Beiträge von Birja

    Ich hab heute eine Faltradtour in der Nähe gemacht und hatte die Reisematte dabei, wollte das spontan Aufhängen üben und mein Setup testen. Als ich mir dann was ausgekuckt hatte, hatte ich Glück, der Baumabstand passte spontan perfekt. War das herrlich, nur Vogelgezwitscher, Baumrauschen und Insektensummen! Eigentlich hatte ich mir ein Buch zum Lesen mitgenommen, aber dummerweise bin ich so geeicht darauf, wenn ich in der Hängematte liege, sofort einzuschlafen, dass nicht viel war mit Lesen :D

    Der Spot ist die Süderbeste bei Kupfermühle, Bad Oldesloe.

    Bäume sind ja im weitesten Sinne Gestelle :D

    Im "Was hast du heute so gemacht" thread kam das Thema auf, ich dachte aber, wir holen das da mal raus und machen es separat.

    bogus und TightNight hatten schon was zu dem etwas frühen Schnitt von jenshelge s Bäumen gesagt, vielleicht ist das Thema ja hier durchaus allgemein interessant, deshalb noch ein paar Details:

    Gehölzwachstum läuft so ab, dass in der ersten Jahreshälfte Längenwachstum stattfindet, der Baum macht "Wasserschosse" (kennen manche vielleicht von Apfelbäumen, ist nichts anderes als Neutriebe, also erst mal total gut). Die sind meist zunächst unverzweigt und noch weich und grün. So ungefähr jetzt, Ende Juni, Anfang August, wechselt das Wachstum von Längenwachstum auf Verholzung. Dickenwachstum eines Triebs beginnt dann erst im nächsten Jahr. Der Schnittzeitpunkt ist daher der entscheidende Faktor.

    Will man also möglichst schnell einen kräftigen und astfreien Stamm erzielen, entfernt man überzählige Äste im Spätwinter, also Mitte, Ende Februar. Dann fängt der Saft gerade an, wieder aufzusteigen, die Vorräte sind aber noch in den Wurzeln eingelagert und gehen voll ins neue Wachstum des Jahres - sprich der Austrieb konzentriert sich auf die nach dem Schnitt noch verbleibenden Knospen und Triebe. Dabei "astet man auf", entfernt also die Äste, die weiter unten am Stamm sind, lässt dem Baum aber oben ein paar lange Triebe, damit er munter weiterwachsen kann. Dabei sucht man sich den mittelsten und kräftigsten Trieb als Stammfortführung aus und macht ALLE ANDEREN Triebe etwas kürzer als den. Denn: Spitzenförderung: Was oben ist, bekommt am meisten Saft und wächst am kräftigsten.

    Soll der Baum an einer bestimmten Höhe eine Krone bilden, weil er zB in einem kleinen Garten auch nicht ZU groß werden soll, kürzt man die Triebe, die auf der anvisierten Kronenhöhe sind, ungefähr auf die Hälfte ein, um sie zum sich Verwezigen anzuregen.

    Ein Sommerschnitt bremst den Baum aus, weil sowohl Blattmasse also auch überhaupt alle in dem abgeschnittenen Teil enthaltenen Nährtstoffe dem Baum verloren gehen.

    Prinzipiell kann man auch im Herbst schneiden, dann ist aber das Risiko einer Pilzinfektion, die über die Schnittflächen in den Baum eindringt, größer, weil kein Saftfluss mehr ansteht.

    Soweit was ich dazu weiß.

    Viele Grüße

    Birthe

    Ich war heute in einem bekannten skandinavischen Möbelhaus und habe da wunderbares ultraleicht Edelstahl Kochgeschirr für den Hobo erstanden - in der Kinderabteilung.

    Das ganze Set 15 Euro. Weißte Bescheid, was die Outdoorhersteller für Margen auf ihrem Krempel habe. Und die Verarbeitung ist glatt besser. Nur das Symbol, was sagte, ich solle die Sachen nicht im Ofen benutzen, musste ich etweder sehr genau nehmen oder ignorieren. Ein Ofen ist es ja nicht :D

    Zum Feuer machen braucht man gegebenenfalls ein Beil. Und ein Beil braucht eine Axemask, ich weiß gar nicht, wie der deutsche Begriff dafür ist. Ich hab letztens ein schönes kleines Beil auf einem Pflanzenflohmarkt gefunden, geschärft und neu eingestielt und heute den Transportschutz gemacht. Als fleißige Handwerkerin hab ich alles da, was man dafür so braucht.

    Urpsrungszustand und Renoviert, Entwurf und Zuschnitt, Nieten setzen

    Kleben und fertig. Wenn ich irgendwann nochmal Lust hab mach ich noch eine Naht. Funktioniert aber auch ohne.

    sakura Da hast du Recht! ich hatte ja vor meinen Zündelexperimenten, die ich dieses Jahr begonnen habe, null Ahnung von Feuer. Wir hatten nie einen Ofen, ich war nicht bei den Pfadfindern, Grillen war immer Männersache. Als ich dann damit angefangen habe, fand ich es überraschend schwierig, ein Feuer überhaupt in Gang zu kriegen und habe es sehr genossen, damit Erfahrung zu sammeln.

    Feuer ist immer DAS Überlebenstool des Menschen gewesen. Vor nicht allzu langeer Zeit war es noch selbstverständlich, damit umzugehen. Meine Mutter hatte jedenfalls als Kind noch nen Kohleofen im Zimmer.

    Und ich glaub in der heutigen Zeit ist es gar nicht so verkehrt, den Skill wieder parat zu haben. :/

    Viele Grüße

    Birthe

    Danke für links und Infos! sakura , in deinem Thread hab ich schon ausgiebig gestöbert, schöne Sachen baust du da!

    Ihr habt natürlich viel mehr Erfahrung mit Realweltbedingungen, meiner brannte ja bisher nur bei trockenem Wetter auf der Terrasse, das ist ja easy. Easy kann er aber inzwischen echt gut, ich habe jetzt die Luftlöcher im Boden vergrößert und ein paar zusätzliche gemacht.

    Das war das Feuerholz

    (btw, letztens gab's ja die Mora "Light my Fire" Lidl Version, hab ich mir aus Jux gekauft. Ist aber doch arg spiddelig, das Companion bleibt mit separatem Firestriker im Gepäck)

    Hui das ging ab am Anfang.

    mit dem leichten Abstandhalter geht's auch mit Topf

    Nach 6 Minuten kochten 500 ml Wasser. Das kann mein E-Herd kaum schneller :D

    Der kleine Kerl wiegt mit Fuß und Topfstand 211g (Der Aufsatz steckt unten drin), mit Topf und Pfanne und Beutel drumherum 432g.

    So sah aus, was nach dem Brand übrig bliebt. Das ist doch nicht verkehrt, sagt mir höchstens, dass das Loch in der Mitte des Bodens noch größer muss :D

    Viele Grüße

    Birthe

    Vielen Dank für die Fotos Kilosierra, da kann man die Funktion ja wunderbar erkennen. Sieht nach einem gut durchdachten Teil aus :thumbup:

    wuppitom könntest du mir einen link zu einem Post, wo Du Holzvergaser / Hobo diskutiert hast, hier posten? Wenn ich nach Holzvergaser suche, kommt da nix außer diesem Thread.

    Ich hab meinen noch ein bisschen adaptiert, ich werde berichten, wenn ich wieder Gezündelt hab.

    Viele Grüße

    Birthe

    Danke für euer Input, das ist ja interessant! Kilosierra, Fotos, auf denen man erkennt, wie die Luftführung bei deinem funktioniert, wären toll!

    Den Bushbuddy hab ich mir gerade mal im Netz angeschaut, der auffälligste Unterschied ist, dass der Boden da nur ein Gitter zu sein scheint, er also maximalen Luftzug von unten hat. Ich hab nur ein paar relativ kleine Löcher drin, das wäre dann vielleicht noch der Ansatzpunkt, wo ich ihm mehr Luft geben kann.

    Vielleicht ist es einfach "richtig" so mit dem hohen Topfstand. Irgendwie müssen Flammen und Wärme ja auch oben abziehen.

    Jetzt bin ich jedenfalls schon viel zufriedener mit meinem, ohne irgendwas geändert zu haben ^^ Danke!

    Ich fasse mal alle meine MYOG Projekte, die was mit Camping zu tun haben und nicht direkt die Hängematten sind, hier zusammen.

    Starten will ich mit meinem Hobokocher. Nach ein paar Experimenten mit Spiritus Dosenkochern und Vermiculit Pillen bin ich beim Holzvergaser gelandet. Je eine Portion Birnen und Ananas später konnte es losgehen. Ich hab mich allmählich angenähert, erst mit wenigen Löchern begonnen und immer wieder Probebrände gemacht und Erfahrungen gesammelt.

    Es brannte mal mehr, mal weniger. Mal gelang eine Bestückung, mal nicht, so lernt man dazu.

    Ein erstes Kochprojekt war das beste Popcorn was ich jemals gemacht hab, Bratkartoffeln gelangen auch durchaus.

    Aber so ganz Rund läuft es immernoch nicht. Ich hab mir jetzt einen schönen Titan Topf gekauft und da heute Nudeln mit gekocht. Das hat auch leidlich funktioniert, war aber grenzwertig zu kühl. Ich habe den Eindruck, dass die Luftführung vielleicht noch Verbesserungspotential hat. So sieht es im Moment aus

    Der Boden der Innendose (im mittleren Bild rausgezogen, damit man die Lochung sieht) hat natürlich auch Löcher.

    Ich zünde ihn von oben an. Grundsätzlich funktioniert die Holzvergasung und 2. Zündung im oberen Bereich, aber er neigt immernoch zum "ersticken" und rauchen, insbesondere, wenn der Topf zu dicht drauf steht. Es braucht einen Topfhalter, der ca 2cm Abstand schafft. Die Flammen sind eher gelb, kaum blau. Es fehlt einfach ein bisschen "Wumms".

    Im Endeffekt bleibt Asche, soweit so gut, aber er erlischt oft vorher schon. Es gibt dann zwar noch glühende Kohlen, aber keine offene Flamme mehr. Sobald man feines Brennmaterial dazu wirft, geht das sofort spontan in Flammen auf, aber die etwas größeren Teile (bis 1,5 cm Dicke) brennen nicht zu Ende. Das sagt einem doch bestimmt was - aber was?

    Viele Grüße

    Birthe

    Ich habe noch gar nicht berichtet, ich hatte vor einigen Wochen nochmal einen Winter Overnighter versucht und bin gar nicht mehr mit der Outdoormatte klar gekommen. Jetzt wo ich die Risenmatte drinnen hab, war die mir plötzlich viel zu klein :D Der Schlafsack fiel am Ende raus und die Isofläche war auch nen Tick zu kurz, so dass die Schulter manchmal außerhalb des Isobereichs lag. Das störte bei 4° dann doch gewaltig, ich musste den Versuch abbrechen.

    Also nochmal von vorn, ich hab die alte ausgeschlachtet und daraus für eine neue, größere das Isofach gemacht und an die Iso ein Stück dran gestückelt. Es hat mehrere Versuche gebraucht, bis ich das Isofach mit außreichend größerer Länge dran genäht hatte, dass es weit genug war, die Iso nicht zu quetschen, wenn ich drin lag. Ich hatte die halbe Familie damit kirre gemacht, auszurechnen, um wie viel länger die "Außenhaut" sein muss und wir haben das auf 3 Wegen berechnet und kamen übereinstimmend auf ungefähr 3 cm raus. Die Realität sagte dann "nö". Da der Stoff leicht dehnbar ist, dehnt sich die innere Schicht natürlich, wenn ich drin liege, die äußere aber noch nicht und damit war die Iso platt. Nach drei Versuchen hatte ich die Außenhaut dann locker genug dran, dass die Iso gut anliegt aber nicht gequetscht wird. Ich kann jetzt sogar eine doppelte Schicht rein machen.

    Gestern dann, da es ausnahmsweise mal ruhig war in der Nachbarschaft, kurzentschlossen nach draußen gezogen und ich habe recht gut geschlafen und damit den Equipmenttest bei 4° durchgezogen. Der Schlafsack nervt noch, der ist mir zu groß und hat irgendwie lauter Gezammel dran das stört. Hatte ich gebraucht gekauft. Aber ich hab keinen Bock hunderte Euro für nen Schlafsack auszugeben und grad auch nicht den Nerv und die Zeit einen nach meinen Vorstellungen selber zu nähen. Aber sonst war ich wirklich zufrieden, dass das bei den Temperaturen funktioniert (Kleiner Reminder: Das ganze kostete insgesamt ungefähr 120 Euro).

    Für die Matte gab's jedenfalls noch ein Cabriodeck mit drei Schlaufen, durch die ich die Ridgeline ziehen kann, gegen frühe Helligkeit und die Decathlos Picknickdecke, die eigentlich als Packraft Spritzdecke mit Druckknöpfen versehen wurde, ist auch immer dabei als zusätzlicher Schutz gegen Zug.

    Viele Grüße

    Birthe

    jenshelge hat unsere schöne Tour auf der Alster ja schon erwähnt. Ich war letztens noch mit Freunden, die so einen riesen Gumotex Kahn besitzen, auf der Schwentine. Ein Traumfluss!

    Die Schwentine entspringt im ost-schleswig-holsteinischen Nirgendwo und arbeitet sich dann durch die holsteinische Seenplatte in Richtung Kiel. Wir sind am nördlichen Ende des Fuhlensees gestartet und bis zum kleinen Plöner See gekommen. Gegen Strom und Wind war das mit meinem olivgrünen Gummiboot ne ziemliche Ansage. Aber absolut herrlich! Während sich die norddeutschen Flüsse soweit ich sie kenne doch einigermaßen ähnlich sehen, sticht die Schwentine echt hervor mit den Seen, Erlenmangroven und herrlich klarem Wasser.

    Fazit: Auf jeden Fall wieder, aber dann ohne lästiges Auto, zu dem man zurück muss, sondern mit Öffis und stromab und dann hoffentlich mit Hängemattenübernachtungen auf dem Weg :D Bäume gibt's reichlich.

    Hallo,

    Ich meine ich hab irgendwann irgendwo hier im forum mal einen diy Topfständer gesehen, der aus 3 streifen Lochband bestand, die jeweils so bandnudelartig in sich verdreht waren und an einer Stelle miteinander verschraubt. Ich finde das nicht wieder, kann jemand mit einem link helfen?

    Viele Grüße

    Birthe