Beiträge von hangon

    Dadurch, dass ich so wenig Stoff um das Band einschlage, ist das Problem mit der Faltenbildung anscheinend geringer. Auch wenn ich es nicht dafür so gemacht habe, sondern um nicht zu viele Lagen von dem dicken Stoff zu erhalten, das wird dann gleich ein dickes Bündel. Mit den verwendeten Materialien haben sich keine Falten gebildet. Zwar lagen beim zusammennähen der inneren Naht Gurtband und Stoff auch nicht ganz platt aufeinander, das hat sich aber unter dem Nähmaschinenfuss gut zusammengelegt, keine Falten. Ob das mit dünnen Leichtstoffen auch so gut wird, weiss ich aber nicht. Das käme auf einen Versuch an, ggf. mit 15mm breitem Band (meins ist 25mm breit). Wobei die Belastbarkeit dann zu prüfen wäre...

    Ich hab Garne immer hier bestellt: http://www.neocreo.com/Naehen/Garne/Naehgarne/
    Wobei das früher fadenversand.de hiess.
    Ich bevorzuge Amann, 30er Serafil (Nadelstärke 120-130) für normale bis grobe Stoffe (damit hab ich sogar Faltboothüllen genäht), und für feines Gewebe 75er Rasant (Nadelstärke 90-100). Rasant hat eine Polyesterseele und eine Umwicklung aus Baumwolle. Das scheuert die Nadellöcher im Feingewebe weniger auf und dichtet gleichzeitig ab, da die Baumwolle bei Nässe aufquillt.

    Hallo, das wäre ja mal eine gute Gelegenheit, zu ein paar Namen die Gesichter zu sehen. Wenn, dann komme ich spontan dazu. Weil sowas würde ich eher mal mit einer Wanderung verbinden und dann bin ich halt da wenn ich da bin. Kostenpauschale entrichte ich gerne vor Ort, weil ich kann noch nichts versprechen. Kann die Orga damit leben?
    Gruß, Wolfgang (vegeatrisch, daher normalerweise Selbstverpflegung, aber wenns was gibt freue ich mich)

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-attachmentid":"28871","data-size":"large"}[/ATTACH]

    Vielleicht hilft das Daumenkino? Ich habe mir das so ausgedacht, da ich ja einen dicken Stoff verwende und Wülste aus vielen Stofflagen vermeiden wollte.
    Die erste Naht ist 10mm vom Rand entfernt. Den Stoff habe ich dabei immer leicht stramm gezogen, also gedehnt, das vermindert am Ende die Faltenbildung.

    Mehr als 8 Stunden kann ich normalerweise nicht mal im Bett liegen, ohne Kreuzschmerzen zu bekommen. Heute morgen bin ich aus der Bridge nach 11 Stunden nur aufgestanden, weil ich noch das Tageslicht nutzen will... Also für einen ersten Übernachtungstest war das sehr überzeugend. Mal sehen, wie es weiter geht.

    Und nun zu was völlig anderem... einer Bridge Hammock.
    Vor zwei Tagen wusste ich noch nicht, dass ich eine Bridge Hammock will :)
    Heute habe ich eine genäht, von Anfang bis Ende an einem Tag.
    Die Hängematte ist nicht für Wanderzwecke gedacht, sondern für Haus und Garten und als Testballon, daher habe ich an Material verwendet, was gard so da war. Und das ist robuster Baumwollstoff von 300g/qm für die Hängematte, und dünner Baumwollstoff für den doppelten Boden, der von unten angebracht ist. Mich hat es auch gereizt, mal natürliche Materialien zu verwenden. Gesamtgewicht mit Spreizrohren, aber ohne Aufhängung: 1,4kg.
    Der Schnitt ist von [USER="17"]dendronaut[/USER] übernommen, dem ich für die Veröffentlichung danke! Nur das Fußende habe ich anders gemacht und am Kopfende bleibt die Matte offen.

    Die Spreizrohrlänge am Fußende habe ich eine Weile variiert, angefangen bei 75cm (Füße werden zu sehr angehoben), bis zuletzt 58cm. Da lag es sich am bequemsten. Jetzt wird getestet...

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":28771}[/ATTACH]

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":28772}[/ATTACH]

    Mit den Begrifflichkeiten aus dem US-Englischen habe ich ja auch gar kein Problem. Ich finde es eher lustig, dass es für einige/viele davon hierzulande überhaupt keine deutschen Begriffe gibt, und daher einfach die englischen übernommen werden. Ich wollte auch keine Fussel zählen, bin ja selber eher pragmatisch mit Allem.

    Hier wird immer ausschliesslich von der Fillpower gesprochen. Aber es gibt ja noch eine andere Komponente, ich sag mal Grifffestigkeit dazu. Eine 700er Daune mit 10% Federn ist halt grifffester als eine 850er mit nur 5% Federn (da ist die gleiche Dauen drin, nur der Federanteil variiert). Deshalb habe ich für mein aktuelles Quilt-Projekt die 700er vorgezogen. Aber was ist nun mit Entendaunen? Wenn die mühsam 700er Fillpower erreichen, wie griffest ist das dann und wie hoch ist der Anteil Federn? Ich denke mal, da gibts dann doch Unterschiede. Ich werde auch Skeptisch, falls Hersteller die Entendaune auf einmal so hervorheben (was ich nur hier aus dem Thread rausgelesen aber nicht geprüft habe). Welche Eigeninteressen könnten da hinter stecken? Typischerweise Gewinnoptimierung, billig eingekaufte Entendaune teuer zu verkaufen.

    Noch ein Wort zu Kunstfaserfüllungen: Die wurden bei mir immer sehr schnell platt. Ausnahme ist bisher nur ein KuFaSack einer bekannten Nordgesichtmarke. Thru-Hiker laufen wahrscheinlich aber auch nicht zwei Jahre hintereinander mit dem selben KuFa-Quilt los. Da wird das Material zu sehr beansprucht.
    Das Problem mit Kunststoffkleidung, auch aus recyceltem Kunststoff, ist, dass sich ständig Fasern lösen und in die Umwelt und schliesslich in die Meere gelangen. Quelle: http://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/…n/muell-im-meer

    Bei allem Tierleid, für mich ist das ein Argument pro Daune. Mal abgesehen von der erheblich besseren Komprimierbarkeit, die mir in Grenzen sogar wichtiger ist als das Gewicht.

    Zur Zeit arbeite ich an einem neuen Setup. Alles ist entweder selbst gemacht oder ich hab was fertiges angepasst. Vielleicht besteht ja Interesse an einer Beschreibung? Ich mache mal diesen Sammelthread auf.

    Fangen wir an mit dem Topquilt:

    Ein bisschen Prosa: Es war einmal eine junge deutsche Firma namens Yeti, die hatte sehr innovative Ideen, war aber noch nicht bekannt. Und so kommt man dann günstig zu einem noch nicht optimalen Produkt, das dem DIY'er ein Rohdiamant sein kann :)
    Genug geschwafelt :shout:

    Damals hab ich einen Yeti VIB 150 Pocket gekauft. Das war eine Schlaftüte mit Mittelreißverschluss (also weder links noch rechts, sondern bäuchlings), und ohne Kapuze. Gefüllt mit leider nicht sehr hochwertigen 100g Daune, ein bisschen schlaff also:
    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: to_ulg22.jpg Ansichten: 2 Gr\u00f6\u00dfe: 121,2 KB ID: 28670","data-align":"none","data-attachmentid":"28670","data-size":"medium"}[/ATTACH]
    Das Ding war Ultralight, und Ultralight war damals das was alle wollten. 420g um genau zu sein. Daraus hab ich mir dann einen Topquilt gemacht, auch wenn man das damals einfach Daunendecke nannte. Also alles überflüssige entfernt, ja da gabs sogar einiges, auch wenn das Ding noch so minimalistisch war. Reissverschluss, Gummikordel und diverse Sticker mussten weichen. 100g Daune kamen dazu. Nun wiegt das Ding 500g mit Beutelchen zum verpacken und taugt für warme Sommernächte. Auf einer Übernachtung auf La Gomera musste ich es schon mal festbinden, damit es nicht im Schlaf vom Wind weggetragen wird. Das war eine Nacht ohne Tiefschlafphase...

    Im gleichen Design habe ich von Yeti noch eine Daunenjacke gekauft, das war ein paar Jahre später. Die ist echt dick und flauschig und lässt sich extrem gut komprimieren. Modisch allerdings etwas anstrengend, wenn man damit öffentlich herumläuft. Als Ergänzung zum Schlafsack bzw. Quilt aber ein echter Gewinn. Ein Foto hab ich davon leider nicht.

    Und nun habe ich mir noch eine dicke Daunendecke, Verzeihung Topquilt, gebaut. Auf Ebay hab ich mal einen alten Armee-Daunensack gekauft. Herkunft Niederlande, und gefüllt mit bestimmt 95% gammeligen Federn. War ja nicht für nix so billig. Die Hülle war aber gut, ebenfalls Mittelreißverschluss und die Kapuze angesteppt. Also was tun? Federn raus, Kapuze ab, einmal durch die Waschmaschine gejagt und ordentlich Daune rein. Ich weiss nicht wie viel Gramm, halt so dass es mir genug erschien:

    [ATTACH=JSON]{"alt":"Klicke auf die Grafik f\u00fcr eine vergr\u00f6\u00dferte Ansicht Name: nlquilt.jpg Ansichten: 1 Gr\u00f6\u00dfe: 84,2 KB ID: 28671","data-align":"none","data-attachmentid":"28671","data-size":"medium"}[/ATTACH]

    Sorry für das grottige Bild, aber ein anderes habe ich nicht. Ist ja auch nix überraschendes dabei. Aber schön warm isses, das ist die Hauptsache. Die Farbe gefällt auch.

    So das wars für den Anfang, mehr folgt die Tage. Ich nähe gerade an einer neuen Hängematte mit Underquilt (noch so ein Modewort). Davon möchte ich aber nicht nur Wohnzimmerfotos zeigen.


    So als Hintergrundinfo: Ich hab schon Rucksäcke, Tarps, Zelte und Faltboote genäht, wobei ich das nicht so perfekt ausführe, dass man es verkaufen könnte (bis auf die Faltboote, da hab ich mal eine Kleinserie gemacht). Also schöne Säume und Nähte wird man bei mir nicht finden, da bin ich eigen :dirol: Aber bei anderen bewundere ich sowas immer gerne :yes:

    #31 (mein erster Beitrag im Forum, aber ich war ja auch schon einiges unterwegs) Packe alles sofort wieder in die Tasche/Rucksack ein und mach die Tasche fest zu, was Du nicht mehr unmittelbar benötigst. Das hat mehrere Vorteile: Erstens kommt nichts weg oder wird vergessen. Zweitens sieht es nicht so nach Hobby-Bushcrafter mit Feuerwahn aus, wenn ein Förster oder Jäger Dich beim 'Wildzelten' entdeckt. Und drittens hat mir der Tipp schon mal meine Ausrüstung gerettet, als an der Altmühl plötzlich der heftigste 10-Minuten Orkan durchgefegt ist, den ich je erlebt hab. Der hat ganze Zelte durchs Gebüsch gesiebt, mein Zeug blieb hängen/liegen. Und viertens noch, Nachts suchen Raupen immer Verstecke, und Ihr glaubt kaum, wo die überall rein kriechen.

    #32 schliesst sich da an: Ich esse nie da wo ich schlafe. Zum essen gibts meist schönere, sonnigere Gelegenheiten, geschlafen wird dann unter Bäumen. So kommt man morgens auch schneller weg ohne erst alles aus und wieder einpacken zu müssen, und sucht sich erst mal einen schönen Platz fürs Frühstück.

    Na dann darf ich mich auch mal vorstellen. Ich bin der Wolfgang aus Köln, und bin schon 2004 mit Fahrrad, Hängematte und Tarp los gezogen, bis rauf nach Schweden. Meine erste HM war eine Hennessy Hammock, die hab ich immernoch im Keller, aber kaum verwendet. Unbequem, beengt und das Tarp war viel zu knapp um bei Regen trocken zu bleiben. Danach kam eine doppellagige Hängematte, wo ich halblange Isomatten quer zwischen die Lagen geschoben habe und damit war ich gut isoliert. Das hat gut geklappt, bin dann aber beim Kajaken wieder mehr mit Biwacksack und Tarp oder Zelt unterwegs gewesen, das passte besser zu den üblichen Flussufern. Daher war mit Hängematte erst mal Pause.
    Aber nun gehts wieder los, diesmal zu Fuß in waldreiche Hügelgebiete. Die hab ich ja quasi vor der Haustür. Dazu nähe ich mir gerade ein neues Set, überwiegend aus Materialresten, die noch so rumliegen. Das stelle ich Euch dann mal im Bereich MYOG vor, wenn ich mal gute Fotos hab. Überhaupt interessiert mich der DIY MYOG-Bereich am meisten, da gibts ja einiges zu entdecken und es scheinen da einige geschickte Selbermacher/Innen unterwegs zu sein.

    Ein Foto von 2004:

    [ATTACH=JSON]{"data-align":"none","data-size":"large","data-attachmentid":28580}[/ATTACH]