Double Layer Varianten

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  • Wenn man doppellagige Hängematten sucht, findet man meistens zwei Varianten:

    • gleiche Stärke des Materials für beide Lagen
    • dünneres Material für die innere Lage, außen dicker

    Das hat mich immer überrascht, denn bei der Variante

    • Innen dickeres Material, außen leichteres,

    sehe ich folgende Vorteile:

    1. Die innere Lage ist höherer Belastung durch Scheuern ausgesetzt, daher empfiehlt sich dickeres Material.
    2. Wenn die äußere Lage, da sie dünner ist besser nachgeben kann als die innere, dann wird eine Decke oder Isomatte welche als Isolation dazwischen liegt weniger komprimiert.

    Wie seht ihr das?

    • Offizieller Beitrag

    Das dickere Material ist deshalb außen, weil die Hängematte von außen leicht mal in Kontakt mit Zweigen o.ä. geraten kann, und durch die schwingende Bewegung daran scheuern kann. In der Hängematte solltest nur du liegen - und auf spitze / scharfe / hakende Gegenstände verzichten.

    Für die Tragkraft ist es wohl unerheblich welche Lage innen und welche außen ist, denn die Lagen sind gleich lang. Durch die Dehnbarkeit sollte die Last gleichmäßig verteilt werden.

  • Ich sehe das genauso wie du, hat mich auch schon öfters gewundert. Habe aber selbst keine DIY Erfahrungen mit double layer bisher.

    Ich hatte auch keine DL selber gebaut, aber habe unsere Chameleons bei Dutch so bestellt. Die waren zunächst auch verwundert und haben gefragt ob ich mich vertan habe. Nachdem ich Ihnen meine Gedanken erklärt habe war das statement „that’s an interesting idea!“.

    • Offizieller Beitrag

    Dann berichte mal wie sich die Inside-out Hängematten schlagen. Und wenn du ohnehin 2 identische Chameleons hast, dann nimm doch einfach das Netz ab und drehe eine auf links. Hänge beide nebeneinander und mach einen Blindtest. Es würde mich interessieren, ob du einen Unterschied spürst. Ich glaube nicht, dass ich es herausfühlen könnte.

  • Das dickere Material ist deshalb außen, weil die Hängematte von außen leicht mal in Kontakt mit Zweigen o.ä. geraten kann, und durch die schwingende Bewegung daran scheuern kann. In der Hängematte solltest nur du liegen - und auf spitze / scharfe / hakende Gegenstände verzichten.

    Für die Tragkraft ist es wohl unerheblich welche Lage innen und welche außen ist, denn die Lagen sind gleich lang. Durch die Dehnbarkeit sollte die Last gleichmäßig verteilt werden.

    Ich kann deine Argumente gut nachvollziehen, dazu möchte ich noch folgendes anmerken:

    Scheuernde Äste vermeide ich grundsätzlich, alleine schon deswegen weil mich das Geräusch verrückt macht und ich meine Hängematte gut behandeln will.

    Wenn ich eine robuste Hose mit rauhen Cordura Einsätzen (auch Nylon, bedingt durch die Webung aber härter) oder Druckknöpfen anhabe dann halte ich das schon für eine stärkere Belastung für die innere Lage. Gerade in der kalten Jahreszeit oder beim Angeln möchte ich nicht ständig meine Hose ausziehen.

    Was die Tragkraft angeht, da hat Dutch mir selber geschrieben, dass die dünnen Stoffe sich stärker dehnen und dass genau das viele bevorzugen. Der Effekt hebt sich aber auf wenn, wie Du auch schreibst, die untere Lage stärker ist und sich nicht so stark dehnt.

    Wenn die untere Lage aber dünner ist, dann kann sie sich stärker dehnen, wenn durch etwas eingeschobenes ab der Unterseite der inneren Lage der Radius vergrößert wird. Denn dann überträgt das eingeschobene Dings die Kraft und nicht die innere Lage.

    Einmal editiert, zuletzt von Freihaenger (25. Februar 2019 um 21:43)

    • Offizieller Beitrag

    Ich würde wetten, dass die Unterschiede was die Dehnung betrifft allenfalls minimal sind. Aber wie gesagt, probier es einfach aus und berichte. Du hast die Matten ja, und kannst deine Theorie testen.

    Was die Abnutzung betrifft, so habe ich mehrfach gelesen dass Nutzer ihre DL beschädigt haben, weil sie sie aus Versehen zu tief aufgehängt haben ("aber ich bin doch nur einmal über den Stein geschabt!"), oder an einem Zweig hängen geblieben sind. Dagegen habe ich noch nie gelesen, dass jemand die innere Lage durchgescheuert hätte. Ich würde da auch der Erfahrung populärer Hersteller wie Warbonnet vertrauen. Warbonnet hat lange Zeit 1.1oz DL Hängematten verkauft - das war früher die "Lightweight Double Layer". Dann ist er zu 40D außen, 20D innen gewechselt. Das wird er nicht ohne guten Grund gemacht haben, denn es ist aufwändiger und teurer eine DL aus zwei unterschiedlichen Stoffen zu machen. Dazu kommt, dass eine 40D/20D DL schwerer als eine 30D/30D DL ist. Der einzige Vorteil scheint mir die größere Robustheit zu sein.

    Aber die Geschmäcker und Ansprüche sind verschieden. Vielleicht magst du die Frage ja mal auf HammockForums stellen? Wenn du Glück hast, antworten sowohl Warbonnet als auch Dream Hammock. Das wäre dann die definitive Antwort.

  • Ich habe mir auch schon ein paarmal die Frage gestellt, ob man zwischen die beiden Lagen nicht eine Isolierung in Form einer Fleecedecke o.ä. schieben kann, habe es aber faulerweise noch nie ausprobiert. Mit 2 Schaffellen habe ich es mal probiert, aber die paßten von der Form her nicht so richtig und waren schwierig richtig für`s diagonale Liegen zu positionieren. (Und wenn beide Lagen gleich lang sind, wird die Isolierung wahrscheinlcih stark zusammengedrückt.)

    Der Vorteil dieser Sache wäre allerdings, dass man die HM leichter waschen kann, als wenn die Isolierung fest eingefügt bzw. auf der Unterseite angebracht wäre.

    Hat von euch das schon mal jemand probiert? Man müßte irgendein Material nehmen, dass nicht so rutschig ist und gut zwischen den beiden Lagen liegen bleiben würde. Das wäre dann als Sommerhängematte eine ganz angenehme Lösung.

  • Ich würde wetten, dass die Unterschiede was die Dehnung betrifft allenfalls minimal sind. Aber wie gesagt, probier es einfach aus und berichte. Du hast die Matten ja, und kannst deine Theorie testen.

    Dann ist er zu 40D außen, 20D innen gewechselt. Das wird er nicht ohne guten Grund gemacht haben, denn es ist aufwändiger und teurer eine DL aus zwei unterschiedlichen Stoffen zu machen. Dazu kommt, dass eine 40D/20D DL schwerer als eine 30D/30D DL ist. Der einzige Vorteil scheint mir die größere Robustheit zu sein.

    Leider habe ich nur die inversen Modelle und keine Standardmodelle. Verglichen mit der Deep Jungle ist eine Decke nicht so stark gespannt bzw. von unten angefasst weicher. Das kann aber auch am Material der Hängematte an sich liegen.

    Die größere Robustheit zusammen mit der Gewichtsersparnis sprechen natürlich klar für sich. Mir geht es ja eher um die Idee außen einen dehnbareren Stoff als den inneren einzusetzen, um eine Isolationsschicht nicht so stark zu komprimieren. Einen ähnlichen Effekt habe ich bei den Single Layer HM einfach mit einem Underquilt Protector ohne Underquilt aber mit Decke erreicht. Das klappt bei 10°C ganz gut, mit der Hennessy und eingelegter Decke bestand da keine Chance. Allerdings muss ich auch eingestehen dass der Protecor natürlich deutlich lockerer hängt als ein äußerer Layer.

  • Wenn die äußere Lage, da sie dünner ist besser nachgeben kann als die innere, dann wird eine Decke oder Isomatte welche als Isolation dazwischen liegt weniger komprimiert.

    Dieses Argument überzeugt mich komplett. Gerade bei eher langen Hängematten, wie ich sie gerne mag, dürfte der Unterschied bei der Dehnbarkeit relativ markant sein. Eine zwischen die Schichten gelegte Isomatte / Decke dürfte auf diese Weise tatsächlich etwas weniger komprimiert werden.

    Letztendlich müsste man es mal ausprobieren. Wenn du aber mit deiner Version zufrieden bist, kann man sie bereits als Erfolg verbuchen.

    • Offizieller Beitrag

    Leider habe ich nur die inversen Modelle und keine Standardmodelle.

    Deswegen schrieb ich ja, dass du sie einfach umstülpen sollst.

    Ich habe eine Chameleon Double Layer (Hexon 1.6 außen, Hexon 1.0 innen) da und habe eure Theorie kurz getestet. Zuerst so wie sie geliefert wurde. Dann habe ich die End Caps umgestülpt und die Continuous Loops durch die Öffnung gezogen und den Body auf links gedreht.

    Liegekomfort: Ich kann keinen Unterschied fühlen.

    Anpressdruck der unteren Lage: In beiden Fällen deutlich stärker als beim Wooki. Was immer man zwischen die Lagen legt, wird gequetscht. Für die Isomatte ist der Druck unerheblich; eine Daunendecke wird platt wie eine Flunder. Wundert mich auch nicht, weil beide Lagen exakt gleich lang sind. Bei der Ridgerunner ist die äußere Lage aus diesem Grund etwas länger geschnitten.

    Für mich macht es weiterhin deutlich mehr Sinn, die robustere Lage außen zu haben. Trotz aller Vorsicht hatte ich gelegentlich mit Vegetation Kontakt, und in zwei Underquilts hat mir eine Rosenranke Löcher gerissen. Die innere Lage habe ich mir dagegen noch nie beschädigt - und ich schlafe weder im Plüschpyjama noch nackig in der Hängematte. Dafür haben meine Schlafsäcke alle Reissverschlüsse auf denen ich liege. Das dürfte mehr Belastung sein als eine Cordura-Hose. Meine 5,5 Jahre alte 1.1oz Double Layer (30D) Blackbird hat innen keine Schäden. Außen hat es an den Knubbeln Fäden gezogen, weil am alten Travel Sock Klettbandöffnungen waren. An diese Erfahrungen halte ich mich.

    Aber es würde mich interessieren, wenn Freihaenger den gleichen Test macht und darüber berichtet. Auch ein Langzeitbericht wäre nett. Für den nächsten Fragesteller ;)

  • Inzwischen habe ich ein wenig getestet, bin aber aufgrund eines ungeschickten Einstiegs rückwärts ausgestiegen. Das Ei am Ellenbogen hatte mir vorerst den Spaß verdorben.

    Ich habe bisher drei „Einlagen“ mit einer Chameleon 1,6/1,0 getestet, zum Vergleich eine umgekrempelte Chameleon gleich bauart daneben, die war dann eben eine 1,0/1,6. Allerdings ist das schon sehr umständlich und so richtig in Form habe ich sie nicht bekommen.

    Die bisherigen Resultate (im Vergleich zu 1,0/1,6:

    1. Cocoon Travel Blanket: Kein spürbarer Unterschied.
    2. Ikea Synthetikdecke: An unbelasteten Stellen minimal luftiger, an stärker belasteten Stellen kein Unterschied.
    3. Therm-A-Rest NeoAir XLite: Am Rand in Liegerichtung sehr straff, zwischen den Rippen fühlbar schlaffer, vor allem quer zur Liegerichtung. (Kann mir gar nicht mehr vorstellen mal auf einer Isomatte in der HM geschlafen zu haben...)
    4. Dicke Mufflon Wolldecke: Test steht noch aus.
    5. Exped DownMat: Könnte ich noch mit aufnehmen, die faltet sich in der HM aber der Länge nach ein.

    Bisher habe nur ich den Test durchgeführt, da die Decke noch fehlt und ich einen schmerzenden Ellenbogen hatte, muss ich den Test ohnehin nochmal wiederholen.

    Zum „Testverfahren“:

    Ich habe in der Hängematte liegend mit den Fingern von unten an verschiedenen Stellen getrommelt, gezupft und in zwei Richtungen gestrichen, so dass das Gewebe sich manchmal in Bewegungsrichtung vor dem Finger gerafft hat.

    Dadurch ist der zugegebenermaßen sehr subjektive Eindruck wie oben beschrieben entstanden. Ich vermute dass bei einer selbstgebauten Hängematte, wenn die untere Lage entweder deutlich dehnbarer oder etwas länger ist (wie von Hammock Fairy vermutet), der Effekt deutlich zu spüren sein müsste. Was dann von der anteiligen Tragkraft bleibt ist natürlich ein anderes Thema. Generell wird man aber doch eher eine sehr feste Einlage benötigen, damit die Theorie funktioniert. Daher bin ich auf die dicke Wolldecke gespannt.

    Zum Ellenbogen: Meine Allnachts-Schlafhängematte ist eine TTTM double, zur Zeit mit Carinthia HUQ180. Die TTTM hat leider keine Haken um den HUQ zu führen und so ist es passiert, dass mir die HM in die Kniekehle gerutscht ist und ich nur im HUQ und dann auf dem Boden gelandet bin. ||

  • Zum Ellenbogen: Meine Allnachts-Schlafhängematte ist eine TTTM double, zur Zeit mit Carinthia HUQ180. Die TTTM hat leider keine Haken um den HUQ zu führen und so ist es passiert, dass mir die HM in die Kniekehle gerutscht ist und ich nur im HUQ und dann auf dem Boden gelandet bin. ||

    Dagegen hilft es, beide Teile einfach mit einer kleinen Sicherheitsnadel zu verbinden.

  • Kleines Update vom Osterhäng:

    Ich bin mit meiner Frau auf den Rädern unterwegs, daher bin ich mit einem neueren Modell der Chameleon unterwegs. Diese ist auch 1.0 außen und 1.6 innen.

    Die Versuche hatte ich mit einem der ersten Modelle der Chameleon durchgeführt.

    Auf den Fotos erkennen man deutlich, dass die innere Lage straffer ist und die äußere "Luft hat".

    Ich war mir dieses Unterschiedes nicht bewusst, habe aber nun die Erklärung, weshalb das mit den eingelegten Decken manchmal sehr gut und manchmal, wie beim Test, nicht so gut funktioniert hat.

    Der Fertigung des neueren Modells ist die zuvor erwähnte Konversation mit dem Team von Durchware vorausgegangen. Ich denke dass dies zu dem deutlichen Unterschied geführt hat.

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