One-Night-Hang Setup

  • was ist euer bewährtes Setup für einen One-Night-Stand Hang?

    Mein häufigster Einsatz für die Hängematte ist nicht die Ausladende Tour oder Urlaubsreise, sondern das kleine Abhängen für eine Nacht an einem besonders schönen Platz in der Gegend. Wie letzten Freitag bei der Karlsschanze.

    Anders als bei einer Mehrtagestour spielt ja das Gewicht nicht so eine große Rolle. Und man weiß ja in etwa was auf einen zukommt. Andererseits liebe ich es auch ganz spontan mit kleinem Gepäck loszuziehen und bekomme jedes Mal den Packmaßblues wenn ich für eine Nacht den vollgestopften 60l Rucksack mitschleppen muss.


    Also, was stopft ihr so in den Rucksack für einen Ononighter-Mikroabenteuer?


    Bei mir ist das:

    Matte - Warbonnet Traveller HD Double

    Isolierung - über 10° Snugpak UC und Snugpak TC. Unter 10° Eigenbau 300er Apex Wooki & TC

    Tarp - WBB Superfly oder EENKO 3x3

    Schlafmütze,Stirnlampe, Schweizer Messer, Handy, Mini 1Hilfe Pack, Regenjacke(meist), 1L Wasser, Müsliriegel oder so.


    Damit passt das bei mir schon nicht mehr in einen kleinen Tagesrucksack.

    Und eigentlich hätte ich noch gerne einen Magic Carpet (oder so was) und eine Gear Hammock dabei.


    und bei euch so?

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Ich habe im Sommer einige Male bei Grillabenden mit promillebedingtem Heimfahrverbot meine 3 m lange Hängematte aus Argon 1.6 mit aufgenähtem 3/4-Vega-Daunen-UQ und zwei 3,6 m langen Venom-Baumgurten mit Whoopie Hooks und Loop Aliens verwendet. Packmaß etwa wie ein Handball, Gesamtgewicht 680 g. Als Kopfkissen diente meine Kufiya und zugedeckt habe ich mich mit einer Rettungsdecke. In den warmen Sommernächten war das völlig ausreichend und passte mit Telefon, Schlüssel und Geldbeutel in den 47 g leichten 10-Liter-Quechua-Rucksack.


    Wunderbar leicht und kompakt, obwohl ich gar nicht darauf angewiesen war. Angereist war ich schließlich mit dem Auto. Trotzdem schön, wenn man sein Bett für die Nacht an den Gürtel hängen kann.


    Zum Grillabend nächstes Wochenende werde ich wohl einen größeren „Einsatzkoffer“ mitnehmen müssen, in den auch noch der 250er Cumulus Taiga (485 g und etwa 3 Liter Packmaß) und ein leichtes Tarp mit reinpassen. Dann kommt auch ein 5 mm dickes Stück Evazote mit rein, damit die nicht durch den Underquilt geschützten Füße nicht frieren. Die Wahl wird wohl auf den GoLite Ion (261g, 25 Liter) fallen. Da ist es leider auch mit dem An-den-Gürtel-hängen wieder vorbei.


    Diese Ausrüstung, ergänzt durch Essen/Wasser und Kochgeschirr verwende ich gewöhnlich in der „Mistwetter“-Saison, wenn ich einfach nur früh losziehe, um mir im Wald ein Süppchen zu kochen, etwas abzuhängen und nach einen ausgiebigen Verdauungsmittags-/Nachmittagsschlaf in der Abenddämmerung wieder heimzukehren.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ich mache keinen Unterschied zwischen einer und mehreren Übernachtungen. Wenn ich die Ausrüstung über längere Strecken (mehr als 1 km) schleppen muss, kommt mein leichtestes Set-Up zum Einsatz:

    • 1.7 SL Warbonnet Blackbird
    • 0°F Wooki +3oz
    • 20°F Zpacks Schlafsack
    • Daunenkissen (ohne gibt es Nackenstarre)
    • Tarp je nach Wetter
    • Windschutz je nach Wetter

    Wenn weder Gewicht noch Packvolumen ein Problem sind nehme ich eine schwerere Hängematte mit:

    • 1.7 DL Warbonnet Blackbird
    • 0°F Wooki +3oz
    • 25°F Western Mountaineering Alder MF Schlafsack
    • 10°C Tropic Traveler Silk Schlafsack
    • Daunenkissen
    • Tarp je nach Wetter
    • Windschutz je nach Wetter

    Andere Hängematten verwende ich nur für Tagesausflüge oder zu Hause.

  • GoLite Ion

    Der gefällt mir auch sehr gut.

    Aber ich hätte gefürchtet dass mein Eintageskrempel da gar nicht rein passt. (für so tage wie jetzt, Sommer 2019 ist ne andere Nummer :-))

    Ich bewege das mal unter meinem Herzen, ich brauche eh grade einen neuen kleinen Rucksack.


    Gruß

    Thomas

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Ich habe noch eine Frage zu dem Verpacken der Wookis oder Daunenschlafsäcke. In mir sträubt sich alles, wenn ich meinen Wooki in so einen kleinen Packsack stopfen soll. Ich habe dann Angst, dass die Daunen beschädigt werden. Habt ihr das nicht und stopft einfach was das Zeug hält?

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  • Mit voller Kraft stopfe ich Daunen nur dann, wenn es sein muss. Ansonsten gebe ich den Daunen soviel Platz wie möglich.

    Ich bin der Ansicht, daß kurzzeitiges Komprimieren der Bauschkraft nur wenig schadet.

    Omnia vincit lectulus pensilis. :saint:

  • Ich komprimiere mein Kunstfaserdinge auch nur so stark und so lange wie nötig. Zu Hause immer offen gelagert.

    Und wenn ich eh mit dem großen Rucksack unterwegs bin weil ich keinen kleineren, passenden habe(*), kommen UC und TC locker alls Füllmaterial da rein.

    In den Kompressionssack nur bei längeren Touren.


    Trotzdem, das Packmaß des Grauens. Es ist jedesmal wieder erschütternd wie viel Platz der Isolierkram im Vergleich zum Rest einnimmt.


    Gruß

    Thomas

    (*) den Ion gibt es ja leider nicht mehr.

    Einmal werden wir noch wach, heißa, dann ist Nachmittach.

  • Vor zwei Wochen bin ich mit etwas mehr Zeugs raus, weil ich am nächsten Tag noch etwas wandern wollte. Dennoch hat alles in meinem GossamerGear Gorilla (2012, 46 Liter) Platz gehabt:

    • Topquilt
    • Unterquilt
    • Brücken-Hängematte mit Aufhängung
    • Tarp
    • etwas Ersatzkleidung + Regenjacke (gegen Wind)
    • Proviant (1 Fertiggericht, Instant-Kaffee und etwas zum Knabbern)
    • Kocher mit 500ml-Topf und rund 100ml Alkohol
    • Wasserbeutel (ca. 3 Liter) + Wasserflasche (ca. 6dl)

    Wenn ich wirklich nur für eine Nacht raus gehe, specke ich wie folgt ab:

    • Hängematte: worauf ich gerade Lust habe
    • Ersatzkleidung + Regenjacke (je nach Wetterbericht: Temperatur und Niederschlag)
    • Proviant: etwas Instant-Kaffee nehme ich oft mit, um mir am Morgen noch einen Kaffee zu machen
    • Kocher nehme ich nur mit, wenn ich Kaffee eingeplant habe
    • Wasser: da reicht meistens ein halber Liter (oder ein ganzer Liter, wenn ich Kaffee eingeplant habe)

    Wenn ich wirklich nur übernachte, dann reicht mir i.d.R. ein 35-Liter-Rucksack.


    Die Quilts stopfe ich entweder lose zuunterst in den Rucksack oder komprimiere sie in je einem Schnozzel-Pumpbag (Exped) ein wenig: so z.B. beim oben genannten Ausflug gemacht.


    Rucksack beim oben genannten Ausflug:


  • Hier mal meine Ausrüstung für eine Tageswanderung


    Für Übernachtungen kommt dann noch ein

    -Tarp

    -DD UQ

    -Schlafsack (meistens der Tropen von Carinthia)

    -evtl Regenkleidung (Wetterbericht)

    -Ersatzwäsche

    -Lebensmittel und Wasser nach Bedarf

    - und eine Stirnlampe

    sowie ein entsprechend dimensionierter Rucksack (meistens atmos 50 ag von Osprey) und diverses Kleinzeug mit.

    Dafür bleibt dann die BW Matte zuhause.


    Für die Tagestour bleibe ich incl. Wasser unter 5 Kg,

    für die Trekkingtour mit Übernachtung komme ich auf ca. 15kg


    Da ich mich aber diese Jahr bei meinen Touren mit Übernachtungen angefangen habe in schwierigerem Gelände zu plagen, werde ich im nächsten Jahr versuchen das Gewicht meiner Ausrüstung zu reduzieren. Man wird eben nicht jünger.


    Gruß Andreas