DIY Underquilt Luft"löcher"

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  • Hallo allerseits.

    Leider scheint mein erster UQ :love::D noch nicht so zu funktionieren, wie ich es erhofft hatte:(, es scheint Luft zwischen UQ und Hängematte zu gelangen:

    Hier ist mein 190x110x9cm selbstgenähtes/r Underquilt. Benutzt habe ich um die 500g 860 cuin Daunen (der Geldbeutel war traurig), daunendichten Nylon Taffeta 38g/qm in oliv, 55g/qm Nylon Taffeta in weinrot sowie 25q/qm Polyamid Moskitonetz für die Kammern.


    Als ich den Underquilt im letzten Herbst auf einer mehrtägigen Radtour mit einem Schlafsack als topquilt testete, hatte ich manchmal das Problem, dass der UQ morgens etwas verrutscht war. Gleichzeitig fror ich zwar nicht, aber für die erwartete rechnerische Eignung für <-10 °C war mir der definitiv nicht warm genug. Da ich das UQ letzten Winter bei offenem Fenster als Decke nutzte und schweißgebadet erwachte, gehe ich davon aus, dass wohl etwas Luft zwischen quilt und HM gekrochen sein muss, da es ja anscheinend gut isoliert.

    Als ich einige Wochen nach der ersten Nutzung mal längere Zeit zu zweit in der Hängematte lag wurde es ebenfalls „plötzlich“ (zu) sehr warm darin, weshalb ich denke, dass eine festere/kürzere oder separat höherhängende Halterung hilfreich sein könnte. Dabei befürchte ich aber das langsame Zur-Seite-wegrutschen des UQ (welches ein chronisches Problem zu sein schien) zu verstärken.

    Würdet ihr zusätzliche Halterung an UQ und Hängematte empfehlen, um ein Verrutschen zu verhindern?

    Oder einige Gummibänder entfernen?

    Ich würde recht ungerne eine Art Wurst an die kurzen Enden nähen, da mMn mehr als genug Daunen bereits verwendet sind und ich die übrigen demnächst in ein noch zu planendes Topquilt (separater thread folgt, wenn ich mich mal durch das Forum gelesen habe) füllen möchte. Wäre es sinnvoll, evtl. Stoff statt den verbauten Gummikordeln naczhträglich anzunähen (Wookiestyle).

    Kann es sein, dass das Problem mit der HM und nicht dem UQ in irgendeiner Weise zusammenhängt? Ich las kürzlich, dass meine gekaufte HM (3,2 x 2m ticket to the moon) etwas zu klein für mich (1,82m x 70 kg, also langschmal) sein könnte und frage mich ob ich deshalb recht schlecht diagonal in ihr einschlafen konnte, oder ob daran doch meine „Bauchschlafgewohnheit“ schuld war. (für das Schlaf-/Gewöhnungsproblem durchsuche ich aber wohl besser den Thread hier, oder schlafe weiter in Bananenballerinastellung.)

    Einmal editiert, zuletzt von JayJay (28. Juli 2020 um 10:35) aus folgendem Grund: (500g statt 150g daunen wurden verwendet)

    • Offizieller Beitrag

    Was mir auf den ersten Blick auffällt:

    Die Clew-Aufhängung taugt nicht für schmale Underquilts. 110 cm ist ein typisches Maß für einen Underquilt mit Eckenaufhängung. Bei nur 4 Aufhängepunkten, kann sich der Underquilt etwas mitdrehen. Bei der Clew-Aufhängung verhindern die vielen Kordel, dass sich der Quilt drehen kann. Entweder Kopf oder Füße liegen im unisolierten Bereich.

    Deine Quilt-Aufhängung scheint deutlich länger als deine Hängematte zu sein. Dadurch wird der Quilt nicht stark genug nach oben gezogen, und steht etwas ab.

    Ich habe mit Gummikordeln - vor allem mit so dicken! - als Quiltaufhängung keine guten Erfahrungen gemacht. Je stärker die Spannung ist, desto mehr tendiert der Quilt dazu, während der Nacht seitlich wegzurutschen. Wenn ich nochmal einen Underquilt mit Clew bauen würde, würde ich die Clew selbst aus dünnen, unelastischen Kordeln zu machen, und nur an den Enden der Aufhängung eine kurze Schlaufe aus sehr kräftigem Gummikordel (starker Zug, 3-4 mm) anzubringen - ähnlich dem Wooki-Prinzip. Eine Mindestelastizität ist unverzichtbar - aber zuviel Elastizität (z.B. durch lange Gummikordel) ist problematisch.

    Die Luftkanäle bleiben bei der Clew in jedem Fall bestehen. Du kannst sie verkleinern, indem du mehr Schnüre in kürzeren Abständen anbringt - aber ganz los wirst du sie nicht mit dieser Aufhängung.

  • Hin und wieder verwende ich diesen Quilt als Unterquilt. Die Aufhängung wurde in etwa wie hier gezeigt realisiert. Einzige Abweichung zur im Video gezeigten Aufhängung ist, dass an jeder Querseite des Quilts eine Gummikordel mit beiden Laschen verbunden ist. Die Länge der Kordel ist dabei fix.

    Durch die Reduktion auf eine Kordel je Seite, kann der Quilt einfach durch überstreifen an den Raffungen der Warbonnet Eldorado befestigt werden. Wie ich finde sogar einfacher als der Wookie.

    Bei mir funktioniert der Quilt ganz gut als Unterquilt. Ich bin etwa 1,80 m groß.

    An meinem Unterquilt mit synthetischer Füllung wurde an einem Ende auch eine mehrbändige Aufhängung aus Gummikordeln angebracht. Die Kordeln haben einen Durchmesser von 2 mm und die Befestigungspunkte sind mit einem Abstand von etwa 7 cm über die Querseite des Quilts verteilt. Im Vergleich zu der in Deinem Foto dargestellten Aufhängung waren die Öffnungen deutlich kleiner.

    An dem gleichen Quilt wurde auch eine Aufhängung mit umlaufender Gummikordel getestet. Die Querseiten wurden dabei mit jeweils einer Kordel zusammengerafft.

    Beide Varianten haben bei Wind gut funktioniert. Die mehrbändige Aufhängung ist durch die Abwesenheit längsseitig verlaufender Gummikordeln etwas bequemer.

  • Die Clew-Aufhängung taugt nicht für schmale Underquilts. 110 cm ist ein typisches Maß für einen Underquilt mit Eckenaufhängung. Bei nur 4 Aufhängepunkten, kann sich der Underquilt etwas mitdrehen. Bei der Clew-Aufhängung verhindern die vielen Kordel, dass sich der Quilt drehen kann. Entweder Kopf oder Füße liegen im unisolierten Bereich.

    Dankesehr für das feedback, aufgehängt fühlte sich das auch nicht mehr so perfekt an wie ausgedacht, mein Gedankengang war: gerade aufhängen und einfach diagonal von Ecke zu Ecke liegen. Dass sich ein wie eine Hängematte aufgehängtes quilt auch wie eine (gathered-end-)Hängematte zusammenraffen würde kam mir irgendwie nicht in den Sinn. Glücklicherweise sind die Aufhängungen recht leicht zu entfernen, an einer Seite aufgrund der mir abgebrochenen Nähnadel und meiner Langsamkeit beim Nähen von Hand ja nur geknotet.

    vermutlich werde ich mal versuchen, das ganze schräg auf einer Stoffbahn zu befestigen, da ich allerdings ini meiner Hängematte noch nicht die perfekte Lage gefunden habe und vermute, dass ich auch an ihr Mal schere und Nadel anlegen werde, dauert das sicher noch ne Weile, bis ich das ganze update.


    Grundsätzlich sieht dein Quilt toll aus. Ich habe mich bisher nicht an einen Quilt gewagt...

    Dankesehr, war auch recht stolz (und froh), als er fertig war.

    Ich hatte jede Menge Spaß, allerdings auch die Zeit ziemlich unterschätzt die notwendig war. Als armer Student habe ich aber manchmal phasenweise zu viel Zeit und ein gekauftes quilt hätte mir zu viel gekostet. Es hätte sich wahrscheinich zeitlich zwar gelohnt, einfach irgendwo zu jobben, aber so habe ich ein bisschen gelernt wie eine nähmaschine funktioniert (also wie man sie anschaltet und Dinge durchzieht) und das schöne Gefühl etwas selbst gemacht zu haben.

    Ich kann nur empfehlen es auszuprobieren (sofern man noch einen Quilt benötigt), wenn alles schief gehen sollte verliert man höchstens einen Teil des Stoffes und viel Zeit, Füllmaterial kann man ja wiederverwenden. Wenn man sich einen Plan macht und alles vor dem Nähen aufzeichnet, feststeckt und darauf achtet den Stoff ordentlich zur Seite zu legen, um nicht irgendwas falsches einzunähen, ist ein Quilt offensichtlich machbar, das ganze war mein erstes Projekt. Ich persönlich hätte mehr Angst, eine Hängematte zu nähen, einfach, weil die mich tragen muss und nicht nur ihr Eigengewicht.

    Leider habe ich das ganze bereits vor einem Jahr gemacht, weshalb ich keine Liste mit hilfreichen guides mahr habe, aber hier und in englichsprachigen Foren waren jede Menge Tipps und sogar irgendwo ein Temperaturzonenrechner.

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