Was macht ihr mit euren Underquilts, wenn ihr keine Bäume habt?

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  • Hallo,

    scheinbar bin ich fast der Einzige, der sich mit dem Thema befasst und deswegen eine
    TAR Neoair Xtherm als Isolierung dabei.
    Damit kann ich zur Not eben relativ bequem auf dem Boden schlafen, was ja mit einem UQ nicht geht.
    Von Baumkind weiß ich ja, daß die diese riesen Evazote durch die Gegend schleppt.

    Ich finde UQ toll, aber was macht ihr, wenn keine Bäume da sind, wo ihr
    eure HM anhängen könnt?

    Oder wandert ihr nur da wo Bäume sind?:lol:
    Oder wandert ihr garnicht?:yahoo:


    Gruss
    Konrad

    • Offizieller Beitrag

    Mit dieser Frage habe ich mich anfangs intensiv auseinander gesetzt. Ich habe immer befürchtet, dass ich keine Bäume oder sonstige Aufhängemöglichkeiten finde. Nun habe ich noch nicht so furchtbar viele Mehrtageswanderungen hinter mir, weil ich mich in Deutschland bisher noch nicht getraut habe die Regeln zu brechen. Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, habe ich halt immer noch ein leichtes Zelt und eine Isomatte dabei. Zu Fuß habe ich mich vorab erkundigt wie die Situation ist und dann entschieden ob ich mit Zelt oder Hängematte los ziehe. Das funktioniert bei kürzeren Strecken (also keine Thruhikes) ganz gut.

    Bei einem Thruhike wie dem Pacific Crest Trail wird es natürlich schwieriger. Ich sehe da zwei Möglichkeiten:
    1. Ich verwende einen 3/4 Underquilt plus eine 3/4 Isomatte. Das ist natürlich ein Kompromiss, aber es erlaubt mir notfalls auch mal auf dem Boden zu schlafen.
    2. Ich verwende auf der baumlosen Strecke ein Zelt, und wechsele zur Hängematte wenn ich wieder in bewaldete Gebiete komme.

    Wenn ich es zeitlich hinkriege, möchte ich dieses Jahr den Goldsteig (oder zumindest einen Teil davon) ablaufen. Dafür werde ich definitiv meine Hängematte mitnehmen, und mir vorher einen Plan machen wo ich hängen kann.

  • Zitat von TreeGirl

    Mit dieser Frage habe ich mich anfangs intensiv auseinander gesetzt.


    Interessant. Ich bin erst im letzten Jahr meine ersten mehrtägigen Touren überhaupt gegangen, und hab mich in erster Linie aus Kostengründen für die HM entschieden. Ich bin also noch ganz am Anfang - und hab mir diese Frage nie gestellt. Ich hab mir gedacht, in Deutschland find ich immer zwei Bäume. Manchmal muss ich halt vielleicht mal etwas länger suchen und weiter laufen - aber am Ende findet sich immer was.

    In den Bergen oder in der Wüste ist das natürlich anders. Sollte ich sowas mal machen wollen, dann würd ich mir wahrscheinlich eine 3/4 TAR mitnehmen, Unter die Füße dann den Rücksack mit UQ drin - für ein paar Nächte im Laufe von mehreren Monaten wäre das denke ich bequem und warm genug.

  • Hallo,

    aber wenn ihr beides mitschleppt, ist das doch Gewichtsmäßig eher nonsens.
    Da kann man doch lieber auf Langstrecken auf ein System gehen, wo man beides mit abdecken kann.

    Gruss
    Konrad

    P.S. der Typ vom Hammocktent hat ja den PCT mit der Ergo gemacht und angeblich nur 2 Nächte keinen Baum gehabt.

  • Bei einem Vorhaben wie dem PCT würde ich wahrscheinlich abschnitssweise wechseln, sofern die Checkpoints es ermöglichen. Ist halt ein rodentlicher logistischer Aufwand und geht wahrscheinlich auch ins Geld mit der Zeit, die Rumschickerei. Da kann uns dann [USER="16"]Bauerbyter[/USER] übernächstes Jahr davon berichten ;)

    Zitat von Konradsky

    P.S. der Typ vom Hammocktent hat ja den PCT mit der Ergo gemacht und angeblich nur 2 Nächte keinen Baum gehabt.

    Ich köönte mir auch vorstellen, dass das schon geht. Man muss halt wahrscheinlich bereit sein, in bestimmten Gegenden auch mal 2 Stunden Umweg zu laufen, um eine dann gerade mal so passende Aufhängemöglichkeit zu finden. In den Bergen könnte man sich überlegen, ob man z.B. zwei Friends mitnimmt. Vielleicht kann man damit noch ein paar Nächte retten rausschinden.

    • Offizieller Beitrag

    aber wenn ihr beides mitschleppt, ist das doch Gewichtsmäßig eher nonsens.
    Da kann man doch lieber auf Langstrecken auf ein System gehen, wo man beides mit abdecken kann.

    Ich sagte ja, dass ich zu Fuß natürlich nicht beides mitschleppe, sondern vorher plane. Zwei Systeme habe ich nur auf dem Fahrrad dabei. Da machen 2kg mehr keinen großen Unterschied, und ich bin mit dem Fahrrad nicht so flexibel wie zu Fuß. Auf meinen Radtouren habe ich bisher immer auf Campingplätzen übernachtet und hatte keine große Wahl. Entweder es gab Hängemöglichkeiten, oder es gab keine.

    Zu Fuß würde ich immer vorab entscheiden. Um herauszufinden wie wahrscheinlich es ist Bäume vorzufinden, habe ich schon häufig Google Earth verwendet.

  • Wenn es doch so ungewiss ist ob man die Hängematte aufhängen kann, würde ich zusätzlich eine Mammut Alpine EXP Mat, oder ähnliches, mitnehmen, die fällt dann mit ihren 300gr nicht so gross ins Gewicht.

    • Offizieller Beitrag

    Auf meinen Wanderungen in Deutschland habe ich bisher IMMER Bäume angetroffen. Falls es wirklich mal keine geeigneten Bäume gibt, lassen sich vielleicht Zaunsäulen, Maste oder Felsen nutzen.
    Als Handy-Hammock-Besitzer wäre es für mich auch kein Problem, wenn ringsum alles ganz flach ist. Sollten sich die Heringe nicht in den Boden treiben lassen, könnte ich immer noch weiterwandern bis sich eine Hängegelegenheit findet.

    The 1st rule of Hammock Club is: You do not go to ground. :tongue:

  • Also wenn ich auf na Bergkuppe oder ähnlichem übernachten will wo es keine Bäume gibt nem ich ne 3mm Evozotte mit + etwas Folie + manchmal eine Klymit Interia x lite. Damit kommt man halbwegs durch die Nacht.

  • Wobei ich da auch unterscheiden würde. Bei einer längern Wanderung würde ich ne gute Matte mitnehmen zuindestens ne halbe. Weil wenn man mal ein paar Tage wegen Krankheit oder schlechtem Wetter festsitzt muß man hablwegs bequem und warm liegen.
    Gerade bei der Tarpform sollte man ausprobieren ob einem eine Aufbauvariante einfällt, in der man bodennah 1-2 Tage durchhält. Wenn ich mir die Riesendinger ansehe was so mancher dabei hat.... bei der Segelfläche möchte ich kein Sturm erleben.

  • Meine Evazote ist nur im Winter riesig, weil ich da die dicke nehme (10mm). Frühjahr bis Herbst reicht die dünne (5mm), die sich prima falten läßt.

    [USER="21"]Konradsky[/USER] ich arbeite daran, mit einer schmalen Eva bzw. TAR ZLite klar zu kommen... Da muß man sich halt mal um 90° drehen, wa?

    Das Baumkind

  • Ich hab da noch was nettes vergessen: Wie wär's denn mit sowas, falls mal keine Bäume da sind: http://www.balloonbed.com/

    Superleicht, minimales Packmaß, (angeblich) bequem, und der etwas größere Aufwand beim Aufbau ist auch nicht so wichtig, wenn man's nur hin und wieder braucht. Ersatzballons kann man ja in die Bouncebox legen.

    Und leicht nachmachen kann man das Ding auch, wenn man das will.

    Vielleicht kriegen wir [USER="16"]Bauerbyter[/USER] damit ja doch noch in die Matte ;)

  • Ich war letzten Sommer in Schottland sehr erstaunt, dass ich da mit der Hängematte recht weit gekommen wäre. Ich hatte das Zelt dabei, weil ich Schottland über weite Strecken als "baumlos" in Erinnerung hatte und bei Wind und Regen das Zelt auch für die bessere Wahl hielt. Ich hätte aber, zumindest auf dem West Highland Way und den teilen des East Highland Way, die ich gegangen bin, immer Bäume zum Hängen gefunden. Bäume und Baumbestände sieht man oft von weitem. Auch auf einer guten Karte sind Wälder und oft sogar einzelne Bäume eingezeichnet. Mit etwas Flexibilität und Voraussicht, finden sich meist mehr Gelegenheiten, als man auf den ersten Blick denken würde. Aber klar, auch ich würde nicht völlig planlos mit der Hängematte überall hinreisen und dann dort wie der Esel am Berg stehen.

    • Offizieller Beitrag

    Hier im Übrigen ein sehr interessanter Thread aus Hammockforums zum Thema: https://www.hammockforums.net/forum/showthre…-to-ground-ewww!)

    Die Idee den Underquilt in eine Isomatte umzuwandeln ist genial! Noch habe ich es allerdings nicht selbst getestet.

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