Reicht ein 335cm langes Hextarp für eine 350cm Hängematte mit 290cm Ridgeline?

  • Reicht ein 335cm langes Hextarp mit Catcut für eine 350cm Hängematte mit 290cm Ridgeline? Ich frage, weil ich bisher nur Erfahrung mit rechteckigen Tarps habe oder mit einem quadratischen was über Eck abgespannt ist .

    il dolce far niente:sleeping:

  • Bei 290-er Ridgeline und einem 335-er Tarp hast Du auf jeder Seite einen Dachüberstand von 22,5 cm. Sollte reichen.

    Der Kettenlinienschnitt betrifft doch nur die Traufe des Traps, oder? Auf den Regenschutz hat er keinen Einfluß, aber das Tarp läßt sich besser straff aufspannen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Bei 290-er Ridgeline und einem 335-er Tarp hast Du auf jeder Seite einen Dachüberstand von 22,5 cm. Sollte reichen.

    Ich fand ein 335 cm langes Hex-Tarp mit einer 335 cm langen Hängematte und 278 cm Ridgelinelänge schon unangenehm knapp - da hatte ich ca. 28 cm Überstand pro Seite. Um halbwegs passablen Regenschutz zu haben musste ich das Tarp fast auf die Hängematten-Ridgeline legen.

  • Ich fand ein 335 cm langes Hex-Tarp mit einer 335 cm langen Hängematte und 278 cm Ridgelinelänge schon unangenehm knapp - da hatte ich ca. 28 cm Überstand pro Seite. Um halbwegs passablen Regenschutz zu haben musste ich das Tarp fast auf die Hängematten-Ridgeline legen.

    hhmm, gerade habe ich Kubi geschrieben, dass sich sein Pariatarp haben will, jetzt werde ich wieder unsicher. Uuuh, die Qual der Entscheidung. Gibt es noch weitere Meinungen damit ich einen Mittelwert bilden kann?

    il dolce far niente:sleeping:

  • Es kommt auch auf den Regen an, vor dem man sich schützen will. Ist es ein gemächlich tropfender Landregen oder böig seine Richtung wechselnder und zuweilen schräg peitschender Wolkenbruch? Im zweiten Fall muß man eben ein bißchen tiefer abspannen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Es kommt auch auf den Regen an, vor dem man sich schützen will. Ist es ein gemächlich tropfender Landregen oder böig seine Richtung wechselnder und zuweilen schräg peitschender Wolkenbruch? Im zweiten Fall muß man eben ein bißchen tiefer abspannen.

    +1 für tiefer abspannen 😉

    Wenn es echt stark regnet, mit viel Wind, spanne ich das Tarp auch fast bis zur Ridgeline der Hängematte runter. Wenn ich mich rein lege, senkt Sie sich ja dann wieder ein gutes Stück. Komm so recht gut klar.

  • Ein so kurzes Tarp wäre ein Schönwetter- oder Sommertarp. Oder ein Tarp für Minimalisten. Dann muss man aber an anderer Stelle kompensieren, z.B. bei der Hängeplatzwahl. Ich bin selbst mit meiner Blackbird (287 cm Ridgelinelänge) unter meinem Edge Tarp (335 cm Ridgelinelänge) schon häufiger nass geworden, weil ich keinen ausreichend geschützten Hängeplatz zur Verfügung hatte.


    Edit: Was man auch beachten sollte ist, dass es schnell stickig und feucht wird, wenn man das Tarp direkt über der Hängemattenridgeline abspannt. Die Ventilation ist dann deutlich eingeschränkt.

  • Ein so kurzes Tarp wäre ein Schönwetter- oder Sommertarp. Oder ein Tarp für Minimalisten. Dann muss man aber an anderer Stelle kompensieren, z.B. bei der Hängeplatzwahl. Ich bin selbst mit meiner Blackbird (287 cm Ridgelinelänge) unter meinem Edge Tarp (335 cm Ridgelinelänge) schon häufiger nass geworden, weil ich keinen ausreichend geschützten Hängeplatz zur Verfügung hatte.


    Edit: Was man auch beachten sollte ist, dass es schnell stickig und feucht wird, wenn man das Tarp direkt über der Hängemattenridgeline abspannt. Die Ventilation ist dann deutlich eingeschränkt.

    Ok, aber ich habe da andere Erfahrungen gemacht. Ich bin bis jetzt mit einem 11 Fuss Tarp z. B. Paria oder Amazonas und der Blackbird XLC nie nass geworden, wenn es alles gut nach unten abgespannt war. Richtigen Sturm hatte ich dabei aber nur einmal, evtl. fehlt mir da dann auch noch mehr Erfahrung....

  • evtl. fehlt mir da dann auch noch mehr Erfahrung....

    Darauf tippe ich. Es gibt einfach Situationen, da hilft nur ein ausreichend großes Tarp. Bei meinem letzten richtigen Urlaub in 2019 war ich 4 Wochen lang mit Blackbird, Edge und Tensa4 auf diversen Campingplätzen unterwegs und bin mehrfach so nass und dreckig geworden, dass ich mir geschworen habe, auf Campingplätzen nur noch mit einem Superfly zu hängen. Wobei in diesen Fällen zwar auch Regen von den Enden her auf die Hängematte geweht wurde, das Hauptproblem aber die Rückspritzer vom Boden waren. Das Edge war mit einfach zu schmal, um es weit genug herunter zu ziehen - und auf dem harten Boden ist jeder Tropfen hoch gespritzt. Ich habe viel geflucht.


    Nachtrag: Die Probleme hatte ich bei ganz normalen Wolkenbrüchen - kein Sturm.

  • Darauf tippe ich. Es gibt einfach Situationen, da hilft nur ein ausreichend großes Tarp. Bei meinem letzten richtigen Urlaub in 2019 war ich 4 Wochen lang mit Blackbird, Edge und Tensa4 auf diversen Campingplätzen unterwegs und bin mehrfach so nass und dreckig geworden, dass ich mir geschworen habe, auf Campingplätzen nur noch mit einem Superfly zu hängen. Wobei in diesen Fällen zwar auch Regen von den Enden her auf die Hängematte geweht wurde, das Hauptproblem aber die Rückspritzer vom Boden waren. Das Edge war mit einfach zu schmal, um es weit genug herunter zu ziehen - und auf dem harten Boden ist jeder Tropfen hoch gespritzt. Ich habe viel geflucht.


    Nachtrag: Die Probleme hatte ich bei ganz normalen Wolkenbrüchen - kein Sturm.

    Ich denke, genau hier liegt aber auch der Unterschied. Ich hänge nur im Wald an Bäumen. Erstens bin ich im Wald eh schon mehr geschützt vom Wind und Regen und zweitens habe ich auch die 2 Bäume an den Stirnseiten, die mir da noch recht viel Schutz bieten.

    Beim Tensa regnet es meiner Meinung da schon viel eher an den Stirnseiten rein.

    Und auch Spritzer von unten habe ich im Wald kaum, weil ja auch der Boden viel weicher ist.


    Aber ja jeder muss und wird Seine Erfahrung sammeln Ted :P

  • Danke Mittagsfrost Hammock Fairy  Bedava

    ich habe den Eindruck, jetzt geht wieder probieren über studieren und grübeln. :thumbup:

    Und wenn ich dann erst mal nass geworden bin wieder ein größeres Tarp einpacken8o

    Hör auf zu Grübeln, das Tarp ist gut und hat ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis :thumbup:

    Es ist perfekt für die "bessere" Jahreszeit ... im Winter oder bei richtigem "Scheisswetter" bleibst du entweder zuhause oder besorgst dir auf lange Sicht ohnehin ein Tarp mit Türen. ;)

    Zaungast & Milchmädchenrechner

    Edited once, last by HarryOnTrail ().

  • Ich denke, genau hier liegt aber auch der Unterschied. Ich hänge nur im Wald an Bäumen. Erstens bin ich im Wald eh schon mehr geschützt vom Wind und Regen und zweitens habe ich auch die 2 Bäume an den Stirnseiten, die mir da noch recht viel Schutz bieten.

    Beim Tensa regnet es meiner Meinung da schon viel eher an den Stirnseiten rein.

    Und auch Spritzer von unten habe ich im Wald kaum, weil ja auch der Boden viel weicher ist.

    Sollte man meinen, und es stimmt, dass man mit dem Tensa4 weniger Schutz an den Enden hat, und der Boden auf Campingplätzen alles andere als ideal ist - aber ähnliches ist mir leider auch im Wald schon häufiger passiert. Deshalb bleiben so kleine Tarps für mich Sommer- bzw. Schönwettertarps.


    Was Ted jedoch bedenken sollte ist, dass das Paria Tarp in etwa die selbe Größe wie das Edge Tarp hat, seine Hängematte aber 65 cm länger ist als meine Blackbird. Da die Ridgeline sehr kurz ist, bedeutet das, dass die Hängematte sehr tief durchhängt. Ein schmales Tarp bietet da sehr wenig Wetterschutz von der Seite. Als Schutz vor gelegentlichem Regen wird es OK sein, aber man muss damit rechnen, dass man nicht so trocken bleibt wie bei einem größeren Tarp. Solange man sich darüber bewusst ist, ist alles gut.

  • Darauf tippe ich. Es gibt einfach Situationen, da hilft nur ein ausreichend großes Tarp. Bei meinem letzten richtigen Urlaub in 2019 war ich 4 Wochen lang mit Blackbird, Edge und Tensa4 auf diversen Campingplätzen unterwegs und bin mehrfach so nass und dreckig geworden, dass ich mir geschworen habe, auf Campingplätzen nur noch mit einem Superfly zu hängen. Wobei in diesen Fällen zwar auch Regen von den Enden her auf die Hängematte geweht wurde, das Hauptproblem aber die Rückspritzer vom Boden waren. Das Edge war mit einfach zu schmal, um es weit genug herunter zu ziehen - und auf dem harten Boden ist jeder Tropfen hoch gespritzt. Ich habe viel geflucht.


    Nachtrag: Die Probleme hatte ich bei ganz normalen Wolkenbrüchen - kein Sturm.

    Auch aus diesem Grund mag ich Ponchos so gerne. Locker unter die Hängematte gehangen schützen sie vor Regen. Man kann den Poncho auch seitlich als Tarpverlängerung abspannen.

  • Auch aus diesem Grund mag ich Ponchos so gerne. Locker unter die Hängematte gehangen schützen sie vor Regen. Man kann den Poncho auch seitlich als Tarpverlängerung abspannen.

    Ich habe einen UQP. Der hat die Dreckspritzer von unten vom Quilt abgehalten. Es war trotzdem eine Sauerei. Und meinen Poncho möchte ich ja benutzen wenn ich mal kurz austreten muss. Doof wenn zwischenzeitlich der Underquilt nass wird. Aber ich bin auch nicht ultralight. Wer ultralight unterwegs sein will, muss immer gewisse Opfer bringen. Es muss halt jeder selbst entscheiden, ob es die Abschläge Wert sind oder nicht.

  • Hör auf zu Grübeln, das Tarp ist gut und hat ein unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis :thumbup:

    Es ist perfekt für die "bessere" Jahreszeit ... im Winter oder bei richtigem "Scheisswetter" bleibst du entweder zuhause oder besorgst dir auf lange Sicht ohnehin ein Tarp mit Türen. ;)

    Sehe ich genauso. Für den Sommer bzw kurze Touren habe ich ein 11ft DCF tarp und für Winter oder schlechtes Wetter ein 12ft Tarp mit Türen. Meistens packe ich aber das leichte Tarp ein.

  • Sollte man meinen, und es stimmt, dass man mit dem Tensa4 weniger Schutz an den Enden hat, und der Boden auf Campingplätzen alles andere als ideal ist - aber ähnliches ist mir leider auch im Wald schon häufiger passiert. Deshalb bleiben so kleine Tarps für mich Sommer- bzw. Schönwettertarps.

    Das sind aber halt schon ganz verschiedene Dinge, wenn man zb wie Bedava ein Lesovik Heksa verwendet, hat man auf jeder Seite nochmal 30cm mehr Abdeckung und im Wald kann man die Matte auch höher hängen, als das mit einem Tensa4 ginge. Minimalistisches Tarp, Tensa und das auf freier Fläche vereint schon fast alle ungünstigen Umstände die es so gibt. Btw verstehe ich nicht, warum die seitliche Abdeckung unzureichend ist beim Warbonnet Edge, aber beim Minifly gemeinhin als ausreichend gilt. Aber um die Eingangsfrage zu beantworten: Mir persönlich wäre das 11ft Paria Tarp auch eher zu klein und es ja auch nicht alternativlos. Wenn man ne 12ft Hängematte hat, gehen einem ja die Optionen viel eher aus...

  • Was ich übrigens auch nicht so ganz verstehe: Warum werden minimalistische Tarps eigentlich als Sommertarps genannt? Im Sommer habe ich doch eine viel größere Wahrscheinlichkeit an unerwarteten Wolkenbrüchen, während im Winter das Wetter sehr viel vorhersehbarer und stabiler ist...

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!