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  • Hallo zusammen,

    da ich gerade dabei bin, meine zweite eindeutig diagnostizierte Borreliose mit einer ordentlichen Menge Doxycyclin zu therapieren, habe ich mir vorgenommen, dass ich zukünftig noch mehr Sicherheitsmaßnahmen gegen Zeckenbisse treffen werde.
    Verhaltensanpassungen sowie chemische Insektenabwehr (DEET, Icaridin) habe ich in der Vergangenheit schon benutzt und ich werde diese ab sofort noch sorgfältiger einsetzen.
    Zusätzlich würde ich aber auch gerne meine Kleidung mit Permethrin imprägnieren.
    Kennt jemand eine Bezugsquelle für möglichst hochkonzentriertes Permethrin zum selbstverdünnen? Die einsatzbereiten Präparate (z.B.

    ) sind alle ziemlich teuer. Bei aliexpress gibt's schon einiges, aber Chemikalien würde ich nur ungern was aus China bestellen.

    LG, Roland

  • Pemethrin ist ja in dem Mittelchen von Merck gegen Blattläuse drin.

    Wie wäre es ddenn mit Prophylaxe mit Zistrosentee? Ich kenne einen sehr kranken
    Borreliosemenschen, dem das enorme Linderung gibt.

    Gruss
    Konrad

    • Offizieller Beitrag

    In Deutschland wird für die Verwendung auf/in menschlicher Kleidung meines Wissens nur No-Bite verkauft, dass es auch als "Verdünner" gibt. Ich habe mehrfach überlegt, mir mal eine Flasche zu bestellen - aber die Meinungen im Internet zur Anwendung und Wirksamkeit sind gemischt. Ich hatte in den USA bei REI zwei Flaschen Permethrin von Sawyer gekauft und eine nach Packungsanweisung verwendet. Die Mücken hat es nicht im geringsten gestört. Zecken hatte ich auch ohne Permethrin keine, deshalb weiss ich nicht, ob es gewirkt hat. Ich war jedenfalls nicht überzeugt und habe die zweite Flasche zurück gegeben. Nach der Erfahrung würde ich es beim nächsten mal mit einem Mittel versuchen, das nicht aufgesprüht wird, sondern in das die Kleidung eingetaucht wird. In der Hoffnung, dass es besser hilft.

    Du könntest auch nochmal recherchieren, in welchen Mitteln Permethrin enthalten ist. Das wird bei Tieren häufig benutzt, und ist meist billiger. Allerdings zum Teil wohl auch stinkiger.

  • Ich frage mich, was lästiger bzw. schädlicher ist: Borreliose (evt.) zu bekommen oder (nur sicherheitshalber) ne Menge Chemie auf der Haut oder in den Kleidern zu haben.
    Ich habe mich bisher gegen Zeckenmittel entschieden, weil nur ein (relativ kleiner) Teil der Zecken infiziert ist und ich bisher in 54 Jahren nur 2 Zecken hatte (die zwar schon festsaßen, aber sich noch nicht vollgesogen hatten). Im anderen Fall hätte ich jetzt seit Jahren mehr oder weniger schädliche Mittel auf der Haut oder den Kleidern gehabt.
    Ich gehe ja gern barfuß und habe oft 3/4 lange Hosen an. Da schaue ich einfach regelmäßig (an Zeckentagen alle 300m), ob irgendwo gerade eine hochkrabbelt (man sieht sie auf der nackten Haut sehr gut) und schnippe sie dann weg. An entsprechenden Tagen sind das manchmal 10 kleine Viecher....

    Meine Mutter (81 J.), die immer massig Zecken hat, weil sie regelmäßig überall an Waldrändern Brombeeren und im Wald Heidelbeeren sammelt, hatte noch nie Borreliose oder FSME. Sie macht die Zecken raus und fertig.
    Ich würde es vorziehen in ganz großen Abständen mal ein Antibiotikum zu nehmen, falls ich doch mal Borreliose bekommen sollte, als vorbeugend die Chemie auf die Haut oder Kleidung tun.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn man in einem Gebiet wohnt, wo Zecken kein großes Problem sind, und wo die Chancen dass sie FSME und Borrelliose übertragen gering sind, würde ich evtl. auf die Chemiekeule verzichten. Für mich ist es aber keine Option. Bayern ist sowohl für FSME als auch Borrelliose Hochrisikogebiet. Ich habe im Jahr mindestens 3 Zeckenstiche und finde noch x Zecken bevor sie stechen können. Und ich bin selten im Wald unterwegs, und suche mich ständig ab. Ich hatte letztens eine Zecke, obwohl ich den ganzen Tag im Haus verbracht hatte. Weiss der Teufel woher die kam. Jedenfalls bin ich deshalb gegen FSME geimpft und würde mich auch gegen Borrelliose impfen lassen, wenn es so etwas gäbe. Borrelliose habe ich auch schon gehabt. Allerdings wurde die erst Jahre später entdeckt, als sie schon ausgeheilt war. Da hatte ich Glück im Unglück.

    Sich einsprühen ist lästig, aber weder über Deet noch Icaridin konnte ich Berichte zu einer nachgewiesenen, schädlichen Wirkung beim Menschen finden. Permethrin wird nur auf der Kleidung angewendet und ist für die meisten Säugetiere (Katzen sind eine Ausnahme) unschädlich, da es vom Organismus schnell abgebaut wird. Es wird ohnehin in der Tierhaltung verwendet und z.B. großzügig auf Schafe gesprüht. Dagegen übertragen Zecken und Mücken jede Menge unangenehmer Krankheiten, die sich nicht immer gut behandeln lassen. Es gibt Menschen, bei denen die Borrelliose nicht auf Antibiotika anspricht - und so oder so: schön ist eine Borrelliose nicht. Die USA trifft es noch härter; dort übertragen Zecken nicht nur FSME und Borrelliose, sondern auch noch jede Menge anderer Krankheiten. Wenn ich da abwäge: chemische Mittel die seit Jahrzehnten erprobt sind und keine offensichtlich schädliche Wirkung auf Menschen haben gegen die Chance schwer krank zu werden, dann ist die Entscheidung für mich klar.

  • Diesen Artikel der Stiftung Warentest finde ich ganz informativ:

    https://www.test.de/Zecken-Wie-gefae...kurzurl.zecken

    (vorallem die Rubrik: "nur wenige Tiere infiziert")

    Im Mai Heft 2017 wurden Mittel gegen Zecken und Mücken getestet und da hat Anti Brumm Forte am besten abgeschnitten, was die Wirksamkeit angeht. Allerdings sind evt. Nebenwirkngen wie allergene Reaktionen und Augenreizungen möglich.
    Auf Mittel wie Permethrin bzw. Wirkstoffe auf Kleidern wird in den Artikeln nicht eingegangen, so dass ich diesbzgl. nichts gefunden habe.

    • Offizieller Beitrag

    Danke für den Link. Das klingt genauso wie mein ehemaliger Hausarzt. Der wollte nicht mal gegen FSME impfen, und meinte dass Borreliose nur für Forstarbeiter ein Problem ist. Symptome wie Gelenkschmerzen hat er als Einbildung (= Hypochonder) abgetan. Als meine Mutter Jahre später immer schlimmere Schmerzen hatte, und keine Behandlung angeschlagen hat, hat sie ihn mehr oder weniger gezwungen einen Borreliosetest zu machen. Da stellte sich heraus, dass sie eine akute und mehrere alte Borreliosen hatte. Meine Mutter ist kein Outdoor-Typ und geht sehr selten in den Wald oder sogar in den Garten. Die Zecken die sie hatte, hat sie sich zum größten Teil in Städten geholt. Und keine hatte mehr als ein paar Stunden Zeit zu saugen.

    Nach diesem Ergebnis habe ich auch einen Borreliosetest verlangt. Bei mir kam heraus, dass ich eine ausgeheilte Borreliose hatte. Als Teenager hatte ich mal starke Knieschmerzen, die als Wachstumsschmerzen eingestuft wurden. Einen Hautausschlag hatte ich nie. Und ich hatte auch nie eine vollgesaugte Zecke. Die waren immer noch flach wenn ich sie gefunden habe. Der Rest meiner Familie hat sich nie testen lassen. Mich würde es nicht wundern, wenn alle mindestens eine Borreliose gehabt hätten. Nach diesen Erfahrungen bin ich der Meinung, dass die Ärzte nur die Spitze des Eisberges wahrnehmen. Tests werden ja nur bei eindeutigen oder sehr schlimmen Symptomen gemacht, wenn fast alles andere ausgeschlossen wurde. An die 5% Behauptung glaube ich nicht, denn dann müssten wir entweder besonders viel Pech oder besonders viele Zecken gehabt haben.

  • Das hört sich aber nach einem richtig schlechten Hausarzt an. Ist aber wohl eher die Regel als die Ausnahme.

    Ist ein schwieriges Thema. Gerade bei Borreliose ist die Diagnostik oft nicht eindeutig, die Symptome sind vage und die Tests relativ unzuverlässig.

    Ich werde in Zukunft versuchen, in erster Linie Bisse zu vermeiden, noch sorgfältiger als bisher. Das mit dem Permthrin werd ich mir noch ein bisschen überlegen, aber zu DEET oder Picaridin werde ich wohl weiterhin zurückgreifen, wenn die Zecken Hochsaison haben.

    Vielen Dank für Eure Meinung!

  • Ein Hinweis ganz am Rande:

    Aus Schottland habe ich ein Fläschchen "smidge" mitgebracht, welches sehr gut gegen die kleinen Plagegeister, die Midges, wirken soll. Als Wirkstoff wird Saltidin angegeben.

    Nun sehe ich gerade bei einer kleinen Recherche, dass für den gleichen Wirkstoff ganz unterschiedliche Namen in Umlauf sind: Autan, Picaridin, Saltidin, Bayrepel, Doctan, S-quito free (und vielleicht noch andere) sind alles Handelsnamen für den gleichen Wirkstoff: Icaridin.

    Die Rechte für den Wirkstoff liegen bei der Lanxess AG. Picaridin wie auch Hepidanin wurden ursprünglich als Markennamen für den Wirkstoff vorgeschlagen, die WHO hat dann als Internationalen Freinamen die Bezeichnung Icaridin festgelegt.

    Neben DEET soll Icaridin der wirksamste Stoff zur Vorbeugung von Insektenstichen sein. Im entsprechenden Wikipedia-Artikel zu Icaridin wird neben DEET und Icaridin auch noch Para-Menthan-3,8-Diol genannt. Auch dieses soll gegen Zecken wirksam sein.

  • Hallo,

    bisher haben wir sehr gute Erfahrungen mit Kokosöl (Bio, nativ, kaltgepresst) gemacht. Keine Chemie, riecht gut und ist frei von Nebenwirkungen. Unserem Hund reibe ich vor dem Gassi gehen das Fell damit ein, den Rest verteile ich auf meinen Beinen und Armen. Kann natürlich nicht auf Kleidung angewendet werden und bietet keinen 100% Schutz, ist aber aufgrund der Unbedenklichkeit evtl. einen Versuch wert.

    Grüße
    Andreas

  • Leider kenne ich einige Menschen durch meinen Beruf, welche durch chemische Stoffe echt krank geworden sind.
    Ich bin da sehr vorsichtig geworden, was angeblich so harmlos ist. Besonders Medikamente und auch Schutzmittel
    auf Pemethrinbasis.

    Gruss
    Konrad

    • Offizieller Beitrag

    Ich glaube es ist ein Unterschied, ob man solchen Stoffen beruflich ausgesetzt ist, oder ob man sie gelegentlich in der Freizeit verwendet. Die Frage ist auch, wie man mit den Stoffen in Kontakt kommt. Wenn es getrocknet ist, ist Permethrin selbst für Katzen unschädlich. Beim Aufbringen muss man eben ähnlich vorsichtig sein, wie beim Arbeiten mit Lacken o.ä. Ich habe den Eindruck, dass viele Leute eine etwas verzerrte Sicht haben. Wenn mir beispielsweise ein Raucher erzählt, dass er wegen vermeintlicher Risiken lieber Kokosöl statt Icaridin verwendet, kann ich nur den Kopf schütteln.

    Es muss halt jeder für sich die Risiken abwägen. Mit Sicherheit sind Icaridin, Deet und Permethrin nicht harmlos. Aber die Krankheiten die von Zecken und Mücken übertragen werden sind es auch nicht. Selbst wenn sich die Borelliose oder die FSME heilen lassen (was ab und zu auch mal nicht der Fall ist), sind die Medikamente die bei der Behandlung verwendet werden alles andere als gesund. Wenn ich nur 3 Tage in Süd-Ost-Asien Station mache, werde ich wahrscheinlich kein Malarone schlucken. Aber wenn ich mich 3 Monate lang in Malariagebieten aufhalte, scheint mir Malarone das kleinere Übel zu sein. Ich hatte bisher noch nie Probleme, die ich auf Icaridin, Deet oder Permethrin zurückführen konnte. Aber ich hatte Probleme die von Zecken verursacht wurden. Im Verhältnis zu meinen Aufenthalten im Garten oder im Wald habe ich extrem viel Kontakt mit Zecken. Für mich ist das eine Entscheidung, über die ich nicht wirklich angestrengt nachdenken muss.

    • Offizieller Beitrag
    Zitat von Konradsky

    Ich meine da eher meine geschädigten Kunden, die wegen solcher Mittelchen Berufsunfähig geworden sind und mittlerweile nur noch Ökobaustoffe vertragen. Du glaubst nicht, was ich da für Leid gesehen habe und bekomme richtig Wut auf die so harmlosen Mittelchen.

    Ich kenne die Hintergrundgeschichten deiner Kunden nicht, und weiss nicht auf welche Weise und wie oft sie Kontakt mit welcher Art von Permethrin hatten. Ich gehe mal davon aus, dass sie das Permethrin nicht auf die Art und Weise benutzt haben wie wir es tun. Ich bin auch relativ sicher, dass das Permethrin das für Baustoffe (?) verwendet wird ein anderes ist als das, was für menschliche Kleidung benutzt wird. Ich verfolge seit Jahren die Diskussionen zum Thema auf Hammockforums. In den USA wird Permethrin im Outdoorbereich viel häufiger verwendet als hier - auch weil stechende und beissende Insekten noch viel mehr schlimme Krankheiten übertragen. Obwohl immer wieder über Sorgen bzgl. der potentiellen Schädlichkeit geschrieben wird, kann ich mich nicht erinneren einen einzigen negativen Bericht aus erster Hand gelesen zu haben. Es haben dort teilweise auch Leute gepostet, die täglich Umgang mit Permethrin haben, oder Chemiker sind. Was am schädlichsten ist, sind wohl die Trägerstoffe, bzw. Stoffe die beigemischt werden (vermutlich um die Haltbarkeit zu verlängern). Das Permethrin selbst wird von den meisten gesunden Säugetieren sofort problemlos abgebaut.

    Ich bin auch nicht blauäugig und informiere mich ziemlich ausführlich bevor ich so etwas verwende. Aber ich habe wenige Hinweise gefunden, die darauf hin deuten dass Permethrin extrem schädlich ist. Natürlich wird es Leute geben, die es nicht vertragen. Bei allen wirksamen Mitteln gibt es immer ein Risiko. Auch bei einer Standard-Operation sterben Menschen. Die Frage ist, wie hoch das jeweilige Risiko ist. Wie hoch ist das Sterberisiko ohne OP? Wie hoch ist das Sterberisiko bei der OP? Wie gut sind die Heilungschancen mit OP?

    Wie gesagt: die meisten Menschen nehmen Risiken sehr verzerrt wahr. Leute haben Angst vor dem Fliegen, aber setzen sich ohne mit der Wimper zu zucken ins Auto. Dabei ist die Wahrscheinlichkeit im Straßenverkehr ums Leben zu kommen um ein Vielfaches höher. Aber über die täglichen Verkehrstoten liest man halt wenig. Wenn ein Flugzeug abstürzt ist das in allen Schlagzeilen.

  • Hey,

    für mich persönlich ist das Thema Zecken und Borreliose absoult wichtig geworden, leider. Ich hatte vor fast genau 4 Jahren Borreliose und mein Hausarzt hat mir Doxycyclin verschrieben.
    Die Zeit zwischen Infektion und der Einnahme des Antibiotikums, die ca. 6 Wochen gedauert hat, war wirklich nicht schön. Ich habe teilweise sehr, sehr heftig reagiert und es hat gefühlte Ewigkeiten gedauert, bis ein Arzt herausgefunden hatte was überhaupt los ist. Mein Blutbild war eine Katastrophe, besonders was die Leberwerte anbetraf (10 fach erhöht), obwohl ich gar kein Alkohol oder sonstige Drogen zu mir nehme, welche die erhöhten Werte hätten erklären können.
    Nach der Antibiotika Einnahme waren die Symptome fast gänzlich verschwunden. Allerdings ist auch die Einnahme eines Antibiotikums nicht ohne, gerade auch der Magen und der Darm werden in Mitleidenschaft gezogen. Der Darm ist auf einer Ebene tatsächlich mit unserem Gehirn vergleichbar, betroffene Stellen merkt er sich mit unter Jahre lang und es kann zu dauerhaften Problemen kommen. Das Antibiotikum macht halt einfach alles platt.

    Nach dieser Zeit bin ich erst mal nicht mehr in den Wald gegangen, beziehungsweise mit einem sehr unguten Gefühl. Sicherlich ist es immer auch eine Frage von Wahrscheinlichkeiten des Auftretens von FSME und Borreliose innerhalb der ansässigen Zeckenpopulation. Der Odenwald hier bei mir Daheim ist definitiv Risikogebiet, aber auch innerhalb des Odenwalds gibt es Gebiete in denen es überhaupt keine Zecken gibt. Seit dieser Erfahrung nutze ich jedenfalls Nobite für Kleidung, sehr erfolgreich und Anti Brumm, was allerdings nur ca. 4 Stunden gegen Zecken wirken soll.
    Die Risiken blende ich ehrlich gesagt komplett aus, ja so ist es : ) , aber das mache ich auch ganz bewusst so. Für mich gibt es einfach nicht die Frage ob ich ein Mittel benutze oder nicht, sondern welches.

    Ein wichtiger Punkt ist auch die Hose in die Socken zu stecken. Sieht dämlich aus, aber wirkt ebenfalls wunderbar.
    Zum Punkt Nobite möchte ich noch meine Erfahrungen hinzufügen:
    Als ich vor der negativen Zecken Erfahrung im Wald unterwegs war, zum Tiere fotografieren : ), hatte ich teilweise 20 Zecken auf beiden Hosenbeinen, die ich absammeln konnte. Mit Nobite für Kleidung habe ich bisher keine einzige Zecke auf meiner Hose gehabt. Meine Erfahrung kann nicht annähernd eine wissenschaftliche Studie sein, das sollte klar sein, aber ich nutze Nobite für Kleidung mittleweile ca. 3,5 Jahre, sehr erfolgreich. In den letzten 3,5 Jahren hatte ich 3 Zecken, die sich festgebissen hatten. Zu früheren Zeiten hatte ich 3 Zecken pro Woche.

    Heute ist meine "Behandlung" (Kleidung/Haut) gegen Zecken schon automatisiert und ich denke eigentlich nicht mehr über Zecken nach. Ehrlich gesagt, hatte ich damals große Angst, dass die "Angst" vor Zecken mir den Aufenthalt in der Natur kaputt macht und ca. 6 Monate lang war es auch so. Ich liebe den Wald und die Natur und kann nicht mehr ohne : ) Demnach bin ich sehr froh über die chemischen Mittel die es gibt, allerdings blende ich die Risiken diesbezüglich aus und ich bin auch kein Experte.

    Wie gesagt, für mich ein sehr wichtiges Thema!
    Gruß Christian

  • Danke für Deinen Erfahrungsbericht, Christian. Ich sehe das im Grunde genauso.

    Lange Hosen und rein damit in die Socken ist eine gute Sache. Mach ich auch meistens. Bin am überlegen, ob ich mir nicht breite Gummis unten an die Hosenbeine dran mach. sollte genauso effektiv sein und hilf dann auch, wenn man barfuß unterwegs ist und keine Socken an hat.

    Nobite werd ich mir zukünftig mindestens auf die Hose machen, bei T-Shirt bin ich mir noch nicht sicher. Auf die Haut kommt dann noch Icaridin oder DEET. Wahrscheinlich ersteres, ist ja wohl etwas besser verträglich.

    Nächste Woche erstmal zum Arzt und schauen, wie die Nachuntersuchung ausfällt. Ich fühl mich auf jeden Fall besser, aber mein Verdauungssystem hat schon ziemlich unter dem Doxyzyklin gelitten. Da treibt man halt echt den Teufel mit dem Belzebub aus. Aber besser so, als irgendwann Gelenkschmerzen oder eine Neuroborreliose zu entwickeln.

    LG, Roland

  • Ich habe an einem Paar Trekkinghosen (die waren eh eher etwas kurz) unten aus Silnylon eine Verlängerung angenäht. Die kann ich mit einer Gummikordel (eine ganz dünne) und einem Mini-Cordlock festziehen. Ich denke, das ist auch ein ganzes Stück weit ein Schutz vor Zecken, wenn auch weniger sicher als Hosen in den Socken. Ein dickes Gummiband hilft da wahrscheinlich noch mehr.

    Dieses Jahr war ich erstaunt. Ich habe bisher in Schottland zwei dicke, rote Zecken gesehen. Hier in der Schweiz habe ich dieses Jahr noch keine Zecke gesehen. Gut, Hochrisikogebiet heisst ja auch nicht, dass es viele Zecken gibt, sondern dass sie tendenziell Träger der entsprechenden Krankheitserreger sind. Ich glaube aber auch, dass der späte Kälteeinbruch bei uns viele Zecken gekillt hat.

  • Hier passt es so halbwegs - es scheint, als wäre doch ein kraut gewachsen gegen borreliose https://www.msn.com/de-de/nachrich…llen/ar-AAPnCM7

    Ob sich jemand Chemie, die im Verdacht steht Krebs zu begünstigen, aber auf jeden Fall nachweislich den Hormonhaushalt schädigt, profiylaktisch auf Haut und Klamotten aufbringt, ist die eine Sache und muss jeder für sich selber bewerten und entscheiden.

    Aber Antibiotika großflächig in der Natur zu verteilen ist eine ganz andere Sache und zeigt einmal mehr das wir nichts, aber auch wirklich garnichts dazu gelernt haben.

    Wie vermessen kann man sein, Bakterien (Lebewesen!) und Viren die schon vor uns da gewesen sind und auch noch nach uns da sein werden, ausrotten zu wollen?

    Wie blind kann man sein, nach so vielen negativ-Beispielen immernoch in solchen Maßen Antibiotika einsetzen zu wollen?

    Ich werds nicht mehr verstehen glaube ich?(

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