- Offizieller Beitrag
Da der Faden, in dem nach Maßen der Tarp-/Hookworms zum Zwecke des Nachbaus gefragt wurde, aus durchaus nachvollziehbaren Gründen geschlossen wurde, eröffne ich mal einen neuen, um über meine Erfahrungen mit dem Nachbau zu berichten. (Admins, ich hoffe, das geht in Ordnung.)
Mein Nachbauexperiment diente nicht dem Ziel, Geld zu sparen oder den Erfinder um die Früchte seiner Arbeit zu bringen. Ich wollte vielmehr die technische Lösung nachvollziehen und nach eventuellem Verbesserungspotential suchen.
Die erste Schwierigkeit waren die geringen Maße der Würmer. Das grobe Ausschneiden der Form aus einem dicken Aluminiumblech gelang mit der Säge und später dem Dremel noch ganz gut. Auch das Bohren der Löcher war kein Problem. Aber schon beim Brechen der Kanten und Entgraten geriet ich an meine Grenzen. Versuche mal, so ein Ding, das nicht viel größer als eine Reißzwecke ist, vernünftig im Schraubstock festzuspannen! Dauernd fielen mir die Würmchen runter. Ein Uhrmacher bekommt das sicher mit links hin, ich als gelernter Maurer habe aber reichlich geflucht.
Natürlich kann man sie doppelt so groß herstellen und statt Titan Aluminium oder Stahl nehmen. Das geht dann aber mit schlechterer Korrosionsbeständigkeit, höherem Gewicht (okay, sind nur ein paar Gramm) und wesentlich geringerer Eleganz einher.
Mal sehen, ob ich die Prototypen noch irgendwo in der Abfallkiste finde, dann kann ich hier ein paar Fotos einstellen.
Mein Fazit war jedenfalls, daß sich der Nachbau finanziell nicht lohnt. Entweder man zieht es professionell auf, geht in Großserie und begeht geistigen Diebstahl (was ich moralisch verurteile) oder man investiert viel Zeit und Mühe in ein paar Ersatz-Würmchen, die schlechter als die Originale sind. Die investierte Zeit steht aber in keinem Verhältnis zu den eingesparten paar Dollar.
Wer es aber aus rein technischem Interesse macht, wird einiges dazulernen und die Genialität der Erfindung umso mehr schätzen.