Finne für Packraft

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  • Hallo an alle Packrafter!

    Ich möchte an mein Advanced Elements Packraft gern eine Finne montieren damit der Geradeauslauf besser wird. Ich fotografiere gern vom Boot aus (z.Z. Eisvögel und Kuckuck), aber das dreht sich ziemlich stark, sobald ich mit Paddeln aufhöre. Ich hatte letztes Jahr die Anfibio Finne bestellt, aber die passt nicht zur Rundung meines Bootes. (Sie ist zu flach - zu wenig gewölbt.) Da sie aus Kunststoff ist, hatte ich sie versuchsweise heiß gemacht (bei 35 Grad in die Mittagssonne gelegt, aber auch in die Mikrowelle getan) und gehofft, dass ich sie dann etwas biegen könnte. Blieb aber nicht dauerhaft so.

    Im Internet habe ich Stunden damit verbracht, zu schauen, ob es eine passende Finne für mich gibt, aber daraus wurde nichts.

    Jetzt meine Frage an die 3D Drucker Fraktion: könnte man so eine Finne passend drucken? Die Einschiebehalterung von Anfibio habe ich ja noch.

  • Prinzipiell geht das, ja. Das Problem dürfte die Haltbarkeit sein - das Anfibio-Skeg ist aus einem sehr robusten Kunststoff, der in dieser Form mit haushaltsüblichen 3D-Druckern nicht ohne weiteres verarbeitet werden kann. An deiner Stelle würde ich versuchen, das Skeg vorsichtig mit einer Heißluftpistole aufzuwärmen - wenn ich mich richtig erinnere ist das ganze ein Thermoplast, der allerdings erst deutlich oberhalb von 200° formbar wird (Nylon 6/6 mit Glasfaserfüllung).

  • DL1JPH danke für die Info. Da ich eher keine Wildwasserfahrten mache, sondern nur hier auf dem See herumpaddle, wäre die Stabilität nicht so wahnsinnig wichtig.

    Eine Heißluftpistole habe ich nicht, hatte ich auch noch nie in der Hand und 200 Grad hört sich für mich auch eher abschreckend an....

    hangloose Bei mir ist der Boden ja aufblasbar (was ich sehr schätze) und verläuft sozusagen in Längsschläuchen. Die genaue Mitte (in Querrichtung, also da, wo ich die Finne plazieren würde) liegt genau zwischen 2 Wülsten, so dass ich die Halterung auf 2 Schläuche kleben müsste. Das stelle ich mir schwierig vor, weil sich der Abstand zwischen den beiden natürlich beim Aufblasen ändert. Wenn ich die Halterung also im aufgeblasenen Zustand aufklebe, habe ich hinterher, wenn die Luft abgelassen ist keine ebene Fläche zum Einpacken und wenn ich sie im luftleeren Zustand aufklebe habe ich hinterher vielleicht zu wenig Spannung auf der Halterung, so dass die Finne nicht richtig hält..

    Oder mache ich einen Denkfehler?

  • Ist zwar schwerer, aber könnte man nicht zwei kleinere Finnen auf je einen Schlauch kleben,?

    Die Halterung, in die die Finne eingeschoben wird, ist in der Breite wie ca. 2 Schläuche, denn der "Fuß" der Finne hat eine gewisse Breite, damit er stabil ist, und die Halterung muß dann noch breiter sein, damit sie nicht einreißt.

    Ich mache morgen mal Fotos davon.

  • Hier also die Fotos: wie man sieht paßt die Finne von der Rundung her nicht auf das Heck meines Boots:

    Obwohl ich sie schon etwas gebogen habe (in die Sonne bzw. Mikrowelle und dann Steine in den Spalt geklemmt)

    Und wenn ich die Finnenhalterung auf den Boden kleben würde, würde sie auf zwei Schläuchen sitzen, was im aufgeblasenen Zustand schwierig zum Aufkleben/Andrücken wäre.

    Und die Frage wäre, ob die Finne ihre Funktion - zumindest weitgehend - erfüllt, wenn sie im Vergleich zum Heck so "tief" liegt.

    Was denkt ihr?

  • Für die Option Boden: Die Patches zum aufkleben könntest Du ja zurechtschneiden, dass sie nur auf einer Luftkammer sitzen.

    Ggf. Dann zwei Finnen auf zwei seitlichen Kammern, da ja keine Kammer mittig liegt, wie du schreibst.

    Ich denke schon, dass das was bringt, es geht ja um die Verdrängung seitlich.

    Und für die Option Heck: ich weiß gar nicht, ob die Rundung bei anderen Booten immer so perfekt 100% passt. Das Boot müsste sich doch beim aufblasen etwas anpassen?

  • Dann zwei Finnen auf zwei seitlichen Kammern, da ja keine Kammer mittig liegt, wie du schreibst

    Oder denkst du, dass es ein Problem wäre, wenn ich nur eine Kammer nehme, auch wenn die dann nicht genau in der Mitte liegt?

    Vielleicht muß eine Finne ja gar nicht exakt in der Mitte sein....

    Das Boot müsste sich doch beim aufblasen etwas anpassen?

    Da bin ich mir bei TPU (im Gegensatz zu z.B. PVC, das mehr Stretch hat) nicht so sicher, dass es flexibel genug ist und keinen Schaden nimmt. Oder aber, dass bei zuviel "Spannung" der Kleber nicht hält. Es fehlt auf der einen Seite zur Bootrundung schon ca. 1 cm und auf der anderen Seite 0,5 cm.

    Finne direkt unter's Heck?

    Wie meinst du das? So habe ich es oben auf dem 1. Bild ja hingelegt. Oder meinst du was anderes?

  • denkst du, dass es ein Problem wäre, wenn ich nur eine Kammer nehme, auch wenn die dann nicht genau in der Mitte liegt?

    Vielleicht muß eine Finne ja gar nicht exakt in der Mitte sein....

    Ich würde tippen, dass das deinem Geradeauslauf mehr schaden als nutzen dürfte, ist ja wie ein Wiederstand auf nur einer Seite.

    Aber dass tpu sich in der Dimension 0,5-2cm nicht flexibel genug ist, würde ich eigentlich nicht erwarten. Und wenn man bedenkt, dass ja auch die Gelenkschlaufen nur aufgeklebt sind und da auch mit Zurriemen gut Spannung drauf kommt, würde ich mir auch um die Klebeverbindung nicht zu viel Sorgen machen.

    Wo hast Du die Finne denn gekauft? Den Packrafting Store kann man mit solchen Fragen durchaus mal belämmern...

  • Na ja - der richtige Paddelschlag dabei ist doch nicht außer acht zu lassen oder?

    Ja — und der beinhaltet idR zumindest beim "Steuermann" eine Phase, in der das Paddel ähnlich wie eine Finne eingesetzt wird.

    Die Wikinger hätten es aber auch nicht bis Amerika geschafft, wenn sie wegen ihrem Seitenruder ständig im Kreis gefahren wären :).

  • Ich bin ja kein Physiker, aber das ist doch alles nicht mit der nicht zentrierten Finne am Packraft vergleichbar?

    Auch das Seitenruder wird ja bewegt, variiert und gerudert. Ich bin gerade erst mehrere Monate lang mit traditionellen Ruderbooten mit derartigen Seitenrudern mit gerudert. Und es ist ja genau zu dem Zweck gedacht, vom Geradeauslauf abzuweichen.
    Bzw. am spitz zulaufenden Heck sitzt es ja ohnehin auch fast mittig. Zumindest dürfte die Abweichung bei dem Geradeauslauf eines etliche Meter langen, tief im Wasser liegenden, tonnenschweren Wikingerkahns wohl ohnehin zu vernachlässigen sein.

    Das hier ist im Vergleich einen flacher Luftballon, der auf dem Wasser liegt - und alles, was in's Wasser ragt, wäre eine zur Seite versetzte Finne. Wie das nicht zur Seite ziehen soll, müsste mir das jemand mal physikalisch erläutern.

  • Ich schlage vor, die Finne nicht unter die schlanken Wülste des Bodens zu kleben, sondern ganz am Bootsende unter den dicken (bootsumlaufenden) Rand.

    So habe ich es ja auf dem obersten meiner Bilder gezeigt. Aber da passt halt die Rundung der Finne nicht gut genug. Die ist einfach deutlich zu flach verglichen mit dem Heck.

    Ich würde tippen, dass das deinem Geradeauslauf mehr schaden als nutzen dürfte,

    Im Verhältnis zur Breite des Bodens (in Querrichtung) wäre die Finne nur ca. 3 cm aus der Mitte. Das ist ja eigentlich nicht viel.

    Die Finne hatte ich bei Anfibio bestellt, weil ich gehofft hatte, dass deren Finne auch auf mein Advanced Elements Boot passen könnte. (Ich hatte auch die Finne von Grabner, aber mit der ging es noch weniger. ) Ich wollte eigentlich nicht deren Zeit für meine Fragen in Anspruch nehmen, da das Boot ja nicht von ihnen ist... außerdem hatte ich gehofft, dass jemand der hiesigen Forumsmitglieder, von denen ja einige ein Packraft haben, auf den Komfort einer Finne auch nicht verzichten wollten und vielleicht Erfahrungen damit hat.

    Anderes Packraft kaufen?

    Dann eher, wie bisher, ohne Finne paddeln, denn ich habe dieses Boot sehr bewusst herausgesucht, da es für mich am besten passt.

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