DD Unigear Camping Hammock ist da

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  • [SIZE=12px]Letzte Woche habe ich bei Amazon ziemlich spontan eine zugegebenermaßen Billighängematte für knapp 14 Euro bestellt[/SIZE][SIZE=14px]. [/SIZE][SIZE=12px]Inzwischen wird die Hängematte sogar für knapp 13 Euro angeboten.[/SIZE]
    [SIZE=12px]Es handelt sich um eine[/SIZE]
    [SIZE=14px]Unigear Hängematte Camping Hammock Camping Hängematte aus Nylon, mit Schlafaugenmaske Augenbinde,
    gut für Camping, Reisen und outdoor (Double, Dunkelgrün/Lila) [/SIZE]

    Der Hauptgrund waren die sehr beeindruckend grosse Liegefläche von 320cm x 200cm. Bei diesen tollen Preis war ich natürlich auch darauf gefasst, dass etwas faul sein könnte.

    Heute ist sie angekommen. Sie sieht klasse aus, ich freue mich darüber. Aufgestoßen sind mir allerdings sofort die mitgelieferten Seile. Sie sind mit 2x2m sehr kurz, es sind nicht die dickeren (nicht baumschonenden) blauen Seile wie bei Amazon zu sehen sind, sondern sehr dünne 2mm Webbings mit nur 1cm Breite. Für mich und meinem schweren Gewicht von 120 kg sehr abschreckend und überhaupt nicht vertrauenserweckend. Ich habe sofort begonnen, die Unigear mit meiner vorhandenen DD Camping Hammock zu modifizieren. An den mitgelieferten Karabinern habe ich die guten, sehr langen und bewährten Webbings von meiner DD geknotet, das ganze in den DD Sleeve XL durchgeschoben, passt fast perfekt, und in den größeren DD Packsack gestopft, passt auch perfekt.

    Anschliessend habe ich meine neue Hängematte DD Unigear Camping Hammock getauft.

    Jetzt muß ich das Forum verlassen, nach draussen gehen und mir zwei Bäume suchen. Ich bin schon sehr gespannt, wie sich meine neue Hängematte macht, wenn ich sie aufgehängt habe.

  • Ich würde sie nicht so nennen.
    Einige Hersteller lesen hier mit.
    Dazu ist das Forum über die Google Suche erreichbar.

    Nenn sie doch DoppelD oder DeDe

  • [USER="57"]Bernd Odenwald[/USER] meinst du mich ? :)
    Was soll ich sagen - ihr erzählt doch jedem Neuen, dass eine HM sooo laaang sein muss. Ich habe die hier thematisierte HM mittlerweile 2 mal in meinem Besitz und weiss, dass sie laaaaang ist.
    Bin wirklich gespannt, was der Durchhänger berichtet.

  • Nachdem sich gestern die Ausläufer des Hurrican Irma, Starkregen und Sturmböen, verzogen hatten, bin ich mit meiner neuen Hängematte über 5 Stunden in den nahegelegenen Park gegangen.

    Wahnsinn! Die Unterschiede zur gewohnten DD sind gigantisch. Warum nur habe ich mich so lange in eine so kleine Hängematte hineingezwängt? Das neue System ist fantastisch!

    Meine DD Webbings ermöglichen mir die Flexibilität, die genau richtige Justierung der Aufhängung an jedem auch ganz dickem Baum, Treppengeländer, Strassenlaternen usw. Ich weiß gar nicht, ob ich für meine Wunschhängematte jemals mit etwas anderem wie Baumgurte, Whoopie Slings usw. überhaupt haben möchte, da habe ich keine Erfahrung damit.

    Also, zunächst habe ich die HM in einem relativ kurzem Abstand von 4-5 Metern aufgehängt, dabei ist sie vorne und hinten stark nach unten durchgehangen, beim Reinsetzen dehnte sie sich noch weiter sehr stark bis fast auf den Boden aus, obwohl ich die Webbings sogar in Kopfhöhe angebracht hatte. Für mich völlig neu, bei der DD gab es soetwas nie. Aber dann, was für ein riesiger Platz in dieser Hängematte! Das erste Mal konnte ich mich diagonal hineinlegen und lag dabei fast gerade. Links und rechts hatte ich eine Wand an Stoff. Ich war begeistert und habe allmögliche Sitz- und Liegepositionen ausprobiert, wie ich es noch nie gehabt habe.
    Nach einer Gewissen Zeit der Euphorie habe ich dann langsam gemerkt, eigendlich würde ich für meine Wunschhängematte mir noch größere Maße wünschen. Ich suchte nach der optimalen diagonalen Liegeposition,in der ich 100%ig gerade mit Platz herum liegen könnte, der Kopf blieb immer etwas unbequem höher, ich hatte die HM etwas zu eng aufgehängt. Allerdings verstand ich dann den Sinn von einer zusätzlichen Fußbox wie bei der Blackbird oder auch wie bei den Selbstgenähten von Jellyfish. Mit Fußbox hätte der Platz genau gereicht. Die Länge von 3,20m mit Knotenenden habe ich nachgemessen. Wenn es nach der Rechentabelle von Waldläufer70 geht, bräuchte ich für meine Wunschhängematte eine Länge von mindestens 14 Fuß, also etwa 4m, eher sogar noch etwas mehr. In der Breite ist es ähnlich, die 2m sind super, für die Wunschhängematte würde ich mir aber mindestens 2,50m oder mehr wünschen. Ich hätte mehr Platz links und rechts im Innenraum, möglicherweise erst nach dem Einschieben einer sehr breiten Isomatte, und könnte mich auch im 90 Grad Winkel in der Mitte hineinfläzen, auch mit dieser HM muß ich die Beine draußen baumeln lassen oder eben anwinkeln.
    Ich suchte mir zwei neue Bäume mit 6m Abstand. Diesmal habe ich die HM straffer aufgehängt, das Ergebnis war völlig anders. Diagonal liegen war nicht mehr möglich, links und rechts wurde ich stark eingeengt, dafür passierte etwas Erstaunliches. Ich wurde ganz automatisch wie in einem Cocoon von oben komplett mit viel Raum eingeschlossen. Die Packsacktasche hing ganz selbstverständlich ohne Ridgeline perfekt oben, ich habe sie mit Süßkram und Müll befüllt, da biegte sich nichts durch. Der Cocoon ist durch die andersfarbigen Stoffstreifen an den Längsseiten
    entstanden, der lila Stoff bildete dann die Decke. Die Nähte stören mich bislang nicht.
    Die optimale Aufhängung liegt wohl irgendwo dazwischen, dies werde ich mit der Zeit herausfinden.

    Bis vor einer Woche.hätte ich im Traum nie daran gedacht, daß ich mich irgendwann einmal mit dem Thema Nähen befassen könnte. Dieses Forum hier bringt mich tatsächlich dazu, langsam ernsthaft darüber nachzudenken, mir meine Wunschhängematte selber zu basteln. Bei den Ausführungen von TreeGirl („unüblich“, „ziemlich sinnlos“) bin ich skeptisch, ob diese 100%ige Orientierung an den Vorbildern der USA-Hängematten wirklich für mich das optimale Ergebnis bringen würde. Ich habe natürlich keine Erfahrungen und mir fehlt Hintergrundwissen. Zunächst sind dies mal Gedanken und Überlegungen, die ich dazu habe. Meine Wunschhängematte sollte deutlich größer als mit 11/12 Fuß lang und auch wirklich sehr breit sein.

    Der extrem niedrige Preis von 14 Euro für eine solch tolle Hängematte war für mich als Hartz4 - Abhängiger natürlich die Gelegenheit, mir mal eine schöne grosse Hängematte zuzulegen. Bei meinem sehr begrenzten Budget sind Sonderausgaben, und darunter fallen auch Hängematten, normalerweise nicht möglich.Schon gar nicht ist daran zu denken, mir irgendwann eine tolle große Warbonnet Blackbird, die im Komplettset mindestens 700 Euro kostet, zuzulegen.
    Selbstverständlich hatte ich beim Kauf zugleich Bauchschmerzen, es ist ziemlich naheliegend, unter welchen Produktionsbedingungen eine solch billige Hängematte hergestellt worden sein muß. Es ist durchaus richtig, über das eigene Konsumverhalten begrenzt ein wenig Einfluß darauf zu nehmen. Wesentlich wichtiger aber ist das Erkämpfen grundlegender politischer Veränderungen , die darauf abzielen, die Ausbeutung in der kapitalistischen Lohnarbeit und Verwertung abzuschaffen. Gerade in den kapitalistischen Zentren, dazu gehört die BRD, wird von der Ausbeutung, wie beispielsweise bei der Produktion von Hängematten in den Trikont - Staaten (sogenannte 3.Welt - Staaten) profitiert. Es kommt also letzendlich sehr darauf an, auch in diesem Deutschland den Kapitalismus abzuschaffen.Ich weiß, Politik gehört nicht in das Forum und sage jetzt auch nicht mehr dazu, als Sozialist wollte ich nur mal darauf hinweisen.

    Der Name DD Unigear Camping Hängematte ist natürlich ein Quatsch, der mir spontan eingefallen war. Es ist nicht mehr klar, welche der beiden Hängematten ich eigendlich verbessert habe, es sind beide. Es ist so eine Art Hybrid, an Hersteller im Forum und Google habe ich natürlich nicht gedacht. Wie wäre es denn mit Camping Hängematte DUal, D für DD und U für Unigear?

    • Offizieller Beitrag

    Bei den Ausführungen von TreeGirl („unüblich“, „ziemlich sinnlos“) bin ich skeptisch

    Du solltest meinen Post noch mal zur Gänze lesen - auch wenn er lang ist. Du hängst dich an "unüblich und ziemlich sinnlos" auf - aber ich hatte mir die Mühe gemacht, dir direkt im Anschluss an den ersten Satz ziemlich detailliert zu erklären warum solche Maße unüblich sind und ich sie für sinnlos halte. Wenn die genannten Gründe für dich keine Probleme sind, dann fang an zu nähen. Ich bin wirklich gespannt auf diese Mega-Matte. Und vielleicht verstehst du in der Praxis, warum 4m x 2,5m Campinghängematten eher selten sind.

  • Danke für den Bericht, der doch richtig begeistert klingt! :)

    Wenn du die Hängematte und deren Aufhängung als zwei unabhängige Komponenten betrachtest, dann kannst du sagen: Du hast eine bequeme Hängematte mit suboptimaler Aufhängung mit einem besseren Aufhängungssystem ausgestattet. Kaum jemand von den mehrjährigen Nutzern hier im Forum nutzt ein Fertig-System: Wir stellen uns alle das zusammen, was uns (gerade) am besten gefällt, oft auch abhängig von der Jahreszeit (Gewicht versus Handhabbarkeit mit Handschuhen). Oft probieren wir Neues aus: Weil wir hoffen, dass es noch eine bessere Lösung gibt; oft aber auch einfach aus Spass am Experimentieren.

    Wie ich in deinem "entgleisten" Vorstellungspost schon schrieb: Je mehr du die Hängematte durchhängen lässt, desto diagonaler wird deine Liegeposition. Was für dich am bequemsten ist, musst - oder vielmehr darfst - du nun fleissig ausprobieren. Die beiden Extreme wären:

    • Kein Durchhang (in der Praxis nicht möglich und wegen der extrem hohen Zugkräfte sehr gefährlich - also nicht ausprobieren!): Du liegst auf einer gespannten Stoffbahn oder darin eingepfercht wie in einer Wurst. In diese Richtung ging dein zweiter Versuch. (Du darfst das sonst gerne mal im Hängematten-Rechner "ausprobieren": einfach den Hängewinkel in die Nähe von 0° bringen.)
    • 90° Durchhang: Beide Enden der Hängematte hängen vom gleichen Ort (z.B. von einem Ast). Sacki hat das mal mit der Hängematte, die einige hier im Forum ihm vor einiger Zeit geschenkt hatten, ausprobiert. Da liegt man 90° zur Aufhängung, ist aber auch wieder bananenartig wie in einer Presswurst oder wie in einem "Geburtskanal" eingeschlossen.

    Für den Anfang empfiehlt sich ungefähr ein 30°-Winkel aus der Horizontalen nach unten. Je länger die Hängematte im Verhältnis zu deiner Körpergrösse ist, desto steiler dürfte dieser Winkel in der Tendenz werden.

    Wenn du dir eine Hängematte nähen möchtest, die etwa doppelt so lang ist wie du, dann würde ich dir bei deiner Grösse tendenziell eher einen festeren Stoff empfehlen (> 60g/m², lieber mehr). Denn je elastischer der Stoff ist, desto früher verflüchtigen sich die Vorteile der Länge. Letztlich ist das aber eine Frage der persönlichen Vorliebe und nicht irgendeiner Theorie. Ein Vorteil einer sehr langen Hängematte ist sicher: Man kann sie kürzen, falls sie zu lang sein sollte. Das Verlängern einer Hängematte würde ich hingegen nicht empfehlen.

    Fürs Aufhängen. Die Höhe der Aufhängung hängt von der Distanz der Bäume ab. Mir hat es geholfen (und hilft es manchmal noch immer), wenn ich die Distanz zwischen den Bäumen mit ganz normalen Schritten grob abmesse (also nicht extra grosse Schritte machen, insbesondere dann nicht, wenn du eher lange Beine hast):

    • 4 Schritte: Hänge die Hängematte mal auf Brusthöhe auf
    • 5 Schritte: Hänge sie auf Augenhöhe auf
    • 6 Schritte: Hänge sie über dem Kopf auf

    Ich scheine allerdings mit dieser "Methode" allein auf weiter Flur zu sein. Der Gedanke dahinter ist, dass es zwischen deiner Schrittlänge und deiner Körpergrösse einen Zusammenhang gibt. Das kann man nutzen, um einen ersten Anhaltspunkt zu bekommen. Mit der Zeit weisst du, wie grosse Schritte du in etwa machen musst, damit die Höhe in etwa passt. Und bald schaffst du das auch ohne "Abmessen": durch einen fachkundigen Blick mit blossem Auge.

  • Für einen Zwei-Meter-Hünen sind 400cm nicht mal so viel. Das ist von der Handhabung her in etwa so, wie wenn du, [USER="46"]TreeGirl[/USER], mit einer 330cm langen Hängematte hantierst. Ansonsten schliesse ich mich an: [USER="4243"]Durchhänger[/USER], lies doch TreeGirls und die zahlreichen anderen Ausführungen doch immer wieder mal durch und behalte sie im Hinterkopf, während du dich weiter an dein Projekt herantastest.

    Der grösste Nachteil sehr grosser Hängematten ist, dass du dir einen Grossteil deiner Ausrüstung selber herstellen musst, weil es so grosse Ausrüstung nicht zu kaufen gibt.

    Zur Breite der Hängematte: Vor einem Jahr habe ich hier irgendwo mal die These aufgestellt, dass eine Hängematte idealerweise etwa halb so breit wie lang sein sollte, eher sogar noch etwas breiter. Letztlich hängt die Breite aber davon ab, wie stark du in der zur Diskussion stehenden Hängematte diagonal liegst und wie viel Raum du für dein Wohlbefinden darüber hinaus auf der Seite noch brauchst.

  • Für einen Zwei-Meter-Hünen sind 400cm nicht mal so viel. Das ist von der Handhabung her in etwa so, wie wenn du, [USER="46"]TreeGirl[/USER], mit einer 330cm langen Hängematte hantierst.

    Dies habe ich auch schon gedacht. TreeGirl ist eher klein gewachsen und denkt da in anderen Dimensionen.


    Ansonsten schliesse ich mich an: [USER="4243"]Durchhänger[/USER], lies doch TreeGirls und die zahlreichen anderen Ausführungen doch immer wieder mal durch und behalte sie im Hinterkopf, während du dich weiter an dein Projekt herantastest.

    O.K., werde ich machen.


    Der grösste Nachteil sehr grosser Hängematten ist, dass du dir einen Grossteil deiner Ausrüstung selber herstellen musst, weil es so grosse Ausrüstung nicht zu kaufen gibt.


    Dies schätze ich auch so ein. Ich muß wohl ernsthaft darüber nachdenken, wie ich an eine geeignete Nähmaschine komme. Vielleicht gelingt es mir tatsächlich, mal etwas ganz Neues zu schaffen?
    Womöglich sogar eine Marktlücke, bei Klamotten brauche ich auch möglichst XXXL, warum also nicht eine Hängematte XXXL - Prototypen? :) Was sagen hier mitlesende Hersteller dazu?


    Zur Breite der Hängematte: Vor einem Jahr habe ich hier irgendwo mal die These aufgestellt, dass eine Hängematte idealerweise etwa halb so breit wie lang sein sollte, eher sogar noch etwas breiter. Letztlich hängt die Breite aber davon ab, wie stark du in der zur Diskussion stehenden Hängematte diagonal liegst und wie viel Raum du für dein Wohlbefinden darüber hinaus auf der Seite noch brauchst.

    Dies geht doch in meine Richtung, wie ich dies empfinde.

  • Dies schätze ich auch so ein. Ich muß wohl ernsthaft darüber nachdenken, wie ich an eine geeignete Nähmaschine komme. Vielleicht gelingt es mir tatsächlich, mal etwas ganz Neues zu schaffen?
    Womöglich sogar eine Marktlücke, bei Klamotten brauche ich auch möglichst XXXL, warum also nicht eine Hängematte XXXL - Prototypen? :) Was sagen hier mitlesende Hersteller dazu?

    Ich denke, das ist wie mit Schuhgrössen ab 47 oder 48. Da wird es immer enger, etwas Passendes zu finden. Ich bin mit meinen 184cm noch in der "Norm", aber mit 200cm Körpergrösse ist in einer Wohnung fast alles zu niedrig, man bekommt bei alltäglichen Verrichtungen leicht Rückenschmerzen. Bei Betten braucht man eine Spezialanfertigung. Es liegt eigentlich auf der Hand, dass das auch bei einer Hängematte der Fall ist.

    Man kann grob sagen, dass die Armspanne etwa der Körpergrösse entspricht. Mit 200cm Länge kann man also eine 400cm lange Hängematte problemlos handhaben. Ich komme bereits mit meinen 184cm Körpergrösse in meiner Wohnung (240cm hoch) mit den Fingerspitzen an die Decke, ohne mich auf die Zehenspitzen stellen zu müssen. Für dich dürfte es ein leichtes sein, eine 400cm lange Hängematte bei einem Baumabstand von 5 Metern auf rund 200cm Höhe zu befestigen. Auch ein Baumabstand von 6 Metern und eine Aufhängehöhe von 220cm dürfte für dich kein Problem darstellen. Selbst 7 Meter und eine Befestigung auf 250cm wäre denkbar.

    Zumindest bei uns in der Schweiz finde ich im Buchenmischwald haufenweise Bäume mit einem Abstand von 6 Metern und mehr. Auch näher zusammen lässt sich natürlich finden. Dass die Ausrüstung etwas schwerer wird, darf man einem grossgewachsenen Mann sicher auch zumuten.

    [USER="4185"]Biker61[/USER] hat das mal schön vorgerechnet: Das Material nimmt eher nur quadratisch zu (ausser man verwendet massiv schwerere Stoffe), während die Körper- und Muskelmasse mit zunehmender Grösse kubisch zunimmt. Je grösser die Person, desto leichter wird die Ausrüstung im Verhältnis zur Körpergrösse. Grosse Menschen sind diesbezüglich also im Vorteil, selbst wenn sie zu ihrer Grösse passende Ausrüstung nutzen.

    • Offizieller Beitrag

    "Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!" Goethe

    :good:

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"full","title":"popcorn.gif","data-attachmentid":37606}[/ATTACH]

  • Danke für den Bericht, der doch richtig begeistert klingt! :)

    Jo, ich freue mich über meine neue Hängematte.



    Wenn du die Hängematte und deren Aufhängung als zwei unabhängige Komponenten betrachtest, dann kannst du sagen: Du hast eine bequeme Hängematte mit suboptimaler Aufhängung mit einem besseren Aufhängungssystem ausgestattet. Kaum jemand von den mehrjährigen Nutzern hier im Forum nutzt ein Fertig-System: Wir stellen uns alle das zusammen, was uns (gerade) am besten gefällt, oft auch abhängig von der Jahreszeit (Gewicht versus Handhabbarkeit mit Handschuhen). Oft probieren wir Neues aus: Weil wir hoffen, dass es noch eine bessere Lösung gibt; oft aber auch einfach aus Spass am Experimentieren.

    Im Moment denke ich, ich bräuchte gar nichts anderes. Was ich bei dutchware intressant fand, ist diese Doppelaufhängung für zwei Hängematten an einem Baum. Damit könnte mensch die richtige Hängematte und daneben griffbereit eine Ausrüstungshängematte für den Rucksack und zum Ausbreiten usw. aufhängen.


    Wie ich in deinem "entgleisten" Vorstellungspost schon schrieb: Je mehr du die Hängematte durchhängen lässt, desto diagonaler wird deine Liegeposition. Was für dich am bequemsten ist, musst - oder vielmehr darfst - du nun fleissig ausprobieren. Die beiden Extreme wären:

    • Kein Durchhang (in der Praxis nicht möglich und wegen der extrem hohen Zugkräfte sehr gefährlich - also nicht ausprobieren!): Du liegst auf einer gespannten Stoffbahn oder darin eingepfercht wie in einer Wurst. In diese Richtung ging dein zweiter Versuch. (Du darfst das sonst gerne mal im Hängematten-Rechner "ausprobieren": einfach den Hängewinkel in die Nähe von 0° bringen.)
    • 90° Durchhang: Beide Enden der Hängematte hängen vom gleichen Ort (z.B. von einem Ast).

      Da muß ich in nächster Zeit herumprobieren. Ich habe schon gedacht, beim zweiten Versuch war die HM zu straff. Aber dieser Cocooneffekt war schon genial. :D


      Sacki hat das mal mit der Hängematte, die einige hier im Forum ihm vor einiger Zeit geschenkt hatten, ausprobiert. Da liegt man 90° zur Aufhängung, ist aber auch wieder bananenartig wie in einer Presswurst oder wie in einem "Geburtskanal" eingeschlossen.


    Für den Anfang empfiehlt sich ungefähr ein 30°-Winkel aus der Horizontalen nach unten. Je länger die Hängematte im Verhältnis zu deiner Körpergrösse ist, desto steiler dürfte dieser Winkel in der Tendenz werden.

    War dies das Video, wo Sacki mit dem Kompass den 30°-Winkel ausgelotet hat? Da habe ich auch lachen müssen. :)


    Wenn du dir eine Hängematte nähen möchtest, die etwa doppelt so lang ist wie du, dann würde ich dir bei deiner Grösse tendenziell eher einen festeren Stoff empfehlen (> 60g/m², lieber mehr). Denn je elastischer der Stoff ist, desto früher verflüchtigen sich die Vorteile der Länge. Letztlich ist das aber eine Frage der persönlichen Vorliebe und nicht irgendeiner Theorie. Ein Vorteil einer sehr langen Hängematte ist sicher: Man kann sie kürzen, falls sie zu lang sein sollte. Das Verlängern einer Hängematte würde ich hingegen nicht empfehlen.

    Fürs Aufhängen. Die Höhe der Aufhängung hängt von der Distanz der Bäume ab. Mir hat es geholfen (und hilft es manchmal noch immer), wenn ich die Distanz zwischen den Bäumen mit ganz normalen Schritten grob abmesse (also nicht extra grosse Schritte machen, insbesondere dann nicht, wenn du eher lange Beine hast):

    • 4 Schritte: Hänge die Hängematte mal auf Brusthöhe auf
    • 5 Schritte: Hänge sie auf Augenhöhe auf
    • 6 Schritte: Hänge sie über dem Kopf auf


    Ich scheine allerdings mit dieser "Methode" allein auf weiter Flur zu sein. Der Gedanke dahinter ist, dass es zwischen deiner Schrittlänge und deiner Körpergrösse einen Zusammenhang gibt. Das kann man nutzen, um einen ersten Anhaltspunkt zu bekommen. Mit der Zeit weisst du, wie grosse Schritte du in etwa machen musst, damit die Höhe in etwa passt. Und bald schaffst du das auch ohne "Abmessen": durch einen fachkundigen Blick mit blossem Auge.

    Die Unigear ist wohl auch zu dünn, sie hängt auch deshalb so stark durch.
    Wenn es wirklich soweit sein sollte, schaue ich mir natürlich die Stoffe genauer an.

    Ich habe tatsächlich bereits schon Schritte abgezählt und in diese Richtung gedacht.
    Mit meiner DD sehe ich mit blossem Auge wo und wie ich sie aufhängen kann.
    Dies wird mir auch mit der Neuen gelingen.

  • [USER="4243"]Durchhänger[/USER]
    Man gut, dass du Erfahrungen sammeln konntest und dafür nicht zuviel ausgeben musstest.
    Jetzt geht die Tüftelei los. Und das Ausprobieren ! :)
    Das ist der Spass daran.

    Zum Stoff dieser HM: Ja, der ist dünner als der der TTTM (TTTH) HMs. Ich habe eine TTTM Kingsize und diese Unigear gewogen und obwohl die Unigear mehr m² hat ist sie etwas leichter. Ich selber wiege ja schmale 88 kg oderso, da hat sie sich nicht zu sehr gedehnt.

    Eine wichtige Sache: für alle HMs die ich besitze mit einer breiten Stoffbahn in der Mitte und 2 Stoffbahnen, die aussen angenäht sind ... bei mir sind das 2 Ticket to the Hook und die Unigear ... gilt:
    Die Aussenbahnen sind einfach nicht nutzbar, sie hängen meist schlaff runter, ich habe es nicht geschafft, sie zu nutzen, bis ich ...
    Die HMs neu "gewhippt" habe. Dabei habe ich die AUssenränder dann etwas mehr mit in den Knoten reingezogen und somit bilden die Aussenränder nunmehr mit der Mittelbahn zusammen eine Art Badewanne und sind nutzbar. Die HM wird somit "breiter". Auch die Nähte stören dann nicht mehr !

    Bei der Unigear habe ich das schon gemacht, bei der TTTM Kingsize noch nicht.

  • [USER="4243"]Durchhänger[/USER]Eine wichtige Sache: für alle HMs die ich besitze mit einer breiten Stoffbahn in der Mitte und 2 Stoffbahnen, die aussen angenäht sind ... bei mir sind das 2 Ticket to the Hook und die Unigear ... gilt:
    Die Aussenbahnen sind einfach nicht nutzbar, sie hängen meist schlaff runter, ich habe es nicht geschafft, sie zu nutzen, bis ich ...
    Die HMs neu "gewhippt" habe. Dabei habe ich die AUssenränder dann etwas mehr mit in den Knoten reingezogen und somit bilden die Aussenränder nunmehr mit der Mittelbahn zusammen eine Art Badewanne und sind nutzbar. Die HM wird somit "breiter". Auch die Nähte stören dann nicht mehr!

    Meine erste (fast) selbst genähte Hängematte hat ja auch aussen angenähte Stoffbahnen. Kannst du etwas genauer beschreiben (oder fotografieren!), wie du das genau meinst? Mich haben die Nähte zwar noch nie gestört und ich kann den Stoff auch nutzen, wäre aber doch schön, besser zu verstehen, wie du das genau meinst.

  • "Der Worte sind genug gewechselt, laßt mich auch endlich Taten sehn!" Goethe

    Der gute Rainer hat ja noch nicht einmal eine Nähmaschine. Nun lasst ihm doch etwas Zeit. Gut Ding will Weile haben!

    [USER="4243"]Durchhänger[/USER], ich möchte dich wirklich ermutigen, mal im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis zu streuen, dass du eine Nähmaschine suchst! Vielleicht kannst du ja schon bald mit den ersten Geh-, falsch, Nähversuchen anfangen...

  • Also bei der Länge der HM würde ich auch mal mit Whippings rumspielen, wenn es akuten Verbesserungsbedarf an der Liegefläche gibt.
    Als Hängematten-Bastel-Neuling bin ich auch gerade erst in das Thema eingestiegen, aber es hat den Komfort innerhalb weniger Versuche spürbar erhöht.
    Wenn Du dich mit dem Gedanken Trägst mal selber ein HM zu bauen, bleibt Dir mit Whippings eine ganze Ecke Näherei erspart. Den Rest näht Dir dann vielleicht ein(e) nette(r) Bekannte(r) schnell mal um.

    - Wer lang hat, lässt gern lang hängen *Ignatius Golz
    - Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich höre was ich sage? *Koito Yavazuka
    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

  • Bei den Ausführungen von TreeGirl („unüblich“, „ziemlich sinnlos“) bin ich skeptisch, ob diese 100%ige Orientierung an den Vorbildern der USA-Hängematten wirklich für mich das optimale Ergebnis bringen würde.

    Ich habe die "Ausführungen" leider bisher nicht gefunden - kannst Du mal verlinken?.

    Nimm einen gutgemeinten Ratschlag von einem Querdenker, dem man eine gewisse Beratungsresistenz nachsagt an: Von TreeGirl lernen, heißt siegen lernen!

    Wenn ich jedes mal von Beginn an gatan hätte, was sie vorschlägt, hätte ich mir ne Menge Arbeit und Verschnitt gespart......!

    Nur von Beetle-Buckles konnte sie mich bisher nicht überzeugen.......aber der Tag an dem ich demütig die nächste Bestellung bei ihr aufgebe kommt bestimmt......

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    - War doof - merkste selbst ne? *Unbekannter Sozialpädagoge

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