Hammock Fairy Der Finnskogen (Provinz Innlandet) ist tatsächlich eines der Gebiete, in denen Braunbären leben. Gesehen habe ich aber keinen. Ich habe auch nicht gehört, dass ich meinen Proviant in Entfernung zu meinem Lagerplatz hätte aufhängen müssen oder sollen. Die Bären sollen die Menschen auch weitestgehend meiden. Ob sie das wissen?
Finnskogleden im Oktober 2024
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Levi Ich habe tatsächlich sehr auf das Gewicht geachtet, allerdings nicht um jeden Preis - monetär und funktionell. Die Stiefel z.B. kommen aus Skandinavien und sind genau für solche Gebiete erfunden worden. Und ehrlich gesagt, habe ich mich über den Halt im Knöchelbereich gefreut. Dass sie leider nicht so lange wasserdicht waren, verbuche ich als Anwenderfehler.
An manchen Stellen hätte ich Gewicht sparen können, z.B.:
- Liner (ca. 100g)
- leichtere Stirnlampe (ca. 50g)
- leichteren Dry-Bag für den UQ (ca. 20g)
- keinen Kompaß und keine Karten (ca. 240g) - aber was, wenn das Handy schlapp macht?
- leichtere Gamaschen (ca. 150g+)
- keine Angel + Zubehör (ca. 670g)
- Verzicht auf Schirm und Schirmhalterung (ca. 130g)
- leichteren UQP (ca. 150g)
- bessere Planung des Brennstoffverbrauchs (ca. 200g vielleicht)
- Schlafhose aus Polartec Alpha (ca. 50-90g)
u.a.
Da hätte ich vermutlich 2kg sparen können oder sogar noch mehr.
Das "worn weight" finde ich persönlich überbewertet und auch nicht genau zu definieren: An einem Tag trage ich mein Shirt, dann mein Shirt inkl. Alpha-Hoodie, an einem anderen Shirt mit Regenjacke, in den Pausen alles zusammen.
Ein Faktor, der für mich nicht wirklich kalkulierbar war, war das Wetter. Da hätte es unterschiedliche Szenarien geben können:
- Temperaturen unter dem Gefrierpunkt (-6 Grad C ist nicht unnormal) und Schnee,
- Temperaturen um den Gefrierpunkt mit und ohne Regen (laut Wettercharts gibt es im Oktober nur zwei / drei regenfreie Tage (wenn ich das gerade richtig erinnere)),
- (nächtliche) Feuchtigkeit in Form von Nebel oder einfach nur hoher Luftfeuchtigkeit.
Dass es am Ende wärmer war und auch weniger geregnet hat, war nicht abzusehen.
Deswegen bin ich insbesondere bei meinem Schlafsetup auch lieber auf der sicheren Seite. Wenn ich dafür "meine Ängste mit einpacke", ist das wohl so. Hätte ich nur Temperaturen bis zum Gefrierpunkt erwartet, dann wäre ich leichter unterwegs gewesen.
Klar, weglassen ist die erste Option. Der entscheidende Faktor jedoch ist, dass ich mit diesem Rucksack mit 12-14kg sehr gut klarkomme, vor allem, wenn ich erst einmal einige Tage unterwegs bin und anfangen habe, Muskulatur aufzubauen.
Und vieles habe ich ja bereits und wenn ich Kleidung und Ausrüstungsgegenstände "aufgebraucht" habe, würde ich wohl auch leichter kaufen. Aber so lange muss es halt so gehen.
Und wegen der Unterhose: Gelegentliches waschen und nächtliches lüften hilft

Ich flirte mit UL, aber ich bin keiner. Trotzdem habe und kann ich von dieser Philosophie viel lernen.
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Ich habe mich weitestgehend von UL verabschiedet, da ich nicht mehr zu Fuß unterwegs sein werde. Aber mit nassen Stiefel, die dann über 2 KG wiegen rumlaufen, das hat doch Potential Es gibt doch hohe, leichte Stiefel unter 1KG. Dazu Sealskinz, fertig.
Auf einen Schirm würde ich in der Gegend auf keinen Fall verzichten, es sei denn es ist klar, dass es sehr windig sein wird.
Nachts frieren ist für mich auch ein Horror. Aber ich würde mittlerweile auch in der Daunenjacke schlafen, dafür lieber einen leichteren TQ. Ansonsten, ja klar, leichtere Lampe, UQProtektor etc. macht vielleicht 500g aus, max 1 KG. Dafür meist teuer bezahlt. Wenn Du das Kilo eh mit links trägst, warum sollte es stören.
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Moin,
In feuchten bis nassen Gegenden/Zeiten (außer im Hochsommer) schwöre ich weiterhin, wie viele Skandinavier auch, auf halbhohe Wandergummistiefel mit einem zum längeren Wandern geeigneten Fußbett.
Da gibt es mittlerweile einige verschiedene gute Marken und Modelle auf dem Markt.
Ich trage dann meistens dünnere Coolmax Socken auf der Haut und darüber ein paar dickere Wollsocken oder spezielle Gummistiefel Socken. So habe ich nur sehr selten Probleme mit feuchten Füßen und kann auch mal einen Bachlauf überqueren oder entlang laufen ohne nasse Füße zubekommen. Nasses Gras oder sumpfiger Boden sind mit Gummistiefeln auch kein Problem mehr.
Für Leute mit extremen Schweissfüssen vielleicht nicht unbedingt geeignet.
Gruß von der Ostsee
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Hi,
toller Bericht, danke dir fürs mitnehmen. Der Herbst hat schon was, gerade wenn es so aus sieht wie auf den ersten Bildern am See. Aber er kann auch auf die Stimmung drücken bei Dauernebel und Nässe. Wenn dann noch einstellige Temperaturen dazu kommen werden die Pausen/Zerodays immer weniger. Das macht dann einfach keinen Spaß.
Gerade für Touren, wo es immer wieder auch Shelter und Hütten gibt müsste man eigentlich auf Crosshammock umsteigen um im Bedarfsfall die Isomatte griffbereit zu haben. Hatte das für den Bohusleden mal überlegt...aber beinhaltet auch wieder ne Menge Anschaffungskosten.
Das Gebiet um Arvika ist bekannt für seine weißen Elche. Hatte dort auch schon mal so eine Begegnung auf dem weg zum Einkaufen in die Stadt. Die Enttäuschung war groß, als mein Vater nach langer Fotosession zu Hause feststellen musste, das kein Film im Apparat war

Das mit dem toten Reh ist ja immer das Hauptargument bei den Gesprächen über ungefiltertes Wasser aus dem Fluss. "Und was wenn oberhalb ein totes Tier im Wasser liegt?" Habe die Chance immer 1:1.000.000 abgetan. Aber siehe da, das gibt es wirklich.
Das Gefühl eines nicht so schönen Lagerplatzes kenne ich ebenfalls sehr gut. Auf wirklich jeder Reise ist einer dabei. Manchmal geht es die ersten 3,4 oder 5 Tage nur Berg auf. Jeder Platz ist besser als der gestrige, die Superlativen überschlagen sich, aber irgendwann kommt der Platz. Ein ungeschriebenes Gesetz

(PS: Im Bericht fehlt mir etwas die Kalkulation der Luftfeuchte und Taupunkt, abends in der HM. Tipps was zu Beachten ist gab es ja nun genug
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Ein herzliches Danke, Sundance , auch von mir.
Für diesen wundervollen Bericht, detailreich, flüssig lesbar geschrieben und wohlformuliert.
Man (ich) lese zwischen Deinen Zeilen die ganz offensichtliche Erfahrung mit solchen Touren.
Danke für Beschreibungen, Erläuterungen, Hinweise. Ein fantstischer Ausflug in eine (mir) fremde Welt.
Und Fotos zum Niederknien.Ganz ganz toll!

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Da kann ich mich nur anschließen! Danke, dass du uns auf diesem Weg alle mitgenommen hast

Die Fotos sind wirklich richtig gut! In der Packliste ist keine Kamera, hast du die etwa mit deinem Smartphone gemacht?

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Ja, meine große Kamera hätte mir mein Baseweight verhagelt
Alles nur mit dem Handy -
Auch von mir vielen Dank für den tollen Bericht!
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Auch ich will und darf meinen Dank für diesen imposanten Bericht loswerden.
Riesen-Aktion!!!
Planung-Durchführung-Bericht
Respekt und sportliche Anerkennung
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Vielen Dank für's Mitnehmen! Ich habe zwar jetzt eine Runde Heimweh nach "meiner" Nordmarka, in der es ganz ähnlich aussieht, aber das geht auch wieder vorbei. Tolle Bilder, tolle Tour.

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Super interessanter und ausführlicher Reisebericht mit wunderschönen Photographien! Das macht Fernweh...
In den skandinavischen Ländern war es noch nie, aber da will ich auch unbedingt mal hinter. Es sieht so schön aus dort. Die viele noch deutlich unberührtere Natur als wir es von so dicht bevölkerten Gegenden wie Deutschland, oder seinen meisten Nachbarländern kennen.
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