Welche Isolierung von oben im Sommer?

  • Was benutzt ihr im Sommer als Isolation von oben? Mit was für einer Komforttemperatur ist man am flexibelsten wenn man einen Schlafsack/Topquilt im Frühling/Sommer/Herbst benutzen will?

  • Ja, zum Teil ist er wirklich zu warm. Ich lege ihn mir dann quer über die Brust und lasse die Beine unbedeckt. Irgendwann im Laufe der Nacht ziehe ich ihn dann im Halbschlaf über mich. Wie von selbst schlüpfen dann auch die Beine in die Fußbox. Wenn ich im Morgengrauen aufwache, bin ich froh, mich bis zum Hals in den Topquilt eingekuschelt zu haben. Es ist schon recht frisch, so kurz vor Sonnenaufgang - auch in den wärmsten Sommernächten.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Ja, zum Teil ist er wirklich zu warm. Ich lege ihn mir dann quer über die Brust und lasse die Beine unbedeckt. Irgendwann im Laufe der Nacht ziehe ich ihn dann im Halbschlaf über mich. Wie von selbst schlüpfen dann auch die Beine in die Fußbox. Wenn ich im Morgengrauen aufwache, bin ich froh, mich bis zum Hals in den Topquilt eingekuschelt zu haben. Es ist schon recht frisch, so kurz vor Sonnenaufgang - auch in den wärmsten Sommernächten.

    Hast du sonst mal irgendwelche günstigen Schlafsäcke im Sommer verwendet die du gut fandest? Schlafsack/Topquilt ist das letzte was mir noch im Setup fehlt und ich möchte was günstiges haben damit ich dann so bald wie möglich draußen pennen kann.

  • Ja, klar. Mit dem 15-Euro-LIDL-Schlafsack war mir anfangs auch zu warm, ich bin genauso allmählich immer mehr reingekrochen, aber morgens war er mir dann doch etwas zu dünn.

    Das finde ich so toll am 250-er Cumulus Taiga: er begleitet mich von heißen Sommernächten bis hin zu leichtem Frost. Meine Kunstfaserschlafsäcke haben nicht so ein breites Anwendungsspektrum.


    Aber das soll Dich nicht davon abhalten, mit irgendeinem Schlafsack / irgendeiner Decke zu starten. Nimm das, was Du schon da hast! Sammle Erfahrungen, finde heraus, ob Du auch bei Schnee und Eis draußen übernachten möchtest (oder nicht) und kaufe Dir dann den perfekt auf Deine Bedürfnisse zugeschnittenen Topquilt!

    Omnia vincit lectulus pensilis.

    Edited once, last by Mittagsfrost: Tippfehlerkorrektur ().

  • Ich werfe noch den STS Traveller TR1 in den Ring. Wiegt bei mir in Large 520g, hat ein relativ kleines Packmaß und hält mich mit einem Seideninlet, Shorts und T-Shirt angenehm warm bis 12, 13°. Deutlich unter 10° würde ich ihn nicht nehmen.

    Scheint allerdings im Moment nicht günstig zu bekommen zu sein.

  • Nimm das, was Du schon da hast!

    Das Problem ist bloß, dass ich wirklich nichts habe und daher ein Produkt haben will das ich für einen Großteil der Situationen nutzen kann. Würdest du also für jemanden der sonst nichts hat den Taiga 250 für 3 Jahreszeiten empfehlen? Ich weiß auch nicht so recht was ich von dem Konzept Topquilt halten soll. Was sind den außer Gewicht und Packmaß nennenswerte Nachteile wenn man einfach einen Schlafsack als Topquilt verwendet?

  • Vlt ist der Snugpak TQ was für dich, wenn's günstig sein soll.


    Hat mich bis jetzt von 3° (etwas grenzwertig und nur mit Jacke) bis auch mal über 20° warm und luftig gehalten ;)

    Packmaß is so ne Sache. Aber für den Preis echt ein cooles Teil.

  • Was sind den außer Gewicht und Packmaß nennenswerte Nachteile wenn man einfach einen Schlafsack als Topquilt verwendet?

    Du kannst ohne Probleme einen Schlafsack verwenden, wenn Du schon einen hast. Ich habe im Sommer immer einen leichten Marmot Daunenschlafsack im Einsatz gehabt, der aus Zelttagen bereits vorhanden war. Einfach komplett aufgezippt lassen, bzw. am Fußende etwas schließen, um eine Footbox zu kreieren. Dann passt das. Kannst bei warmen Wetter auch einfach eine leichte Decke benutzen, besonders wenn es nur um das ausprobieren geht. Diese Saison habe ich zum ersten Mal einen 50F Warbonnet Diamondback TQ im Program und bin damit bis jetzt sehr zufrieden. Aber wie gesagt, im Sommer braucht es nicht viel von oben.

  • Das Problem ist bloß, dass ich wirklich nichts habe und daher ein Produkt haben will das ich für einen Großteil der Situationen nutzen kann. Würdest du also für jemanden der sonst nichts hat den Taiga 250 für 3 Jahreszeiten empfehlen? Ich weiß auch nicht so recht was ich von dem Konzept Topquilt halten soll. Was sind den außer Gewicht und Packmaß nennenswerte Nachteile wenn man einfach einen Schlafsack als Topquilt verwendet?

    Wenn du noch gar nix hast, ist der Taiga 250 sicher ein guter Start. In Kombination mit dem Selva 450 hab ich darin bei Minus 8 Grad nicht gefroren. Natürlich mit entsprechend warmer Unterwäsche am Körper.

    Bei zu warm hab ich gar kein Problem, dann wird einfach ein Bein rausgestreckt. Da hader ich eher noch wegen nem Sommer UQ mit mir...

    Der Taiga ist auch mein erster Topquilt und ich muss sagen, dass ich bereue es nicht vom Schlafsack gewechselt zu haben. Nicht nur wegen Packmaß und Gewicht, sondern auch weil mir nachts keine Kapuze mehr vorm Gesicht hängt.

  • Würdest du also für jemanden der sonst nichts hat den Taiga 250 für 3 Jahreszeiten empfehlen?

    Hier gibt’s ein ganz klares Ja.

    Was sind den außer Gewicht und Packmaß nennenswerte Nachteile wenn man einfach einen Schlafsack als Topquilt verwendet?

    Einige verwenden den Schlafsack verkehrt herum, also mit dem Reißverschluss nach unten als eine Art Topquilt. Das funktioniert recht gut, solange der Schlafsack keine Kapuze hat, die einem dann vor dem Gesicht hängt. Eventuell stören auch die dann überflüssigen Reißverschlüsse.

    Andere hingegen nutzen den Schlafsack richtig herum, wie im Zelt. Weil nun aber Schlafsack und Hängematte aus rutschigem Material sind und es nicht einfach ist, sich in der Hängematte abzustützen, finde ich persönlich es schwierig, sich auf den geöffneten Schlafsack zu legen, ihn unter mir zurechtzuzupfen und dann den Reißverschluss zu schließen. Beim Topquilt heißt es nur hinlegen, Beine in die Fußbox und Topquilt über sich ziehen.

    Omnia vincit lectulus pensilis.

  • Mit der Kapuze meines Schlafsacks hatte ich keine Probleme. Die schlackert irgendwo außen am Rand. Ist wie eine Decke mit schiefer Kante. Für den Einstieg ist jeder vorhandene offene Schlafsack absolut zu empfehlen. Wenn man friert wird man übrigens erstaunlich beweglich, kommt rein in das Ding und kriegt den sogar zu.


    Ansonsten ist der Taiga ein super Ding für 3 Jahreszeiten. Der geht aktuell in der warmen Wohnung, der geht bei 0°C draußen. Und bei Höllenhitze hab in einen Gummizug mit Tonka, so dass ich die Fußbox wegbinden kann und der Oberteil über den Nieren liegt.


    Man muss sich aber im klaren sein dass der Topquilt weniger Fläche hat, als ein Schlafsack. Wer viel rumruschelt und sich dreht, wird den im Hüftbereich öfter zurecht zuppeln als einen offenen Schlafsack. Die fehlende Fläche muss man aber auch nicht durch die Gegend tragen. Für mich ein guter Deal.

    I put the fun in Funktionsunterwäsche.

  • Erstmal Danke an alle für die ganzen Antworten. Ich habe mal meine Mutter gefragt und wir hatten tatsächlich bei uns im Keller noch einen Yeti Daunenschlafsack von 1996 😅. Mittlerweile wurden die von Nordisk aufgekauft.

    Bilder: https://imgur.com/a/E3PX7rJ


    Ich bräuchte hier mal eure Hilfe. Die 245 sind wahrscheinlich das Füllgewicht und die 800 die Bauschkraft, oder? Ich hab das Teil mal gewogen, 1451g. Ich bin ich mir daher etwas unsicher. Könnte auch einfach an dem Reißverschluss und den älteren Materialien liegen. Falls 250 jedenfalls das Füllgewicht ist sollte der eher ein Sommerschlafsack sein, richtig? Komforttemperatur war leider nicht ausgeschildert, dafür fande ich es witzig zu sehen, dass der Schlafsack so wie Cumulus Pertex Material verwendet. Ein echtes Unikat, werde das Teil mal Waschen und dann einfach mal ausprobieren...

  • Würdet ihr mir dann eher dazu raten den Taiga 360 für den Winter zu nehmen, wenn der alte Yeti Schlafsack im Sommer passen sollte? Oder ist im Winter dann ein Schlafsack doch etwas sinnvoller. Sonst würde ich mir nie so einen Sommerschlafsack aus Daune kaufen, da er nicht flexibel genug ist, aber ich hab ja den Luxus dass meine Eltern damals gecampt haben.

  • Würdet ihr mir dann eher dazu raten den Taiga 360 für den Winter zu nehmen, wenn der alte Yeti Schlafsack im Sommer passen sollte? Oder ist im Winter dann ein Schlafsack doch etwas sinnvoller. Sonst würde ich mir nie so einen Sommerschlafsack aus Daune kaufen, da er nicht flexibel genug ist, aber ich hab ja den Luxus dass meine Eltern damals gecampt haben.

    Ich würde vor allem erstmal im Sommer und dann Herbst testen mit dem was da ist. Für ein Wintersetup wäre mir ein verschließbarer Schlafsack wichtig. Aber das kann ich erst so sagen, seit ich den Topquilt und seine Vor-und Nachteile kenne und das Schlafen mit Schlafsack im Vergleich und das bei verschiedenen Temperaturen. Das muss man einfach für sich ausprobieren...

    I put the fun in Funktionsunterwäsche.

  • Unbedingt Daunenwaschmittel nehmen und Trockner mit Tennisball zum Trocknen nutzen! Sonst kannst du mehr kaputt machen als der sauberer wird.

    Jo hatte ich vor. Tennisbälle werde ich aber ersetzen durch diese Gummibälle mit Stacheln. Ich hab mal vor 2 Jahren meine Daunenjacke mit Tennisbällen getrocknet und die riecht nach wie vor wie eine frische Dose Dunlop Tour.

  • Ich würde vor allem erstmal im Sommer und dann Herbst testen mit dem was da ist. Für ein Wintersetup wäre mir ein verschließbarer Schlafsack wichtig. Aber das kann ich erst so sagen, seit ich den Topquilt und seine Vor-und Nachteile kenne und das Schlafen mit Schlafsack im Vergleich und das bei verschiedenen Temperaturen. Das muss man einfach für sich ausprobieren...

    Jo ich werde wohl einfach dann mal rausgehen müssen und gucken ob der Schlafsack reicht. Ich habe ja eh bald einen 0F Wooki, der sollte so einiges wett machen. Wenn ich dann im Winter mal raus will muss ich dann schauen, ich hoffe einfach dass bis dahin der Yeti langt. Viele von euch sind hier ja schon länger am Campen bzw. Wandern etc. und bringen daher schon so einiges an Equipment mit. Als absoluter Einsteiger ist das echt ein Krampf da man 1. eine Menge an Zeug auf ein mal kaufen muss was ziemlich kostspielig ist und 2. man keine Erfahrung hat und daher gar nicht weiß was z.B. bei Schlafsäcken ausreicht usw.

  • Im Sommer benutze ich einen 10€-Kufa-Schlafsack aus dem Supermarkt, im Herbst meinen 250er Cumulus-TQ und im Winter dann meinen dicken 400er Daunenschlafsack, aufgemacht bis knapp oberhalb der Waden als Footbox.


    Soll heißen: Sollte dich bis zum Winter die Kapuze bei dem Yeti nicht stören, wenn du dich mit dem Teil zudeckst, könntest du auch überlegen das gute Stück im Laden ergänzend/neu mit Daune bestücken zu lassen. Habe ich noch nicht selber machen lassen, könnte mir aber vorstellen, dass das günstiger ist als einen neuen TQ für den Winter zu kaufen.


    Dann hast du genug geprüft, was für dich geht und frisches Geld für einen 2,5-Jahreszeiten-TQ ist dann auch wieder da ;)

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