak Set ... im Zweifel einlagern, wenn es dann keiner haben will. Und ich habe mir damals gleich zwei gekauft, für den Fall daß meine Frau auch mal mitwollen sollte. Das liegt da jetzt neu rum. Naja, Lehrgeld.

    Ich weiß daß ich hing
    im windigen Baum,
    neun lange Nächte.
    --
    Waldgänger, Süntelhänger

  • Hallo Meister,

    klar, wenn man mit vollem Marschgepäck wandern geht zählt jedes Gramm. Größere Distanzen lege ich mit dem Rad oder Boot zurück, für meine Tagestouren zu Fuß habe ich nur einen sehr kleinen Rucksack mit Essen und Trinken bei mir, der Rest bleibt immer im Camp. Insofern ist der Gewichtsfaktor bei mir nicht so entscheidend. Ich denke/hoffe, für den Einstieg und auch mein Budget das noch durch weitere Anschaffungen strapaziert wird, habe ich einen guten Kompromiss gefunden.

    Kann es kaum erwarten :clapping::p

  • Hi, habe noch eine Frage zu einem overquilt, wollte jetzt aber nicht extra dafür ein neues Thema eröffnen, deswegen stelle ich sie hier.

    Was ist denn der Vorteil eines overquilt gegenüber einem Schlafsack, in den ich nur mit den Füßen rein schlüpfe ohne den Reißverschluss zu schließen und mich damit zudecke (Unterseite nach oben)?

    Der einzige Vorteil den ich mir jetzt denken könnte, wäre die Gefahr mit dem offenen Reißverschluss die Seide der Hängematte zu beschädigen. Ist das tatsächlich eine Gefahr? Gibt es weitere Vorteile?

    MfG

  • Bei einem Spiralreissverschluss aus Metall könnte die Gefahr bestehen. Aber ich denke kaum, dass solche bei Outdoor-Schlafsäcken verbaut werden.

    • Ein wesentlicher Punkt ist das Gewicht: Lange Reissverschlüsse wiegen eine ganze Menge.
    • Ein weiterer Punkt ist die Möglichkeit, den Topquilt um den Hals zu verschliessen. Bei den Schlafsäcken, die ich kenne, geht das nur bei verschlossenem Reissverschluss. Einen Topquilt kannst du um den Hals legen und mit einer (Gummi-)Kordel dort fixieren. Er liegt dann lose um die Schultern am Körper an.
    • Bei der Breite kommt es auf die Masse des Topquilts / Schlafsackes an. Topquilts kannst du auf Wunsch etwas breiter machen lassen, was im Zelt ein Vorteil ist, in der Hängematte ein Nachteil sein kann.

    Meinen Topquilt kann ich unten ganz öffnen (Kordelzug) und ihn dann als Decke nutzen. Das ist ein weiterer Vorteil, den ich allerdings nur selten nutze. Kann aber auch zum Lüften praktisch sein. Bei rechteckigen (Decken-)Schlafsäcken ist das natürlich auch möglich.

    • Offizieller Beitrag

    Was ist denn der Vorteil eines overquilt gegenüber einem Schlafsack, in den ich nur mit den Füßen rein schlüpfe ohne den Reißverschluss zu schließen und mich damit zudecke (Unterseite nach oben)?

    Der einzige Vorteil den ich mir jetzt denken könnte, wäre die Gefahr mit dem offenen Reißverschluss die Seide der Hängematte zu beschädigen. Ist das tatsächlich eine Gefahr? Gibt es weitere Vorteile?

    Du kannst auch einen Schlafsack als Top Quilt benutzen - ich tue das schon seit Jahren. Der einzige wirkliche Nachteil ist das Gewicht. Ein Schlafsack muss so breit sein, dass er dich komplett umhüllt, und du trotzdem noch etwas Platz hast. Top Quilts für Bodenschläfer sind deutlich schmaler geschnitten; Top Quilts für Hängemattenschläfer sind am schmalsten, weil der Underquilt an den Seiten höher kommt als die Isomatte auf dem Boden. Die Idee beim Top Quilt ist Isolierung (und damit Gewicht) zu sparen wo sie nicht nötig ist, bzw. komprimiert wird und deshalb nicht mehr die volle Leistung erbringen kann.

    Ich habe noch nie eine Beschädigung vom Reissverschluss gehabt. Und als sehr kalter Schläfer ist es für mich von Vorteil, dass ich einen Schlafsack gegebenenfalls schließen kann. Damit erhöht sich die Wärmeleistung, weil die aufgewärmte Luft schwerer entweichen kann. Die Top Quilts für Hängematten sind mir grundsätzlich zu schmal.

    • Offizieller Beitrag


    [*]Ein weiterer Punkt ist die Möglichkeit, den Topquilt um den Hals zu verschliessen. Bei den Schlafsäcken, die ich kenne, geht das nur bei verschlossenem Reissverschluss. Einen Topquilt kannst du um den Hals legen und mit einer (Gummi-)Kordel dort fixieren. Er liegt dann lose um die Schultern am Körper an.

    Deshalb liebe ich meinen Western Mountaineering Semi-Rec Schlafsack: der hat einen kurzen Reissverschluss um den Fußbereich und einen langen Reissverschluss der den Rest abdeckt. Diesen Winter habe ich den Reissverschluss um die Füße geschlossen, und den langen bis fast zum Hals aufgezippt: damit konnte ich viel einfacher rein schlüpfen, aber am Hals konnte nichts herunter rutschen. Ich verstehe nicht, warum nicht mehr Quilthersteller mit Reissverschlüssen arbeiten.

  • Ich verwende auch lieber Schlafsäcke als einen Topquilt und zwar aus 2 Gründen:

    - ich habe auch unter mir gern einen Schlafsack, weil ich die Wärme und das Material angenehm finde

    - für mich sind Topquilts viel zu lang, vorallem aber im Fußbereich viel zu schmal: ich ziehe oft nur ein Bein etwas an und das geht schon mal nicht richtig.
    Mein Schlafsack ist ein eiförmiges Teil, die Kaputze kann man abmachen und der Reißverschluß geht unten ums Fußteil, so dass ich ihn auch ganz aufmachen kann.
    Zum Schlafen nehme ich den Reißverschluß nach oben (also auf meinen Bauch), weil ich dann ganz leicht die Temperatur regulieren kann, in dem ich den Reißverschluß einfach mehr oder weniger weit aufmache.
    Es müßte schon ziemlich warm sein, dass ich den Schlafsack nur im unteren Bereich zu mache und ihn als Topquilt verwende.
    Und wenn es so kalt ist, dass ich das Teil relativ eng um den Hals haben will, mache ich den Reißverschluß erst recht zu.

  • Ich glaube in diesem Fall fiel die Wahl auf ein SnugPack.

    Ich selber habe in meinem ersten Hängemattenjahr (ist ja schon eeewig her [letztes Jahr]) einfach eine Isomatte verwendet, ist halt nicht immer so leicht, dass die auch an Ort und Stelle bleibt, und es geht einiges vom "Hängemattengefühl" flöten.

    Gruß vom Captain, YARRR!

  • Als Neuanfänger würde ich mit der Isomatte u. Schlafsack anfangen. Und zwar weil ich nicht sicher wäre, ob die Hängematte wirklich für mich gut ist. Das ist ja das gute an der Hängematte, man kann am Anfang gut auf eventuell vorhandenes Campingmaterial zurückgreifen.

    Die, die im Hammockforum schreiben, dass sie gleich von Anfang an mit dem Underquilt hätten anfangen sollen, sind ja inzwischen überzeugte Hängemattenschläfer. Es gibt aber sicherlich auch einige, die frustriert wieder auf den Boden zurückkehren. Die ärgern sich dann doppelt, wenn sie schon gleich viel Geld investiert haben. Nur sind die ja nicht mehr im Hammockforum um dort so zu antworten.

    Mir wäre das fast passiert, weil meine ersten Matten zu kurz waren und ich einfach nicht gut in die Diagonale kam. Mich haben am Ende die schon geleisteten Anschaffungen davon abgehalten, aufzugeben. Stattdessen habe ich nochmal etwas Geld in eine längere Matte gesteckt und schlafe jetzt gut. Hätte ich damals nicht schon einen Underquilt gehabt, wäre ich wohl wieder im Zelt.

    Daher mein Rat : erst einmal eine gute Hängematte finden und diese mit einer zu 3/4 aufgeblasenen Isomatte ausprobieren.

    Zum Schlafsack : mich stört bei einem normalen Sack der Kopfteil, denn ich schlief schon im Zelt mit einem 3/4 offenen Schlafsack, also eher als Daunendecke als Sack. Meinen EnlightenedEquipment Topquilt kann ich komplett öffnen und als Decke benutzen. Er hat unten einen kurzen Reissverschluss und Gummischnüre, mit dem man eine Fussbox bilden kann. Im Sommer lasse ich da ein Loch um im Fussbereich zu lüften. Die Fussbox ist in der Hängematte sinnvoll um den Quilt da halten, wo er sein soll.

    Reisender mit Hang zum Hängen

    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

    • Offizieller Beitrag

    Die, die im Hammockforum schreiben, dass sie gleich von Anfang an mit dem Underquilt hätten anfangen sollen, sind ja inzwischen überzeugte Hängemattenschläfer. Es gibt aber sicherlich auch einige, die frustriert wieder auf den Boden zurückkehren. Die ärgern sich dann doppelt, wenn sie schon gleich viel Geld investiert haben. Nur sind die ja nicht mehr im Hammockforum um dort so zu antworten.

    Naja, man kann es auch so sehen, dass diese Leute nie erlebt haben, wie gut man in der Hängematte schlafen kann, weil sie nicht in die richtige Ausrüstung investiert haben. Ich weiss nicht ob ich dabei geblieben wäre, wenn mit unpassender Ausrüstung angefangen hätte. Jedenfalls habe ich erst spät zum Fahrrad fahren gefunden, weil ich von Kind an immer nur unpassende Fahrräder hatte, mit denen längere Fahrten schnell zur Qual geworden sind. Als ich dann das erste mal ein passendes Fahrrad hatte, wollte ich gar nicht mehr absteigen.

    Das schöne bei guter Hängematten-Ausrüstung ist ja, dass man sie relativ einfach weiter verkaufen kann. Bei Fahrrädern habe ich jedenfalls wesentlich mehr Geld verbrannt :)

    Mir wäre das fast passiert, weil meine ersten Matten zu kurz waren und ich einfach nicht gut in die Diagonale kam. Mich haben am Ende die schon geleisteten Anschaffungen davon abgehalten, aufzugeben. Stattdessen habe ich nochmal etwas Geld in eine längere Matte gesteckt und schlafe jetzt gut. Hätte ich damals nicht schon einen Underquilt gehabt, wäre ich wohl wieder im Zelt.

    Daher mein Rat : erst einmal eine gute Hängematte finden und diese mit einer zu 3/4 aufgeblasenen Isomatte ausprobieren.

    Dagegen ist absolut nichts einzuwenden, und ich würde auch dazu raten, erstmal zu nutzen was man bereits hat. Der wichtigste Teil einer guten Hängemattenausrüstung ist die Hängematte selbst. Wenn die nicht passt, braucht man auch kein Geld in Quilts und Tarps stecken. Aber zu dem Zeitpunkt an dem die meisten Anfänger fragen "welcher Quilt", haben sie ja im Allgemeinen bereits Erfahrungen mit einer Hängematte und einer Isomatte gesammelt, und sich dafür entschieden beim Hängen zu bleiben. Und an diesem Punkt würde ich eigentlich immer dazu raten gleich etwas Anständiges zu kaufen (oder zu nähen), wenn man das Geld dafür aufbringen kann. Billiglösungen sind fast immer nur scheinbar billig. Spätestens wenn man zum dritten mal eine Billiglösung anschafft und immer noch nicht zufrieden ist, war die Billiglösung weder billig noch eine Lösung.

    • Offizieller Beitrag

    Daher mein Rat : erst einmal eine gute Hängematte finden und diese mit einer zu 3/4 aufgeblasenen Isomatte ausprobieren.


    Vielleicht sollte man den Tip noch ergänzen:
    Falls man damit immer noch nicht zufrieden ist (kalte Schultern, verrutschende Isomatte), nicht gleich aufgeben! Unbedingt mal einen Underquilt testen! Die beste Gelegenheit dafür ist ein Hängemattentreffen. Wenn es dann mit passender Hängematte und Underquilt immer noch nicht funktioniert ... Aber das kann ich mir nicht vorstellen. :)

  • Shug Emery sagt in seinem YouTube-Video zu Isomatten / Underquilt, dass er über ein Jahr mit Isomatte geschlafen hat, bevor er sich den ersten Underquilt angeschafft hat. Viele Neulinge haben ja immer noch Angst, unterwegs nicht die richtigen Bäume zu finden und eventuell doch auf dem Boden zu enden. Da ist die Isomatte auch für die innere Ruhe sinnvoll.

    Später gewöhnt man sich dann an, da anzuhalten, wo die Bäume richtig stehen, anstatt Bäume zu suchen wo man angehalten hat. Dann liegt man auch jeden Abend in der Matte :tongue:

    Reisender mit Hang zum Hängen

    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

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