Bikepackingtour mit Hängematte durch die Lausitz und entlang von Neiße und Oder

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  • Schon eine Woche her, aber immer noch ein Anlass zum drüber Nachdenken: nach Ostern bin ich in einer der dünn besiedeltsten und dafür wolfreichsten Gegenden mit Fahrrad und Hängematte unterwegs gewesen.

    Hier ist meine Fahrradbepackung. Falls sich jemand, der selbst meistens nur Kaffeegeschirr dabei hat, fragt, warum hier so viele Taschen dran sind: Ich hatte neben Proviant für drei Tage und dem Hängematten-Übernachtungssetup auch noch ein Hot-Tent und einen Zeltofen dabei. Beides habe ich aber nicht benutzt, weil es wider Erwarten recht mild blieb und ich abends zu faul und kaputt war, beides erst aufzubauen.

    Es herrschte Aprilwetter und regnete auch häufig. Deshalb boten solche Schutzhütten unterwegs immer eine willkommene Unterstellmöglichkeit.

    Die Tour führte immer wieder an meist stillgelegten Tagebauen vorbei.

    Die erste Übernachtung fand dann auch an einem der vielen Tagebauseen statt. In der Dämmerung kam noch ein einstiger Bergarbeiter vorbei und fragte mich, ob ich denn gar keine Angst vor den Wölfen in der Gegend hätte. Die hätten hier schon das ganze Wild und alle bodenbrütenden Vögel aufgefressen.

    Auf dem Weg zum Ufer bot sich dann ein Bild, das diese Aussage zu bekräftigen schien. Aber ich war einfach zu müde, um mir darüber noch groß Gedanken zu machen und habe tief und gut geschlafen.

    Am nächsten Tag bin ich bei Bad Muskau an die Neiße gestoßen und habe erst mal den großartigen Landschaftspark von Fürst Pückler dort bewundert.

    Anschließend bin ich auf die polnische Seite der Neiße gewechselt, was sich aber als Flop erwies, weil dort kein Radweg existierte.

    Der Radweg auf deutscher Seite war hingegen ein Radfahrertraum.

    Übernachtet habe ich bei Guben auf einer sogenannten Schwedenschanze - und erstmals in diesem Jahr waren auch richtig viele Mücken unterwegs.

    Um sechs Uhr war die Nacht vorbei, aber ich liebe diese Art von "Lärm".

    Vormittags zeigte sich noch mal die Sonne, aber es regnete doch häufiger als man es hier sieht.

    Hier fließt die kleine Neiße in die große Oder.

    An der Oder fährt man häufig neben dem Deich und hat keinen Blick auf die Flussauenlandschaft, was die Radelei auch etwas eintönig macht.

    Das hier ist die DDR-Planstadt Eisenhüttenstadt. Etwas weiter nördlich davon bin ich in Frankfurt/Oder in den Zug nach Berlin gestiegen. War eine schöne Tour!

  • Die App "whoBIRD" basiert auf der App "BirdNet" und funktioniert ebenfalls offline. Ich nutze die App aber erst versuchsweise und kann deshalb noch keine Empfehlung aussprechen. BirdNet finde ich super, aber man benötigt halt eine Internetverbindung.

    EDIT: Beide Apps scheinen Vögel recht zuverlässig anhand ihres Gesangs zu erkennen. "whoBIRD" benötigt nur etwa 50 MB Datenspeicher, bietet aber nur eine akustische Bestimmung von Vögeln, während "Merlin" Vögel auch auf Fotos erkennen kann.

  • Da sieht man mal wieder, wie gefährlich die Bodenbrüter leben :)

    Du sagst es! Für mich ist das psychologische Argument, vom Boden weg zu sein, neben dem Komfort ein Hauptargument für die Hängematte. Ich bin mir auch relativ sicher, dass z.B. Wölfe einen in der Hängematte gar nicht als potentielle Beute erkennen können. Letzteres trifft natürlich auch aufs Zelt zu.

  • EDIT: Beide Apps scheinen Vögel recht zuverlässig anhand ihres Gesangs zu erkennen. "whoBIRD" benötigt nur etwa 50 MB Datenspeicher, bietet aber nur eine akustische Bestimmung von Vögeln, während "Merlin" Vögel auch auf Fotos erkennen kann.

    Die Cornell-App funktioniert im Gegensatz dazu anscheinend so, dass nicht die Akustikaufzeichnung selbst, sondern die graphische Linie davon mit dem hinterlegten Archiv abgeglichen wird. Das klappt sehr gut und innerhalb weniger Sekunden, was manchmal wichtig ist, wenn Vögel nur kurz zwitschern und dann erst mal wieder verstummen.

  • Die Cornell-App funktioniert im Gegensatz dazu anscheinend so, dass nicht die Akustikaufzeichnung selbst, sondern die graphische Linie davon mit dem hinterlegten Archiv abgeglichen wird. Das klappt sehr gut und innerhalb weniger Sekunden, was manchmal wichtig ist, wenn Vögel nur kurz zwitschern und dann erst mal wieder verstummen.

    Ich habe gestern Abend auf YouTube ein Vogelvideo mit zahlreichen Vogelarten laufen lassen und beide Apps mithören lassen. Beide haben sehr schnell reagiert und die Vogelart korrekt erkannt. Beide stellen eine Liste zusammen:

    • Merlin zeigt die aktuelle Art direkt auf der (wachsenden) Liste in fetter Schrift an.
    • whoBIRD zeigt nur die aktuelle Art an, sammelt aber alle in einer Liste, die man sich (anschliessend) mit dem Augensymbol anzeigen lassen kann.

    Ich behalte vorerst mal beide Apps. Danke für die Tipps!

    EDIT:

    • Mir scheint, "Merlin" sei etwas empfindlicher und reagiere bei leisem Vogelgesang etwas früher. Zudem kann man sich auf der Liste bei jedem Vogel noch weitere Tonbeispiele anhören.
    • "whoBird" scheint es nur für Android zu geben. Wie mir scheint, ist die App auch nicht über "Google Play", sondern nur über "F-Droid" erhältlich. ("F-Droid" ist ein App-Store, der ausschliesslich quelloffene und kostenlose Apps ohne Werbung zur Verfügung stellt. Sind nicht quelloffene Elemente in der App enthalten oder nutzt die App nicht quelloffene Dienste, so wird dies ausdrücklich bei der App vermerkt.)
  • Wölfe einen in der Hängematte gar nicht als potentielle Beute erkennen können.

    Es wird immer OT-iger, aber dennoch kurz - der ganzen Anti-Wolfspropaganda und Panickmache zum Trotz - der Mensch ist ohnehin nicht Teil des Beuteschemas, sondern potentielle Gefahr, um den der Wolf selbst bei Geruch bereits liebend gerne einen weiten Bogen macht.

    Sind ja keine Bären :D

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