In einem anderen Faden (»Wie packt ihr eure Quilts?«) ist die umfassendere Frage aufgetaucht, wie wir unsere Rucksäcke sinnvollerweise packen.
Natürlich spielt dabei auch eine Rolle, ob ein Rucksack nur ein Hauptfach hat (Tendenz bei Ultraleicht-Rucksäcken) oder ob er unterteilt ist in ein Schlafsackfach (unten) und ein Hauptfach (oben). Unumstritten ist sicher, dass das Einhalten der folgenden Regeln dazu führt, dass der Rucksack sich angenehm trägt. (Dabei denke ich primär ans Wandern, beim Klettern oder in dauernd unwegsamem Gelände mag das wieder anders aussehen.)
- Leichte Gegenstände (= Gegenstände mit geringer Dichte) gehören unten in den Rucksack.
- Schwere Gegenstände (= Gegenstände mit grosser Dichte) gehören in Rückennähe möglichst weit oben in den Rucksack.
- Leichte oder mittelschwere Gegenstände können dazu genutzt werden, die schweren Gegenstände nahe am Rücken zu halten.
Hier ein hilfreicher Link zum Thema.
Gerne möchte ich die Poster im Artikel »Wie packt ihr euren Quilt?« bitten, die hierher passenden Gedanken, hier sinnvoll noch einmal zu wiederholen.
Hier noch eine kleine Anekdote zum Thema:
Auf dem Jakobsweg begegnete mir hinter den Pyrenäen ein anderer Pilger, nennen wir ihn Frank. Er war in Berlin gestartet, hatte Zelt und Kocher dabei und war fit wie ein Turnschuh. Er konnte problemlos mit dem Rucksack auf dem Rücken zahlreiche Liegestützen machen. Allerdings klagte er, dass sein Rucksack schon recht schwer sei und stark nach hinten ziehe. Ich habe mir dann seinen Rucksack angeschaut; das Problem war schnell gefunden: Frank hatte seinen Wasserbeutel hinten aussen am Rucksack befestigt. Er hatte sich dabei nicht viel gedacht und sicher 1'700km auf diese Weise zurückgelegt. Ich gab ihm dann den Tipp, den Beutel doch ganz zuoberst und nahe am Rücken in den Rucksack zu legen. Er folgte meinem Rat und probierte aus, ob ihm dieser tatsächlich helfen würde. Nach wenigen Metern war er glücklich darüber, wie «leicht» sich sein Rucksack plötzlich anfühlte.