Trekkingstuhl in etwas leichter

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  • Hallo Forum :)

    Vor kurzem hatte ich ja ein paar übrig gebliebene Carbonschäfte auf Stabilität getestet und war vom Ergebnis überrascht. Mal eben mit einem Holzklotz verbunden und mit einem Brett dafür gesorgt das sie unten nicht auseinander gedrückt werden, passt.

    Das Material wiegt 24g/Meter, ich gehe davon aus das ich ca. 80g Gestänge benötige für mein zartes Gesäß.

    1. Erkenntnis: Carbon funktioniert, weiter überlegen lohnt sich.

    Heute habe ich dann nach langem hin und herüberlegen ein paar Kupferröhrchen zugeschnitten und in einen Lötbogen gesteckt. Carbonfüße rein, hält. Mega.

    Von den Teilen brauche ich vier Stück plus zwei Röhrchen, macht 99g. Plus Hartlot, geschenkt.

    2. Erkenntnis: Verbinder aus Kupfer sind Zweckmäßig weil ich grade drankomme, wird funktionieren trotz des hohen Gewichtes.

    Wenn die Konstruktion steht, kann ich mir Gedanken machen ob es gute Alternativen zB aus dem 3D-Druck gibt, für den Moment passt das so.

    Wenn das so klappt, muss ich mir Gedanken über die Bespannung machen. Cloud71 wär natürlich konsequent, mal sehen.

    Probleme die ich jetzt schon absehen kann:

    Die Füße werde ich leicht nach außen neigen damit die Konstruktion stabil steht, allerdings werden sie damit auseinander gezwungen was dafür sorgen wird das die Verbinder brechen. Also muss ich die Kräfte abfangen, entweder mit Schnüren, oder gleich mit einem Groundsheet.

    Durch die Kräfte werden die Schäfte der Lehne und der Sitzfläche zusammengezwungen, was Schultern und Beine zusammen drückt. Evtl plane ich an der Stelle im Nachgang noch GFK-Stäbe ein. Die haben wir im Drachenbau an den Stellen genommen, wo wir ganz bewusst Biegung erzeugen wollten.

    Ein Problem das ich gedanklich noch nicht gelöst bekomme: wenn ich mich in den Stuhl setze, verdrehe ich die Lehne gegen die Sitzfläche. Diese Kräfte muss ich irgendwie in den Griff kriegen, und das ist dann warscheinlich der Punkt warum sonst alle Stühle in der Art wie es mir vorschwebt aus größeren Alurohren sind.

    So weit erstmal meine Überlegungen. Ich finde 500g für den leichtesten Stuhl den ich bis jetzt finden konnte ziemlich stolz. Wenn ich es schaffe auf 300g zu kommen, wär ich ganz zufrieden.

    Bis dann :)

  • Ich verfolge gespannt das Geschehen hier, muss aber gestehen, dass mir bisher komplett die Phantasie fehlt, wie die Dinger in "fertig" aussehen könnten ... :/ :?:

    Nimm den Helinox Zero mit dünnerem Gestänge und anderem Stoff. Und Groundsheet. Und Abspannung. Und.... irgendwie so halt ^^

  • Das hast du schön gesagt. Sehr diplomatisch

    Ich meine das ehrlich. Man könnte denken: Ein so gewöhnlicher Gegenstand wie ein Stuhl, was soll da schon kompliziert sein? Wenn man sich genauer damit beschäftigt erkennt man, wieviel Entwicklungsarbeit in diesen Gegenstand geflossen ist und dass kaum Verbesserungspotential besteht. So manche Idee erweist sich als untauglich und die Herstellung bestimmter Details ist schwieriger als gedacht.

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg und Wissenszuwachs.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Genau meine Gedanken Mittagsfrost

    Du hast eine geniale Idee, und im nächsten Moment denkst du dir, Moment mal, wenn das SO einfach ist, warum hat das noch keiner gemacht?!

    Als Techniker hab ich schon ein paar Vorstellungen an welchen Stellen es haken wird und wo es scheitern könnte. Aber am Ende werde ich definitiv nicht döfer sein und hatte auch noch etwas Spaß am basteln.

    Und die Carbonschäfte kommen endlich weg, hatte nicht vor die zu vererben. Einen coolen Stuhl hingegen, den sonst keiner hat, vielleicht schon.

  • Every Design is redesign, jeder Gedanke ist schon mal gedacht worden - in diesem Falle so ähnlich von @crosshammock, der das Gestänge eines fertigen durch Carbon ersetzt hat.

    Gehalten hat es eine Weile, irgendwann waren vor allem die diagonal wirkenden Kräfte, sobald man sich unglücklich zur Seite lehnt etc. das Problem, die dem ganzen ein jähes Ende bereitet haben - zum Glück, ohne den Sitzenden zu pfählen. Würde ich nicht unterschätzen, aber muss jeder selbst wissen.

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    Die Herangehensweise, einen kaputten dahingehend auszuschlachten und die Gestängeaufnahmen zu nutzen erscheint mir auf jeden Fall das praktikabelste, Wobei man da natürlich auf die Durchmesser festgelegt ist.

    Hier ist auch mir die konkrete Endkonstruktion noch nicht ganz klar - ich hoffe, Du planst mit Einer Querstrebe unter der Sitzfläche wie beim Original - in ähnlichem, deutlich größeren Durchmesser? Ansonsten kann ich mir nicht vorstellen, wie das ganze an Stabilität gewinnt.

  • Wäre auch meine erste Wahl, das Original kaufen, die Rohre durch Carbonrohre und den Bezug durch etwas selbstgenähtes ersetzen. Kosten - vermutlich irgendwo bei 250-300Euro. Würde mir den Spaß vielleicht sogar gönnen wenn ich mein Geld nicht grade in eine andere Bastelei stecken würde :rolleyes:

    Querstrebe ist drin, auf jeden Fall. Mehr Stabilität dann wenn ich ihn breitbeinig hinstelle, die Füße in ein Groundsheet einspanne, und ggf. noch ein Fachwerk aus Schnüren spanne. Eine dickere Querstrebe hatte ich nicht geplant, aber hab neben den 9/32er Carbonschäften auch noch 10er und glaube auch 12er Carbonrohre rumfliegen falls es nötig sein sollte.

    Übrigens sind die Schäfte kreuzgewickelt zwecks Splitterresistenz, trifft sich ja ganz gut bei dem Vorhaben...

  • das Original

    Die China-Version tut's selbst im normalen Gebrauch - und Du brauchst ja sogar nur die Verbinder. ~20€ neu, entsprechend günstiger gebraucht, noch günstiger dann wohl mit gerne mal kaputtem Gestänge).

    Vielleicht hat ja sogar hier jemand einen los zu werden. Wer suchet...

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  • Ich habe, wie hangloose oben berichtet hat, einen solchen Carbonrohr-Stuhl aus 13 mm Rohren gebaut. Leider ist beim ersten längeren Test auf einem UL-Treffen ein nicht besonders schwerer Nutzer damit zusammengebrochen. Seitdem ist das Thema für mich erledigt. Bin gespannt, wie sich dein Stuhl schlägt.

  • Tag auch!

    Ich habe, wie hangloose oben berichtet hat, einen solchen Carbonrohr-Stuhl aus 13 mm Rohren gebaut. Leider ist beim ersten längeren Test auf einem UL-Treffen ein nicht besonders schwerer Nutzer damit zusammengebrochen. Seitdem ist das Thema für mich erledigt. Bin gespannt, wie sich dein Stuhl schlägt.

    Schade um die Mühe, ich hoffe der Tester hat es überstanden. Problem wird warscheinlich im Alltag die dynamische Belastung sein, und das merkst du erst. Eim Testen. Aber das weißt du als Produktdesigner ja am besten.

    An welcher Stelle hat dein Stuhl aufgegeben?

    Idee: Für die Querstrebe ein richtig dickes Rohr, und für jeden "Abgang" zwei Bohrungen.

    Ein Kunststoffrohr mit 110mm Durchmesser sollte schon ziemlich robust sein, und man könnte den ganzen Stuhl darin verstauen...

    Ist interessant mit dem dickeren Rohr, allerdings wird das Gewicht zu heftig wenn es so groß wird das ich den Rest darin verstauen kann.

    Die China-Version tut's selbst im normalen Gebrauc

    Find ich gut, probier ich vielleicht mal aus :thumbup:

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