Stealth Tarp Abdunkelungsbeschichtung, Wärmebildkamera

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  • Heute in meiner Decathlon-Filiale habe ich mir dieses Tarp angeschaut. SOLOGNAC Plane Bushcraft Camping 4×4 m. Der Mitarbeiter erklärte mir, dass es sich um ein Stealth-Tarp handelt, da es innen schwarz ist. Das Tarp ist tatsächlich vollständig schwarz innen, rabenschwarz. Ich habe gleich eine Stirnlampe genommen und getestet, dass das funktioniert – es klappt, es kommt so gut wie kein Licht durch. Mir sind bisher keine Tarps bekannt, die innen schwarz sind. Habe ich etwas verpasst? Werden auch andere Bushcraft-Tarps speziell schwarz gefärbt, um in der Nacht nicht entdeckt zu werden? Ich wäre allein nie auf die Idee gekommen, aber das hat durchaus etwas Sinnvolles, finde ich.

    https://www.decathlon.de/p/plane-bushcraft-camping-44-m-wasserdicht-khaki/_/R-p-345869?mc=8796848

  • Es gibt schon lange Zelte, die innen schwarz sind. Ich persönlich kann das gar nicht leiden, weil ich es auch nachts nicht ganz dunkel haben will und vorallem, weil ich es genieße wenn morgens die Sonne aufs Tarp scheint. Das hebt meine Stimmung gleich gewaltig. Ausserdem will ich nicht schon nachmittags oder gegen Abend (in der HM liegend) eine Lampe anmachen müssen....

    Ich sehe nur einen Grund warum man sich sowas kaufen könnte: man ist regelmässig im Sommer in Schweden oder Norwegen und kann wegen der Helligkeit nachts nicht schlafen. Ansonsten finde ich, dass eine schwarze Beschichtung nur Nachteile hat.

  • Es gibt eine große Community, die sammelt und erfreut sich an Taschenlampen. Da geht es bis in tausende Euro 🙈


    Trotzdem will ich kein dunkles Zelt/Tarp

  • Ich sehe nur einen Grund warum man sich sowas kaufen könnte: man ist regelmässig im Sommer in Schweden oder Norwegen und kann wegen der Helligkeit nachts nicht schlafen. Ansonsten finde ich, dass eine schwarze Beschichtung nur Nachteile hat.

    Sonnenschutz. Unter einem sehr leichtem Tarp wird es auch sehr schnell ordentlich heiß. Decathlon hatte mal analog zu den "fresh&black" Zelten ein entsprechendes Tarp. Das nutze ich gerne eben für jenen Anwendungszweck auf Festivals oder ähnlichen Campinggelegenheiten. Für ne Trekking-Tour o.ä. aber natürlich Quatsch...

  • Moin,

    von innen schwarz beschichtete Tarps wären mir persönlich darunter einfach zu dunkel.

    Die Aqua Quest Defender Tarps sind innen TPU beschichtet und die sind für mich schon an der Grenze.........

    Schwarz beschichtete Stoffe trocknen allerdings in der Sonne ein bisschen schneller.

    Da Jäger, Förster und andere Waldoffizielle heutzutage oft mit Wärmebild/IR Technik ausgestattet sind, bringt ein "nur" Licht undurchlässiges Tarps oft nichts.......

    Für mich persönlich macht ein Stealth Tarp eh keinen Sinn da Hund Bonny meistens laut schnarcht......😊

    Gruß von der Ostsee

  • Es gibt schon lange Zelte, die innen schwarz sind. Ich persönlich kann das gar nicht leiden, weil ich es auch nachts nicht ganz dunkel haben will und vorallem, weil ich es genieße wenn morgens die Sonne aufs Tarp scheint. Das hebt meine Stimmung gleich gewaltig. Ausserdem will ich nicht schon nachmittags oder gegen Abend (in der HM liegend) eine Lampe anmachen müssen....

    Bei einem Zelt, ja. Und ich weiß, was du meinst mit der Morgensonne auf dem Tarp und wie das die Stimmung beeinflusst.

    Bei einem Tarp hat man aber mehrere Möglichkeiten: mit Türen, Halbtüren, ohne Türen, hoch oder niedrig, Tarp bleibt im Snakeskin oder einseitig zurückgeklappt. Ich war öfter in Situationen, in denen ich nicht entdeckt werden wollte und deshalb auf Licht und Handy verzichten musste. Das beeinflusst auch die Stimmung. Ich finde die Idee gut. Zumindest einseitig schwarz innen.

  • Ich denke schon............

    Wenn man alleine die vielen Wildkameras entdeckt die hier in meiner Gegend im Wald rumhängen .........

    Die "Hüter" der Wälder haben in den letzen Jahren ordentlich aufgerüstet.

    In den Bushcraft Foren werden etliche Beispiele genannt, daß es in manchen Wäldern Deutschlands mittlerweile schwer sein kann unentdeckt zu bleiben.

  • Ist das wirklich so?

    Bin gerade mit einem Förster und Jäger von der Tour zurück, der mit Wärmebild jagt. Ist wohl seit einiger Zeit erlaubt, mag je nach Bundesland unterschiedlich sein.

    Und im Elbsandsteingebirge setzt man das nächtliche Betretungsverbot wegen der ständigen, menschengemachten Waldbrände inzwischen wohl auch gelegentlich per Wärmebild durch.

    On the upside - der kurzsichtige, tattrige, am besten noch angetrunkene Jäger, der auf Verdacht auf alles schießt, was irgendwie Geräusche im Busch macht, stirbt damit hoffentlich sprichwörtlich aus, was wiederum die Lebenserwartung biwakierender Wanderer erhöhen dürfte ^^

    2 Mal editiert, zuletzt von hangloose (8. Mai 2025 um 08:21)

  • Die Einschätzung von perplexity.ai zur Erkennungsreichweite einer Handwärmebildkamera: 5 bis 15 Meter

    Mich würde interessieren, was ein erfahrene Förster dazu sagt.

    Berücksichtigte Faktoren

    • hochwertige Handwärmebildkamera
    • Person im Schlafsack
    • Person zusätzlich unter einem Tarp
    • nur nachts
    • Umgebungstemperatur über 15 °C
    • mitteldichter Wald mit Vegetation und Bäumen
    • ohne Feuer

    Einschätzung der Erkennungsreichweite
    Eine hochwertige Wärmebildkamera (z. B. ThermTec Wild 650, 640 × 512 Pixel, hohe Sensitivität) ermöglicht detailreiche Bilder und eine gute Erkennung selbst bei schwacher Wärmesignatur. In idealen Bedingungen ist eine Erfassung auf bis zu 50 m möglich; durch Vegetation oder ein Tarp wird die Reichweite jedoch stark eingeschränkt.

    Ein Schlafsack isoliert die Körperwärme und reduziert die nach außen abgegebene Wärmestrahlung, wodurch die Wärmesignatur deutlich abgeschwächt wird. Eine Erkennung ist dann nur aus geringer Entfernung möglich. Auch Tarp-Material dämpft und streut Wärmestrahlung zusätzlich, was die Signatur weiter reduziert und die Detektion erschwert.

    In mitteldichtem Wald behindern Vegetation und Bäume die Ausbreitung der Wärmestrahlung durch Blockierung und Streuung, was die Sichtweite der Kamera weiter einschränkt.

    Bei Nacht und Temperaturen über 15 °C besteht zwar ein Temperaturkontrast zwischen Körper und Umgebung, dieser ist jedoch geringer als in kühleren Nächten, was die Erkennung zusätzlich erschwert.

    Quellen

    1 faz.net Die beste Wärmebildkamera | Test 05/2025 | F.A.Z. Kaufkompass
    2 waermebild24.com ThermTec Wild 650 | Wärmebildkamera - Waermebild24.com
    3 venari-jagdtechnik.de Die effektive Reichweite der Wärmebildgeräte
    4 maximtac.de Wärmebildkamera » Für die Jagd » Handgeräte - Maximtac
    5 all4shooters.com Die 10 wichtigsten Punkte, um die richtige Wärmebildkamera zu finden
    6 alpenoptics.de Entdecken Sie hochpräzise Thermografiegeräte von ALPEN OPTICS für vielfältige Anwendungen.
    7 nighthunting.eu Wärmebildkameras auf dem Markt - Nighthunting
    8 kentfaith.de Wie Weit Kann Eine Wärmebildkamera Sehen ?

  • Würde ja für die Jagd keinen Sinn machen.

    ChatGPT kommt zu anderen Ergebnissen:


    Als Vorsatzgerät vor dem Zielfernrohr lässt sich dann mit einem zoombaren Exemplar auch noch rein zoomen.

  • Mich persönlich betrifft das nicht, da ich nur dort übernachte wo es erlaubt ist. Dadurch muss ich gar nicht unentdeckt bleiben...

    Ich möchte in der Welt leben wo die einzige Gefahr nachts allein im Wald eine Geldstrafe wäre.

  • 22kN Die Kameras machen Temperaturunterschiede bzw. Oberflächen mit unterschiedlicher Wärmeabstrahlung sehr deutlich sichtbar. Sobald zum Beispiel dein Gesicht in direkter Linie zur Kamera auftaucht, wird es grell leuchten. Tarp dazwischen sollte bereits viel abschirmen.

    Offline ist am schönsten!

  • Ich verstecke mich im Wald nur vor den Gassi-Gehern um meine Ruhe zu haben.

    Vor einem Jäger verstecken finde ich ehr dum. Wenn der Jäger nicht erkennen kann das ich in der Nähe abhänge hat er freies Schussfeld, auch in meine Richtung....

    Deshalb hänge ich manchmal lieber in unmittelbarer Nähe zum Hochsitz. Damit verscheuche ich das Wild nicht und wenn ein Jäger kommt ist die Situation mit einem freundlichen Gespräch schnell geklärt.

    Wenn man stört muss man halt mal schnell abbauen und etwas weiter ziehen. Ist mir bisher zweimal passiert,einmal Förster und einmal Jäger, und beide male habe ich einen Tip bekommen wo ich ungestört die Nacht verbringen konnte.

    Don't Panic

  • ... Deshalb hänge ich manchmal lieber in unmittelbarer Nähe zum Hochsitz. Damit verscheuche ich das Wild nicht und wenn ein Jäger kommt ist die Situation mit einem freundlichen Gespräch schnell geklärt...

    Wie unterschiedlich die Erfahrungen doch sein können.
    Da man in S-H nachts im Wald nicht abseits der Wege sein darf (man müsste also quer über den Weg hängen :saint:), habe ich mal in einem kleinen Privatwald angefragt - und die Erlaubnis der Eigentümerin auch bekommen.
    Präventiv habe ich aber noch den Jagdpächter ausfindig gemacht und ihn ebenfalls angesprochen. Genau wie Du, Walkabout , hatte ich die Idee, in unmittelbarer Nähe zu dessen Hochsitz zu hängen. Damit wäre geklärt, dass ich weder ihn störe noch er mich ggf. gefährdet.

    Ich fand das eine tolle Idee von mir.

    Er nicht. Also überhaupt nicht.
    Da stände ja schließlich ein Hochsitz, weil das Wild da immer vorbei käme. Wenn ich da jetzt auch noch hinge, würde ich das Wild ja vertreiben (und es schlimmstenfalls sogar seine Wanderruten ändern...).

    Okay, so unterschiedlich können die Sichtweisen sein.

    Ich hätte so gern einen Waldplatz in meiner Wohnortnähe gehabt, wo ich ab und zu mal abends hinspazieren und über Nacht bleiben kann. Ist nicht, sagt er.

  • Ich finde es durchaus bemerkenswert, dass manche Jagdpächter offenbar der Meinung sind, sie hätten ein exklusives Nutzungsrecht am gesamten Wald – inklusive Hausrecht. Rein rechtlich ist das allerdings nicht der Fall.

    Ein Jagdpächter hat lediglich folgende Rechte:

    - Er darf auf dem gepachteten Revier die Jagd ausüben.

    - Er ist für die Hege des Wildbestands verantwortlich.

    - Und er kann Maßnahmen zur Verhütung von Wildschäden im Straßenverkehr treffen.


    Was er aber nicht hat:

    - Eigentumsrechte am Wald.

    - Ein allgemeines Hausrecht, um Besucher des Waldes zu verweisen.

    - Die Befugnis, das Betretungsrecht der freien Landschaft einzuschränken (§ 59 Bundesnaturschutzgesetz).


    Er darf mich also nur dann des Waldes verweisen, wenn eine offizielle Jagd mit behördlicher Genehmigung stattfindet und diese auch entsprechend gekennzeichnet ist. Alles andere ist rechtlich haltlos.

    Natürlich sollte man sich respektvoll verhalten, wenn klar ist, dass gerade gejagt wird – aber das erkennt man dann eben auch an den entsprechenden Schildern.

    Und wenn es doch mal juristischer wird: § 59 BNatSchG ist hier das passende Stichwort.

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