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  • Hallo liebe Leute,
    ich bin schon viel mit meiner Tochter (6) draussen unterwegs, auch mehrere Nächte hintereinander an Trekkingplätzen. Immer mit Zelt, aber wenn ich alleine unterwegs bin, dann steige ich auf die KOMA um. Jetzt möchte ich auch meine Tochter für Hängematten begeistern (bzw. das ist sie schon theoretisch) und suche nach einer Lösung für sie. Am liebsten eine Ridge Runner. Jetzt meine Fragen und Sorgen:
    Habt Ihr Erfahrung mit Kindern in Hängematten? Sie schläft ja dann nicht mehr neben mir...
    Gibt es ein Tarp das über zwei Matten reicht? Macht das überhaupt Sinn?
    Könnte ich sie auch theoretisch über mich hängen a la Hochbett?
    Glaub ganz alleine mag sie noch nicht hängen...

    Liebe Grüße
    Sten

    • Offizieller Beitrag

    Ich behaupte einfach mal ganz dreist, das eine gewöhnliche (gathered end) Hängematte besser für Kinder geeignet ist, da sie weniger kippelig als eine Brückenhängematte ist. Damit ist die Gefahr der Reisekrankheit und auch des Herausfallens geringer. Zudem kann man sich besser einkuscheln.
    Das Über-Dich-Hängen sollte kein Problem sein, wenn Du damit klar kommst und keine "Platzangst" bekommst, wenn jemand relativ nah über Dir hängt. Allzugroß darf der Abstand nämlich nicht sein, wenn Du ein Tarp benötigst. Anderenfalls kollidieren Hängemattenaufhängung und Tarp recht schnell.

  • Kommst du auf die Ridgerunner, weil du dort eine Isomatte verwenden könntest?

    Kinder, die in der Regel noch keine allzu festgefahrenen Schlafgewohnheiten haben, gewöhnen sich oft ziemlich schnell an eine Hängematte. Auch kostentechnisch wäre eine simple Gathered-End-Hängematte - wie von Mittagsfrost bereits vorgeschlagen - sicher eine sehr günstige Möglichkeit. Du könntest sie sogar selber nähen (oder nähen lassen). Mit 300cm Länge und rund 150cm Breite hättest du eine Hängematte, die sicher bis hin zur Pubertät von den Abmassen her absolut ausreichend ist. Solange deine Tochter nicht über 150cm gross ist, könnte sie in dieser Hängematte sehr flach liegen, unter Umständen sogar auf dem Bauch, falls sie das mag. Es schadet aber auch nichts, wenn die Hängematte beispielweise 335cm lang ist. Ich bin immer wieder erstaunt, wie flach mein Patenkind (11) in einer meiner 340cm langen Hängematten liegt!

    Die Frage wäre höchstens, ob du lieber einen festeren Stoff wie das Hammock Nylon von Extremtextil oder lieber einen etwas elastischeren (wie z.B. das Hexon 1.6 von DutchWare Gear) nutzen möchtest.

    Allerdings musst du dir darüber im Klaren sein, dass du gerade in deiner Koma liegst, während deine Tochter dir gegenüber etwas diagonal über dir. Im sehr unwahrscheinlichen Fall, dass etwas schief gehen sollte, wäre das nicht ganz ungefährlich.

  • Hallo, danke für die schnell Antworten. Ich habe noch eine TTTM Double. Die sollte doch auch reichen? Aber was mir noch aufgefallen ist, die KOMA braucht ja wesentlich mehr Baumabstand als eine übliche Hängematte. Bekomme ich die TTTM trotz des großen KOMA-Abstandes "sachgerecht" über mich gehängt? ;)

  • Ich weiss nicht, welcher Baumabstand bei der Koma das Minimum ist. Bei meiner Brücke liegt er etwa bei 430cm. Das ist durchaus auch für eine Gathered-End-Hängematte ein ziemlich "normaler" Baumabstand. Die Koma befestigst du dann halt etwa bauchhoch am Stamm, die Gathered-End - etwas höher als üblich aufgehängt - grob geschätzt etwas über Kopfhöhe. Natürlich müsstest du immer zwei Bäume im idealen Abstand von etwa 4,5m (wegen der Koma) bis etwa 6m (wegen der Gathered-End) suchen.

    Kannst ja mal mit deinen Daten und meinem Rechner rumspielen. Du kannst dir den - falls er dir nützlich ist - als Excel- oder Calc-Datei herunterladen. Nur mit der Grafik klappt es dann meist nicht mehr so schön. Oder probiert es einfach mal im Wald aus.

    • Offizieller Beitrag

    Ideal ist die Kombination von Brückenhängematte und dem Wunsch, nah beieinander zu hängen, nicht. Die Spreizstäbe und der erforderliche große Baumabstand erschweren die Sache. Hier mußt Du wirklich sehr kreativ sein, wenn unbedingt die KOMA mit von der Partie sein soll.

    Mit zwei gathered end Hängematten wäre es wesentlich einfacher. Hier kann man die Kopfenden beider Hängematten an einem gemeinsamen Baum befestigen und die Fußenden an zwei dicht beeinander stehenden Bäumen. Ein sehr dicker Baum tut es für das Fußende auch. In dem Fall wird eine Hängematte links, die andere rechts am Baum angebracht.
    Man hängt dann Kopf an Kopf und kann sich Gutenachtgeschichten ins Ohr flüstern, die Hängematten kommen sich aber nicht in's Gehege.

    Aber vielleicht probiert Ihr einfach mal die Doppelstockvariante aus? Es könnte ja sein, daß Deine Tochter zwei eigene Hängebäume danach bequemer / besser / schöner findet. Sie ist ja schließlich schon groß und kein ängstliches Baby mehr. ;)

    • Offizieller Beitrag

    Ich denke auch, dass eine normale Hängematte die bessere Lösung wäre. Abgesehen von der Kippeligkeit wirst du bei zwei Brückenhängematten übereinander auch Probleme bekommen, dein Tarp so aufzuhängen dass beide Hängematten noch geschützt sind. Das ist schon bei einer Brückenhängematte nicht immer ganz einfach.

    Wenn deine Tochter mit der TTTM Double zurecht kommt, würde ich die nehmen. Sie ist zwar recht breit, aber gerade Kinder mögen so ein Höhlenfeeling ja oft. Wenn sie doch Probleme mit dem vielen Stoff hat, dann gibt es ja viele günstige Möglichkeiten. Der ganze Markt ist voll mit kurzen, schmalen und meist auch günstigen Hängematten.

  • Hier Mal ein Bild von Damals, wenn man will geht Alles. Klar ist hier nicht der optimale Winkel von 30° eingehalten aber Kids schlafen nach einem Tag in der Natur fast überall.

    Auch in einer zu kurzen Hängematten die nicht im optimalen Winkel aufgehängt ist ????

    Hier hatten wir den Vorteil dass der Baum sehr dick war und wir so leicht versetz hingen.

    Wenn Du zwei Tarps zur Verfügung hast würde ich aber gleich zu getrenntem abhängen übergehen, ist deutlich komfortabeler und die Kids gewöhnen sich schneller daran wie wir alten überhaupt denken können ????
    Mit einer Tttm Kingsize war meine kleine trotz der überhängenden Seiten lange sehr glücklich.Wie Treegirl schon erwähnte stehen viele Kinder auf so ne Art Höhlen Feeling wo sie sich verstecken können.

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  • Ich würde auch zwei eigene Hängematten nutzen und sie im Dreieck aufhängen.
    Die Überlegung, diese übereinander zu hängen kommt aus der Befürchtung, dass sie nachts aufwachen könnte und Du nicht direkt in der Nähe bist, um sie zu beruhigen, richtig? Du schreibst "denn schläft sie ja nicht mehr neben mir". Wenn dem so ist, würde ich mal prüfen, wessen Sorgen da größer sind: Deine, weil Du gerne unmittelbar sofort als Papa ansprechbar sein möchtest und Dir so Kontrolle (im positiven Sinne) und Sicherheit versprichst oder ob es die Sorgen Deiner Tochter sind.

    In zweitem Fall ist es einfach: spiele mit ihr "Aufwachen in der Nacht"! Aber mach es am Tag. Hört sich doof an, wird aber funktionieren. Erkläre ihr vorher, dass ihr ein Spiel spielt, das Aufwachen heißt. Sie soll sich in ihre Matte legen, Du legst Dich in Deine. Sie soll dann so tun, als wenn sie schläft und dann soll sie aufwachen. Spiel nummer eins ist, Sie ruft Dich, Du "wachst" auf, antwortest und sagst, dass Du zu ihr kommst - und machst das dann auch. Spiel Nummer zwei erklärst Du ihr so, dass Du müde bist und nicht sofort aufwachen wirst. Und sie dann versuchen soll, dich laut wachzumachen, falls es leise nicht geht. Ihr legt euch wieder hin und diesmal "wachst" Du erst verspätet auf. Die Dauer kann bei weiteren Spielen länger werden. Dann aber erfolgt das Gleiche: Du antworstet und gehst dann zu ihr. Dieses Spiel spielt ihr ein paar Mal und Du ermunterst sie, wie toll sie Dich schon wach machen kann. Wenn sie dann später schlafen geht, kannst Du sagen, dass Du Dich schon auf das Spiel heute Nacht freust.
    Wahrscheinlich wird sie sofort tief und fest einschlafen und ein wenig enttäuscht sein, dass sie die Nacht durchgeschlafen hat, obwohl sie Dich doch wecken wollte. Aber hey, nichts, was man mit einem heißen Kakao auf dem Hobo-Stove nicht wieder glatt ziehen könnte. Und es gibt ja noch weitere Nächte. ;)

    Im ersten Fall ist es extrem viel schwieriger, denn Du musst lernen, langsam loszulassen. Dafür habe ich auch keine Idee. :)

    Viel Spaß euch beiden!

  • Meine Kleinen sind vier und sieben Jahre alt, ich bin seit zwei Jahren mit ihnen draußen.

    Ich habe sie von Anfang an unter ein eigenes Tarp gepackt. Die HMs der Kinder (GE) sind meist am gleichen Baum aufgehängt, mit einem Stock schaffe ich etwas zusätzlichen Abstand zwischen den Kopfenden. Ich hänge - wenn möglich - im 90°-Winkel daneben, oder an zwei eigenen Bäumen in der direkten Nähe.

    Bis letztes Jahr musste ich beiden Kindern aus der HM helfen, wenn sie in der Nacht auf's Klo mussten, seit diesem Jahr schafft die Große das allein. Aber trotzdem schlafe ich natürlich nach wie vor nur sehr leicht, wenn die Kinder dabei sind. Insbesondere wenn es regnet und man sich nie so ganz sicher ist, ob jemand ruft oder nicht.

    Raus gefallen ist noch nie jemand, die Kinder schlafen eigentlich immer sehr ruhig und wachen kaum auf. Anfang Juni waren wir in einer Gewitternacht draußen, mit Starkregen, heftigem Donner und 80-100 km/h Wind. Ich habe kein Auge zu gemacht, hab jede halbe Stunde nach dem Rechten geschaut und im Kopf Pläne geschmiedet, was ich machen würde, wenn sie wach werden und ggf. Angst bekommen. Die Kinder haben von 21.30 bis 7.30 durchgeschlafen. Als ich gefragt habe, wie sie das Gewitter gefunden haben, fragten sie "Welches Gewitter?".

    Hier noch drei Bilder vom Setup in dieser Nacht (Kinder links, ich rechts). Der Stock, den man unter den Hängematten der Kinder sieht, ist der Abstandshalter, der normalerweise zwischen den Kopfenden eingespreizt ist. Den hab ich in der Nacht weg gemacht, um den Regenschutz noch etwas zu erhöhen. Als Isolation haben beide Topquilts, die ich aus einer Aliexpress-Daunendecke gebastelt hab. Unten drunter hat mein Kleiner (rechts) hat einen 3/4 Daunenunderquilt und einen UQP, die Große hat einen KAQ-Eigenbau. Die Setups reichen locker bis 5°C.

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