Anfängerprobleme

  • Waldläufer70

    Da fehlt bei mir dann noch die Stirnlampe, Ersatz-Taschenlampe, PowerBank, Akkus, IFAK, Raincover, Poncho...

    Wie bekommst du das alles rein? Oder nimmst du das einfach nicht mit.

    Da kommen bei mir noch viele Kleinigkeiten dazu, die aber nicht viel Volumen haben. Den Proviant habe ich allerdings oben noch vergessen, den füge ich noch ein.


    Für eine Übernachtung brauche ich aber keine Powerbank (habe eh keine), keinen Ersatz für irgendetwas...


    Aber du hast natürlich recht, bei Touren kommt natürlich noch einiges dazu (siehe meine Rucksackbeispiele oben und deren Volumen).

  • Moin Andi,

    moin an die wieder mal sehr hilfreiche Crew hier,


    ich finde diesen Faden hier von daher sehr interessant, weil ich ja auch erst letztes Jahr gestartet bin. Wobei bei mir der Vergleich etwas hinkt, da ich kein Luxusproblem eine Rucksackes in Größe X habe, sondern "nur" Bikepackingtaschen. Und da bekommt man nicht ma´ eben was wie noch rein oder dran.


    Was kann ich Dir als Tip mitgeben? Natürlich wohl kaum was konkretes, aber ich roll das mal so auf. Ich bin fahrradtechnisch hier seit vielen Jahren unterwegs und habe hier zu ziemlich alles abgegrast. Erweiterung des Radius stand also an und damit die Frage, wie macht man das wenn man schon 100km in schön auf dem Buckel hat, aber eigentlich noch zurück muß?


    Da ich jetzt nicht der Streckenklopper bin und nach einem weiteren Espresso via Straße die 100km auch wider zurück hechte, kam für mich nur die Übernachtungsfrage auf.


    Über diverse von mir verfolgte Events in der Bikeszene wo es mal quer durch die Republik ging stieß ich auf die Overnighter Methode und so dann zum Bikepacking. Dort pennt man auf Matten und Schlafsack, eventuell noch ein Tarp in Hütten, Unterständen oder ähnliches. Die Idee fand ich gar nicht mal so verkehrt, bin dann aber doch eher zur Hängematte gekommen. Potentiell klein und vom Packmaß her noch zu verschmerzen.


    Dennoch bin ich jetzt seit etwas mehr als einem Jahr dran und immer wider jedes Teil auf links und probier was neues aus. Was will ich eigentlich damit sagen?


    Ich denken as Ausrüstung und Tipps angeht, ist man hier was Hängematten angeht gut aufgehoben. Wenn es mal wider ein Treffen geben sollte, dann nutz die Chance.


    Ansonsten es ist wie es ist, alles was klein verstaubar ist wird auch eher leicht sein und somit hochpreisig.

    • Warbonnet Blackbird 1.7 Single Layer Hängematte
    • Warbonnet Thunderfly Tarp
    • Warbonnet 0°F Wooki Underquilt
    • Z-Packs 20°F Schlafsack
    • Deuter ACT Lite 35+10 SL Rucksack (45 Liter)

    Die Isolierung passt in das Schlafsackfach. Der Rest plus Kocher, Lebensmittel, Klamotten ins Hauptfach.

    Diese Ausrüstungsliste ist ja sehr aufschlussreich und wie ich feststellen muß, hast Du TreeGirl wohl den einzigen in der BRD existierenden Shop. Zumindest bei der ersten Suche. An dem Punkt gleich noch eine Frage nachgereicht, auch wenn ich schon ein Tarp habe, was für ein Packmaß hat das Warbonenet Thunderfly Tarp? Das schaut mir sehr sinnig aus mit diesen haben Türen.


    Denn das war auch genau mein Problem. Was gibt es wie und dann auch noch wo hier in der weiteren Nähe um es mal in die Hand zu nehmen? Der BRD Markt ist was da angeht doch in den einzelnen Shops sehr abgesteckt. Wobei noch erschwerend hinzu kommt, daß die Hängemattengeschichte im Gegensatz zum "regulären Camping" eher eine Außenseiterszene ist (wohl auch wie die Mädel & Jungs aus der Ultralight Fraktion).

    Wobei ich hier mit meiner örtlichen Position noch Glück habe, nahe einer recht großen Stadt waren zumindest ein paar Outdoor Shops abgreifbar (was mich dann wider daran erinnert wie ich seit Anfang 2014 versucht hatte ein passendes Cyclcross Bike hier im Pott auf zu tun. Das war eine ähnliche Fingerübung).

  • Moin zusammen,

    Als Bikepacker bzw. Reiseradler musst du eh nicht unbedingt auf jedes Gramm achten. Ich finde manche Aussagen zu UL haben mehr einen theoretischen Sinn. In der Praxis sieht dann vieles anders aus. Oft ist UL Ausrüstung zwar sehr teuer aber leider nicht so belastbar. Kleines Beispiel: Trekking-Wanderjacken. Nachdem ich 3 UL Jacken von Schöffel und Löffler nach relativ kurzer Zeit im Wald geschrottet habe und das leider in anderen Ausrüstungsbereichen(z.B. Tarps) ähnlich war, bin ich vor einiger Zeit wieder weg von UL Ausrüstung. Das war mir auf Dauer zu teuer.

    Auf der anderen Seite habe ich noch 2 alte Berghaus 3-lagen Goretex Jacken die sehr viel rum gekommen sind und immer noch 100% dicht sind.
    Ich sehe das mehr an Gewicht auch eher als sportliche Herausforderung und nicht als „Quälerei“. Die Zahnbürstengriffabsäger( was für ein Wort) vergessen manchmal auch den Komfortfaktor.
    Was nützt mir das superleichte Schlaf-Setup wenn es unter dem vielleicht kleineren und leichteren Tarp bei Wind und Regen rein regnet?! Oder bei einer mehrwöchigen Tour der fast nichts wiegende Daunen TQ oder UQ durch tagelang hoher Luftfeuchtigkeit feucht wird und klumpt?! Dann friert man sich den Allerwertesten ab und das Ganze macht keinen Spaß mehr.
    Versteht mich bitte nicht falsch, jeder so wie er mag!!! Aber so manche UL „Ansicht“ finde ich manchmal doch ziemlich, ich nenne es jetzt mal lustig.

    Warum z.B. in unseren Gefilden mit vielen Wasserresourcen, 5l Wasser mitschleppen anstatt vielleicht nur 2l und einen guten Wasserfilter. Der wiegt bei mir knapp 300g! Schonmal 2700g eingespart für ein größeres Tarp. Ihr erkennt meinen Punkt. Ich trage lieber 1 kg mehr und weiß aber ich kann mich absolut auf meine Ausrüstung verlassen und ich werde sehr komfortabel und sicher nächtigen.😴

    Für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen, zu denen ich leider auch gehöre, sieht dass natürlich anders aus. Kilometerlange Märsche über Tage mit schwerem Rucksack schaffe ich leider nicht mehr. Aber anstatt auf Komfort und Robustheit zu verzichten ziehe ich jetzt entweder einen diy Wanderwagen hinter mir her, nehme das Fahrrad oder plane meine Tour weniger anstrengend.

    Ich hoffe ich bin niemanden zu sehr auf die Füße getreten. Wie gesagt: jeder wie er mag oder kann!

    UL hat auf jeden Fall seine Berechtigung! Wird aber nach meiner persönlichen Meinung oft überbewertet.

    Kleines Beispiel zum Schluss.

    Wir waren zu zweit auf einer Wander-Angeltour unterwegs. 2 Tage Dauerregen! Abends im Lager zuerst die Tarps aufbauen. Ich benutze meist 4 sehr leichte (8+12g) Karabiner, mit für ihre Größe sehr hoher Tragkraft(2x a 150kg und 2x a 400kg) für meine Tarp Rigdeline. Während der Kumpel noch seine Knoten gebunden hat konnte ich schon unterm Tarp ein Käffchen vorbereiten. Es war mit meiner Methode ein Tarp aufzuhängen einfach deutlich schneller als seine Knoten Variante. Und das wegen insgesamt 40g!? Da schleppe ich mehr Erde und Äste und so Sachen mit mir an der Kleidung rum. Und Schnelligkeit beim Lageraufbau ist bei Sauwetter schön.
    So jetzt muss ich kochen......

    LG wuppitom

  • Warum z.B. in unseren Gefilden mit vielen Wasserresourcen, 5l Wasser mitschleppen anstatt vielleicht nur 2l und einen guten Wasserfilter.

    Warst du schon mal in einem Kalkgebirge wandern? Da findest du ausser in tiefen Tälern oft kein Wasser. Du kannst natürlich das Wasser aus Viehtränken filtern, aber das schmeckt dann immer noch nach Kuh*. Und ab einer gewissen Höhe gibt es womöglich keine Tränken mehr. Ich musste das letzten Sommer im südwestlichen Jura auf Höhen gegen 1700m ü.M. feststellen.


    * Kann natürlich sein, dass dein Wasserfilter das auch noch rausfiltert.


    Ansonsten sehe ich es auch so, dass man für sich abwägen muss, wie leichter Ausrüstung man noch vertrauen möchte. Mein mässig ultraleichter Rucksack (GossamerGear Gorilla 2010) sieht jedenfalls nach rund 2'500km noch fast wie neu aus. Das einzige, was bei mir kaputt geht, sind eigentlich nur Schuhe und Socken, also die Sachen, die ich beim Gehen wirklich belaste. Ich gehe aber in der Regel nicht quer durch den Wald, wenn ich auf einer langen Tour bin. Meine Ausrüstung ist also praktisch keiner Belastung ausgesetzt. Je nach persönlichem Verhalten muss man sicher stabilere Sachen haben.


    Ich kenne Leute, die kaufen sich praktisch nur Ausrüstung, die unkaputtbar ist, also Ausrüstung, über die man mit einem Traktor drüberfahren kann. Sie kommen aber mit dem Gewicht ans Limit und haben immer wiederkehrende Knieprobleme. Das kann auch problematisch sein, denn am Schluss bleiben da nur zwei Möglichkeiten: entweder nicht mehr rausgehen oder halt doch beim Gewicht abspecken.


    Ich packe oft auch noch eine zweite Hängematte ein oder nehme noch etwas zusätzlich mit, was ich eigentlich nicht dringend benötige, und buche das unter Sport ab. Aber ich mache das nur, solange ich deswegen keine ernsthaften gesundheitlichen Probleme bekomme. Und bisweilen nerve ich mich dann unterwegs über das unnötig hohe Gewicht.

  • Das Tolle an UL ist doch, daß es einem Möglichkeiten aufzeigt. Wer feststellt, daß er mit einem „Elefantenfuß“ (Schlafsack, der nur bis zum Gürtel reicht) klarkommt, weil er ja obenrum die warme Jacke anhat, wer statt des schweren Zeltes und der Regenjacke nur ein Ponchotarp zum Schutz vor Regen mitnimmt, der kann sich entscheiden, was er mit der so errungenen Freiheit anstellt. Ob er nun das Wandern mit leichtem Rucksack genießt oder den freigewordenen Platz im Rucksack mit Luxusartikeln wie Fotoausrüstung oder Dostojewski-Gesamtausgabe in 6 Bänden ausfüllt - jeder nach seiner Façon.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Warum holst du dir nicht erstmal einen wasserdichten Packsack & schnallst den oben / unten dran?TT kann das ja gut ab;).

    Dann guckst du nach und nach was du austauschen möchtest....

    dann kannst du damit los und unerwegs mal googeln was der Markt so hergibt.

    So hab ich es gemacht und ic h gehöre Zwar absolut nicht zur UL Fraktion aber eins hab ich übernommen:

    Nicht unbedingt neu kaufen (glaubt mir zuhause eh niemand-so oft wie der Postbote kommt:D)sondern

    weglassen spart Gewicht

  • Wobei ich dringend davon abraten würde, in einem UL-Rucksack die schwere Dostojewski-Gesamtausgabe oder andere schwere Ausrüstung mitzunehmen. Wenn man sich in Richtung UL bewegen möchte, dann empfehle ich, auf keinen Fall mit dem Rucksack anzufangen, sondern immer mit dem Inhalt:

    • UL-Ausrüstung in einem klassischen schweren Rucksack funktioniert gut. (Ich nutze nach wie vor meinen uralten 60L-Rucksack von Karrimor, den ich 1992 erhalten habe, weil er sich sehr angenehm trägt.)
    • Schwere, klassische Ausrüstung in einem UL-Rucksack funktioniert nicht. (Diese Rucksäcke werden dann einfach gerne unbequem.)
  • Gibt es zu dem Porsche Modell Warbonnet auch einen Audi A4? ;-)

    Ich möchte erst einmal Erfahrungen sammeln und dann entscheiden, ob ich Dauerhaft in einer Hängematte schlafen werde.

    Andernfalls wird es doch klassisch der Boden mit Isomatte.


    Eine Empfehlung für einen Underquilt wäre noch super.

    Die DD Variante gefällt mir nicht und geht zurück.

  • Sorry, ich kenne mich nicht mit Autos aus. Wenn ich richtig informiert bin, ist Porsche ziemlich teuer und wenig alltagstauglich. Der Wooki ist teuer, weil er mit Daune gefüllt und nur in den USA hergestellt wird - nicht weil Warbonnet drauf steht. Und er ist für mich das einzig brauchbare Design. Simply Light Designs macht eine KuFa-Version, die günstiger ist.


    Wenn dir die Passform nicht so viel Geld wert ist, du aber Daune haben willst, dann gibt es noch normale Underquilts von Cumulus und blueskylavender (eBay UK). Günstiger ist nur KuFa.

  • Andi Bezieht sich der Porsche/Audi Vergleich nur auf einen Underquilt oder auch auf die Hängematte? Wenn ja, kann ich dir die Lesovik HM empfehlen, die es bei TreeGirl gibt: Kommt aus Europa und hat ein gutes Preis/Leistungsverhältnis bei angenehmem Stoff und angenehmer Größe. (Ich habe so eine und bin damit sehr zufrieden.)

  • Moin,

    Der ist hängemattenförmig geschnitten - nicht wie eine Hängematte designt. Da ist ein normaler Underquilt besser.

    ich habe gerade einen lichten Moment, hatte auch schien daran gedacht, es aber noch nicht final angegangen. Ich hätte da noch eine Amazonas Hängematte hier hängen. Das ist die Amazonas Moskito Traveller Thermo aus dem Traveller Set. Das Tarp würde ich behalten, könnte mir aber vorstellen die Hängematte zu veräußern. Die serienmäßigen Aufhängungen hab ich auch noch und in der Matte habe ich eventuell 5-8 Nächte gemacht.

  • Die Hängematte Amazonas Silk Traveller Thermo habe ich mir auf Amazon bestellt.

    Ist heute angekommen. Beim Auspacken kamen mir schon aufgerissene Nähte entgegen.

    Geht zurück.

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