Bikepacking vs. Radwandern

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  • Anmerkung Moderator: Dieser Faden wurde ausgelagert aus Bikepacking in der Altmark

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    Ich habe mal eine, in euren Augen, vielleicht komische Frage:

    Ihr habt alle euer Gepäck sehr hoch am Rahmen angebracht, was vom Schwerpunkt her doch ziemlich ungünstig sein müsste.

    Ihr könnt euch dafür wahrscheinlich einen Gepäckträger sparen, aber ich frage mich, ob das Mehrgewicht des Gepäckträgers den ungünstig hohen Schwerpunkt eurer Gepäckbefestigung bzgl. der Fahreigenschaften nicht locker aufwiegt.

    Einfacher gesagt: warum nicht einfach normale Packtaschen am Gepäckträger mit tiefem Schwerpunkt? Ich stelle mir vor, dass das Fahrverhalten damit deutlich besser wäre. (Oder findet ihr das einfach nur uncool???)

    Einmal editiert, zuletzt von Mittagsfrost (19. März 2024 um 19:14) aus folgendem Grund: Ausgelagert aus https://www.haengemattenforum.de/thread/54669-bikepacking-in-der-altmark/

  • ich frage mich, ob das Mehrgewicht des Gepäckträgers den ungünstig hohen Schwerpunkt eurer Gepäckbefestigung bzgl. der Fahreigenschaften nicht locker aufwiegt.

    Einfacher gesagt: warum nicht einfach normale Packtaschen am Gepäckträger mit tiefem Schwerpunkt?

    Kannste nur ausprobieren, was für die Dich besser passt. Schweres und Wasser kommt unten in den Rahmen, ansonsten fahre ich besser mit leichten Bikepacks als mit Gepäckträger und Seitentaschen. Außerdem sind die außerhalb von Baden uncool 8o

  • Unabhängig vom Coolnessfaktor barfuß , (der natürlich überragend ist, ich kann da mitreden) spielt beim Bikepacking die Geländetauglichkeit und die Windschnittigkeit eine große Rolle, was mit Gepäckträgertaschen nicht wirklich drin ist. Über Taschen an den Gabeln kann man dann wieder streiten, aber das ist erstmal so der Gedanke dahinter :)

  • Kannste nur ausprobieren, was für die Dich besser passt. Schweres und Wasser kommt unten in den Rahmen, ansonsten fahre ich besser mit leichten Bikepacks als mit Gepäckträger und Seitentaschen. Außerdem sind die außerhalb von Baden uncool 8o

    ... auch innerhalb Badens!

    Ansonsten kann ich die Nudeln nur bestätigen, mal ausprobieren und eventuell überrascht sein, wie gut sich so ein bepacktes Gravel immer noch fährt. Zumindest bei mir ist die ganze Fuhre immer noch leichter als mein altes Stahlrahmen-Reiserad unbepackt.

  • Ich verstehe ja die Sache mit dem Bikepacking. Aber müssen es Gravelbikes mit Rennlenkern sein? Warum? Ich sehe die Leutz immer nur oben den Lenker greifen.

    Prinzipiell hätte ich schon Lust, das mal auszuprobieren, mit einem echt leichten Bike, und so wenig Klimbim wie möglich. Aber mit einem Rennlenker werde ich mich nie anfreunden....

  • Ob auf Rädern oder zu Fuß - das muss man schon wollen, seinem gesamten Hausstand als Schneckenhaus zum Ausflug zu verhelfen - ein Hobby der anderen Art =O

    Wenn ich mir den Hobel im Stil eines indischen Reisebusses überladen bepackt dann auch nur ein Stück weit Offroad vorstelle, geht der Spaß (der der Umstehenden natürlich) wohl erst richtig los :D

    Und - ein gravel Lenker ist halt kein Rennlenker, da geht's schon los...einfach tatsächlich mal probieren, grau ist alle Theorie ;)

    Gravellenker: Griffig in jedem Gelände
    Der Unterschied zwischen Rennlenker und Gravellenker. Entdecke die verschiedenen Merkmale und finde den richtigen Lenker für Dich | bike-components
    www.bike-components.de
  • Wenn ich mir den Hobel im Stil eines indischen Reisebusses überladen bepackt dann auch nur ein Stück weit Offroad vorstelle, geht der Spaß (der der Umstehenden natürlich) wohl erst richtig los

    Da musst Du ihn schon selbst fragen, aber er war jahrelang mit dem Setup unterwegs, wird sich also bewährt haben.

  • Moin,

    das schöne am überladenen Reisebus war immer................egal was auch passiert, du hast die Lösung des Problems irgendwo in deinen Packtaschen 👍😄

    Und wirkliche Kondition bekommt man nur am Berg mit viel Gepäck 💪😊

    Mit meinem treuen Villiger Carbonga DX 26er Reiserad konnte man sofern die Beinmuckis es zuließen fast überall durchkommen .............

    Der handgearbeitete, mit Silberlot kalt in Muffen gelötete Stahlrahmen (Made in Switzerland), Shimano XT Gruppe, Brooks Ledersattel auf der Airwings Sattelstütze und die Magura HS33 Bremsen sowie die extra gefertigten 26er Schwerlastfelgen mit Schwalbe Marathon XR Reifen haben mich sicher und zuverlässig um die Welt getragen............die Tubus Stahl Gepäckträger ohne Mucken meinen Hausstand getragen und für die Beinmuckis habe ich gefühlt an jedem 2.oder 3. Straßenimbiss meine Akkus aufgeladen 😄

    Für mich persönlich war es auch weniger ein Hobby............so habe ich Jahre lang gelebt😊

    Ich habe auch ein paar mal, an steilen nicht enden wollenden Serpentinen, vor Wut und Verzweiflung in meine Ortlieb Packtaschen getreten und mich gefragt: was machst du eigentlich hier............

    Da es als Antwort eigentlich nur 2 Optionen gab............entweder dort sitzen bleiben und sterben oder weiter fahren bin ich froh mich immer fürs weiterfahren entschieden zu haben 😄

    Wie heißt es so schön: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg🙂

    Mein Tagespensum lag meist so zwischen 50-70km pro Tag. Gefahren bin ich selten mehr als 5 Tage die Woche.

    Durch mehrwöchige/mehrmonatige Arbeitsaufenthalte irgendwo unterwegs (war zwischendurch immer mal wieder pleite) konnte sich mein Körper dann teilweise ein wenig erholen 👍😊

    Insgesamt kann ich solche Langzeitreisen nur empfehlen..............was man unterwegs alles erlebt und auch lernt ist wirklich gigantisch 👍👍👍

    Gruß von der Ostsee

  • Ich verstehe ja die Sache mit dem Bikepacking. Aber müssen es Gravelbikes mit Rennlenkern sein? Warum? Ich sehe die Leutz immer nur oben den Lenker greifen.

    Prinzipiell hätte ich schon Lust, das mal auszuprobieren, mit einem echt leichten Bike, und so wenig Klimbim wie möglich. Aber mit einem Rennlenker werde ich mich nie anfreunden....

    Bist du schon mal auf einem Gravel gesessen? Oder auch auf einem moderneren Rennrad? Schon die neueren Rennlenker haben nix mehr mit den unbequemen Teilen von früher zu tun. Und beim Gravel erst recht nicht. Spätestens bei Gegenwind bin ich heilfroh um die tiefere Griffmöglichkeit.

    Außerdem sieht ein Rennlenker einfach sexy aus! Männer stehen doch auf Kurven, oder?

    wuppitom: sorry, nix gegen dein Reiserad, ist ein tolles Teil und auch nix gegen deine Gepäckverteilung, so war ich früher auch unterwegs, nur ohne Fahne. Aber das ist ein LKW und hat mit Bikepacking gar nix zu tun!

  • Bist du schon mal auf einem Gravel gesessen? Oder auch auf einem moderneren Rennrad? Schon die neueren Rennlenker haben nix mehr mit den unbequemen Teilen von früher zu tun. Und beim Gravel erst recht nicht. Spätestens bei Gegenwind bin ich heilfroh um die tiefere Griffmöglichkeit.

    Außerdem sieht ein Rennlenker einfach sexy aus! Männer stehen doch auf Kurven, oder?

    wuppitom: sorry, nix gegen dein Reiserad, ist ein tolles Teil und auch nix gegen deine Gepäckverteilung, so war ich früher auch unterwegs, nur ohne Fahne. Aber das ist ein LKW und hat mit Bikepacking gar nix zu tun!

    Moin,

    zu meiner Hauptreisezeit (insgesamt 15 Jahre außerhalb Europas zwischen 1984 bis 2015) gab es noch nicht mal das Wort Bikepacking 😄 da war ich noch ein Radwanderer 🙂 auch so ausgeklügelte Packtaschen Systeme und Hightech Fahrräder wie heutzutage gab es nicht...........aber man kam trotzdem meistens an sein Ziel👍

    Alleine meine Reisedokumente, Adress/Notizbuch, Traveller Checks, Kartenmaterial plus Kompass und Zubehör sowie die wasserdichte Tasche in der alles verstaut war wog knapp 1,5 kg😄

    Mit Handy, GPS und Internet war da noch nicht viel............

    Insgesamt hatte ich je nach Region und Wetter zwischen 20 und 35kg Gepäck einschließlich Futter und Wasser plus Fahrradgewicht (17-18kg) dabei.

    Mein riesen Vorteil war daß ich auf den längeren Reisen nie ein Zeitlimit hatte............so konnte ich meistens nach Lust und Laune fahren.

    Ich wäre als leichter Bikepacker bestimmt schneller voran gekommen........aber gerade das wollte ich ja nicht. Ich wollte alle Eindrücke in Ruhe erleben und genießen.

    Wer schnell unterwegs ist verpasst viel schönes und spannendes rechts und links des Weges. Und das schöne und spannende des Weges war für mich persönlich die eigentliche Motivation immer weiter zu fahren.

    Unbedingt mein Ziel in einer vorgegebenen Zeit zu erreichen hat mich sehr selten interessiert............denn so hätte ich bestimmt viele tolle Erlebnisse nicht erlebt und viele tolle Menschen nicht kennengelernt?!

    Aber daß sieht bestimmt jeder ein wenig anders.............für mich war mein Weg trotz 10-15kg mehr als ein Bikepacker heutzutage der beste Weg 👍🙂

    Heute würde ich wohl genauso Reisen wie damals, aber auf Grund der heute zur Verfügung stehenden, teilweise viel leichteren Hightech Ausrüstung wäre ich bestimmt auch ein paar Kilo leichter unterwegs .

    Gruß von der Ostsee

  • Das Gute an der Sache ist doch, dass alle so unterwegs sein können, wie sie wollen und wo sie wollen. Meine exotischsten Touren hab ich so unternommen :

    Da hatte ich den Rucksack für mehrtägige Wanderungen direkt dabei oder konnte, wenn ich das Bike entladen hatte, ernsthafte Biketouren machen.

    Natürlich bin ich auch immer mal wieder so unterwegs:

    Da muss man sich nichts überlegen, ist aber bei der Routenwahl ziemlich beschränkt, da die Taschen offroad klappern, beim Schieben stören und die ganze Sache längere Zeit tragen geht schon gar nicht.

    Das ist so hingegen möglich:

    Rucksack abschnallen und die ganze Kiste kann auf den Rücken (die Hängematte ist in der roten Tasche vorne).

    Oder so, es muss ja nicht immer ein Gravelbike sein.

    Und auch die Rucksackoption ist natürlich optional.

    Besonders beim Gravelbike, denn das muss man ja nicht so häufig den Berg hochtragen.

    Und wenn man den Hund mitnehmen will, gibt es ja den Anhänger.

    Oder man montiere eine genügend grosse Kiste.

    Hab ich eigentlich schon gesagt, dass ich eure Altmark-Tour eine super Sache finde? Und die Fahrräder und Bepackung sehr adäquat? Und dass doch wirklich wurscht ist, wer was fährt, hauptsache man hat Spass dabei?

  • barfuß: ich war zwar tatsächlich mit der Bikepackingausrüstung bisher noch nicht länger als eine Woche unterwegs (mit meinem Schwerlast-LKW immerhin bis zu drei Wochen), aber mit der Dauer der Reise hat die Gepäckmenge rein gar nichts zu tun. Ich brauche für drei Wochen nicht mehr Gepäck als für drei.

  • Es kommt bei längeren Touren auch oft darauf an durch welche bzw durch wieviele verschiedene Klimazonen man fahren möchte..........

    Durch die Länge meiner Touren in verschiedenen Jahreszeiten und Klimazonen hatte ich meist mehr mit um für alles gewappnet zu sein als auf einer 3-Wochen Sommertour.

    Mir war es damals auf Reisen genauso wichtig gut zu schlafen, nicht zu frieren und gut zu essen wie es das heute auf meinen Glamping Touren ist.

    Das heißt dann oft halt auch mehr Gepäck bzw Gewicht aber dafür dann auch mehr Komfort und/oder Sicherheit.

    Ich habe einige Leute kennengelernt, die auf Grund von Gewichtsersparnis die falsche bzw nicht genug Ausrüstung für ihr Vorhaben dabei hatten und ihre Tour frustriert abgebrochen haben............

    Gruß von der Ostsee

  • aber mit der Dauer der Reise hat die Gepäckmenge rein gar nichts zu tun. Ich brauche für drei Wochen nicht mehr Gepäck als für drei.

    Das ist so.

    Mit meinen 40Litern Fahrradtaschen kommt sakura grade mal 20km zur Arbeit, während hangloose damit 2 Monate unterwegs sein kann🤷‍♂️

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