Hängematte in der Wohnung

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    • Offizieller Beitrag

    Bei Befestigungssystemen, von Fischer z.B. sollte ja drauf stehen, für welche Lasten sie geeignet sind und welches Mauerwerk empfohlen wird.
    Wenn ich in meiner Wohnung, aus Gasbeton Steinen gemauert, meine HM aufhängen wollte, müsste ich wohl Klebe-Anker verwenden.
    Das Loch, das ich dabei bei Auszug hinterlasse, will ich aber vermeiden.

    Bedenkt auch, Viel ist nicht unbedingt Mehr.
    Also einfach mal ein paar Schrauben oder Dübel mehr in die Wand gesetzt kann den gegenteiligen Effekt bewirken.
    Werden die Dübel zu dicht beieinander gesetzt, schwächen sie das Mauerwerk!
    Also mal in ein 50x50mm Blech samt Haken, 4 8er Dübel nebeneinander setzen... ungut.

    Hm, meine Wände sind übelster Ytong. Ich wollte aber nicht akzeptieren, dass ich deshalb im Bett schlafen muss. Da der Aufhängepunkt am Fußende direkt im Bereich einer Schiebetür liegt, habe ich links und rechts neben der Tür zwei Balken mit jeweils 15 Gasbetondübeln (die größten und stärksten die Fischer herstellt) im Abstand von ca. 13 cm an die Wand geschraubt. Am oberen Ende habe ich einen Balken quer auf die Wandbalken geschraubt. Die Konstruktion ist also in H-form (mit dem Querbalken sehr weit oben). Am Kopfende habe ich glücklicherweise eine Holzwand, bei der ich keinen so großen Aufwand betreiben musste. Bisher - toi toi toi - hat der Ytong mein Gewicht getragen. Ich checke immer mal wieder ob die Balken noch fest sitzen und hoffe darauf, dass es sich ankündigt wenn die Dübel versagen.

    Vielleicht kommt ja irgendwann mal die Gecko-Technologie auf den Markt, so dass man Balken einfach an die Wände kleben kann.

    Allerdings hätte ich mir wohl einen Balkenkasten gebaut, wenn mein Dübel-Plan nicht funktioniert hätte. Wäre halt teurer und umständlicher gewesen. Aber was tut man nicht alles um in der Hängematte zu schlafen...

  • Bei mir war das nicht so einfach: erst ging der Bohrer nicht in die Wand (lag möglicherweise an mangelnder Qualität), dann hielten die Dübel nicht so wie sie es eigentlich sollten. Dabei habe ich vorsorglich zwei Vierkanthölzer (250 cm) aus dem Baumarkt besorgt. Im dunkeln, der Baumarkt ist ein paar Kilometer entfernt und da ich kein Auto habe, aber eine Sackkarre, habe ich die genommen. Von Fischer irgendwelche Spezialdübel zweckentfremdet, Aluröhrchen für die Distanz zwischen Wand und Balken zurecht gesägt, große Unterlegscheiben untergelegt und alles an die Wand. Pro Balken drei fette Gewindebolzen im Abstand von ca. einen Meter. Trotzdem lockerte sich die mittlere Befestigung an der einen Seite. Also wieder zurück zum Baumarkt um einen Querbalken zu besorgen. Der hätte mindestens vier Meter lang sein müssen um die beiden Balken miteinander zu stabilisieren. Hatten sie nicht, also habe ich noch einen Balken von der Länge der anderen schon verwendeten gekauft und den dann im spitzen Winkel zur Belastungsunterstützung des Balkens der nicht so richtig will, angebracht. Na ja, es geht. Glücklich bin ich nicht dabei, aber ich benutze diese Aufhängung mittlerweile schon seit dem Herbst. Passt schon:

  • Bei euch klingt das alles so toll. Ich habe hier nur Wände aus Gipskarton dahinter kommt direkt Dämmwolle oder vereinzelt Fachwerk wobei nahezu alle Balken dafür genutzt wurden die Hauselektrik daran zu verlegen (Bisher habe ich 3 Balken gefunden und bei allen dreien habe ich eine Leitung angebohrt:cursing:). An meinen Wänden kann ich kaum ein Regal anschrauben auf dem ein paar Aktenordner stehen ohne das einem alles entgegenkommt (trotz Gipskarton Dübeln). Mein Vermieter ist so ein Billigheimer, hauptsache billig, einfach und am besten macht er es selbst. Ich habe als Notlösung zwei stärkere Bretter genommen an die eine längeren Kante drei Schrauben gesetzt die etwa noch 4-5 cm herausstehen dann noch links und rechts an die kurze Seite eine so das das ich sie an einem Türrahmen einhängen kann. Ich habe zwei Türrahmen die halbwegs gegenüber liegen. Dadurch kann ich die Bretter an den Türrahmen einhängen und an den Brettern meine Treehugger befestigen nur halt um 90 Grad verdreht.

  • So, mir reichts. Ich häng mich auf!
    Genug schlecht im Bett geschlafen.

    Meine Entscheidung ist entgültig.

    Der Bosch Bohrhammer schaffte Klarheit und hinterlies ein 12x105mm großes Loch in der, zum Glück, Stahlbetonwand.
    Kacke beim Handyempfang, aber gut bei Beschuss sowie wenn man was aufhängen will.
    Da ich noch von früher, so lange ists auch nicht her, ein paar Petzl Bohrlaschen aus dem Klettersport bzw. gewerblichen Klettern übrig hatte,
    wurden die natürlich verwendet. [ATTACH=CONFIG]n21165[/ATTACH]

    25 Kilo Newton bedeutet mal eben 2,5 Tonnen Zuglast.
    Mal rechnen... ich wiege ... Vektorkräfte durch die Hängematte... hmm müsste passen.

    Da ich keine Karabiner in den Bohrlaschen wollte, weil das bestimmt bei Bewegung komische Geräusche gemacht hätte, (Metall auf Metall)
    hab ich mir mal eben zwei Schlaufen genäht dafür. Bandschlingenmaterial, 27kN...
    Fette Naht drauf, etwas länger als sonst... hält. [ATTACH=CONFIG]n21166[/ATTACH][ATTACH=CONFIG]n21167[/ATTACH]


    Testweise mal eine DD Chillout Hammock aufgehängt.
    Aktuell hab ich ja ein kleines Amazonas Sortiment hier. Aber ich wollte die Verpackungen noch zu lassen für Mengerschied.
    Und die große Mammock hatte dann doch kein Platz in meiner Single Wohnung. [ATTACH=CONFIG]n21168[/ATTACH] [ATTACH=CONFIG]n21169[/ATTACH]

    Schön mit schwarzen Whoopie Slings und mal einer einstellbaren Ridgeline.
    Ich will heute Nacht mal darin schlafen.
    Bin gespannt wie das ist.
    Bisher habe ich nur im Wald in einer Hängematte geschlafen.
    Noch nie Zuhause wo es keine bellenden Rehe, keine nervigen Waschbären oder neugierige Wildschweine gibt.
    Nur Ruhe und Sicherheit.

    Sieht dafür hier nun aus wie in einer Thailändischen Näherei die teuren Scheiss für Nikidaskin näht.
    Schlafen direkt am Arbeitsplatz! Hahaha...!

  • Hä? Was?
    Warum?
    Wer?
    :stars:
    Ich sags mal so. Es war recht unentspannt.
    Alldiweil ich in einer UL Matte bis 100kg lag und ihr kennt mich ja.
    Und ich die Cont.Loop der Aufhängung falsch gemacht hab.

    Ich brauche für Zuhause ne robustere Matte, dickerer Stoff...
    Und die Aufhängung mach ich neu.

    Zufällig hab ich den Hängemattenstoff von Extremtextil da... lalala...

  • Ja was, volle Bruchlandung oder was? Als ich meinen ersten, und bislang auch letzten, continous loop gemacht habe, ging der ohne großartige Belastung auf. Wenn du den also so wie ich gemacht hast, dann.....
    Übringens, die Bilder die du von der Bude mit der Indoorhängematte gemacht hast, ist das deine? Sieht aus wie bei besser wohnen, da fehlt auch immer der subwoofer

  • (Vergebt mit die thread Necromantie)
    He Leute, nachdem ich jetzt schon auf LARP Veranstaltungen in einer Hängematte schlafe (Stilecht mit weißem Stoff und mit eingelegtem Fell als Isomatte :) ), kann es nicht angehen, dass ich daheim nicht drin schlafe. Ich hab bei mir zu Hause keine Chance etwas an die Wände zu schrauben, da würde ich nicht ruhig schlafen können bei der schlechten Wand. Kann vllt jemand ein Gestell für ne TTTM Double empfehlen oder hat andere Tipps/Bauanleitungen?

    Danke euch schon einmal!

    • Offizieller Beitrag

    Warum willst/kannst du nichts an die Wände schrauben? Ich habe mir Balken an meine schrottigen Ytong-Wände geschraubt. Mit ausreichend Dübeln (ca. 20 pro Balken) hält das bis jetzt bombenfest.

    Die Hängemattengestelle die man so kaufen kann nehmen alle viel Platz weg, und wenn sie U-förmig sind flexen die Arme unangenehm stark.

  • Für Gasbeton Wände gibts aber auch gute Bohranker mit Klebesystemen, Kartuschen.
    Natürlich kostet das dann etwas mehr als ein 8er Fischer Dübel aus Kunststoff.
    Aber das geht.


    Decke geht uU auch. Je nach Material. Musst mal checken durch Klopfen oder Vermieter fragen.
    Wenn der Angst vor Löchern hat. Man kann alles wieder verschließen.
    Ich hab bei mir im Keller rundrum tragende Betonwände und Betondecke.
    Da wählte ich Bohrlaschen von Petzl aus dem Klettersport. 10er Loch, Metalldübel rein, Lasche drauf und durch Festziehen der Mutter, zieht sich der Dübel auseinander.
    Hält 22kN was 2,2 Tonnen entspricht.
    Geht auch in der Decke.
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    • Offizieller Beitrag
    Zitat von Bauerbyter

    Also auf der einen Seite kann ich das machen, auf der anderen ist leider genau das Fenster. Da kann ich also nichts befestigen oder das Fenster geht nicht mehr auf -.-

    Bei mir ist die Situation ähnlich, nur habe ich auf einer Seite eine (Schiebe)Tür. Deshalb ist die Türseite mein Fußende: ich habe links und rechts neben der Tür jeweils einen Balken senkrecht an die Wand gedübelt, und dann über der Tür einen Balken quer auf die anderen beiden Balken geschraubt. Das ergibt eine H-Konstruktion, mit dem Mittelstrich vom H weiter oben. Auf der anderen Seite habe ich mir zwei Klötzchen vom Balken abgeschnitten, durchbohrt und oben und unten zwischen Balken und Wand gesetzt. Das heisst die Schrauben gehen zuerst durch den Balken, durch die Klötze, und dann in die Wand. Der Balken hat so ca. 6cm Abstand von der Wand und ist mein künstlicher Baumstamm. Mit diesem System kann ich meine Hängematten recht gut einstellen. Wo ein Wille ist, findet sich auch eine Aufhängemöglichkeit :D

  • Das sind teilweise komplexe Konstruktionen. Wohnt ihr in einer Eigentumswohnung/-haus ?

    Lasst ihr die Hängematte eigentlich den ganzen Tag über hängen, oder hängt ihr sie jeden Abend neu auf ? Wenn es nur darum geht, in der Hängematte anstatt in einem Bett zu schlafen, dann sehe ich eigentlich keinen Grund, warum eine Hängematte nicht auch ihren festen Platz haben darf wie ein Bett. Und da finde ich ein Gestell wie z.B. von LaSiesta weniger invasiv. Im Garagenwerkstattkeller habe ich einen Stützwandbogen aus bewehrtem Beton. Die Pfeiler sind 3.2 m aus einander und da habe ich auf jeder Seite einen Anker angebracht.
    Aus sozial-ehelichen Gründen darf ich aber nur im Keller schlafen, wenn es a) über 30 Grad heiss wird oder b) ich es aus dem Carnotzet alleine nicht mehr die Treffe hinauf schaffe :drinks:

    Reisender mit Hang zum Hängen

    :!:"Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur verschiedene Sorten gutes Wetter" - (John Ruskin) :!:

  • Ich habe kein Bett mehr und schlafe NUR noch in der HM.
    Früher schwitzte ich im Sommer wie doof im Bett. Mit der HM ist das vorbei.
    Wenn Besuch kommt, lasse ich sie einen Moment hängen (damit sie gesehen wird) und hänge sie dann schnell weg. Lasse sie aber auch einer Seite an der Wand hängen.
    Kommt kein Besuch, hängt sie den ganzen Tag im Raum und flüstert zu mir, komm rüber, leg Dich rein, es wird nur ein Viertelstündlein sein....
    Die alte Hexe. Dann sind es doch 2 Stunden.

    • Offizieller Beitrag

    Gerade wenn die Hängematte einen festen Platz als Bettersatz hat, macht eine Eigenkonstruktion mehr Sinn als ein Gestell. Die wichtigsten Argumente für mich waren:

    • Der Liegekomfort ist größer wenn sich die Aufhängung nicht bewegt. Bei den meisten Gestellen biegt sich etwas und verändert den Abstand - die Ridgeline hängt dann durch.
    • Mein Turtledog-Gestell ist öfter mal umgefallen, wenn ich beim Vorbeigehen dran hängen geblieben bin.
    • Andere Gestelle haben unter der Hängematte ein Rohr oder einen Balken, was mir sehr unsympathisch ist - siehe Hänger-Regel Nr. 2 "Hänge nie über Dingen auf die du nicht fallen willst".
    • Ich wechsele gerne meine Hängematten und möchte die Möglichkeit haben auch mal eine 450cm lange Hängematte aufzuhängen.
    • Ich gewinne extra Platz, denn im Gegensatz zum Bett kann man eine Hängematte leicht abhängen. Gerade wenn man nicht so viel Platz hat, ist das ein riesen Vorteil.
    • Offizieller Beitrag

    Noch vergessen:

    Wohnt ihr in einer Eigentumswohnung/-haus ?

    Ja, aber auch wenn ich zur Miete wohnen würde, hätte ich mir etwas gebaut. Dann halt ein bisschen aufwändiger, so dass ich die Wände nicht anbohren muss. Weil ich meine 90° Hängematte nicht an meiner aktuellen Konstruktion aufhängen kann (Abstand zu weit bzw. Aufhängepunkte dann zu niedrig und falsche Liegerichtung), werde ich anbauen. Die andere Richtung ist noch schwieriger, weil auf der einen Seite ein Sofa im Weg ist, das ich nicht umstellen kann, und auf der anderen Seite sind Fenster. Vermutlich wird es eine Art Würfelkonstruktion, bei der die Balken nicht in den Wänden verankert sind, sondern lediglich von den Wänden gestützt werden. Mit etwas Kreativität geht vieles.

  • Ich habe mir diese Ring/Schrauben besorgt , mit denen Gerüste an der Fassade befestigt werden.
    Dazu , die gut 15 cm langen Dübel ,hält gut.
    Nur die Wand sollte dick genug sein .
    In einer Gips-Zwischenwand hatte ich einen Schaukelhaken mit Gewindestange verlängert ,
    und auf der anderen Seite eine Teller große Metallplatte zur Gewichtsverteilung .

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