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  • Hallo allerseits,

    Ich arbeite mich langsam in das Hängemattenthema und dieses Forum war bisher eine grosse Hilfe. Danke dafür!

    Momentan tendiere ich zu einer bridge hammock und es wird wahrscheinlich der Standard Ridgerunner von Warbonnet (double layer) mit dem passenden sock.

    Ich plane mit einer aufblasbaren Isomatte zu beginnen. Das gibt mir die Flexibilität auch zur Not auf dem Boden nächtigen zu können.

    Zwei Fragen treiben mich noch um und es wäre schön zu hören ob es diesbezüglich Erfahrungen gibt.

    1. Isomatte: Klassische Form oder eher Mumie?

    Rutscht die Letztere schneller wenn sie eingeschoben ist? Oder passt die Mumie vielleicht perfekt unter die Kuhle die entsteht wenn man drin liegt und reicht deshalb aus?

    2. Schlafsack vs Top Quilt: Würde den Quilt favorisieren.

    Funktioniert ein Quilt auch in einer Bridghammock und auf dem Boden auf der Isomatte?

    Sollte der Quilt breiter sein, damit man sich besser einmummeln kann und man sich drehen kann ohne das der Stoff knapp wird? Hatte ein Auge auf die Modelle von Cumulus geworfen, bin mir aber nicht sicher ob sie mir genug Raum geben...

    Zu meinen Schlafgewohnheiten: 80% Seitenschläfer, eher zu warm als zu kalt, drehe mich durchaus des öfteren und fühlte mich in Mumienschlafsäcken leider unangenehm eingeengt

    Danke im Voraus und Gruss aus den Niederlanden

  • Wackelpeter 26. Oktober 2020 um 20:20

    Hat den Titel des Themas von „Bridghammock“ zu „Bridgehammock“ geändert.
  • Funktioniert ein Quilt auch in einer Bridghammock und auf dem Boden auf der Isomatte?

    Ich nutze tatsächlich einen extrabreiten Quilt (mit Druckknöfpen im Fussbereich) in meinen Brücken-Hängematten und auch am Boden. Für die Hängematte dürfte auch ein normal breiter Hängematten-Quilt ausreichen, für den Boden, wo sich die Isolation von unten nicht seitlich ein Stück weit hochzieht, kann eine breitere Ausgabe aber durchaus sinnvoll sein.

    Welcher Quilt dir genug Raum fürs Drehen und Wenden lässt, hängt natürlich auch von deiner Körpergrösse und dessen Umfang ab.

    Ich kann nicht empfehlen, eine aufblasbare Isomatte in der Brücken-Hängematte zu nutzen. Die Belastung der nicht belasteten Kammern (oder vielmehr der Stege zwischen den Kammern) ist da schnell einmal zu gross. Wenn die Isomatte aber wie in der Ridgerunner zwischen zwei Schichten Stoff eingeklemmt ist, dürfte es funktionieren.

    PS: Eine kleine Vorstellung wird hier im Forum jeweils gerne gesehen. Willkommen im Forum!

    • Offizieller Beitrag

    1. Isomatte: Klassische Form oder eher Mumie?

    Rutscht die Letztere schneller wenn sie eingeschoben ist? Oder passt die Mumie vielleicht perfekt unter die Kuhle die entsteht wenn man drin liegt und reicht deshalb aus?

    Mumie funktioniert, Rechteckform füllt die Hängematte besser aus (ohne Kuhlen in den Ecken). Das Schnellerrutschen wäre für mich kein Kriterium, falls es denn wirklich meßbar wäre.

    Die Mumie ist größer als die Kuhle, die sich durch das Körpergewicht bildet.

    2. Schlafsack vs Top Quilt: Würde den Quilt favorisieren.

    Funktioniert ein Quilt auch in einer Bridghammock und auf dem Boden auf der Isomatte?

    Sollte der Quilt breiter sein, damit man sich besser einmummeln kann und man sich drehen kann ohne das der Stoff knapp wird? Hatte ein Auge auf die Modelle von Cumulus geworfen, bin mir aber nicht sicher ob sie mir genug Raum geben...

    Cumulus hat zwei Typen von Topquilts im Angebot. Der für (gathered end) Hängematten ist schmaler, da der Underquilt die seitliche Isolation übernimmt/unterstützt. Mit meinem Cumulus Taiga 250 M kann ich zwar in leicht kalten Nächten auf einer Isomatte schlafen, bei jeder Drehung zieht es aber seitlich rein. Für die Brückenhängematte empfehle ich daher die breitere Variante.

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde eine eher flachere, mit Schaumstoff gefüllte ("selbstaufblasende") Isomatte empfehlen, und keine Luftmatratze wie die NeoAir. Schaumstoff isoliert meiner Erfahrung nach besser, wenn unter der Matte die Luft zirkulieren kann. Außerdem ist die Isolierwirkung nicht davon abhängig, wie stark die Matte aufgeblasen ist. In der Brückenhängematte will man keine prall aufgeblasene Isomatte haben, weil sie dann unbequemer und auch kippeliger wird.

    Quilt vs. Schlafsack - das ist Geschmackssache. Mir wird schnell kalt, und Brückenhängematten sind kälter als Gathered End Hängematten - deshalb ziehe ich einen kapuzenlosen Semi-Rec "Deckenschlafsack" vor. Ist es warm, benutze ich ihn als Top Quilt. Wird es mir zu kalt oder zu zugig, habe ich die Option ihn zu schließen. Anderen reicht aber meist ein Top Quilt. Wenn du Sorge hast, dass die Abdeckung nicht reicht, nimm einen extra breiten.

  • Ich habe eben in deinem Vorstellungstext gelesen, dass du eine Brückenhängematte in Erwägung ziehst, weil du hauptsächlich Seitenschläfer bist und dich öfter umdrehst.

    Mir geht es exakt so, aber aus genau diesem Grund würde ich keine Brückenhängematte wollen:

    - die sind mir zu kippelig (wackelt bei jedem Drehen ziemlich)

    - wenn man die Knie richtig anzieht (also im rechten Winkel zum Körper) stört mich die harte Seitenkante

    Ich würde dir daher eher eine normale Gathered End Matte oder sogar eine Querhängematte empfehlen. Letztere vorallem dann, wenn du evt. auch mal auf dem Boden schlafen willst und eh eine Isomatte dabei hast. (Schau mal bei Cross Hammock )

  • Ich habe eben in deinem Vorstellungstext gelesen, dass du eine Brückenhängematte in Erwägung ziehst, weil du hauptsächlich Seitenschläfer bist und dich öfter umdrehst.

    Mir geht es exakt so, aber aus genau diesem Grund würde ich keine Brückenhängematte wollen:

    - die sind mir zu kippelig (wackelt bei jedem Drehen ziemlich)

    - wenn man die Knie richtig anzieht (also im rechten Winkel zum Körper) stört mich die harte Seitenkante

    Ich würde dir daher eher eine normale Gathered End Matte oder sogar eine Querhängematte empfehlen. Letztere vorallem dann, wenn du evt. auch mal auf dem Boden schlafen willst und eh eine Isomatte dabei hast. (Schau mal bei Cross Hammock )

    Kann ich nur genauso bestätigen.

    Wenn du nicht gerade zu groß bist ist die Crosshammock definitiv einen Blick wert. Ich muss aber sagen das ich (kann aber an meiner Größe liegen) eine GE bequemer finde.

  • Ich denke, dass sich Brücken-Hängematten durchaus noch weiterentwickeln werden. Wenn eine Gathered-End-Hängematte für einen zu kurz ist, dann kommt man irgendwann auf längere. Wenn eine Brücken-Hängematte zu schmal ist, dann werden mit der Zeit auch breitere entwickelt. – Niemand, der sich ernsthaft mit dem Thema beschäftigt hat, käme heute noch auf die Idee, Gathered-End-Hängematten schlecht zu reden, weil sie zu kurz seien.

    PS: Die »Cross Hammock« kann man schon seit einiger Zeit auch in XL bestellen.

  • Ich habe eben in deinem Vorstellungstext gelesen, dass du eine Brückenhängematte in Erwägung ziehst, weil du hauptsächlich Seitenschläfer bist und dich öfter umdrehst.

    Mir geht es exakt so, aber aus genau diesem Grund würde ich keine Brückenhängematte wollen:

    - die sind mir zu kippelig (wackelt bei jedem Drehen ziemlich)

    - wenn man die Knie richtig anzieht (also im rechten Winkel zum Körper) stört mich die harte Seitenkante

    Ich klinke mich mal ein, weil meine Ausgangslage ähnlich ist, zuhause im Bett bin ich Seiten- bis Bauchschläfer mit angezogenen Beinen. Eine Gathered End Hängematte ist für mich ein Kompromiss, an den ich mich aber gut gewöhnt habe und jetzt sehr gut darin schlafen kann, auf dem Rücken mit leichter Schlagseite sozusagen :D Aber ich war neugierig und habe Ende letzten Jahres bei einer Dendronaut Koma zugeschlagen. Mein Ersteindruck war das von Dir beschriebene, kippelig und Knie anziehen eher unbequem. Allerdings ist es einfach wie bei der GE nur eine Gewöhnungssache, nachdem ich der Koma ein paar Nächte zur Gewöhnung gegeben hatte, kann ich mittlerweile hervorragend drin pennen. Eben nur auf der Seite mit nur leicht angewinkelten Knien. Ich müsste mal nachrechnen, aber ich glaube es könnte meine meistgenutzte Hängematte 2020 werden... Lange Rede kurzer Sinn: Ich glaube es hilft einfach nur (längeres) ausprobieren um festzustellen, wie man damit zurecht kommt. Die Erwartungshaltung darin wie daheim im Bett zu pennen ist aber sicher falsch.

  • Ergänzung: Tatsächlich wird eine Brücken-Hängematte immer »kippeliger« sein als eine im gleichen Hängewinkel aufgehängte Gathered-End-Hängematte. Das liegt einfach daran, dass man in der Brücken-Hängematte parallel zur Firstleine liegt, während man in einer Gathered-End-Hängematte diagonal liegt.

    Das Wort »kippelig« suggeriert allerdings, dass man aus einer Brücken-Hängematte herausfallen könnte. Das ist mir bisher noch nie passiert und ich wüsste auch nicht, wie es mir passieren sollte. Ich kann in meinen Brücken-Hängematten aufrecht sitzen: Dann merke ich zwar, dass ich meinen Gleichgewichtssinn mehr »anstrengen« muss als in einer Gathered-End-Hängematte. Letztlich ist es aber einfach eine Frage der Gewohnheit.

    PS: Bei mir hat sich mit der Zeit die folgende Gewohnheit eingestellt: In der Gathered-End-Hängematte ziehe ich die Knie tendenziell an, wenn ich auf der Seite liege, in der Brücken-Hängematte liege ich eher gestreckt auf der Seite (obwohl ich die Knie in meinen breiten Modellen durchaus anziehen könnte).

    • Offizieller Beitrag

    Ergänzung: Tatsächlich wird eine Brücken-Hängematte immer »kippeliger« sein als eine im gleichen Hängewinkel aufgehängte Gathered-End-Hängematte.

    Die Towns End Luxury ist angenehm stabil. Es ist schwer, eine Brückenhängematte mit einer Gathered End Hängematte zu vergleichen, aber würde ich nur die Luxury kennen, würde ich Leute nicht verstehen, die behaupten Brückenhängematten wären kippelig.

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