Ich hatte das Tarp früher auch schon mal an der HM Aufhängung befestigt und habe festgestellt, dass die Spannung des Tarps je nach Hängewinkel der HM sowohl zu- als auch abnehmen kann. Vielleicht finde ich den alten Faden ja noch mal wieder....
Tarp an Baumgurten der HM befestigen
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Ich hab mal die Beiträge abgetrennt und in einen neuen Faden eingefügt.
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Hier meine Version 2.0 mit Karabinern von Treegirl.
Genau das was ich suchte.
Die Schnur wurde etwas länger um den Klemmknoten besser legen zu können.
Ich verwende hier 1,8mm PES Schnur neongelb reflektierend.
Habe davon noch so viel auf Rolle. Ideal zum Basteln.
PES dehnt sich auch nicht wie PA.
Eine finale Version ist sicher etwas dezenter in der Farbe.

Ich verwende einen normale Prusik. Weil ich den kann.
Eigentlich reicht auch ein in nur eine Richtung belastbarer Klemmknoten.
Der Prusik klemmt in beiden Richtungen.
Aber der beste Knoten ist der, den man kann.
Fotos und Erfahrungen aus der Praxis folgen kommende Woche.
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Danke fürs Abtrennen. Ich hatte auch schon den Gedanken, dass die Beiträge inzwischen etwas weit vom Baumschutz bei der sepraraten Aufhängung des Tarps entfernt sind. Für den Baumschutz bei separater Aufhängung des Tarps, siehe hier.
@Bernd Odenwald, allenfalls könntest du diesen Beitrag auch noch hierher kopieren: Da habe ich die Idee mit dem Prusik erstmals aufgeworfen.
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Gerade fällt mir auf, dass zwei meiner neuesten Fotos recht schön illustrieren, wie ich das mit dem First des Tarps mache:
Ich spanne das Tarp wie gesagt nur lose vor, ungefähr dort, wo ich es haben möchte:
Wie man auf dem Bild sieht, bin ich weit davon entfernt, das Tarp straff zwischen den beiden Bäumen abzuspannen. Ich lasse es wirklich lose durchhängen.
Sobald es am richtigen Ort hängt, spanne ich es nach unten ab. Dadurch kommt Spannung auf den First und es bildet sich die für Hex-Tarps typische Form:
Wie man sieht, folgt das Tarp schön der Kontur der Hängematte: Die Enden gehen der Hängematten-Aufhängung entlang nach oben zum gemeinsamen Abspannpunkt, der zentrale Teil des Tarp-Firsts bildet parallel zur Hängematte eine recht gerade Linie, auf der ordentlich Spannung ist.
Mir persönlich gefällt das so recht gut: Zum einen kann ich das Tarp schön dicht über der Hängematte abspannen, was gerade bei Wind oder starkem Regen einen guten Schutz bietet, andererseits kann ich so die (zusätzlichen) Zugkräfte durch das Tarp am Baum und überhaupt die aufs Tarp wirkenden Kräfte stark reduzieren. – Und wenn ich das Tarp mal etwas höher abspannen möchte, kann ich den First immer noch etwas stärker vorspannen – ganz nach jeweiligem Bedarf.
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Fotos und Erfahrungen aus der Praxis folgen kommende Woche.
Hast du inzwischen weitere Erkenntnisse gewonnen?
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Hast du inzwischen weitere Erkenntnisse gewonnen?
Ja guckstu: Link
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Ich hatte früher mal mit der SLS geliebäugelt. Das Prinzip ist ähnlich, aber in sofern anders, als dass man die Hängematte von der Tarp-Ridgeline abhängt. Hier mal die Bilder aus meinem Beitrag vom Hammockforum.net von 2013.
Ich bin damals aus dem hier auch genannten Grund wieder abgekommen, dass das Tarp bei Belastung der Hängematte absackt. Vorteil war jedoch, dass wenn das Tarp erstmal hing, war die Hängematte automatisch gut positionniert. Die genaue Beschreibung würde diesen Thread kidnappen. Wen jemand mehr darüber wissen möchte, mache ich gerne einen neun Thread auf.
(Bevor einer was schreibt : ja, der Dutch-Clip ist nicht gut positioniert
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Die Evo-Loops können an einem eher glatten Baumgurt etwas rutschen. Das ist mir vor allem beim flacheren Aufhängewinkel der Brücken-Hängematte ein paarmal aufgefallen.
In diesen Fällen kann es helfen, das Tarp mit einem Prusik aus Paracord Typ 1 am Baumgurt zu befestigen. Hier ein Bild davon:
Der gelbe Evo-Loop hilft, den Baumgurt ohne Last am Baum zu fixieren, und ist nicht notwendig. Es geht um das leuchtend gelbe Paracord Typ 1, an dem das Tarp befestigt ist.
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- Offizieller Beitrag
Nach einem Gespräch mit barfuß und Mittagsfrost auf der Insel bei Lindow über die Zugkraft der Tarp-Abspannung mit Zing-It auf die Rinde von Birken und Buchen, habe ich diese Tarp-Aufhängung auch mal ausprobiert. Benutzt habe ich dafür Lash-It, auf das ich jeweils einen ungenutzen Whoopie-Hook draufgezogen habe, und die Loop dann mit einem Doppelten Spierenstich beendet, ähnlich wie @Bernd Odenwald mit seinen Karabinern und dem Klemmknoten.
Was soll ich sagen? – Tolles Ding! Mit den Whoopie Hooks kann ich die INOX-Ringe an den beiden Tarp-Enden einfach ein- und wieder aushängen und dann die Prusiks auf Spannung am Gurtband ziehen. Das Tarp fällt auch nicht aus dem Hook, wenn keine Spannung drauf liegt. Habe es mit dem Thunderfly und meinem DIY Asym-Tarp ausprobiert, jeweils in Kombination mit meiner DIY-Matte (340cm) und der WBBB XLC. Auf Rügen dann der Praxistest und mit dem Thunderfly die beiden (durchaus windigen) Nächte derart abgehangen.
Ein schöner Nebeneffekt ist, dass das Tarp dadurch näher an der Ridgeline der Hängematte hängt (zumindest bei meinen Setups). Hatte öfter mal mein Tarp sommerlich hoch abgespannt, was mir dann bei Wetterwechsel Arbeit verursacht hat ...

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Was soll ich sagen? – Tolles Ding! Mit den Whoopie Hooks kann ich die INOX-Ringe an den beiden Tarp-Enden einfach ein- und wieder aushängen und dann die Prussiks auf Spannung am Gurtband ziehen.
Du hast keine Gummischnüre integriert, oder, Furbrain? Hattest du nie Bedenken, dass du plötzlich zu viel Spannung auf dem Tarp hast? Oder setzt du die Prusiks auch möglichst nahe am Baum? Irgendwie klingt das, was du da schreibst, aber nicht so...

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- Offizieller Beitrag
Danke für dein aufmerksames Mitlesen, Waldläufer70 Ich muss zugeben, dass ich diese potentielle Problematik nicht von Anfang an mitbedacht habe
In der ersten Nacht auf Rügen war der Baumabstand tatsächlich so, dass ich den Loop mittels Prusik ziemlich nah am Baum hatte und dadurch kaum größere Spannung an der Firstnaht des Tarps zu erwarten war.In der zweiten Nacht war der Abstand zu den Bäumen größer. In dieser Situation, wo die Prusik-Loops durchaus 20 - 30 cm Abstand vom Baum hatten, habe ich die Postition am Baumband so gewählt , dass das Tarp beim Aufhängen in der Snakeskin und nicht besetzter Hängematte einen leichten Durchhang hatte. Dann mich reingesetzt und die Spannung des Tarps beobachtet.
Einerseits wurde das Tarp tatsächlich ein wenig mehr gespannt, wenn ich in der Hängematte lag, weil sich die Baumbänder durch das Gewicht nach unten zogen. Andererseits habe ich dann noch an den Tie-Outs meiner Tarps immer 2mm-Shockchord-Schlaufen, die das sich senkende Tarp und die damit verbundene Entspannung der Seitenflächen aufgefangen haben. Diese sorgen ja auch dafür, dass das Tarp gestrafft bleibt, wenn es feucht wird und dass das Tarp bei Wind kurzfristig ein wenig nachgibt.
Das ist natürlich alles nur über den Daumen gepeilt, hat aber funktioniert. Tarp ist immer noch heile, Ridgeline nicht gerissen
Ein besseres Gefühl habe ich natürlich, wenn die Prusiks möglichst nahe am Baum sind. Dafür nehme ich auch gerne wieder den etwas größeren Abstand zwischen Tarpfirst und Hängematten-Ridgeline in Kauf. -
Ein besseres Gefühl habe ich natürlich, wenn die Prusiks möglichst nahe am Baum sind. Dafür nehme ich auch gerne wieder den etwas größeren Abstand zwischen Tarpfirst und Hängematten-Ridgeline in Kauf.
Wenn es dir egal ist, wenn die Enden des Tarps etwas steiler nach oben zeigen, brauchst du das nicht in Kauf zu nehmen. Sie hier (etwas theoretischer betrachtet), hier (mit Schaubild) und hier (ganz praktisch).
Ansonsten ist es so, dass die Spannung auf dem First des Tarps, wenn man es nicht nahe am Baum befestigt, von den folgenden Faktoren abhängt:
- Distanz vom Baum bis zur Tarpbefestigung
- Dehnung der Baumgurte
- Hängewinkel der Hängematte
- Last in der Hängematte
Aus diesen Grössen ergibt sich, ob sich die Spannung auf das Tarp bei Belastung erhöht, abnimmt oder gleich bleibt (sehr unwahrscheinlich). Mit einem Stück Gummiseil ist man dann jeweils auf der sicheren Seite. Und etwas Vorsicht beim Belasten, wie von dir beschrieben, ist natürlich auch nie verkehrt.
PS: Was Derek Hanson in seinem bekannten Video erzählt, ist aus meiner Sicht nicht korrekt. Die von ihm vorgeschlagenen 30° funktionieren beim Zusammenspiel seines Setups mehr oder weniger zufällig. Primär geht es darum, dass die Dehnung der Baumgurte zum gewünschten Hängewinkel passen. Je dehnbarer das Gurtmaterial, desto steiler sollte der gewünschte Hängewinkel sein, damit es funktioniert. Statt den Hängewinkel zu vergrössern, könnte er auch eine weniger dehnbare Aufhängung verwenden. (Meine aktuelle Sicht der Dinge aufgrund von Beobachtungen an der Brückenhängematte.)
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- Offizieller Beitrag
Ansonsten ist es so, dass die Spannung auf dem First des Tarps, wenn man es nicht nahe am Baum befestigt, von den folgenden Faktoren abhängt:
Distanz vom Baum bis zur Tarpbefestigung
Dehnung der Baumgurte
Hängewinkel der Hängematte
Last in der HängematteDas schöne an den Faktoren ist, dass man einige in "Konstanten" umwandeln kann
Da ich immer die selben Baumgurte und Aufhängung benutze (Spider / Poly Baumgurte mit Beetle Buckles) und die "Last" in der Hängematte immer gleich lang und (in etwa) gleich schwer ist, muss ich wohl am meisten ein Gefühl dafür entwickeln wie es sich mit den unterschiedlichen Baumabständen verhält. Da bei mir aber Körpergrößen-bedingt irgendwann Ende mit Baumabstand ist, grenzt das den möglichen Maximalwinkel auch ein. Und ein aus dem normalen Spektrum ausfallender Hängewinkel sollte dann bei mir (hoffentlich) die Alarmglocken klingeln lassen. Das passiert aber auch recht selten, da ich eigentlich nur mit zwei Hängematten über Nacht rausgehe (meiner DIY "Coconut" und der WBBB XLC). Es läuft also auf ein grundlegenden Tipp hinaus: "Know Your Gear!"Ich denke, ich werde mir noch eine Loop aus dickerer Gummischnur mit 3 oder 4mm Durchmesser in den Packbeutel zu den Heringen legen, um zumindest ein Ende damit per Ankerstich mit dem Whoopie Hook zu verbinden – als Sicherheitsfaktor.
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Moin,
bin Mal wieder am rumhängen.
Wie sieht denn die Langzeit Erfahrung so aus? Insbesondere im Bezug auf (zusätzliche) Belastung der Tarp Ridgeline.
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Ich nutze, wie gesagt, auf beiden Seiten Schlaufen aus dickem Gummiseil, um allfällige Spannungen aufzufangen. Zudem befestige ich das Tarp jeweils so nahe wie möglich am Stamm. Somit gibt es keine zusätzlichen Spannungen. Die ganze Diskussion um die Spannungen bezieht sich auf die Situation, in der man das Tarp nahe an der Hängematte direkt am Baumgurt befestigt.
Ergänzung: Man braucht sich aus meiner Sicht gar nicht grundsätzlich zu entscheiden, welche Möglichkeit man wählt. Ich habe immer beide Möglichkeiten:
- Ich kann die Leine um den Baum herum führen und am Tarp einhängen (kleiner Karabiner)*
- Ich kann die Leine durch den Prusikknoten an der Hängemattenaufhängung führen und am Tarp einhängen (kleiner Karabiner)*
Ich habe einfach zusätzlich je eine kleine Prusikschlinge an der Hängemattenaufhängung angebracht (siehe Fotos weiter oben); diese eröffnet mir beide Befestigungsmöglichkeiten fürs Tarp.
* Am Tarp habe ich auf jeder Seite einen Leinenspanner (Lineloc), um den First des Tarps zu spannen.
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[...] Der gelbe Evo-Loop hilft, den Baumgurt ohne Last am Baum zu fixieren [...]
Interessante, hardwarefreie und leichte Lösung. Ist dieser gelbe Evo-Loop auch zu einem Prusikknoten geknotet? (bin noch Hobbycamper!)
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Ich nutze, wie gesagt, auf beiden Seiten Schlaufen aus dickem Gummiseil, um allfällige Spannungen aufzufangen. Zudem befestige ich das Tarp jeweils so nahe wie möglich am Stamm.
Ok. Aber um nah am Stamm befestigen zu können, braucht man Bäume in entsprechendem Abstand.
Aber cool, dass es sich nach wie vor bei dir bewährt hat.
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Ok. Aber um nah am Stamm befestigen zu können, braucht man Bäume in entsprechendem Abstand.
Wie ich weiter oben schrieb: Ich spanne den First locker vor und bringe das Tarp beim Abspannen nach unten an den gewünschten Ort (siehe Skizzen und Fotos). Von dem her funktionieren für mich auch grosse Baumabstände.
Interessante, hardwarefreie und leichte Lösung. Ist dieser gelbe Evo-Loop auch zu einem Prusikknoten geknotet? (bin noch Hobbycamper!)
Ja.
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Vielleicht sprechen wir die ganze Zeit an einander vorbei, oder ich habe etwas noch nicht verstanden. Von daher mal eine Zeichnung.
Wenn ich den perfekten Abstand habe, kann ich's Tarp Problemlos nah am Baum an der HM Aufhängung befestigen.
Wenn nun aber der Baum Abstand X größer wie die Tarp Länge wird, muss ich nun den Abstand zum Baum vergrößern, da ich ja nicht das Tarp plötzlich vergrößern kann. (Der Abstand zur HM bleibt dann "konstant".)
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