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  • Schönen Abend euch allen!

    Wie sieht es eigentlich mit Abtropfschnüren aus, braucht man die an allen Aufhängungen? An der Hängematte und Moskitonetzleine logischerweise, aber auch an der Tarpaufhängung? Und welche Art von Schnüren benutzt ihr dafür? Ich habe von einigen gehört, dass Karabiner Schnüren vorzuziehen seien, aber bis jetzt nur wenig Informationen dazu gefunden.:unknw: Hoffentlich könnt ihr mir weiterhelfen....
    Viele Grüße und Danke schonmal!

  • Bei Karabinern kommt es sehr darauf an, wie der gerade liegt (waagrecht, senkrecht). Je nach Lage kann er "sicher" sein oder als "Wasserbrücke" dienen.

    Wenn du beim Tarp keine unter dem Tarp durchlaufende Leine hast, solltest du dort eigentlich keine Abtropfschnüre brauchen.

    Die Abtropfschnur soll die Aufhängung der Hängematte gut vom Tarp abgedeckt möglichst eng umschliessen und aus einem saugfähigen Material bestehen, das viel Wasser aufnehmen kann. Einige verwenden dafür ihre Ersatzschnursenkel für die Schuhe.

    Grundsätzlich gilt: Eine Tarpaufhängung aus Amsteel (Dyneema) / Seil leitet weniger Wasser weiter als ein Baumgurt. Ein Baumgurt wiederum leitet weniger Wasser zur Hängematte, wenn er ein halbes oder ein ganzes Mal verdreht ist.

  • Tja, was soll ich da sagen um ernsthaft zu bleiben und Deine Frage ernst zu nehmen.
    Der Regen macht halt keinen Unterschied, ob das die Hängemattenaufhängung, Mückennetzleine oder Tarpleine ist.
    Natürlich tropft es überall. Ist doch klar.
    Erst recht bei längerem Regen sucht sich das Wasser seinen Weg.
    Häng mal einen Regentag oder Nacht draussen. Irre, als hätte Wasser ein Bewusstsein und weiss wo es durch kommt.

    Klar hängts auch davon ab, ob die Tarpleine ÜBER oder UNTER dem Tarp verläuft.
    Drunter machste nur einmal...
    Aber auch wenn sie darüber verläuft, irgendwo sind die Schlaufen des Tarps dran. Und dann tropft es dort.

    Abtropfschnur, korrigiert mich liebe Hänger wenn ich falsch liege, dünner als die Schnur, an der sie dran ist.
    Einfacher Knoten reicht aus, fest zugezogen und mindestens ein Ende nach unten.
    Außerhalb bzw am Rand des Tarps.

    Bei der Hängemattenaufhängung empfiehlt es sich, diese zweiteilig zu gestalten.
    Und das Ende der Aufhängung, welche direkt durch den Stoff er Hängematte gezogen ist, ungefäht mit dem Ende des Tarps einzurichten.
    Dort ist dann zumindest ein Karabiner drin.
    Dutch macht einen Dutchbiner, welcher eine Abtropfhilfe beinhaltet.

    Perfekte Vorbereitung in Ehren. Aber oft hat man ein Stück Schnur immer dabei für alles Mögliche.
    Wenns dann stark regnet, nicht weiterschlafen oder warten bis der Stoff der HM nass ist.
    Raus und mal genau schauen, ob und wo es tropft. Dann direkt da Gegenmaßnahmen ergreifen.
    2 Abtropfhilfen hintereinander schaden auch nicht.
    Denn Schnüre und Dochte haben eine gewisse Ähnlichkeit. Sie leiten gerne Flüssigkeit weiter.

    Alles mit Imprägnierspray zu behandeln bringt nix. Schon ausprobiert.

    • Offizieller Beitrag

    Ich bin auch ohne Abtropfschnüre bisher unter dem Tarp immer trocken geblieben. Aber vielleicht habe ich nur Glück gehabt. Schaden kann ja so ein Bändel nicht.
    Hier ist ein Video von Derek Hansen, dem Verfasser des Buches "The ultimate hang", zum Thema

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    Und hier noch ein Youtube-Video .

    • Offizieller Beitrag

    An der Hängematten-Aufhängung ist mir bisher noch nie Wasser in die Hängematte gelaufen. Oder jedenfalls nicht so viel, dass ich es bemerkt hätte.

    Aber im ersten halben Jahr meiner Hängerkarriere habe ich meine durchgehende Tarp-Ridgeline unter dem Tarp gespannt, weil es so schön bequem war. Bis ich plötzlich Regentropfen auf dem Moskitonetz meiner Hängematte hatte. Als das mehrmals passiert ist, habe ich nach der Ursache geforscht. Auf Hammockforums haben die alten Hasen sofort darauf getippt, dass der Regen an der Ridgeline entlang unter das Tarp läuft, obwohl ich das visuell nicht bestätigen konnte. Nachdem ich die Ridgeline über das Tarp gelegt habe, und später ohnehin auf eine geteilte Ridgeline umgestiegen bin, hatte ich nie mehr wieder Probleme mit Wasser unterm Tarp. Ich hatte bisher noch keinen Grund, Abtropfschnüre anzubringen. Aber im Fall des Falles würde ich einfach ein Paar Schnürsenkel verwenden, wie von Derek vorgeschlagen.

  • Ich war im Sommer 2014 zwei Nächte lang am Doubs (Grenzfluss zwischen der Schweiz und Frankreich). In der zweiten Nacht hat es die ganze Nacht heftig durchgeregnet. Am Morgen war das Fussende der Hängematte auf etwa 40cm Länge leicht feucht (vom Wasser etwas dunkler gefärbt). Als Aufhängung hatte ich damals Gurtband verwendet, das durch zwei Ringe an der Hängematte gefädelt war. Vermutlich hat dort das Wasser einen Weg in die Hängematte gefunden. Oder aber das Tarp hat die Hängematte nicht optimal abgedeckt. Diese Möglichkeit schliesse ich aber eher aus, da es windstill war.

    Übrigens hatte ich damals eine unter dem Tarp durchlaufende Schnur verwendet. Soweit ich das beobachten konnte, ist kein Wasser in die Hängematte getropft. Ausser aber das wäre die Erklärung für das feuchte Fussende der Hängematte. Der Quilt war jedenfalls am Morgen nicht feucht oder gar nass gewesen.

    Ich finde Bernds Hinweis sehr gut: Beobachte und suche eine Lösung. Jeder Fall und jede Situation scheint wieder etwas anders zu sein.

  • Im Prinzip geht alles, woran Wasser nach hnten tropfen kann. Auch Grashalme. Ich habe bei Starkregen einmal Socken um die Karabiner geknotet. Die waren dann naß, aber meine Hängematte blieb trocken.

    Wasser sucht sich immer den kürzesten Weg nach unten. Wenn es so schön von der Aufhängung herunterläuft, führt der Weg direkt in die Hängematte.

  • Aber im ersten halben Jahr meiner Hängerkarriere habe ich meine durchgehende Tarp-Ridgeline unter dem Tarp gespannt, weil es so schön bequem war. Bis ich plötzlich Regentropfen auf dem Moskitonetz meiner Hängematte hatte.

    Ich tüftel an einer ähnlichen Führung für meine Tarp-Ridgline. Ich werde natürlich selbst aus meinem Schaden klug werden (wollen), dennoch würde mich vorab eure Meinung interessieren: Könnte man auch hier Abhilfe schaffen, indem man Driplines auf beiden Seiten des Tarps und unter dem Tarp anbringt? Zumindest in der Theorie (die ja bekanntlich genauso grau ist, wie so manche Regenwolke) sollte ein Regentropfen ja dort auf die abfallenden Tarpwände treffend abwärts geführt werden.

  • Ich tüftel an einer ähnlichen Führung für meine Tarp-Ridgline. Ich werde natürlich selbst aus meinem Schaden klug werden (wollen), dennoch würde mich vorab eure Meinung interessieren: Könnte man auch hier Abhilfe schaffen, indem man Driplines auf beiden Seiten des Tarps und unter dem Tarp anbringt? Zumindest in der Theorie (die ja bekanntlich genauso grau ist, wie so manche Regenwolke) sollte ein Regentropfen ja dort auf die abfallenden Tarpwände treffend abwärts geführt werden.

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, wie du das meinst: Wenn eine Schnur unter dem Tarp hängt und dann dort der Abtropfschnur entlang Wasser nach unten läuft, dann tropft sie doch auf die Hängematte? Wenn, dann müssten solche Schnüre auf jeden Fall ausserhalb des Bereichs, in dem die Hängematte hängt, angebracht werden. Aber auf die Tarpwände würden die Tropfen dann doch dennoch nicht treffen? – Ich vermute, ich habe dich irgendwie falsch verstanden.

    Bei meinem Tarp sieht es inzwischen nicht mehr exakt so aus wie im folgenden Bild. Nach wie vor tropft aber allfälliges Wasser am Kunststoff-Dreieck nach unten ab. Es gelangt gar kein Wasser unters Tarp. Die Leine geht nicht unter dem Tarp weiter:

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    Wo genau möchtest du nun bei einer unter dem Tarp durchlaufenden Leine genau die Abtropfschnüre anbringen, damit das Wasser den Tarpwänden entlang nach unten läuft?

    • Offizieller Beitrag

    Ich tüftel an einer ähnlichen Führung für meine Tarp-Ridgline. Ich werde natürlich selbst aus meinem Schaden klug werden (wollen), dennoch würde mich vorab eure Meinung interessieren: Könnte man auch hier Abhilfe schaffen, indem man Driplines auf beiden Seiten des Tarps und unter dem Tarp anbringt? Zumindest in der Theorie (die ja bekanntlich genauso grau ist, wie so manche Regenwolke) sollte ein Regentropfen ja dort auf die abfallenden Tarpwände treffend abwärts geführt werden.

    Mach einen Test: bau das Tarp im Garten auf, häng die Hängematte darunter und lass es kräftig aus dem Schlauch regnen. Alternativ Park und Gießkanne.

    Nachdem ich über die Jahre verschiedene Aufhängearten ausprobiert habe, würde ich die Ridgeline nur noch bei sehr schweren Tarps unter dem Tarp spannen. Mit einer geteilten Ridgeline oder einer Continuous Ridgeline hängt das Tarp sogar straffer, und schwieriger zu positionieren ist es auch nicht. Und Abtropfleinen habe ich bei diesen Methoden noch nicht gebraucht.

  • Nachdem ich jetzt gerade die letzten knapp 2 Wochen mit der HM draußen geschlafen habe und auch mal richtig starken Prasselregen über 2 Std. lang hatte, kann ich nur sagen, dass ich ohne Abtropfschnüre komplett trocken geblieben bin. Die Aufhängungen waren natürlich naß, aber sobald die Seile unter das Tarp und etwas später an die Karabiner kamen, war Schluß mit Feuchtigkeit.
    Ich wollte eigentlich verschiedene Abtropfschnüre testen, aber mangels runterlaufenden Wassers kam ich nicht dazu und habe deshalb auch beschlossen, dass ich keine brauche.

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