Hängematte Setups Erfahrung

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  • Hallo,

    als Neuling interessiere ich mich sehr über die Erfahrung und Berichte eurer Hängematten Setups.

    Was für Hängematte nutzt ihr?

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Was für Tarps verwendet ihr?

    Da ich mich um ein neues Setup bemühe würde ich mir gern anhören welche Erfahrungen ihr schon gemacht habt.

    Ich würde mir in den nächsten Monaten eine Hängematte von Dutch (Chameleon) organiesieren und dazu ein Asymetrisches Tarp Wide (Silnylon o. Silpol) verwenden.

    Hat jmd mit solch einem Setup schon Erfahrungen sammeln können?

    Und wenn ja welche?

    Meinen Vorstellungen

    -minimalistisch

    -effizient

    -leicht

    Über Erfahrungen und Ratschläge freue ich mich sehr.

    Gruss

    Claudio

  • Wenn du die Gelegenheit hast, wäre es sinnvoll, du könntest mal als erstes herausfinden, ob du lieber feste oder dehnbare Stoffe magst. Ideal dafür wäre ein Hängematten-Treffen, das in der Regel einmal pro Jahr stattfindet. Denn was für andere bequem ist, muss für dich nicht unbedingt ebenfalls bequem sein. Bei der «Chameleon» hättest du jedenfalls die Möglichkeit, einen Stoff zu wählen, der deiner Vorliebe entspricht, allenfalls auch doppellagig.

    Weiter wäre wichtig, ob du mit der Standardbreite von rund 150cm auskommst oder ob eine extrabreite Hängematte (ca. 180cm) besser zu dir passt. Bei der «Chameleon» stehen grob diese beiden Breiten zur Wahl. Ich persönlich (184cm) würde eher zu einer breiten Ausgabe tendieren, weil du da beim Drehen und Wenden weniger schnell über den Rand gerätst. Mir persönlich macht es auch nichts aus, wenn ich nicht immer die gesamte Breite benötige und etwas losen Stoff habe.

    Wie mein Vorredner schon schrieb: Neben der klassischen Tuchhängematte gibt es noch den Typus der Brücken-Hängematte und den Querlieger. Letzterer hat den grossen Vorteil, dass man diesen Hängematten-Typ in der Regel mit Isomatte nutzt (197cm x 65cm) und bei Bedarf relativ leicht auf den Boden ausweichen kann. – Wenn ich dich aber richtig verstanden habe, möchtest du vorerst ohnehin eine Isomatte für die Isolation gegen unten nutzen. Viele Nutzer klassischer Tuchhängematten ziehen einen Unterquilt einer Isomatte vor, weil jener viel weniger mit dem positiven Liegegefühl in Konflikt gerät.

    Viele Nutzer hier stellen in ihrem Profil ihre Lieblings-Hängematte vor...

    • Offizieller Beitrag

    Noch eine kleine Ergänzung zum Thema testen: je nach dem, wo du bist, stehen deine Chancen gut, dass dir jemand vor Ort einige Ausrüstung zeigen kann. Im Zweifelsfall hilft die Benutzerkarte und eine PN...

    Zu deiner eigentlichen Frage: Ich persönlich vertrage Querlieger nicht wirklich (werde da seekrank). Besonders lang bin ich auch nicht - für unterwegs ist daher eine Warbonnet Blackbird zu meiner Standard-Ausrüstung geworden. Mit Quilts zur Isolation ist das für mich der beste Kompromiss zwischen Gewicht und Komfort. Zu Hause mag ich allerdings eine längere Hängematte lieber - hier habe ich eine Warbonnet Traveller XL Heavyweight Doppellagig mit Wookie und eine Eigenkonstruktion aus einem ziemlich festen Baumwollstoff als Gästebett bzw Sofa (noch mit Underquilt, das Climashield für die Isolation liegt schon hier, muss nur verarbeitet werden).

    Asymmetrische Tarps sind gerade im Sommer (wenn es mehr um von den Bäumen fallende Objekte bzw Flüssigkeiten als um Regen und Sturm geht) eigentlich ziemlich angenehm, da sie nicht so stickig werden. Bei unangenehmen Bedingungen bevorzuge ich allerdings ein größeres Tarp mit Türen (Warbonnet Superfly). Das Gewicht ist natürlich schon ein Unterschied, auch wenn das Superfly für seine Größe ziemlich leicht ist.

    Das Thema Isomatte in der Hängematte kommt immer mal wieder, meine persönliche Erfahrung in Tuchhängematten ist allerdings, dass man damit sowohl den Liegekomfort der Hängematte als auch der Isomatte selbst schadet. Ich habe das Konstrukt mal aus einer Notsituation heraus eine Weile verwendet, wirklich bequem war es nicht und nach ein paar Wochen war die Isomatte delaminiert. Dann habe ich eine Fitness-Bodenmatte verwendet, das war auch nicht besser und nach relativ kurzer Zeit hat die Matte deutliche Knickstellen bekommen. Danach hatte ich wieder einen Underquilt ;) .

    So, jetzt habe ich doch einen halben Roman geschrieben, obwohl ich eigentlich meine Hängematte bestimmungsgerecht nutzen wollte...

  • Du kannst auf viele Nutzernamen klicken und unter dem Punkt "Über mich" bei den meisten Foristen das präferierte Hängematten Setup sehen.

    Ich bin oft auf längeren Touren unterwegs und achte recht streng auf mein Rucksackgewicht (Base Weight), aber beim Schlafsetup steht Komfort an oberster Stelle.

    Ein Asym Tarp ist für den Sommer ganz OK. Aber bei starkem Regen oder starkem Wind aus wechselnden Richtungen nehme ich lieber ein Thunderfly Tarp. Ein Asym Tarp hält Dich in der Hängematte trocken, aber Du hast NULL Fläche unter dem Tarp um bei Regen zu Kochen, zu sitzen, Sachen zu trocknen usw.

    Wenn ich auf diesen Komfort verzichten müsste, käme für mich als leichtere Alternative das hier zum Einsatz:

    Dutch Chameleon Half-Wit Hexon 1.0 + Warbonnet Minifly + Wooki Underquilt

    Frag mal Captain Backpack. Der war auf dem vorletzten Treffen mit einer Half-Wit und einem Asym Tarp unterwegs.

    Once you get locked into a serious hammock collection,

    the tendency is to push it as far as you can ...

    Hesmon

    • Offizieller Beitrag

    Was für Hängematte nutzt ihr?

    Wenn es auf das Gewicht und Packvolumen ankommt (sprich beim Wandern), nehme ich eine Warbonnet Blackbird 1.7 SL mit - ich bin aber auch nur 165cm groß. Wenn Gewicht und Packvolumen keine Rolle spielen (z.B. zu Hause) verwende ich eine Heavyweight Double Layer Blackbird XLC.

    Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

    Nur gute; sonst würde ich sie ja nicht nutzen. Welche Art Erfahrungen sind für dich von Interesse?

    Was für Tarps verwendet ihr?

    Bisher habe ich je nach Jahreszeit und Wetter zwischen dem Warbonnet Mamajamba und dem Warbonnet Edge hin und her gewechselt. Ich werde aber auf das Warbonnet Thunderfly umsteigen, weil die Mini-Türen einfach einen besseren Regenschutz bieten.

    Ich musste notgedrungen mal ein Asym-Tarp von Hennessy nutzen, fand aber die Abstriche beim Wetterschutz zu groß. Das Gewicht spare ich lieber an anderer Stelle.

    Ich würde mir in den nächsten Monaten eine Hängematte von Dutch (Chameleon) organiesieren und dazu ein Asymetrisches Tarp Wide (Silnylon o. Silpol) verwenden.


    Hat jmd mit solch einem Setup schon Erfahrungen sammeln können?

    Und wenn ja welche?

    Ich verkaufe Dutch Chameleon und Half-Zipped Hängematten und habe aus einigen Hexon-Stoffen selbst Hängematten genäht, habe also ein wenig herumprobiert. Im Vergleich mit dem Design der Warbonnet-Hängematten finde ich das Design der Dutch-Hängematten aber lange nicht so ausgereift.

    Das Prinzip vom Dutch-Reissverschluss ist super und gefällt mir eigentlich besser als das von den Warbonnet-Hängematten. Aber leider hakelt der Reissverschluss ständig. Ich kann ihn nicht gut mit einer Hand bedienen, was beim Warbonnet-Reissverschluss kein Problem ist. Der hakelige Reissverschluss wäre kein Ausschlusskriterium, aber er nervt mich gewaltig.

    Dutch-Hängematten sind in mehr Stoffvarianten erhältlich, aber bis auf die Wide-Modelle sind sie mir zu schmal. Von den Hexon-Stoffen kann ich auf Grund der Dehnung nur im 70D Hexon einlagig schlafen - und das ist derzeit offiziell nur in schmal erhältlich. Mit einer Hexon Wide 1.6 Double Layer Hängematte käme ich von der Dehnung her zurecht, aber die wäre einfach unnötig schwer.

    Im Vergleich zu Warbonnet-Hängematten haben Dutch-Hängematten einen deutlich größeren Durchhang. Meinem Gefühl nach kann ich mit weniger Durchhang flacher liegen. Vielleicht bin ich aber auch nur zu sehr an Warbonnet-Hängematten gewöhnt. Meine DIY-Hängematten haben alle ähnlich wenig Durchhang wie die WB-Hängematten.

    Persönlich finde ich die ganzen Häkchen und Ringchen an den Dutch-Hängematten nicht nur überflüssig, sondern auch ein Risiko. Mir ist es mehrmals passiert, dass ich einen Haken fast abgerissen hätte, weil der sich im Packsack in die Ridgeline eingehakt hatte. Ich habe es gerade noch rechtzeitig gesehen, als ich mich in die Hängematte setzen wollte. Wie gut die Haken funktionieren um einen Underquilt mit 4-Ecken-Aufhängung an der richtigen Stelle zu halten weiss ich nicht. Ich verwende nur noch Wookis, weil die ohne Hokus Pokus und Druck auf Kopf und Füße sitzen wo sie sollen.

    Sowohl das Asym Netz als auch das Sym Netz sind bei Dutch für meinen Geschmack zu knapp - oder vielleicht zu ungünstig? - geschnitten. Die Seiten der Hängematte werden immer mehr hochgezogen als ich es von den Blackbirds gewohnt bin. Außerdem liegt man mit dem Gesicht direkt am Netz. Das ist allerdings bei allen Hängematten mit Parallelogramm-Netz der Fall. Mittlerweile gibt es außer Warbonnet noch einige andere Hängematten die das Netz mit einem zusätzlichen Streifen weiter vom Kopf weg halten. Wie gut diese Designs sind, weiss ich nicht. Auf dem Papier gefällt mir das aber besser.

    Der einzige Grund, warum ich auf eine Chameleon-Hängematte umsteigen würde wäre, wenn ich mit jemand anderem unterwegs wäre und auf größere Nähe Wert legen würde. Mit dem Double Dutch Bugnet kann man zwei Chameleons nämlich einfach in eine 2-Personen-Hängematte umwandeln. Das Design ist wirklich genial.

    Meinen Vorstellungen

    -minimalistisch

    -effizient

    -leicht

    Dann solltest du dir Dutch Half-Wit (nicht Half-Zipped) Hängematte anschauen. Ich komme mit halben Netzen nicht zurecht, aber leichter und effizienter geht es wohl nicht.

    Überhaupt bedeutet "leicht" immer, dass man Abstriche machen muss. Du kannst dir eine Hexon 1.0 SL Hängematte holen und damit eine Menge Gewicht sparen. Allerdings sind dünne Stoffe deutlich weniger robust, d.h. du musst definitiv vorsichtiger sein, aber trotzdem wird die Hängematte mit großer Wahrscheinlichkeit nicht so alt werden wie z.B. eine 70D SL Hängematte. Außerdem dehnen sich dünne Stoffe mehr als dicke. In einer einlagigen Hexon 1.0 Hängematte fühle ich mich wie in einer Badewanne. Selbst beim Hexon 1.6 kann ich nicht so gerade liegen wie beim Hexon 2.4. Aber manche Nutzer mögen dehnbare Stoffe - oder können jedenfalls gut genug darin schlafen. Das muss man ausprobieren.

    Über Erfahrungen und Ratschläge freue ich mich sehr.

    Dann schließe ich mich den anderen an: komm zum nächsten Hängemattentreffen. Alternativ kannst du versuchen, dich mit erfahrenen Hängemattennutzern zu treffen und ihre Set-Ups ausprobieren. Die meisten von uns sind immer bereit, ihre Hängematten vorzuführen ^^

  • I have been summoned. I shall answer your call.


    Ich habe tatsächlich noch keine Erfahrungen bei starkem Wind und Regen gemacht mit meinem Asym-Tarp von Dutch, könnte mir aber gut vorstellen, dass man es so abspannen kann, dass man auch dabei trocken bleibt. Am Asym-Tarp reizte mich halt die Vielseitigkeit: Man kann (und muss) es je nach Wetterlage und persönlicher Vorliebe (Wetterschutz vs. Aussicht) aufbauen und ist nicht, wie in den Warbonnet-Tarps (insbesondere den größeren) in einem Zelt und sieht von der Landschaft nichts. Meine Favoriten sind immer die kleineren Tarps, neben dem Asym-Tarp hab ich noch das Minifly von Warbonnet. Da hat man auch bei Regen etwas Bewegungsfreiheit drunter, schläft aber noch nicht "drinnen". Nass geworden bin ich in der Matte noch nie, Lediglich beim letzten Treffen habe ich gemerkt, dass man bei nichtbenutzung und kleinen Tarps (In dem Falle das Asym) die Mückennetzabspannung der Hängematte lieber weglassen sollte :/

    Vom Gewicht her machen Asym-Tarp und Minifly nur einen geringfügigen unterschied, Das Minifly braucht jedoch mehr Heringe (2 min vs. 4 min, 4 max vs 6 max), wobei man ggf beim Minifly auch die Enden an einem Hering befestigen könnte (hat das schon jemand ausprobiert? Wenn nicht habe ich hier eine Mission!).

    Für den Winter habe ich tatsächlich einen Wookie, im Sommer nutze ich aber gerne meinen Yeti - Ein 3/4-Quilt. Spart Material und damit Gewicht, und dass die Füße von unten nicht isoliert sind stört mich nicht. Man kann es bei Bedarf jedoch mit einem Sitzkissen oder einem Stück Isomatte ausgleichen, wenn man freirt. Das hat man oft sowieso mit und kann damit eine Zweitfunktion erfüllen.

    Bei der Hängematte muss ich sagen, dass für mich der Hexon 1.0 Stoff zu dünn ist, ich empfinde ihn als zu dehnbar. Hexon 1.6 entspricht meinem Liegekomfort. Bei Warbonnet darf es auch der dünne Stoff sein für mich.

    Bei dem Mückennetz sollte man wissen, wie die Einsatzbedingungen sind. Ist es im Schlafsack zu heiß und es gibt viele Stechinsekten, rate ich von einem halben Netz ab. Dann sind deine Beine dran ;) Am Gewicht sowie Packmaß merkt man den Unterschied gewaltig (gerade zu faul zum wiegen, bei Bedarf hole ich das nach).

    Wenn du noch Fragen hast, immer her damit, und ich sehe was ich tun kann!

    Gruß vom Captain, YARRR!

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