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  • Zur Zeit arbeite ich an einem neuen Setup. Alles ist entweder selbst gemacht oder ich hab was fertiges angepasst. Vielleicht besteht ja Interesse an einer Beschreibung? Ich mache mal diesen Sammelthread auf.

    Fangen wir an mit dem Topquilt:

    Ein bisschen Prosa: Es war einmal eine junge deutsche Firma namens Yeti, die hatte sehr innovative Ideen, war aber noch nicht bekannt. Und so kommt man dann günstig zu einem noch nicht optimalen Produkt, das dem DIY'er ein Rohdiamant sein kann :)
    Genug geschwafelt :shout:

    Damals hab ich einen Yeti VIB 150 Pocket gekauft. Das war eine Schlaftüte mit Mittelreißverschluss (also weder links noch rechts, sondern bäuchlings), und ohne Kapuze. Gefüllt mit leider nicht sehr hochwertigen 100g Daune, ein bisschen schlaff also:
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    Das Ding war Ultralight, und Ultralight war damals das was alle wollten. 420g um genau zu sein. Daraus hab ich mir dann einen Topquilt gemacht, auch wenn man das damals einfach Daunendecke nannte. Also alles überflüssige entfernt, ja da gabs sogar einiges, auch wenn das Ding noch so minimalistisch war. Reissverschluss, Gummikordel und diverse Sticker mussten weichen. 100g Daune kamen dazu. Nun wiegt das Ding 500g mit Beutelchen zum verpacken und taugt für warme Sommernächte. Auf einer Übernachtung auf La Gomera musste ich es schon mal festbinden, damit es nicht im Schlaf vom Wind weggetragen wird. Das war eine Nacht ohne Tiefschlafphase...

    Im gleichen Design habe ich von Yeti noch eine Daunenjacke gekauft, das war ein paar Jahre später. Die ist echt dick und flauschig und lässt sich extrem gut komprimieren. Modisch allerdings etwas anstrengend, wenn man damit öffentlich herumläuft. Als Ergänzung zum Schlafsack bzw. Quilt aber ein echter Gewinn. Ein Foto hab ich davon leider nicht.

    Und nun habe ich mir noch eine dicke Daunendecke, Verzeihung Topquilt, gebaut. Auf Ebay hab ich mal einen alten Armee-Daunensack gekauft. Herkunft Niederlande, und gefüllt mit bestimmt 95% gammeligen Federn. War ja nicht für nix so billig. Die Hülle war aber gut, ebenfalls Mittelreißverschluss und die Kapuze angesteppt. Also was tun? Federn raus, Kapuze ab, einmal durch die Waschmaschine gejagt und ordentlich Daune rein. Ich weiss nicht wie viel Gramm, halt so dass es mir genug erschien:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: nlquilt.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 84,2 KB ID: 28671","data-align":"none","data-attachmentid":"28671","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Sorry für das grottige Bild, aber ein anderes habe ich nicht. Ist ja auch nix überraschendes dabei. Aber schön warm isses, das ist die Hauptsache. Die Farbe gefällt auch.

    So das wars für den Anfang, mehr folgt die Tage. Ich nähe gerade an einer neuen Hängematte mit Underquilt (noch so ein Modewort). Davon möchte ich aber nicht nur Wohnzimmerfotos zeigen.


    So als Hintergrundinfo: Ich hab schon Rucksäcke, Tarps, Zelte und Faltboote genäht, wobei ich das nicht so perfekt ausführe, dass man es verkaufen könnte (bis auf die Faltboote, da hab ich mal eine Kleinserie gemacht). Also schöne Säume und Nähte wird man bei mir nicht finden, da bin ich eigen :dirol: Aber bei anderen bewundere ich sowas immer gerne :yes:

    • Offizieller Beitrag

    Underquilt (noch so ein Modewort)

    Wenn du eine gute, deutschsprachige Alternative hast, können wir das Ding auch anders nennen. Ich habe es gelegentlich mit "Unterdecke" umschrieben - klingt aber nicht so toll.

  • "As Tucas" unterscheidet tatsächlich zwischen Quilt (mit genähter Fussbox) und Blanket / Decke (mit Kordelzug-Fussbox).

    Da ein Quilt durchaus ein im Deutschen geläufiges Wort ist, das ich aus meiner Kindheit kenne (eine Art Decke), ist das mit den englischen und deutschen Begrifflichkeiten nicht ganz einfach. Im Englischen werden ja Underquilt und Underblanket praktisch für ein und das selbe verwendet.

    Schöne Ausstattung.

  • Mit den Begrifflichkeiten aus dem US-Englischen habe ich ja auch gar kein Problem. Ich finde es eher lustig, dass es für einige/viele davon hierzulande überhaupt keine deutschen Begriffe gibt, und daher einfach die englischen übernommen werden. Ich wollte auch keine Fussel zählen, bin ja selber eher pragmatisch mit Allem.

    • Offizieller Beitrag

    Es wäre schon schön eigene Begriffe zu haben. Aber die müssen dann mindestens genauso gut sein wie der englische. "Unterdecke" klingt wie "Unterhose" - da klingt Underquilt doch besser. Obwohl man das auch als "Schotten-Unterwäsche" verstehen könnte :)

    Wenn ich Leuten erklären muss, wie ich auch bei Regen in der Hängematte schlafen kann ohne nass zu werden, muss ich meist auch den Begriff "Tarp" erklären. Nervig, aber "Zeltplane" trifft es nicht wirklich. Vielleicht sollten ich mal einen Begriffsfindungs-Thread aufmachen...

  • "Unterdecke" klingt wie "Unterhose" - da klingt Underquilt doch besser. Obwohl man das auch als "Schotten-Unterwäsche" verstehen könnte :)

    Vielleicht sollten ich mal einen Begriffsfindungs-Thread aufmachen...

    Diesen Thread gibt es doch bereits! Die Frage ist bloss, wo er steckt?

    Wegen der Schotten-Unterwäsche: Wenn Sacki jeweils vom Underkilt spricht, muss ich auch immer schmunzeln und an die Schotten denken.

    Deutsch ist es ein Quilt, ausgesprochen wie "die Quelle quillt über" (man kann natürlich auch mit einer Kelle jemanden killen, wenn man mag), Englisch ist es ein Quilt, ausgesprochen wie "Quiz" und eben nicht wie ein Schottenrock...

    http://howjsay.com/pronunciation-of-quilt
    https://www.dict.cc/?s=quilt

  • Und nun zu was völlig anderem... einer Bridge Hammock.
    Vor zwei Tagen wusste ich noch nicht, dass ich eine Bridge Hammock will :)
    Heute habe ich eine genäht, von Anfang bis Ende an einem Tag.
    Die Hängematte ist nicht für Wanderzwecke gedacht, sondern für Haus und Garten und als Testballon, daher habe ich an Material verwendet, was gard so da war. Und das ist robuster Baumwollstoff von 300g/qm für die Hängematte, und dünner Baumwollstoff für den doppelten Boden, der von unten angebracht ist. Mich hat es auch gereizt, mal natürliche Materialien zu verwenden. Gesamtgewicht mit Spreizrohren, aber ohne Aufhängung: 1,4kg.
    Der Schnitt ist von [USER="17"]dendronaut[/USER] übernommen, dem ich für die Veröffentlichung danke! Nur das Fußende habe ich anders gemacht und am Kopfende bleibt die Matte offen.

    Die Spreizrohrlänge am Fußende habe ich eine Weile variiert, angefangen bei 75cm (Füße werden zu sehr angehoben), bis zuletzt 58cm. Da lag es sich am bequemsten. Jetzt wird getestet...

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":28771}[/ATTACH]

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":28772}[/ATTACH]

  • Mehr als 8 Stunden kann ich normalerweise nicht mal im Bett liegen, ohne Kreuzschmerzen zu bekommen. Heute morgen bin ich aus der Bridge nach 11 Stunden nur aufgestanden, weil ich noch das Tageslicht nutzen will... Also für einen ersten Übernachtungstest war das sehr überzeugend. Mal sehen, wie es weiter geht.

  • Hallo,

    ja so ist das mit einer Brückenhängematte.
    Wenn du dann die nächste Dimension einer 90° Matte erreichst,
    wundert es dich, wieso du nur so lange in einer Brückenhängematte
    genächtigt hast.;)

    Gruss
    Konrad

  • [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-attachmentid":"28871","data-size":"large"}[/ATTACH]

    Vielleicht hilft das Daumenkino? Ich habe mir das so ausgedacht, da ich ja einen dicken Stoff verwende und Wülste aus vielen Stofflagen vermeiden wollte.
    Die erste Naht ist 10mm vom Rand entfernt. Den Stoff habe ich dabei immer leicht stramm gezogen, also gedehnt, das vermindert am Ende die Faltenbildung.

  • Dadurch, dass ich so wenig Stoff um das Band einschlage, ist das Problem mit der Faltenbildung anscheinend geringer. Auch wenn ich es nicht dafür so gemacht habe, sondern um nicht zu viele Lagen von dem dicken Stoff zu erhalten, das wird dann gleich ein dickes Bündel. Mit den verwendeten Materialien haben sich keine Falten gebildet. Zwar lagen beim zusammennähen der inneren Naht Gurtband und Stoff auch nicht ganz platt aufeinander, das hat sich aber unter dem Nähmaschinenfuss gut zusammengelegt, keine Falten. Ob das mit dünnen Leichtstoffen auch so gut wird, weiss ich aber nicht. Das käme auf einen Versuch an, ggf. mit 15mm breitem Band (meins ist 25mm breit). Wobei die Belastbarkeit dann zu prüfen wäre...

  • Gemäss diesem Post sollen diese Bänder geeignet sein:
    http://www.extremtextil.de/catalog/Gurtba…880681e0f6a7b0c

    Und selbst diese sollen ausreichen:
    http://www.extremtextil.de/catalog/Gurtba…-15mm::468.html

    Ich habe das leichtere bestellt (schon länger her), bin aber bei anderen Projekten stecken geblieben. Übrigens habe ich weisses Band gewählt, weil ich da mit dem Stoff und dann beim Nähen einen besseren Kontrast habe. Am Schluss wickle ich es eh ganz ein, da spielt die Farbe dann keine Rolle mehr. Sichtbares weisses Band würde ich jetzt nicht unbedingt wählen.

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