Schlafack & Inlay/ Plan B

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  • Hallo an die Bikepacker,

    von meinem Millet Schlafsack und dessen Eigenschaften hatte ich ja im Daunenachlasack Thread berichtet und Ihr habt mir gute Infos gegeben.

    Das hab ich mal sacken lassen und beim tippen dieser Zeilen ...

    ...

    Ich hatte schon für demnächst eine Testnacht an einer Lippehütte gedanklich geplant. Daraus wird ja nun wohl nix. Es sei denn...

    ..ich starte noch mal einen Test mit dem dünnen Ajungilak Kompakt Ultra Twin Schlafsack in Kombi mit dem Cocoon. Das wird schon vom Platz in der Röhre grenzwertig. Habe aber auch keinen Bock jetzt auf einen ersten Overnighter zu verzichten.

    ...

    Der dünne und auch gut dreißig Jahre alte Ajungilak Kompakt Ultra Twin ist soweit immer noch gut in Schuss. Leider sind aber keinerlei Angaben zu den Temperaturwerten im Label und auch auf Anfrage hin konnte man mir nichts mehr sagen. Ich habe im Test mal so grob 10c° bei eher trockener Luft und wenig Wind ausgemacht.

    Bis auf einen Reinschlüpf- u. Liegeversuch hab ich aber die Kombi nie wirklich getestet.

    Das werd ich dann wohl mal machen. Soweit die Sachlage: Ajungilak Kompakt Ultra Twin in Kombi mit einem Cocoon TravelSheet, was 7c° bringen soll.

    Meine Frage hier in die Runde, wer hat Erfahrung mit einer ähnlichen Nutzungskombi ?

    Der Hintergrund ist der, ich könnte mir vorstellen mit so einer Kombi insgesamt flexibler zu sein. Sprich warme Nächte zu kalten Nächten.

    Außerdem könnte sich so das leidige Thema Packmaß am Bike reduzieren. Zwei kleinere Dinge unter zu bringen geht immer leichter, als ein fettes.

    Und on top, Schwitzfeuchtigkeit innen könnte, so denn man dem Nachtlager entschlüpft ist und das Inlay raus genommen hat, leichter trocknen.

    Wenn ich mit so einer Lösung klar komme, würde ich sogar einen neuen einfachen Schlafsack zu kaufen. Denn leider ist der meinige einfache Ajungilak ist mir leider zu klein ( war damals noch am Start meiner sportlichen Laufbahn und wohl gute 10kg kleiner ).

    Alles verstanden, oder Fragen dazu, dann nur zu. Für Infos eurerseits schon ein Danke.

  • So eine Kombination habe ich auch mal eine Zeitlang im Gebrauch gehabt. Da ich ja jede Nacht in meiner HM mit Schlafsack schlafe, fand ich, dass so ein Inlet praktisch wäre damit ich die HM nicht so oft waschen muß und um den Temperaturbereich etwas zu erhöhen. Ich habe zwei Mummyliner in Mircofaser gekauft, weil ich dachte, dass die am wärmsten sein könnten (vgl. mit Baumwolle oder Seide) . Die angegebene Temperaturerhöhung halte ich allerdings für völlig übertrieben.

    Ich bin im Laufe der Zeit aber wieder davon abgekommen, weil es mir zu viel "Gewurschtel" im Schlafsack war und weil die Inlets keine eigene Öffnung (wie einen Reißverschluß haben). Dadurch ist das Ein- und Aussteigen ein bißchen umständlich.

  • Hallo in die Runde,

    und schon wider so ein nerviger Einsteiger mit Fragen. Aber ich will mich mal ganz artig geben und stelle keine Fragen, suche nur Anregungen und Überlegungen, die mir eventuell bisher unter gegangen sind, weil ich halt Neuling bin.

    Wo fange ich also an ? Die Überlegung mit einem Inlay ( oder sogar einem atmungsaktiven Bivaksack ) zu arbeiten ist ja ganz nett, bringt mich aber zunächst mal nicht weiter. Ich bin, um es kurz zu machen, immer noch auf der Suche nach einem Schlafsack.

    Bisher bin ich ja von einem Temperaturbereich/ Komfort von ca. 5C° bei mir ausgegangen. Bei viel mehr weniger würde ich eh nicht draußen schlafen wollen ( oder eben aufrüsten mit Inlay/ Bivaksack oder eben hängemattenlike Underquilt ). Da ich die Tage mal wider Zeit hatte bin ich also in einem mir bekannten Outdoorstore marschiert, wollte eigentlich was ganz anderes, was ich dann auch dort bekommen habe, aber wir kamen halt auch auf das Thema Schlafsack zu sprechen. "Ja, man hätte da gerade eben ein Superangebot", kam es rüber und ich wurde stutzig.

    Geboten wurde ein Exped Versa Mummy, der den bisher von mir geforderten Komfortbereich von 5c° als Daunenschlafsack zu einem wirklichen Toppreis. Bin dann mal kurz reingeschlüpft, passte soweit, dann noch angeschaut und erstmal sacken lassen.

    Da kommt man schon ins Grübeln bei dem Preis. Aufgefallen war mir, das er scheinbar recht dünn sei. Im Hinterkopf hatte ich noch meine kurzen Erfahrungen mit einem Millet Hybrid-Schlafsack der an der Unterseite synthetisch gefüllt war und an der Oberseite mit Daunen. Die Oberseite war so dünn, das man von innen nach nach außen die vorgehaltene Hand sehen konnte und die Anzahl der Daunen war auch eher...

    Nichts desto trotz sollte jener Schlafsack auch bie 5c° funktionieren.

    Mit den Vorgedanken bin ich wider in den Laden und habe ihn mir wider angeschaut, aber auch mal einen Vergleichschlafsack ( zum Orignalpreis Mountain Equipment Classic 300 ). Der ME war nur gefühlt besser gefüllt, weil sein Innenmatreial eben "dicker" ist.

    Ich hab das wider sacken lassen. Insgeheim bin ich ins Grübeln gekommen, ob ich wirklich bei 5c° Komfort als Wahl gut liege ? Tendenziös geht das eher mehr in Richtung 0c°, einfach mal um mehr Futter zu haben.

    Brachte aber alles nix, mit der Info das Füllung nicht Füllung ist und mit den Infos Füllgewicht biz. Bauschfaktor CUIN im Hinterkopf, hab ich mir mal ein paar Modelle die ich so bisher in der Auswahl hatte rausgesucht und eine nette Liste gemacht.

    Der Mountain Equipment Classic 500 ist noch hinzu gekommen, weil er eben eine niedrigere Komforttemperatur hat. Der Cumulus kam noch dazu, weil es ja immer wider mal in diversen YT-Outddor Channel aber wohl auch in der Bikepacking Szene gut gelobt wird. ( Ah sehe gerade, der Preis bei 190cm wäre nicht die 275,- sondern 305,- tut hier aber entscheidungsmäßig eher nicht zur Sache. )

    Der Yeti war einer der ersten Empfehlungen und ich hatte auch mal das Vergnügen in einem Tension Comfort gleicher Füllklasse zu schlüpfen. Fühlte sich auch nicht verkehrt an, auch wenn Comfort fürs Bikepacking ein No-Go wegen zu viel Packvolumen wär.

    So, was spiele ich jetzt durch, wo erhoffe ich mir Infos ?

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    Ich fang mal da an, wo's am angenehmsten wär. Der Exped Versa für 150,- würde das Budget enorm schonen und quasi einen Sofortkauf zulassen. Doch wie verhält sich das jetzt tatsächlich mit der Füllmenge und den Cuin ? Ich kann mir das nur schwer vorstellen, das eine haptisch so dünne Füllung so gut noch bei 5c° Komfort funktioniert ? Zum Vergleich ziehe ich da mal eine ehemals für´n Job geschossene No-Name Daunenjacke für´n Fuffi ran. Die fühlt sich deutlich dicker & schwerer an aber daran pennen würde ich nicht wollen.

    ( Ach ja, an dem Punkt über mich: beim schlafen wohl eher weiblich. Sprich sollen ich aktiv bin, ist alles gut. Komme ich zur Ruhe, schraubt sich mein Kreislauf gut runter und ich würde wohl eher frieren, als so mancher echter Kerl. Windchillfaktor und Luftfeuchtigkeit sind mir als ganzjähriger Alltagsradler auch schon ein leider sehr deutlicher Begriff. )

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    Jetzt könnte ich natürlich pokern und einfach mal den Mountain Equipment Classic 500 ( welchen ich auch wohl hier vor Ort im Outdoorladen des Vertrauens hinordern könnte ) auswählen und den nochmal im Laden vergleichen. Der Plan klingt soweit gut. Zu warm kann man so einen Schlafsack ja auch offen lassen ( was ich mit meinem bisherigen Synthetik Monsterpackmaß ja auch so gemacht habe ).

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    Der Cumulus...

    ...klinkt ob seiner Werter mehr als verlockend und die Lobpreisungen, auch neutral betrachtet, lassen einen schon ins grübeln kommen. 850 CUIN erscheinen mir im Verhältnis zu den nur 450g Füllmenge, wider im Vergleich zu dem von mir als eher dünn gefüllten Exped Versa Mummy mit mal eben 100g mehr Daunen, schon fast nach einem Fantastischen Wert aus ?

    Natürlich taucht dann wohl von Euch die Frage nach dem Volumen des Schlafsacks auf, wie die nur 450g im Kumulus dann reingestopft werden. Eine Frage die man wohl kaum beantworten kann, denn da hält sich wohl jeder Hersteller irgendwie bedeckt.

    Und so komme ich via Cumulus gleich zum nächsten Punkt, dem der Individualisierung. Feine Sache, zumal da das Thema Feuchtigkeit ja auch immer irgendwie im Raum steht. Cumulus empfhielt, neben den Teiloptionen: "...Wir schlagen vor, das ganze obere Gewebe gegen Pertex Quantum Pro zu wechseln, weil dies eine etwas preiswertere Lösung ist und der Unterschied bei der Atmungsaktivität gering bleibt. ..."

    Ja toll, und wie mach ich das in dem Optionsfeld ( damit ich dann auch mal sehen kann was mich das kommt ) ?

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    Ja das sind erstmal so meine Gedanken. Vielleicht fällt einem noch was ein, was könnte ich übersehen habe, was deute ich falsch ?

    Grundsätzlich will ich einfach einen Schlafsack der vom Packmaß ( daher eher Daunen ) geht und wo ich nicht bei angeblichen 5c° Komforttemperatur Anfang zu frieren. Inlay und ein wenig Kleidung im Schlafsack sind eh schon auf dem Programm, wobei Inlay eher eine Zusatzoption wäre.

    Das "Problem" ist auch das, dem mehr mal als Einsteiger an Infos sammelt und in je mehr Outdoor Shops man war, des so schwieriger wird die Sache. Blöde Sache. Danke für Eure Geduld.

  • ...och Du, man erst nie aus. Topquilt ist fast wie eine Decke nur oben drüber, dann aber um den Körper noch rum und am Rücken dann aber offen ? Da ich aber ( noch ) keinen Underquilt habe, käme wohl doch eher Schlafsack in Frage, also für mich. Ich les da trotzdem mal rein...

    Ein Schlafsack isoliert in der Hängematte am Rücken so gut wie nicht da flachgedrückt. Auch mit Schlafsack brauchst du am Rücken eine Isolation.

    (Sorry, habe deinen Beitrag oben noch nicht gelesen, reagiere nur auf deinen "Zweizeiler".)

  • Ja, was Waldläufer70 schreibt ist exakt richtig. Ich schlafe jede Nacht mit Schlafsack in einer meiner Hängematten und ab ca. 22 Grad verwende ich keinen Underquilt/Wooki mehr. Wenn es kälter ist brauchst du in jedem Fall eine Isolierung von unten. Bei 5 Grad ist es undenkbar ohne UQ zu schlafen - egal wie warm dein Schlafsack ist. Das geht in keinem Fall!

  • Ich habe die ganzen letzten Jahre nur noch einen Topquilt / Oberquilt / Deckquilt genutzt. In der Hängematte verhält es sich meiner Erfahrung nach so, dass die Isolation von unten die deutlich wichtigere Rolle spielt als die Isolation von oben. Ich sage jetzt mal über den Daumen gepeilt: Die Isolation von unten macht etwa zwei Drittel aus, die von oben bloss ein Drittel.

    Für deine Entscheidung bedeutet das, dass du im Zweifelsfall zwar besser fährst, wenn dein Schlafsack oder Topquilt auch die von dir gewünschte Komforttemperatur bietet, dass du aber dann vor allem bei der Anschaffung der Isolation gegen unten sicherstellen musst, dass du wirklich bis zur gewünschten Temperatur angenehm schlafen kannst.

    Wenn du in der Hängematte eine Isomatte nutzen möchtest, dann ist ein Schlafsack aus meiner Sicht die bessere Wahl als ein Topquilt, weil er halt an den Seiten, wo du ungeschützt am Hängemattenstoff anliegst, doch noch etwas besser isoliert. Ein Topquilt tut das zwar auch, aber der kann auch mal ungeschickt positioniert sein und dann liegst du plötzlich ganz ohne Isolation am Hängemattenstoff an und es wird dir dort umso kälter.

    Hast du einen Unterquilt, der dich auf drei Seiten gut gegen die Kälte schützt, dann ist es eher eine Frage der persönlichen Präferenz, ob dir ein Schlafsack oder ein Topquilt mehr entspricht.

    Beim Schlafen am Boden, so mein Eindruck, bietet ein Schlafsack ab einer gewissen Kälte (v.a. wenn noch Wind dazu kommt), den sichereren Schutz als ein Quilt, weil er sich überall dort sofort aufplustert, wo er nicht flachgedrückt wird. Beim Topquilt reicht oft eine ungeschickte Bewegung und der Wind bläst dir eine ganze Tranche warme Luft weg. Das kann so beim Schlafsack nicht passieren.

    Da ich keinen der von dir aufgelisteten Schlafsäcke persönlich kenne, kann ich dir leider keinen Tipp geben. Alle Marken sind bekannt. Vielleicht noch die folgende Überlegung: Der am knappsten bemessene Schlafsack, in dem es dir aber noch wohl sein muss(!), kommt bei gleicher Isolation mit der geringsten Daunenmenge aus, weil in ihm am wenigsten Luft von dir aufgewärmt werden muss und weil die Oberfläche, über die du Wärme verlieren kannst, in ihm am kleinsten ist. Ich würde im Zweifelsfall aber lieber einen Schlafsack mit einer etwas grösseren Daunenmenge nehmen, wenn ich darin dafür etwas mehr Platz hätte, weil ich mich schnell eingeengt fühle und entsprechend gerne etwas Bewegungsfreiraum habe. Finde für dich heraus, wie viel Bewegungsfreiraum du mindestens benötigst und nimm im Zweifelsfall den etwas grösseren Schlafsack, der dann halt vielleicht auch etwas mehr wiegt.

    Ob dir da etwas weiterhilft?

  • Ich habe die ganzen...

    Ob dir da etwas weiterhilft?

    Moin Waldläufer70,

    moin zusammen,

    naja weiter helfen ist jetzt so´n Ding. Es erweiterte mein Sichtsprektrum bei der Gesamtthematik und dafür gibt´s ne´n Daumen nach oben. ;)

    Ach ja, ich hatte mit der Weiterführung vergessen kund zu tun, daß ich ja im Frühjahr schon ein paar Nächte im Burg-Garten bei mir at Home gemacht hatte. Mit meinem dünnen und leider auch zu kleinen alten aber immer noch guten Schlafsack, gut weil kaum gebraucht ging das eigentlich so gut wie gar nicht. Mit der dicken Trommel klappte das besser ( beides Synthetikschlafsäcke ). Dabei habe ich mit verschiedenen Kombinationen gespielt, nur um mal zu schauen wie das so kommt.

    Mal hatte ich mir eine Rettungsdecke, also diese silberne Dinger von außen als Windschutz und seichten Wärmereflektor von außen an die Hängematte geheftet, andere Male die günstige Decathlon Hausmarken Isomatte eingelegt bzw. in der Amazonas Hängematte eingeschoben. Underquilt kam, ob des Nichtvorhandenseins nicht zum Zuge. Geklappt hatte aber aber im Grunde alles, je nachdem wie warm, oder eben kühl draußen.

    Grundsätzlich denke ich von daher, Underquilt wird kommen, aber bis dahin kam ich mit jener Schlafsack-Hängemattenkombi bis gut an die 5c° zurecht. Und das auch im Rücken, also dort wo platt gelegen wurde.

  • Hi zusammen,

    hatte gerade ma' ein Zeitfenster und bin in einem weiteren Outdoorladen gehuscht. Mountain Equipment 300 contra Yeti Tension in gleicher Komforttemperatur Klasse verglichen. Im Hinterkopf noch die Füllung/ Bauschkraft des Exped.

    Resume: da liegen Welten zwischen !

    Der Exped kommt da eher wie ein dickes Badehandtuch daher, der ME ist ein Stück weit vor ihm, dann kommt erstmal lange nix bis der Yeti sich auftut.

    Ich frage mich jetzt ernsthaft, wie die so an ihre Werte kommen ?

    Aber war gut das ich den Vergleich mal gemacht habe.

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