Bei meiner Tour neulich im Kellerwald kam ich morgens an einem ziemlich entlegenen Bauernhof am Waldrand lang. Als ich gerade an der Zufahrt zum Haus vorbei war, kam plötzlich ein recht großer Hütehund auf mich zu gelaufen und bellte mich schon von weitem an.
Ich habe grundsätzlich kein Problem mit Hunden. Da ich in meinem Leben aber schon die ein oder andere unschöne Situation mit freilaufenden und vor allem nicht gut erzogenen Hunden erlebt habe, habe ich einen gewissen Respekt.
Ich habe mich natürlich erstmal erschrocken. Bin aber ruhig geblieben, hab dem Hund einen guten Morgen gewünscht und mich langsam wieder auf meinen Weg gemacht.
Da kam dann auch schon direkt ein zweiter Hund von Hof angerannt. Dieser schien noch etwas aggressiver zu sein und spätestens als sie bellend im Kreis um mich herum liefen, wurde ich wirklich nervös.
Intuitiv habe ich meine Trekkingstöcke, die ich die ganze Zeit in den Händen hielt, genutzt, um den Abstand zwischen mir und den Hunden aufrecht zu erhalten.
Gefühlt, hat sie das aber etwas wütender werden lassen.
Ich habe mich dann langsam weiter vom Hof weg bewegt und versucht den Hunden mit lauter, bestimmender Stimme mitzuteilen, dass sie sich besser aus dem Staub machen sollten.
Das ich mir in Wahrheit beinahe in die Hose gemacht habe, haben sie aber bestimmt gemerkt 😀
Nachdem wir dann so 150-200m vom Hof weg getänzelt sind, sind die Hunde plötzlich zurück gerannt.
Von den Besitzern war nach wie vor keine Spur. Ich hab mich dann natürlich schnell aus dem Staub gemacht.
Dieses Erlebnis beschäftigt mich aber nach wie vor immer Mal wieder. Und da es kommende Woche mal wieder auf eine mehrtägige Wanderung geht, Frage ich mich, wie ich mich in einer solchen Situation am besten verhalten sollte.
Falls hier also Hundeexperten unter uns sind, bin ich über Tipps dankbar.
Ich spiele tatsächlich auch mit dem Gedanken, mir ein Pfefferspray zuzulegen. Dieses würde ich natürlich nur im absoluten Notfall einsetzen und dient wahrscheinlich eher zur Beruhigung.