Fußbox bei Gathered-End-Hängematten

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    Bei der Blackbird-Fussbox ist die obere Länge des Dreiecks wichtig (die 114cm). Da könntest du mit dem gleichen Argument sagen, dass die Form des Dreiecks egal ist, solange die Höhe desselben stimmt und die 114cm eingehalten werden.

    Nein, das habe ich ja versucht mit meinem Diagramm zu verdeutlichen. Soweit ich das durch "reverse engineering" feststellen konnte, hat Brandon alle Maße und Punkte für die jeweilige Hängemattengröße errechnet. Ich weiss (noch) nicht, welche Körpergröße er für die Standard Blackbird zu Grunde gelegt hat - aber für die XLC scheint ein 180cm großer Nutzer vorgesehen zu sein. Jedenfalls stimmen meine Messungen mit meinen Berechnungen ziemlich gut überein. Für den Nutzer habe ich diese Werte zu Grunde gelegt:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"center","data-size":"custom","title":"nutzer_180cm.jpg","width":"300","data-attachmentid":29459}[/ATTACH]

    Bei der Hängematte komme ich dann auf folgende Maße:
    [ATTACH=JSON]{"data-align":"center","data-size":"custom","title":"wbbb_xlc_footbox_position_314cm.jpg","width":"600","data-attachmentid":29458}[/ATTACH]

    Die Spitze der Footbox ist also ca. 100cm vom Fußende entfernt. Zusammen mit der Ridgelinelänge ergibt sich ein klar definiertes Dreieck: das ist die Form die die fußseitige Kante der Hängematte annimmt, wenn sich ein 180cm großer Nutzer wie eingezeichnet in die Hängematte legt. Wenn man eine Footbox für diese Hängematte und diesen Nutzer machen will, ist vor allem der Winkel wichtig. Die Seitenlängen des Dreiecks kannst du so lang oder kurz machen wie es dir gefällt - solange der Winkel gleich bleibt. Für die Standard Blackbird liegt der Winkel eben bei 116°.

    Eigentlich musst du zuerst entscheiden, wie lang deine Hängematte sein soll wenn du die Tunnelzüge genäht hast, und wie lang deine Ridgeline ist. Die WB Ridgeline ist sehr lang im Verhältnis zur Hängematte - aber das musst du ja nicht kopieren. Dann errechnest du deine "Diagonallänge" - und damit kannst du ziemlich genau bestimmen wo deine Füße zu liegen kommen, und wo die Spitze der Footbox sein sollte. Daraus ergibt sich wiederum der Winkel den eine Footbox im Warbonnet-Stil haben sollte. Was aber eigentlich nicht wichtig ist, wenn du die Spannung mit einem Seil herstellst.

    Das Dreieck bestimmt aber auch noch, wo die Füsse zu liegen kommen: näher beim Fussende oder näher zur Mitte der Hängematte hin.

    Nein. Ich bin nur 165cm groß. Deshalb liegen meine Füße vor der Footbox-Spitze. Das hat mir aber bisher nichts ausgemacht. Natürlich kann ich die Maße an meine Bedürfnisse anpassen, wenn ich eine Footbox-Hängematte für mich nähe. Aber ich habe es bei den Warbonnet-Maßen belassen, da ich damit bisher gut zurecht gekommen bin.

    Du könntest aber recht haben, dass ein Halbkreis einem etwas mehr verzeiht, falls die Konstruktion nicht richtig passt.

    Genau das meinte ich.

  • Kann ich deine beiden Skizzen wie folgt zusammenfügen? Oder anders gefragt: Habe ich das Konzept so richtig interpretiert?

    Interessant ist, dass man - wenn man dem Video unten glauben darf - nur wenig diagonal in der XLC liegt. Hängt das damit zusammen, dass das Stoffrechteck zur Aufhängung hin zusammenläuft und die stark diagonal verlaufende Linie dadurch in Richtung Hängemattenachse gebracht wird?

    Bei Shug bleiben da von den 36° (Richtung der Person in der Skizze) nur etwa 20° übrig:

    https://www.youtube.com/watch?v=0jU8mzz3xJk (siehe ab etwa 06:14)

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    Kann ich deine beiden Skizzen wie folgt zusammenfügen? Oder anders gefragt: Habe ich das Konzept so richtig interpretiert?

    Ja, genau.

    Interessant ist, dass man - wenn man dem Video unten glauben darf - nur wenig diagonal in der XLC liegt. Hängt das damit zusammen, dass das Stoffrechteck zur Aufhängung hin zusammenläuft und die stark diagonal verlaufende Linie dadurch in Richtung Hängemattenachse gebracht wird?

    Das hat nichts mit der Footbox zu tun, sondern mit der relativ langen Ridgeline und der daraus folgenden strafferen Aufhängung. Um extrem diagonal liegen zu können, muss die Hängematte stark durchhängen.

    Bei Shug bleiben da von den 36° (Richtung der Person in der Skizze) nur etwa 20° übrig

    An dieser Stelle ist das Netz entfernt - und damit auch die Footbox. Damit kann sie keinen Einfluss auf die Position haben.

  • Ja, genau.

    Wunderbar.

    Das hat nichts mit der Footbox zu tun, sondern mit der relativ langen Ridgeline und der daraus folgenden strafferen Aufhängung. Um extrem diagonal liegen zu können, muss die Hängematte stark durchhängen.

    Okay, das entspricht auch meiner Erfahrung.

    An dieser Stelle ist das Netz entfernt - und damit auch die Footbox. Damit kann sie keinen Einfluss auf die Position haben.

    Stimmt! Aber aufgrund des zweiten Zitats ergibt sich ja bereits, dass man in einer Blackbird nicht allzu diagonal liegt.

    * * * * * * *

    Was ich auch noch nicht so recht verstehe:

    Hier hast du geschrieben: "Je größer und breiter, desto mehr Platz hast du und desto diagonaler (= flacher) kannst du liegen." Aus meiner Erfahrung ist es so, dass das flachste Liegen dann möglich ist, wenn man nur gerade dem Calf Ridge ausweicht. Wenn ich mehr diagonal liege, dann steigen bei mir Beine und Oberkörper wieder an und ich liege weniger flach.

    Oben steht ja, dass man in einer Blackbird bei flachem Aufhängewinkel (oder gerade wegen dem sehr flachen Aufhängewinkel) sehr flach liegt wie kaum in einer anderen Hängematte. Das will ja auch nicht recht dazu passen, dass man besonders flach liegt, wenn man stark diagonal liegt.

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    Was ich auch noch nicht so recht verstehe:

    Hier hast du geschrieben: "Je größer und breiter, desto mehr Platz hast du und desto diagonaler (= flacher) kannst du liegen." Aus meiner Erfahrung ist es so, dass das flachste Liegen dann möglich ist, wenn man nur gerade dem Calf Ridge ausweicht. Wenn ich mehr diagonal liege, dann steigen bei mir Beine und Oberkörper wieder an und ich liege weniger flach.

    Oben steht ja, dass man in einer Blackbird bei flachem Aufhängewinkel (oder gerade wegen dem sehr flachen Aufhängewinkel) sehr flach liegt wie kaum in einer anderen Hängematte. Das will ja auch nicht recht dazu passen, dass man besonders flach liegt, wenn man stark diagonal liegt.

    Beides ist richtig. Du kannst sehr flach liegen wenn die Hängematte relativ straff gespannt ist - dann brauchst du nicht so extrem diagonal liegen. Oder du kannst sehr flach liegen, wenn du extrem diagonal liegst - aber dann muss die Hängematte viel Durchhang haben und ausreichend Breite. In den super kurzen Hängematte wie von DD kannst du prinzipiell sehr flach liegen. Aber dazu muss die Hängematte sehr flach aufgehängt werden. Deshalb sind diese Hängematten auch nicht sehr breit, denn die Breite bringt da nicht viel. Ich habe eine 250cm lange Hängematte aus ziemlich dickem Polyester in der ich relativ bequem und gerade liegen kann, sofern sie richtig aufgehängt ist.

    So wie ich das sehe ist die flachste Liegeposition immer ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren - deshalb bin ich auch nicht der Meinung "je länger und breiter desto bequemer". Die Maße die Warbonnet bei der Traveler XL verwendet ergeben für mich die bequemste Hängematte die ich bisher verwendet haben. Auch ohne Footbox. Ich denke nicht, dass es viel Sinn machen würde. einen Traveler XL Klon viel breiter als 160cm zu machen, weil man die Breite durch die straffe Aufhängung nicht wirklich nutzen kann.

  • Beides ist richtig. Du kannst sehr flach liegen wenn die Hängematte relativ straff gespannt ist - dann brauchst du nicht so extrem diagonal liegen. Oder du kannst sehr flach liegen, wenn du extrem diagonal liegst - aber dann muss die Hängematte viel Durchhang haben und ausreichend Breite.

    Auch das deckt sich mit meiner Erfahrung.

    Ich würde noch ergänzen: Wenn die Hängematte straff gespannt ist, dann kann man auch nicht gross diagonal liegen. Da ist viel zu viel Druck auf Schultern und Beine, der einen wieder in eine recht gerade Position zurückdrückt.

    Ebenfalls ergänzen würde ich: Ich kann nur dann extrem diagonal und zugleich flach liegen, wenn die Hängematte sehr lang ist. Ist sie kurz, so liege ich ebenfalls wie eine Banane.

    Ich wage mal, drei Behauptungen aufzustellen:

    • Je stärker der Durchhang der Hängematte ist, desto diagonaler findet man die flachste Liegeposition.
    • Je länger die Hängematte ist, desto besser eignet sie sich für einen steilen Hängewinkel und damit fürs diagonale Liegen.
    • Je mehr diagonal ich liegen möchte, desto mehr Breite braucht die Hängematte.

    Ich vermute mal, dass eine Hängematte letztlich nie breiter sein muss als ihre halbe Länge. Aus Komfortgründen kann man, wenn man mag, noch 10cm oder 20cm zugeben.

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    Den Satz von Treegirl, dass man in einer recht stark gespannten HM sehr flach liegen kann, verstehe ich nicht. Mir geht es nicht so.

    Hast du es mal probiert? Allerdings ist es für diese Variante von Vorteil, wenn die Hängematte kurz und schmal(er) ist, und sich der Stoff nicht stark dehnt. Je länger die Hängematte ist, desto mehr dehnt sie sich, und hängt damit durch. Und je breiter sie ist, desto mehr werden die Seiten hoch gezogen und quetschen den Nutzer ein. Die Breite ist auch nicht mehr wirklich notwendig, denn man muss relativ gerade in der Mitte liegen ("inline"). Wenn die Hängematte richtig dimensioniert und richtig aufgehängt ist, ist das gar nicht so unbequem. Aber zu den Enden hin wird es etwas eng, was nicht von Vorteil ist wenn man breite Schultern hat. Ich kann zum Hängemattentreffen ja mal meine kurzen Hängematten mitbringen.

  • Bei meinen letzten "Hangs" habe ich mit der Höhe des Fussendes experimentiert. Sollte ich definitiv zum Schluss kommen, dass es bequemer ist, das Fussende etwas höher zu haben, dann müsste ich das bei der Position der Fussbox berücksichtigen. Die diagonale Linie des Nutzers würde sich dann ja (ungefährt parallel) in Richtung Kopfende verschieben.

    Wenn ich hier zu einem (Ent)schluss gekommen bin, kann ich bald mit der Gestaltung der Fussboxen beginnen. So wie ich mich kenne, dürfte es aber noch etwas dauern, denn erstens läuft auch sonst immer genug und zweitens ist meine alte Nähmaschine noch immer in der Revision: Ich muss also nach wie vor "auswärts" nähen, was den Prozess auch nicht gerade beschleunigt.

    • Offizieller Beitrag

    Ich glaube nicht, daß sich durch das höher aufgehängte Fußende die Lage des Hängers wesentlich verschiebt. Das Höherhängen bewirkt doch nur, daß der Schwerpunkt etwas tiefer liegt, was das allmähliche Verrutschen in Richtung Fußende verringert/verhindert.
    Aber auch hier kannst Du ja experimentieren. Reinlegen, "sweet spot" finden, Lage markieren. (Vielleicht ein Kreidestrich in Höhe Schlüsselbein?) Sofort nach dem Aufwachen wieder eine Markierung setzen. Raussteigen, messen und in die Datenbank eintragen. Nach einer Woche sollte man ausreichend Meßergebnisse haben (und den Kreidestaub auswaschen ;)).

  • Ja, so sieht die Theorie dazu aus. Mein Problem ist ähnlich wie bei den Schuhen im Laden: Sobald ich etwas mit dem Gedanken ausprobiere, entscheiden zu müssen, ob das nun besonders bequem ist oder nicht, funktioniert nichts mehr. Aus diesem Grund hasse ich es, Schuhe zu kaufen. Ebenfalls hasse ich es, dass die Schuhhersteller noch jeden Schuh verändert oder ganz eingestellt haben, kaum hatte ich mal das Gefühl, einen wirklich bequemen Schuh gefunden zu haben. Der Vorteil bei der Hängematte ist: Da kann ich selber entscheiden, wie das Modell aussieht und ob es unverändert weitergeführt wird oder nicht.

    Dann kommt noch etwas dazu: Ich habe letzthin mit verschiedenen Hängemattenkörpern experimentiert: Einer war im ersten Moment nicht bequem oder sagen wir besser: ungewohnt. Doch schon nach kurzer Zeit waren die Rückenschmerzen weg, die ich in den bisherigen Hängematten meist nach kurzer Zeit bekommen habe und mich ein paar Wochen lang begleitet hatten. Der subjektive Eindruck, ob man etwas bequem empfindet, kann ziemlich täuschen. Die Rückenschmerzen, so ungern ich welche habe, sind hier einiges objektiver.

    Im Moment versuche ich, ohne Markierungen zu hängen und einfach zu beobachten, wenn mir etwas Besonderes auffällt. Im Moment komme ich eh nicht zum Nähen. Aber das mit dem Schwerpunkt kann schon stimmen. Dann würde man dennoch in der Mitte der Matte liegen und nicht weiter oben. Wenn allerdings TreeGirl sagt, dass sie mit dem ausgestreckten Arm das obere Ende berühren kann (und sie ist ja vergleichsweise klein!), dann gibt mir das schon zu denken: Wo liegt denn sie in ihrer Hängematte?

  • [USER="89"]echinotrix[/USER], [USER="46"]TreeGirl[/USER], [USER="14"]Mittagsfrost[/USER]

    Darf ich euch mal kurz fragen:

    a) Wie viel hängt ihr das Fussende höher als das Kopfende (bei wie langer Hängematte)?
    b) Liegt ihr trotzdem in der Mitte der Hängematte? (Kopf bis Kopfende und Füsse bis Fussende sind ungefähr gleich)
    c) Falls ihr nicht eingemittet liegt: Wie weit liegt ihr in Richtung Kopfende verschoben? Wo ist die dem Kopfende zugewandte Hand, wenn ihr sie nach oben streckt? Könnt ihr das Kopfende berühren?

    Am Schluss muss ich von dem ausgehen, was für mich bequem ist, aber ein paar Vergleichswerte / Meinungen zum Komfort wären nicht schlecht.

    Gruss, Michael

  • Ich habe Kopf- und Fussende auf gleicher Höhe hängen und liege ziemlich exakt in der Mitte, ohne im Laufe der Nacht irgendwie nach oben oder unten zu rutschen. Da ich ja klein bin, komme ich, wenn ich den Arm nach oben ausstrecke noch lange nicht ans Ende der Matte. Meine TTTM ist 3,30 m lang und war mal eine Double: das war für mich aber zu breit und mir hing immer Stoff ins Gesicht, so dass ich die beiden farbigen Seitenstreifen abgeschnitten habe. Jetzt ist die Matte noch 1,50 m breit, es drücken keine störenden Nähte mehr und bei meiner Größe ist 1,50 m Breite ideal zum Diagonal liegen.
    In der Hammocktent liege ich etwas Richtung Kopfende hin, weil ich dann (bei meiner Gewichtsverteilung) Kopf und Füsse ungefähr auf gleicher Höhe habe, was für mich am angenehmsten ist.

  • Noch eine Frage ist bei mir aufgetaucht:

    Wo die Spitze der Fussbox ist, ist mir in der Skizze oben zur Blackbird XLC klar. Aber wo geht das "Seil", also die Linie vom Hängemattenkörper zum Fussende, vom Hängemattenstoff weg? Geht die bei der Blackbird direkt bei den 53cm in Richtung Fussende los? Und wo wäre das wohl in obiger Skizze bei der Blackbird XLC?

    Wenn ich ehrlich bin, kriege ich das Schema der Fussbox der Blackbird, das du, [USER="46"]TreeGirl[/USER], weiter oben gepostet hast und das ich "auf den Kopf gestellt" hatte, nicht mit den Fotos ganz am Anfang in Einklang. Bei deinem Schnittmuster, das ich inzwischen mal ausgeschnitten und zusammengeklebt habe (danke nochmals dafür!), gehe ich aufgrund von deinem Schema davon aus, dass die lange Spitze in Richtung Kopfende führt, auf den Fotos sieht es aber genau umgekehrt aus: Dort scheint das lange Ende zum Fussende hin zu laufen.

    Jedenfalls muss ich den Stoff der Fussbox für meine Idee zum Fussende hin auslaufen lassen: Das Dreieck wird dort also den spitzesten Winkel haben. Unten komme ich - je nach den Massen, die ich einsetze - auf einen Winkel von 112° bis etwa 116°. Dass er vermutlich etwas spitzer wird als bei der Blackbird liegt daran, dass ich von einem etwas steileren Hängewinkel ausgehe. Wenn ich den Hängewinkel von 30° auf 29° verringere, so wird der Winkel bei der unteren Spitze der Fussbox um rund 2° grösser. Ganz wenig macht da bereits einen erstaunlich grossen Unterschied. Aber auch die mutmassliche Position der Person in der Hängematte (die ich wie von Mittagsfrost vorgeschlagen) noch ermitteln möchte, verändert natürlich sehr vieles. Je weiter die Position der Füsse / Fussbox vom Fussende entfernt liegt, desto grösser wird der Winkel. Auch da machen ein paar Zentimeter bereits einiges aus.

    • Offizieller Beitrag

    Aber wo geht das "Seil", also die Linie vom Hängemattenkörper zum Fussende, vom Hängemattenstoff weg? Geht die bei der Blackbird direkt bei den 53cm in Richtung Fussende los? Und wo wäre das wohl in obiger Skizze bei der Blackbird XLC?

    Ich verstehe nicht was du mit "Seil" meinst.

    Wenn ich ehrlich bin, kriege ich das Schema der Fussbox der Blackbird, das du, [USER="46"]TreeGirl[/USER], weiter oben gepostet hast und das ich "auf den Kopf gestellt" hatte, nicht mit den Fotos ganz am Anfang in Einklang. Bei deinem Schnittmuster, das ich inzwischen mal ausgeschnitten und zusammengeklebt habe (danke nochmals dafür!), gehe ich aufgrund von deinem Schema davon aus, dass die lange Spitze in Richtung Kopfende führt, auf den Fotos sieht es aber genau umgekehrt aus: Dort scheint das lange Ende zum Fussende hin zu laufen.

    Deswegen habe ich die Footbox doch in mein Diagramm eingezeichnet. Ich weiss, dass es auf den Fotos von der Blackbird anders aussieht. Das kommt daher, weil Footbox und Shelf aus einem Stück Stoff geschnitten sind. Das "Panel" ist kein Dreieck sondern eher eine Sanduhr. Als ich die (nicht ganz sichtbare) Footbox ausgemessen habe, habe ich die obere (lange) Kante zu Grunde gelegt, und davon auf die Spitzen geschlossen. Von den gemessenen Werten ausgehend habe ich zurück gerechnet und meine Footbox konstruiert. Zum Test habe ich die Papierform der Footbox über die Warbonnet Footbox gelegt, und das passt ziemlich genau. Wenn du das nicht glaubst, kann ich gerne ein Foto machen. Allerdings frühestens Montag; am Ostersonntag ist Familie angesagt.

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    a) Wie viel hängt ihr das Fussende höher als das Kopfende (bei wie langer Hängematte)?
    b) Liegt ihr trotzdem in der Mitte der Hängematte? (Kopf bis Kopfende und Füsse bis Fussende sind ungefähr gleich)
    c) Falls ihr nicht eingemittet liegt: Wie weit liegt ihr in Richtung Kopfende verschoben? Wo ist die dem Kopfende zugewandte Hand, wenn ihr sie nach oben streckt? Könnt ihr das Kopfende berühren?


    Ich befürchte, keine verwertbaren Zahlen liefern zu können. Ich lege mich in die Hängematte, rutsche solange herum, bis ich bequem liege und schlafe ein. Der ganze Prozess dauert selten länger als ein-zwei Minuten. Somit habe ich keine Zeit zum Nachmessen. Wenn ich dann früh aufwache, orientiere ich mich in Raum und Zeit, setze ich mich auf, und ehe ich auch nur an's Messen denken kann, bin ich auch schon aufgestanden.

    a) Wenn ich das Fußende bewußt höher als das Kopfende aufhänge, dann beträgt der Höhenunterschied am Stoffende geschätzt 20-30 cm. Ich denke schon, daß ich dann mittig liege.
    Manchmal vergesse ich das Höherhängen aber und bemerke es nur beim kurzen Zwischendurchaufwachen, wenn die Füße gegen die Fußbox drücken oder aus der Hängematte heraushängen. Dann ziehe ich mich ein Stück in Richtung Kopfende und schlafe wieder ein. In Frostnächten kann sich das ein paar mal pro Nacht wiederholen, in warmen Nächten bemerke ich erst am Morgen, daß ich in Richtung Fußende gerutscht bin.

    b) siehe a)

    c) Um das Kopfende bei mittiger Lage berühren zu können, muß man entweder ein Riese sein oder in einer Kinderhängematte liegen. Warum? Die meisten Bauordnungen schreiben eine lichte Raumhöhe von 240 cm vor. Ein normalwüchsiger Mensch kann die Decke nicht mit der Hand erreichen. Die üblichen Hängemattenlängen beginnen aber bei 2,70 m. Man muß also schon reichlich außermittig liegen, um das Kopfende greifen zu können.

    Anmerkung: Das oben gesagte bezieht sich auf gewöhnliche (gathered end) Hängematten. Bei Brückenhängematten oder Querliegern sieht es z.T. anders aus.

  • Ich verstehe nicht was du mit "Seil" meinst.

    Da ich ohnehin ein Seil einsetze, würde mir wohl auch reichen, wenn ich wüsste, wie lang die oben gezeigte Hängematte von UK Hammocks ist und wo an der Seite dort das Seil ansetzt, das zum Fussende führt.

    Ich vermute, dass der Ansatzpunkt recht entscheidend ist. Und da ich vermutlich den Rand der Hängematte leicht verstärken muss, wäre es schade, wenn ich hier drei-, viermal nähen und wieder auftrennen müsste, um den "idealen Ansatzpunkt" zu ermitteln. Oder könnte ich das allenfalls mit so einem Klemmsystem fürs Tarp wagen, ohne dass ich Gefahr laufe, den Hängemattenstoff zu zerreissen, wenn ich das Seil anspanne? Mit wie viel Spannung muss ich denn da rechnen?

    Deswegen habe ich die Footbox doch in mein Diagramm eingezeichnet. Ich weiss, dass es auf den Fotos von der Blackbird anders aussieht. Das kommt daher, weil Footbox und Shelf aus einem Stück Stoff geschnitten sind. Das "Panel" ist kein Dreieck sondern eher eine Sanduhr. Als ich die (nicht ganz sichtbare) Footbox ausgemessen habe, habe ich die obere (lange) Kante zu Grunde gelegt, und davon auf die Spitzen geschlossen. Von den gemessenen Werten ausgehend habe ich zurück gerechnet und meine Footbox konstruiert. Zum Test habe ich die Papierform der Footbox über die Warbonnet Footbox gelegt, und das passt ziemlich genau. Wenn du das nicht glaubst, kann ich gerne ein Foto machen. Allerdings frühestens Montag; am Ostersonntag ist Familie angesagt.

    Wenn ich von deiner Skizze ausgehe, wäre dort der Ansatzpunkt für das "Seil" (im Fall der Blackbird der gedachten Linie zum Fussende) wohl dort, wo das Dreieck der Fussbox vorne aufhört. Das wären dann vom Fussende 93cm (Fussende bis untere Ecke der Fussbox) + 82cm (untere Ecke bis vordere Ecke der Fussbox), also rund 175cm der gesamten 284cm: also knapp 62% der gesamten Hängemattenlänge. Habe ich das so richtig verstanden? Ich bin gerade etwas verwirrt, weil ich mir diese "Sanduhren-Form" nicht so recht vorstellen kann.

    Bei meinen Überlegungen gestern habe ich mal geschätzt, dass die Punkte A rund 67% der gesamten Hängemattenlänge vom Fussende entfernt sein dürften. Bei einer kürzeren Strecke könnte ich natürlich etwas Stoff sparen, was nicht zu verachten wäre.

    Was ich machen möchte sieht dann ungefähr so aus:

    Mir geht es bei meiner Frage also um die mutmassliche Distanz vom Fussende zu den Punkten A. Die gebogene Linie sollte dann das Seil aufnehmen und unter Spannung eine Hangnout-Footbox ungefähr in Form der Blackbird-Fussbox aufspannen. Der tiefste Punkt der Fussbox läge dann bei den Punkten B. Der Winkel bei den Punkten C dürfte irgendwo zwischen 45° und (gut) 50° liegen, wäre also deutlich grösser als im Schaubild.

    Im Idealfall hätte ich dann die Vorteile, dass mir nichts (auch nicht die Füsse) aus der Hängematte fallen können und ich vielleicht sogar ähnlich komfortabel liegen kann wie in einer Blackbird. Über allfällige Nachteile mache ich mir mal vorerst keine Gedanken: Das zusätzliche Gewicht wäre sicher einer davon, zumal die beiden "Flügel" ja noch grösser werden als im Schaubild.

    Ich glaube dir schon, [USER="46"]TreeGirl[/USER], ich kann's mir halt einfach schlecht ganz konkret vorstellen. Wenn du noch ein Foto posten magst, gerne. Aber mach dir auch nicht extra noch einen Haufen mehr Arbeit. Es eilt auch nicht. Wie ich bereits schrieb: Ich beginne noch nicht morgen mit Nähen...

  • [USER="89"]echinotrix[/USER], [USER="46"]TreeGirl[/USER], [USER="14"]Mittagsfrost[/USER]

    Darf ich euch mal kurz fragen:

    a) Wie viel hängt ihr das Fussende höher als das Kopfende (bei wie langer Hängematte)?
    b) Liegt ihr trotzdem in der Mitte der Hängematte? (Kopf bis Kopfende und Füsse bis Fussende sind ungefähr gleich)
    c) Falls ihr nicht eingemittet liegt: Wie weit liegt ihr in Richtung Kopfende verschoben? Wo ist die dem Kopfende zugewandte Hand, wenn ihr sie nach oben streckt? Könnt ihr das Kopfende berühren?

    Am Schluss muss ich von dem ausgehen, was für mich bequem ist, aber ein paar Vergleichswerte / Meinungen zum Komfort wären nicht schlecht.

    Gruss, Michael

    Hi Michael,

    mein Fußende hänge ich üblicherweise etwa 30-40 cm höher, ich liege in einer 11'-Matte dann etwa eine Armlänge vom Whipping am Kopfende entfernt (wenn ich nach oben greife, komme ich gerade so an die Aufhängung ran).

    Schönen Gruß,

    Roland

  • Auf Hammockforums hat Member 1022 seine WarBird vorgestellt. Da sind Fussbox und Shelf in einem Stück. Hast du das mit "Sanduhrenform" gemeint, [USER="46"]TreeGirl[/USER]?

    Member TheXringHunt hat seine Pläne für fünf Grössen seiner DIY WBBB Hammock zur Verfügung gestellt (8' bis 12'). Da scheint die Fussbox anders auszusehen. Interessant ist, dass er (oder sie?) für alle Aussenkanten Cat-Cuts eingeplant hat.

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