Merino-Boom: Der wahre Preis der Kuschel-Wolle (ZDF, 2019)

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    • Offizieller Beitrag

    Ohne zu politisch werden zu wollen, möchte ich an dieser Stelle dennoch auf eine ZDF-Dokumentation über die Herstellungsbedingungen von Merinowolle hinweisen:

    https://www.zdf.de/dokumentation/zdfzoom/zdfzoom-350.html

    Gerade im Outdoor-Bereich finden wir ja Merinowolle oftmals sehr gut, z.B. als Baselayer/Unterwäsche in der Hängematte. Die Produktionsbedingungen sind hier – wie bei vielen tierischen Produkten – unter Tierschutzaspekten allerdings durchaus verbesserungswürdig. Da knallt Wirtschaftlichkeit wieder einmal mit anderen Aspekten des Lebens zusammen. Muss man sich entscheiden. Wissen sollte man um die Bedingungen auf jeden Fall, um sich bewußt für etwas entscheiden zu können.

    Ich bin über eine change.org-Petition auf die Doku aufmerksam geworden, die mittlerweile knapp 150.000 Unterstützer gefunden hat.

  • Ich habe auch schon im einen oder anderen Geschäft nach den Produktionsbedingungen der Merinowolle gefragt. In einem der Geschäfte (ein Wollladen) wussten die beiden Verkäuferinnen nicht einmal, was «Mulesing» ist. Immerhin wollten sie es dann wissen und so konnte ich es ihnen erklären.

  • Da ich selber Merinowolle verarbeite, habe ich mich schon seit längerem mit dem Thema befasst. Meine eine Quelle - Extremtextil - sagt über ihre Produkte Folgendes:

    "Mulesing-freie, neuseelaendische und australische Merino-Farmen. Alle Erzeuger-Farmen sind RSPCA und "New Zealand Animal Welfare Act"-Konform. Die Herkunft laesst sich bis zum Erzeuger zurueckverfolgen."

    Nachdem ich mir die Doku angesehen habe, stellt sich für mich allerdings schon die Frage, ob man dieser Verlautbarung glauben kann - oder ob es nicht doch so wie mit der Bio-Baumwolle ist, von der - bis vor einigen Jahren - sechs mal mehr angeboten als angebaut wurde. Einen Trost kann man (vielleicht) als DIYler, der "nur" den Stoff kauft, haben: Die Käufer von Fertigprodukten müssten doppelt misstrauisch sein, denn durch die zusätzlichen Stationen bei der Fertigung multiplizieren sich auch die Möglichkeiten, Materialien ohne Erzeugernachweis ins Endprodukt einfließen zu lassen.

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