Erste HM selber Nähen für den Lulatsch

Zur Vermeidung von Spam werden deine Posts vor Veröffentlichung von den Moderatoren geprüft, falls du Links verwendest.
  • Also V1 ist seit heute Abend fertig.

    Ich habe etwa 1.5cm breite Säume an den Seiten. Habe vorgeheftet mit Stecknadeln und gebügelt. Ging erstaunlich schnell.

    Die Tunnelzüge für das WBW sind etwas breiter geworden als sie sollten. Nachmessen ergab fast 4cm Umschlag.

    Das Whipping hab ich mit dünnem entseelten Paracord gemacht. Deswegen und auch wegen der etwas breiteren Tunnelzüge habe ich das Gefühl ein ungleichmäßiges Whipping produziert zu haben. Zumindest hab ich eine Ridge im Nacken wenn ich meinen Kopf dort hinlege, wo ich ihn gerne hinlegen würde. An Kopf wie am Fußende ein wenig Slack, die Seiten sind relativ schlaff.

    Länge von Dogbone zu Dogbone aktuell 377cm.

    Mit der Ridgeline hab ich schon etwas experimentiert und sie länger eingestellt. Habe das Gefühl bei 83% der Gesamtlänge deutlich zu diagonal zu liegen um einen traditionell aufgehängten UQ sinnvoll nutzen zu können.

    Ich sehe mich schon einen Sookie nähen :S

    Bin offen für Tipps was ich jetzt verbessern könnte. Morgen geht's mal raus, aktuell hängt sie noch in der Wohnung, da kann bin ich nicht so flexibel mit ausprobieren.

    Den Stoff mag ich. Ein Aha hatte ich aber: Der Transport des Stoffs sollte bei einfachen Maschinen wie meiner von beiden Seiten unterstützt werden sonst wirft er Falten. Bei den Masken die ich die Tage aus Baumwollstoffen aller Art genäht habe war das nicht notwendig. Die sind aber natürlich auch stärker.

    Was mach ich jetzt als Erstes? Normalstarkes entseeltes Paracord? Den Tunnelzug durch noch eine Naht schmaler? Den Tunnelzug auf und neuen breiteren Tunnelzug mit mehreren Nächten für eine Aufhängung durch Tunnelzug? Dafür bräuchte ich dann wohl noch ein Mara 80.

    Danke schon mal jetzt für eure Hilfe, ich bin schon ganz nah an meiner ersten richtig tollen Matte :love:

  • Glückwunsch zur ersten selbstgenähten Hängematte. Glaub mir, es werden weitere folgen!

    Um die Spannungen auszugleichen ziehe einfach etwas Stoff hinter den Whip an jenen Stellen, die zu schlaff sind oder zieh den Whip fester an den Stellen, die zu stark spannen.

  • Glückwunsch zur ersten selbstgenähten Hängematte!

    Für das Warbonnet-Whipping müsstest du die Nähte wohl nochmals öffnen und den Umschlag für den Tunnelzug auf 2.5cm bis 3cm reduzieren. Wenn diese Kanäle zu breit sind, ergibt das unsaubere Resultate.

    Die Hängematten von DutchWare (auch aus diesem Stoff) werden mittels Tunnelzug aufgehängt und sind mit drei Nähten gemacht.

    Hier, was ich grob nachgemessen habe (ich habe die Dogbones jetzt nicht extra rausgenommen):

    • Einschlag: ca. 1.5cm
    • Umschlag (Tunnelzug mit Nähten): ca. 7cm*
    • 3 Nähte im Abstand von ca. 6mm

    * Viele hier im Forum würden das als Materialverschwendung bezeichnen. Ich würde den Tunnelzug – gerade bei den breiten Stoffen – aber trotzdem nicht zu schmal machen. Aus meiner Sicht werden die Nähte unnötig stärker belastet, je näher am Ende sie sind. Die Stofffalten intensivieren sich zum Kopf- respektive Fussende hin bei Aufhängung mittels Tunnelzug immer mehr und diese immer engeren Radien muss das Nähgarn ja mitmachen respektive die Nähte behindern diese Kräuselung des Stoffes, wenn die Tunnelzüge allzu schmal sind. Wenigstens 6cm breit würde ich die Tunnelzüge bei dieser Stoffqualität und -breite schon machen.

    Ich weiss nicht, welches Nähgarn DutchWare verwendet. Ich selber habe bisher alle meine Näharbeiten mit Gütermann Allesnäher oder sogar dem Allesnäher aus dem lokalen Supermarkt (made in Europe) genäht, mache damit aber in der Regel vier Nähte (Stichlänge 2.5mm), wenn ich mittels Tunnelzug aufhängen möchte. Meine ersten Hängematten habe ich mit drei Nähten gemacht und selbst das hat bisher problemlos gehalten.

    Ich persönlich würde mir vorerst nicht zu viele Gedanken um den Unterquilt machen, sondern einfach die bequemste Einstellung suchen: Länge der Firstleine / Hängewinkel, Liegerichtung, Höhe von Kopf- und Fussende. Die Anpassung des Unterquilts, möglichst an diese Position, folgt dann später.

    Den Unterquilt kannst du noch etwas mehr in Diagonalrichtung bringen, wenn du die sekundäre Aufhängung auf der kopfabgewandten Seite etwas stärker spannst respektive auf der kopfzugewandten Seite etwas löst. Falls die Kordel der primären Aufhängung am Fussende fixiert ist und sich nicht verschieben kann, müsstest du das dort analog auch für die Füsse machen. Die Hauptspannung des Unterquilts verläuft dann über die Diagonale, die du brauchst, was dem Unterquilt seine Richtung gibt und die Spannung an Kopf und Beinen etwas reduziert. Zu einem Wooki wird er deswegen aber nicht.

    • Offizieller Beitrag

    Für das Hexon 1.7 würde ich wegen der losen Webung beim Warbonnet Whip oder einem anderen Whip bleiben. Schau dir direkt unter deinem Tunnelzug mal die Ripstoplinien an - verläuft der Tunnelzug an der Linie oder kreuzt er sie? Wenn er sie kreuzt, würde ich den Tunnelzug aufmachen und erneut nähen. Abstecken oder Heften verhindert ein Verrutschen.

    Mit einem 4cm-Tunnelzug funktioniert der Warbonnet Whip im Übrigen auch. Ich habe den auch schon für 5cm breite Tunnelzüge verwendet. Man muss halt nur etwas sorgfältiger whippen. Wenn der Tunnelzug so breit ist, dass es schwierig wird einen gleichmäßigen Whip hin zu bekommen, kann man auch einfach 2 Kordel verwenden. Mit der ersten Kordel zieht man den Stoff nur zusammen. Mit der zweiten Kordel fixiert man den Whip direkt unter dem Tunnelzug. Der so entstandene Whip ist vermutlich sogar etwas gerader als der originale Warbonnet Whip.

  • Wenn er sie kreuzt, würde ich den Tunnelzug aufmachen und erneut nähen.

    Ergänzung:

    • Wenn man durch den Tunnelzug aufhängen möchte, ist relevant, ob der Falz schön dem Ripstop-Muster entlang verläuft. (Der Stoff dürfte da auch schräg abgeschnitten und die Naht schief sein.)
    • Wenn man ein Warbonnet-Whipping nutzen möchte, dann ist die Naht selbst relevant.

    Im Idealfall arbeitet man so, dass beide Kriterien erfüllt sind. :)

    Ich werde bei meiner Hängematte aus Hexon 1.7 mal beobachten, ob die Nutzung des Tunnelzugs irgendwelche Nachteile mit sich bringen wird.

    Ich finde, dass sich ein Warbonnet-Whipping mit einem schmaleren Tunnelzug besser umsetzen lässt. Ich nutze den aber auch nur ganz selten.

  • Habe sauber gearbeitet beim Tunnelzug und keine Nacht gekreuzt. Habe ihn einfach durch eine weitere Nacht verkürzt und statt dem dünnen entseelten Paracord mit alten Schnürbändeln das WBW gemacht. Mit ein bisschen Gefummel hatte ich es dann zu meiner Zufriedenheit. Erster Test in der Wohnung:

    Habe die Ridgeline jetzt mal auf 90% Gesamtlänge eingestellt und lag mit dem Sommer Otul recht bequem.

    Minimale Calf Ridge, stört mich nicht wirklich.

    Hab deutlich Material über an beiden Seiten. Netter Effekt ist aber dass ich jetzt mit gekreuzten Beinen quer drinliegen kann um bspw zu lesen.

    Nochmal mein Hängplatz:

    Die restlichen Schuhbändel lasse ich erstmal so bis ich mir absolut sicher bin, dass es so bleibt.

    Eine Sache noch: Erstes Mal den Marlinspike hitch genutzt. Eine Seite hat gut gehalten, die andere hat mich zweimal fallengelassen. Wie stark müssen die Toggles sein? Ich weiß auf den Knoten legen nicht auf den Toggle aber ich glaube dass zweimal der kleine Zweig unter der Kompression aufgegeben hat. Anders kann ich mir meinen Absturz nicht erklären.

    Vielen Dank nochmal für eure Hilfe!

    • Offizieller Beitrag

    Ich habe jetzt 1 Woche lang in meiner Hexon 1.7 Hängematte geschlafen und finde den Stoff überraschend (für das Gewicht) wenig dehnbar. Ich habe sogar den Eindruck, dass er sich weniger dehnt als der normale 1.9oz Ripstop Nylon. Vermutlich fand ich die 90% Ridgeline deshalb nicht mehr angenehm: das Liegegefühl wurde mir zu hart. Ich habe die Ridgeline mittlerweile deutlich gekürzt. Insgesamt eine interessante Hängematte, weil sie sich so anders anfühlt als andere 70D SL Hängematten.

  • Eine Sache noch: Erstes Mal den Marlinspike hitch genutzt. Eine Seite hat gut gehalten, die andere hat mich zweimal fallengelassen. Wie stark müssen die Toggles sein? Ich weiß auf den Knoten legen nicht auf den Toggle aber ich glaube dass zweimal der kleine Zweig unter der Kompression aufgegeben hat. Anders kann ich mir meinen Absturz nicht erklären.

    Ich kann dir keine Zahl nennen, aber ein Zweig reicht da nicht. Auch wenn die Hauptlast auf dem Band ruht, so ist doch einiges an Last auch auf dem Toggle: Der «Knoten» will sich ja öffnen und der Toggle muss das verhindern. Ich habe mir vor Jahren welche aus einem (aus der Erinnerung geschätzt) 8mm bis 10mm dicken Rundholz (Buche) gemacht. Die haben gut gehalten.

  • Tolle Bilder! Welche Ecke ist das, wenn ich fragen darf? Ist das der Rhein?

    Ansonsten benutze ich zum Aufhängen lieber den geschlauften "Becket-Hitch" (keine Ahnung wie man den auf Deutsch nennt), wie Derek ihn beschreibt: Becket Hitch. Da braucht man keine Stöckle und er lässt sich wieder lösen mit ein bisschen Zug.

    Viel Spass beim Ausprobieren!

  • Tolle Bilder! Welche Ecke ist das, wenn ich fragen darf? Ist das der Rhein?

    Ansonsten benutze ich zum Aufhängen lieber den geschlauften "Becket-Hitch" (keine Ahnung wie man den auf Deutsch nennt), wie Derek ihn beschreibt: Becket Hitch. Da braucht man keine Stöckle und er lässt sich wieder lösen mit ein bisschen Zug.

    Viel Spass beim Ausprobieren!

    Jawoll, das ist der Seerhein. Den Knoten kenn ich. Mit Seilen und Gurten ne gute Variante. Aber nicht mit Dyneema-whoopies oder? Dann kann ich die Einstellung ja nicht mehr nutzen.

  • So nachdem ich jetzt gestern mit der neuen Matte einem Wolkenbruch unter dem Tarp entgangen bin musste ich feststellen, dass sie zwar drunter passt, aber nur ganz knapp. Die Dogbones schauen ganz knapp raus sind also vielleicht 4cm Diagonale bis zum Whippingknubbel. Erscheint mir zu wenig falls der Regen mal ungünstig kommt. Die Baumgurte müssen bei der Länge auch gaaanz schon hoch damit ich am Ende angenehm drin sitzen kann. Kurzum: Sie ist mir wohl ein paar Zentimeter zu lang geraten.

    So ganz bin ich mit dem WBW auch noch nicht ganz warm geworden. Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl es nicht gleichmäßig hinzubekommen. Vom Tunnelzug hattest du mir abgeraten Treegirl? Wie kritisch ist diese Warnung denn? Wirklich ein No-Go?

    Würde mich sonst mal an einem Tunnelzug mit Kurve versuchen. Genau Nähen geht ganz gut, das Whipping hab ich irgendwie nicht so drauf.

    • Offizieller Beitrag

    Vom Tunnelzug hattest du mir abgeraten Treegirl? Wie kritisch ist diese Warnung denn? Wirklich ein No-Go?

    Nein, es ist kein No-Go. Dutch gibt für seine Channel End Hängematten aus Hexon 1.7 ein Gewichtslimit von 250 lbs also 113 kg an. Also sollte der Tunnelzug bei dir halten. Whips belasten den Stoff halt gleichmäßiger.

    So ganz bin ich mit dem WBW auch noch nicht ganz warm geworden. Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl es nicht gleichmäßig hinzubekommen. [...]

    Würde mich sonst mal an einem Tunnelzug mit Kurve versuchen. Genau Nähen geht ganz gut, das Whipping hab ich irgendwie nicht so drauf.

    Ich verstehe nicht, warum du den Warbonnet Whip nicht gerade hin bekommst. Ob der gerade wird hängt doch vom Tunnelzug ab. Wenn der sauber und nicht übermäßig breit genäht ist, kann man doch eigentlich kaum etwas verkehrt machen.

    Mein Warbonnet Whip an meiner Hexon 1.7 Hängematte sieht so aus:

    Der 3cm breite Tunnelzug ist gerade an der Ripstoplinie entlang genäht. Danach Kordel durch ziehen, Stoff sauber zusammenschieben, abbinden.

  • Ich hab jetzt mal so einen gemacht indem ich das Paracord zweimal durch den Tunnelzug gezogen - guter Tipp, so zieht sich der Knubbel gleichmäßiger zusammen. Ich mach später mal Bilder. Jetzt muss ich in den nächsten Tagen rausfinden, wie lang ich sie wirklich möchte und wie viel Sag ich möchte. Aktuell finde ich sie ein wenig zu lang. Vor Allem, wenn ich wie du beschrieben hast, eine ein wenig kürzere Ridgeline testen möchte. Dann müsste ich die Baumgurte schon wirklich hoch anbringen um eine akzeptable Liegehöhe hinzubekommen. Gleichzeitig passt sie dann aber besser unters Tarp.

    Mir scheint es stimmt, dass Längen über 365cm problematisch werden.

  • Mir scheint es stimmt, dass Längen über 365cm problematisch werden.

    Das kommt auf die Körpergrösse an. Meine Erfahrung (184cm gross) ist, dass ich bis etwa 370cm gut mit dem Aufhängen zurecht komme. Länger habe ich noch nicht getestet, wird aber mit dem 12'-Tarp dann auch zunehmend sehr eng. Zudem habe ich den Eindruck, dass die Länge der Firstleine eher langsamer zunimmt als die Länge der Hängematte. Sprich: Je länger die Hängematte (im Verhältnis zu meiner Körpergrösse), desto mehr lasse ich sie durchhängen, um zu einem angenehmen Resultat zu kommen. Ich kann aber bis 220cm Höhe am Baum locker hochgreifen. Ich habe recht lange Beine und Arme.

  • Habe den WBW heute erstmals schön hinbekommen und aktuell ist sie ja noch über 370cm lang. Werde morgen damit los, das Tarp mitnehmen und mal die Firstschnur kürzer einstellen und schauen ob das mehr Komfort bringt und ich es noch komfortabel aufhängen kann. Unter das Tarp sollte es ja besser passen, da der Abstand von Ende zu Ende in der Horizontalen sich ja durch den steileren Hänge-winkel verringert.

    • Offizieller Beitrag

    Wenn du Probleme damit hast, die Baumgurte hoch genug anzubringen, brauchst du Bäume mit weniger Abstand. Bei einem Abstand von 5m oder weniger, sollten die Baumgurte bei einem Aufhängewinkel von 30° nicht über 2m hoch hängen.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!