Jura-Wanderung im Herbst

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  • Für das letzte Wochenende im Oktober war sehr schönes und relativ warmes Wetter angesagt. So habe ich mich am Freitag nach der Arbeit bald auf den Weg gemacht und den Col de la Tourne im Neuenburger Jura mit dem ÖV kurz nach 17 Uhr erreicht.

    Wie schon im Herbst 2017 und 2018 habe ich wieder die gewohnte Strecke der Krete hoch über dem Val de Travers entlang ausgewählt, da man dort ziemlich alleine unterwegs ist. Zudem gibt es dort unzählige schöne Übernachtungsplätze mit kleinen Feuerstellen und schöner Aussicht. Im Gegensatz zum Herbst 2017 hatte ich dieses Mal meine Brücken-Hängematte 2.0 dabei, die ich erneut testen wollte.

    2018 konnte ich am Morgen einen Sonnenaufgang über dem Nebelmeer erleben, was würde mich wohl dieses Mal erwarten?

    Impressionen kurz nach dem Col de la Tourne:

    Die Krete hatte ich noch vor Einsetzen der Dämmerung erreicht und konnte den Blick übers Mittelland auf den Neuenburgersee und in die Alpen geniessen:

    Die Abende im Jura-Gebirge geniesse ich jeweils sehr. Da kommen schöne Stimmungen auf:

    Dieses Mal erreichte ich meinen Schlafplatz noch vor dem Eindunkeln. Zur Abwechslung auch mal ganz schön. Da es aber nach dem Aufbau der Hängematte schon recht dunkel war, verzichtete ich aufs Kochen. Auch wurde es langsam frisch am doch recht exponierten Ort.

    Der nächste Morgen empfing mich erneut mit einem wunderbaren Nebelmeer über dem Mittelland:

    Anders als im letzten Jahr lag selbst im Val de Travers etwas Nebel:

  • Zuerst gab es am Samstagmorgen einen Kaffee. Was für ein wundervolles Licht!

    Da ich am Abend nichts mehr gekocht hatte, gab es zum Frühstück eine ganze Packung «Riz Casimir» (ein indisch angehauchtes Reisgericht). Drei Portionen sind in einer Packung enthalten, wobei die Portionen nach meinem Dafürhalten wirklich sehr knapp bemessen sind.

    Erst gegen halb elf Uhr (Sommerzeit) brach ich auf und nahm den zweiten Wandertag in Angriff. Hier ein paar Impressionen:

    Um was für einen Schädel könnte es sich hier handeln? (Ich denke, ich kenne die Antwort, bin aber mal gespannt, was ihr meint...)

    Nach dem Abstieg nach Noiraigue im Val de Travers, stellte sich mir die Frage: Was nun? Auf die Areuse-Schlucht hatte ich dieses Mal keine Lust. So wählte ich nach kurzer Bedenkzeit den Aufstieg auf den Creux du Van, den ich bereits im Frühjahr besucht hatte. Nach einigen Jahren wählte ich wieder mal den direktesten Aufstieg, der sich in zahlreichen Serpentinen durch den Wald nach oben windet («Sentier des Quatorze Contours» – «Pfad der vierzehn Spitzkehren»).

    Hinter den Klippen des Creux du Van waren wunderbar die Alpen zu sehen.

  • Nach einem eher späten Mittagessen im Berg-Restaurant La Grand'Vy nahm ich den Abstieg in Richtung Neuenburgersee unter die Füsse. Leider hatte ich wohl beim Aufstieg zu viel Gas gegeben und das rächte sich nun mit stechenden Schmerzen im rechten Knie. So würde ich die rund 1'000 Höhenmeter hinunter zum Neuenburgersee wohl nicht mehr schaffen, zumal ich inzwischen auch eher spät dran war. Da blieben mir nur zwei Möglichkeiten: entweder per Anhalter ins Tal oder eine weitere Übernachtung anhängen. Da ich am Sonntag nichts vorhatte, entschied ich mich für die zweite Variante.

    Nachdem die Entscheidung gefallen war, ging es dem Knie augenblicklich besser. In der Combe du Laga fand ich neben einer Lichtung ein Stück Fichtenwald und baute dort beim Eindunkeln die Hängematte auf. Erneut verzichtete ich aufs abendliche Kochen.

    Angesichts der kürzer werdenden Tage verbrachte ich eine lange, aber erholsame Nacht in der Hängematte. Am Morgen liess ich mich von den ersten Sonnenstrahlen wecken...

    ... und stand dann bald auf.

    Dem Knie schien es inzwischen wieder besser zu gehen. Vorsichtig machte ich mich auf den Weg ins Tal, kochte unterwegs noch einen Kaffee und ein weiteres Reisgericht.

    Hier noch ein paar Impressionen vom Weg ins Tal, wo ich gegen 11:30 Uhr (nun wieder bei Winterzeit) den Bahnhof von Bevaix erreichte.

  • Bei Euch ist es ja noch richtig bunt im Wald! Wie schön.

    Bei uns ist schon alles kahl.

    Schön wäre es, wenn es noch immer so aussähe. Das war Ende Oktober (das Wochenende mit dem Wechsel von Sommer- auf Winterzeit). Ich bin bloss bisher nicht dazu gekommen, den Bericht zu erstellen. Auch bei uns ist schon seit Ende November, Anfang Dezember alles kahl. Die Blätter sind dieses Jahr aber tatsächlich länger oben geblieben als auch schon.

  • Mich zieht es immer wieder dorthin. Eigentlich ist es dort zu jeder Jahreszeit sehr schön. Im Winter soll es auch toll sein: viel Schnee und bisweilen sehr kalt (La Brévine – etwas weiter im Westen – hält den Rekord für die kälteste je gemessene Temperatur in der Schweiz: –41,8°C am 12. Januar 1987), für mich wohl zu kalt.

    Der Herbst ist dort jedenfalls fantastisch!

    Komm gut zur Ruhe über die Festtage, wiedemeier!

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