Birthes MYOG Ecke

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  • Ich fasse mal alle meine MYOG Projekte, die was mit Camping zu tun haben und nicht direkt die Hängematten sind, hier zusammen.

    Starten will ich mit meinem Hobokocher. Nach ein paar Experimenten mit Spiritus Dosenkochern und Vermiculit Pillen bin ich beim Holzvergaser gelandet. Je eine Portion Birnen und Ananas später konnte es losgehen. Ich hab mich allmählich angenähert, erst mit wenigen Löchern begonnen und immer wieder Probebrände gemacht und Erfahrungen gesammelt.

    Es brannte mal mehr, mal weniger. Mal gelang eine Bestückung, mal nicht, so lernt man dazu.

    Ein erstes Kochprojekt war das beste Popcorn was ich jemals gemacht hab, Bratkartoffeln gelangen auch durchaus.

    Aber so ganz Rund läuft es immernoch nicht. Ich hab mir jetzt einen schönen Titan Topf gekauft und da heute Nudeln mit gekocht. Das hat auch leidlich funktioniert, war aber grenzwertig zu kühl. Ich habe den Eindruck, dass die Luftführung vielleicht noch Verbesserungspotential hat. So sieht es im Moment aus

    Der Boden der Innendose (im mittleren Bild rausgezogen, damit man die Lochung sieht) hat natürlich auch Löcher.

    Ich zünde ihn von oben an. Grundsätzlich funktioniert die Holzvergasung und 2. Zündung im oberen Bereich, aber er neigt immernoch zum "ersticken" und rauchen, insbesondere, wenn der Topf zu dicht drauf steht. Es braucht einen Topfhalter, der ca 2cm Abstand schafft. Die Flammen sind eher gelb, kaum blau. Es fehlt einfach ein bisschen "Wumms".

    Im Endeffekt bleibt Asche, soweit so gut, aber er erlischt oft vorher schon. Es gibt dann zwar noch glühende Kohlen, aber keine offene Flamme mehr. Sobald man feines Brennmaterial dazu wirft, geht das sofort spontan in Flammen auf, aber die etwas größeren Teile (bis 1,5 cm Dicke) brennen nicht zu Ende. Das sagt einem doch bestimmt was - aber was?

    Viele Grüße

    Birthe

  • Ich habe meinen Holzvergaser gekauft und schon öfter benutzt. Auch bei dem ist es sehr schwer, das Feuer regelmässig zu halten. Oft ist es zu gewaltig (mein Topf hat einen Holzgriff) und oft geht es fast ganz aus. Ich muss gefühlt alle 30 Sekunden ein Zweiglein nachlegen. Insgesamt verbrauche ich weit weniger Brennmaterial als ich vorher gesammelt habe.
    Ich zeige dir mal ein paar Bilder im Betrieb.
    Wen es dich (euch alle) interessiert, kann ich nachher oder morgen Fotos vom Aufbau und den Einzelteilen machen. Er wiegt etwa 500g und ist aus Edelstahl.

  • Bei Hobos habe ich bisher noch keine MYOG-Erfahrung (nur für diverse Spiritus-Kocher), aber den Vergleich mit zwei gekauften kleinen Holzvergasern (abgesehen diversen "normalen" Hobos): Bushbuddy UL und dem kleinen Toaks (beide und beide brennen ohne Topf eindeutig am besten. Um den Bushbuddy mit Wald-Holz zu betreiben, zünde ich ihn immer mit einem halben Esbit-Würfel, das bringt relativ schnell die nötige Starttemperatur, dann ist auch eine längere Betriebsdauer mit Nachfüttern möglich, wobei ich beim Nachfüttern öfters mal Pusten muss, damit der wieder richtig in Gang kommt. "Richtig" gekocht habe ich mit dem allerdings noch nicht, das längste war Kaffeekochen mit dem Petromax Perkulator, wofür er schon eine Weile brennen und entsprechend oft gefüttert werden musste. Den kleinen Toaks habe ich nach einem Probelauf wieder vertickt, weil der schon ohne Topf mehr geraucht als gebrannt hat und die Abhilfe (Luftlöcher vergrößern) mir zu aufwendig war.

    Will sagen: Holzvergaser (aber auch allgemein Hobos) mit kleinen Brennkammern sind tricky, klingt bei dir durchaus nach alles im grünen Bereich - und etwas mehr Luft könnte noch gut tun, mit denen Konserven geht das ja denkbar einfach.

  • Danke für euer Input, das ist ja interessant! Kilosierra, Fotos, auf denen man erkennt, wie die Luftführung bei deinem funktioniert, wären toll!

    Den Bushbuddy hab ich mir gerade mal im Netz angeschaut, der auffälligste Unterschied ist, dass der Boden da nur ein Gitter zu sein scheint, er also maximalen Luftzug von unten hat. Ich hab nur ein paar relativ kleine Löcher drin, das wäre dann vielleicht noch der Ansatzpunkt, wo ich ihm mehr Luft geben kann.

    Vielleicht ist es einfach "richtig" so mit dem hohen Topfstand. Irgendwie müssen Flammen und Wärme ja auch oben abziehen.

    Jetzt bin ich jedenfalls schon viel zufriedener mit meinem, ohne irgendwas geändert zu haben ^^ Danke!

  • Das mit den Löchern unten ist der BB Mini, meiner ist unten geschlossen. Das ist mir wichtig für den Bodenschutz. Bedeutet aber auch weniger Luft von unten.

    Ja, und der Topfstand ist sehr wichtig, das hat der BB auch. Für den Pico 85 brauche ich da noch eine bessere Lösung.

  • So, ich habe mal ein paar Detailbilder von meinem gemacht.

    Die Einzelteile:

    vlnr oben: Unterteil, Mittelteil, oberteil, Schale für Esbit (noch nie benutzt)

    darunter: Feuerkorb (wird ins Mittelteil eingehängt und Grillgitter (noch nie benutzt)

    Unterteil und Mittelteil mit eingehängtem Feuerkorb. Das Mittelteil ist Doppelwandig. Man sieht hier von unten den Sekundärlufteinlass.

    Zusammensetzen

    Blick von oben, die Löcher für den Nachbrand

    So tief hängt der Feuerkorb im Unterteil

    Kochfertig zusammengesetzt, Topfstützen ausgeklappt.


    Reisefertig verpackt, ca 14 cm Durchmesser und 8 cm hoch

    Unten wird es sehr heiss im Betrieb. Ich hatte ihn mal auf ein Holzbrett gestellt. Das Brett hat gebrannt. Meist stelle ich ihn auf einen flachen Stein oder Sand.

  • Moin,

    ein Kumpel nutzt gerne nur das Topfhalterelement des Holzvergasers in Verbindung mit einem Dosenbrenner (X-Boil) zum kochen. Das passt dann alles inklusive Spiritus und ein bisschen Kleinkram in sein Töpfchen.

    Wie an anderer Stelle hier schon erwähnt, bin ich überhaupt kein Fan von Holzvergaser Kochern und habe alle die ich schon probiert habe wieder abgegeben..........um mit Holz o.ä. zu kochen sind diverse Hobo Kocher m.M.n. deutlich besser geeignet und dabei einfacher in Gang zuhalten.

    Gruß von der Ostsee

  • Vielen Dank für die Fotos Kilosierra, da kann man die Funktion ja wunderbar erkennen. Sieht nach einem gut durchdachten Teil aus :thumbup:

    wuppitom könntest du mir einen link zu einem Post, wo Du Holzvergaser / Hobo diskutiert hast, hier posten? Wenn ich nach Holzvergaser suche, kommt da nix außer diesem Thread.

    Ich hab meinen noch ein bisschen adaptiert, ich werde berichten, wenn ich wieder Gezündelt hab.

    Viele Grüße

    Birthe

  • Bei Hobos habe ich bisher noch keine MYOG-Erfahrung (nur für diverse Spiritus-Kocher), aber den Vergleich mit zwei gekauften kleinen Holzvergasern (abgesehen diversen "normalen" Hobos): Bushbuddy UL und dem kleinen Toaks (beide und beide brennen ohne Topf eindeutig am besten. Um den Bushbuddy mit Wald-Holz zu betreiben, zünde ich ihn immer mit einem halben Esbit-Würfel, das bringt relativ schnell die nötige Starttemperatur, dann ist auch eine längere Betriebsdauer mit Nachfüttern möglich, wobei ich beim Nachfüttern öfters mal Pusten muss, damit der wieder richtig in Gang kommt. "Richtig" gekocht habe ich mit dem allerdings noch nicht, das längste war Kaffeekochen mit dem Petromax Perkulator, wofür er schon eine Weile brennen und entsprechend oft gefüttert werden musste. Den kleinen Toaks habe ich nach einem Probelauf wieder vertickt, weil der schon ohne Topf mehr geraucht als gebrannt hat und die Abhilfe (Luftlöcher vergrößern) mir zu aufwendig war.

    Will sagen: Holzvergaser (aber auch allgemein Hobos) mit kleinen Brennkammern sind tricky, klingt bei dir durchaus nach alles im grünen Bereich - und etwas mehr Luft könnte noch gut tun, mit denen Konserven geht das ja denkbar einfach.

    Hi,


    nachdem ich anfangs auch wahrscheinlich den Einsteiger-Holzvergaser aus dem Netz geholt hatte war ich begeistert. Das dürfte der selbe sein wie ihn Kilosierra nutzt.


    Was mich dann aber recht schnell gestört hatte war, man "kann damit nur Holz". Die Kombination mit einem Spiritusbrenner war nur schwer möglich, bzw. das Handling dann für meinen Geschmack eher so lala.

    Trotzdem hab ich mir dann vom Ersparten noch den Toaks Holzvergaser geholt. Wobei ich mich heute schon frage warum? Denn die Aufgabenstellung Spiritusbrenner in Holzvergaser bliebt ja.


    Der Toaks hat natürlich ordentlich gepfeffert. Dabei zeigte isch dann aber auch für mich, natürlich ist die Verbrennung schon fast maximal effektiv, aber gerade bei Kleinstholz halt eben auch so effizient, das man dauernd nachlegen muß.

    Durch den maximalen Kamineffekt ist das eben so.

    Zur Zeit hab ich mir aber was anderes ausgedacht und dies ist ein einfacher Windschutz-Topfhalter wo man eben Kleinstholz aber auch Spiritusbrenner kann. Das Teil ist zum befüllen generell an der Vorderseite durchgängig offen und gibt für mich die beste Lösung da.

    Außerdem hat dieses Teil den Vorteil, es ist vom packen her recht ideal, weil es zum einen ein Minimum an Teilen hat und das Kernelement mit dem Blech von außen um einen Topf herum zum Transport nett passt.

    Und brenn tut´s auch gut bis super.

  • Moin,

    ein Kumpel nutzt gerne nur das Topfhalterelement des Holzvergasers in Verbindung mit einem Dosenbrenner (X-Boil) zum kochen. Das passt dann alles inklusive Spiritus und ein bisschen Kleinkram in sein Töpfchen.

    Danke für diese Idee, ich hatte da nicht dran gedacht. Kein Wunder, ich habe ja keinen Spirituskocher. Das könnte aber auch, wenns mal kein trockenes Holz gibr, eine gute Lösung mit Esbit sein. Davon habe ich immer ein kleines Päckchen dabei, eigentlich zum leichteren Anzünden, aber noch nie gebraucht.

    Bisher bin ich ja ausschliesslich Schönwetterpaddler und mache meine Ausflüge nur bei gutem Wetter. Selbst das Tarp habe ich eigentlich nur zur Beruhigung dabei, oder als Schutz gegen Tau.

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